Mittwoch, 29. Dezember 2010

Noch eine Challenge


Ja, ich weiß, mit meinen beiden Challenges bin ich schon gut ausgelastet, aber nun habe ich eine entdeckt, die nicht nur super klingt, sondern auch meinen Vorsätzen sehr entgegenkommen würde, nämlich diese hier von BuchSaiten und libromanie:

Es geht darum, in jedem Monat des nächsten Jahres mindestens ein Buch in englischer Sprache zu lesen.
Ich hab noch bis zum 15. 1. 2011 Zeit mich anzumelden, also kann ich ja noch ein wenig überlegen.
Immerhin hab ich schon mal darüber nachgedacht, was ich da so an Büchern hätte. Ich würde für diese Challenge wohl keine Bücherliste im Voraus erstellen, aber hier wäre mal eine Zusammenstellug an englischen Büchern, die ich im nächsten Jahr ohnehin lesen möchte:

Für meine anderen Challenges:
- Salman Rushdie, Midnight's Children
- Jonathan Swift, Gulliver's Travels
- David Malouf, Remembering Babylon
- Anne Bronte, The Tenant of Wildfell Hall
- Edgar Allan Poe, Arthur Gordon Pym
- Judith Lennox, Before the Storm

Weitere Bücher von meinem SuB bzw. meiner Liste:
- Neil Gaiman, The Graveyard Book
- Matt Ruff, Fool on the Hill
- Richard Adams, Tales of Watership Down
- Arthur Conan Doyle, The Hound of the Baskervilles
- Patrick Rothfuss, The Name of the Wind (das ich noch auf Englisch lesen möchte, ehe im nächsten Jahr der 2. Band erscheint)
- Patrick Rothfuss, A Wise Man's Fear (eben jenen 2. Band möchte ich natürlich auch unbedingt lesen, sobald er erscheint)
- Maggie Stiefvater, Linger ("Shiver" hab ich schon gelesen; den Folgeband hab ich in der Bücherei bereits vorbestellt)

Alleine damit käme ich schon auf über 12 Bücher - und ich hab noch weitere auf meinem SuB und erst recht auf meiner Liste. Dazu kommt, dass auch ReReads, Hörbücher und Graphic Novels erlaubt sind. Okay, letztere hab ich noch nie gelesen, aber ich liebäugle schon länger mit Martins "Hedge Knight". Also wär das auch mal eine gute Gelegenheit dafür ...
Ihr seht - meine Entscheidung steht beinahe. Die nächsten Tage bin ich bei einem Treffen mit einigen Schreibfreundinnen, und wenn ich zurück komme, werde ich die endgültige Entscheidung treffen. ;-)

Montag, 27. Dezember 2010

Wichtelpost!

Heute habe ich mein Wichtelgeschenk bekommen - es ist "Die geheime Sammlung" von Polly Shulman. Und sollte ich jetzt nochmal gefragt werden, welches meiner Bücher das schönste Cover hat, dann ist die Entscheidung nicht schwer. Es sieht mit dieser Farbkombination einfach wunderschön aus, und noch dazu sind die Ranken und die Schrift leicht erhoben - ich liebe so etwas einfach. Da streich ich dann ständig über den Schutzumschlag und bin ganz entzückt. :-)

Der Klapptentext klingt nach einer wunderbar märchenhaften Geschichte - und nach einem perfekten Roman, um sich im Winter mit Tee und Kerzchen und einer dicken Decke aufs Sofa zu kuscheln:

Es ist nicht leicht, eine Außenseiterin zu sein. Doch dann bekommt Elizabeth einen Aushilfsjob in einem besonderen Museum, dem Repositorium der Verleihbaren Schätze, in dem man Kunst und Krempel, Wertvolles und Verrücktes ausleihen kann.
In den geheimnisvollen Lagerhallen findet Elizabeth endlich Freunde, die bereit sind, mit ihr durch dick und dünn zu gehen. Und die braucht sie dringender, als sie geahnt hat - denn verborgen im Keller gibt es noch eine geheime Sammlung, deren Schätze ungewöhnliche Kräfte haben ...

Sonntag, 26. Dezember 2010

Weihnachtlicher SuB-Zuwachs

Es ist wohl nicht weiter erstaunlich, dass durch Weihnachten mein SuB mal wieder gewachsen ist - und in den nächsten Tagen noch stärker wachsen wird.

Meine Buchgeschenke bisher sind:

Bernd Perplies - Magierdämmerung
Diesen Roman hab ich gleich mal zu lesen begonnen. Das Steampunk-Setting klang ebenso interessant wie der Atlantis-Bezug und London als Schauplatz, daher hab ich mir das Buch gewünscht.

Neil Gaiman - The Graveyard Book
Bisher war ich von Gaiman nicht so begeistert, aber bei einer englischen Lesung wurde das erste Kapitel aus diesem Buch gelesen und ich habe es mir daraufhin sofort zu Weihnachten gewünscht. Ich freu mich schon sehr aufs Lesen.

Gaetan Soucy - Das Mädchen, das die Streichhölzer zu sehr liebte
Ich habe keine Ahnung mehr, wo mir das Buch empfohlen wurde. Es steht schon seit längerem auf meiner Liste, allerdings gibt es diesen Roman nicht in der Städtischen Bücherei. Es klingt nach ziemlich schwerer, deprimierender Kost - ich bin mal gespannt.

Matt Ruff - Fool on the Hill
Ich habe vor einiger Zeit "Nebenan" von Bernhard Hennen gelesen, das ich sehr witzig fand, wenn auch nicht überragend. Jemand meinte, es wäre nur ein schwacher Abklatsch von "Fool on the Hill", das also seither auf meiner Liste steht. In der Bücherei gibts das allerdings nur auf deutsch, daher also auch ein Fall für den Wunschzettel.

Dann hab ich noch zwei Zugänge, die zumindest meinen SuB nicht belasten, da ich sie schon gelesen habe. Es handelt sich um die ersten beiden Harry Potter-Bände, die ich bisher nicht selbst besaß. Jetzt hab ich sie als Taschenbücher in der Adult Edition bekommen, da ich dort die Cover so schick finde.

Außerdem wird wohl irgendwann in den nächsten Tagen mein Buchgewinn eintrudeln, sowie ein Buch von der Weihnachts-Wichtelaktion des Tintenzirkels.
Es besteht also keine Gefahr, dass mir in nächster Zeit der Lesestoff ausgehen könnte. ;-)

Freitag, 24. Dezember 2010

Frohe Weihnachten!

Ich wünsche euch allen Frohe Weihnachten und erholsame Feiertage im Kreis eurer Lieben! Und natürlich wünsche ich euch auch viele tolle (Buch-)Geschenke. :-)

Dienstag, 21. Dezember 2010

Dai Sijie - Balzac und die kleine chinesische Schneiderin



Genre: Erzählung/Gegenwartsliteratur
Seiten: 231
Verlag: echomedia (Sonderausgabe für Eine Stadt. Ein Buch)
Meine Bewertung: 5 von 5 Sternchen





Vor ein paar Wochen habe ich vom diesjährigen Gratisbuch der Stadt Wien berichtet, das ich mir natürlich auch geholt habe. Im Gegensatz zu manchen Büchern der letzten Jahre ist "Balzac und die kleine chinesische Schneiderin" sehr leichte Literatur, die sich flott lesen lässt. Dabei klingt der Inhalt eher nach schwerer Kost: Im Zuge der Kulturrevolution werden der Ich-Erzähler und sein Freund Luo - zwei 17jährige Burschen - zur Umerziehung in ein chinesisches Bergdorf verbannt. Durch einen anderen Jungen gelangen sie an - verbotene - europäische Romane und entdecken gemeinsam mit einer jungen Schneiderin ihre Liebe zur Literatur.

Der Hintergrund ist also ein sehr ernster und die Probleme und Entbehrungen dieser Umerziehung schimmern auch immer wieder zwischen den Zeilen durch. Dennoch hat der Roman einen eherheiteren Grundton und geizt auch nicht mit komischen Szenen und skurrilen Figuren. Trotzdem wirkt die Handlung nie lächerlich, werden die Umstände nie verharmlost. Dai Sijie gelingt hier ein toller Balanceakt zwischen Gesellschaftskritik und einer Art Schelmenroman.
Das Buch liest sich vom Anfang bis zum Schluss zügig durch, lässt einen manchmal schlucken und verströmt doch so etwas wie "Gute-Laune-Feeling".
Sprachlich ist es eher einfach geschrieben, aber die Schlichtheit der Sprache passt zum Inhalt und zum Ich-Erzähler. Dazu noch sympathisch und warmherzig gezeichnete Figuren und eine unbändige Lust am Erzählen - was zum Teil ja auch Gegenstand des Romans an sich ist. Da ich von chinesischer Kultur und Geschichte zugegebenermaßen wenig Ahnung habe, waren auch das Umfeld und die Hintergründe für mich sehr faszinierend.
Kurz: Ich hab an diesem Buch nicht das Geringste auszusetzen und vergebe ohne zu zögern 5 Sterne.

Interessant ist übrigens auch das Begleitmaterial, das bei den Gratisbüchern immer im Anhang enthalten ist. In diesem Fall ein ausführliches Interview mit dem Autor und ein kurzer Abriss der chinesischen Geschichte, was die Erzählung an sich wunderbar abrundet.

Samstag, 18. Dezember 2010

Volltreffer beim Gewinnspiel der Literatur-Revue!

Letzte Woche hab ich hier vom Gewinnspiel der Literatur-Revue berichtet, bei dem nun die Auslosung stattgefunden hat.
Ich hab eigentlich gesagt, dass ich selbst nicht teilnehmen möchte, da einige der Bücher mich einfach nicht so reizen und ich mich also nicht anderen "vordrängeln" wollte, die das Buch wirklich gern hätten.
mirjam war daraufhin so lieb, meinen Namen nur in einen einzigen Lostopf zu schmeißen, und zwar bei Claudia Tomans "Hexendreimaldrei". Ich war vor kurzem bei einer Wiener Autorenlesung und fand dort Claudia Toman so sympathisch und ihren vorgelesenen Ausschnitt so witzig, dass das Buch auf meine Liste gewandert ist.
Und jetzt hab ich es tatsächlich gewonnen! Ich, die ich normalerweise NIE Glück habe bei einem Gewinnspiel. Und ich, deren Namen nur in diesem einen Lostopf mit dabei war. Das ist doch echt ein genialer Zufall.

Vielen Dank, liebe mirjam, für dein tolles Gewinnspiel! Ich freu mich schon sehr auf das Buch. :-)

(Das hat mir der Glückskeks, den ich gestern geöffnet habe, nicht vorher gesagt *gg*)

Sonntag, 12. Dezember 2010

Was ich in letzter Zeit so gelesen habe

In letzter Zeit hab ich einige Bücher gelesen, zu denen ich gern ein paar Worte verlieren möchte, aber da ich nicht zu jedem eine ausführliche Rezension schreiben werde, fass ich hier ein paar Buchmeinungen in einem kleinen Buchplauder-Beitrag zusammen:

Eva Baronsky - Herr Mozart wacht auf
Gerade eben lag Mozart im Sterben - und nun findet er sich orientierungslos im Wien der Jetztzeit wieder. Was steckt dahinter? Hat er einen Auftrag zu erfüllen?
Ein sehr schräger und gleichzeitig bittersüßer Roman. Eva Baronsky gibt Mozart eine Sprache, die absolut authentisch klingt (vor allem in den Briefen) und entspinnt hier eine originelle "Was wäre, wenn...?"-Geschichte. Ich fand Mozart nicht sonderlich sympathisch, muss ich gestehen, aber in diesem Roman wird auf wunderschöne Weise dargestellt, wie sehr er Musik lebt und liebt und - Musik ist. Gerade in diesen Passagen, wenn es um Musik geht, entfaltet der Roman seinen größten Zauber. Am Anfang konnte ich leider länger nicht hineinfinden, daher:
4 von 5 Sternchen

Patricia McKillip - Die vergessenen Tiere von Eld
Patricia McKillip ist eine der wunderbarsten Fantasyautorinnen dieser Zeit. Ich liebe ihre Bücher und werde vielleicht demnächst mal einen Blogeintrag über sie und ihre Romane schreiben.
"Die vergessenen Tiere von Eld" ist einer ihrer ältesten Romane und zeigt eindrucksvoll, wie meisterhaft sie schon damals mit Sprache zu spielen vermochte. Auch der Inhalt ist zauberhaft und fesselt vom Anfang bis zum Ende auf einer sehr ruhige Art und Weise: Die Zauberin Sybel lebt umgeben von Fabeltieren, die sie einst zu sich gerufen hat, fernab von anderen Menschen. Doch nach und nach wird sie in deren Machtspiele mithineingezogen, bis sie sich selbst beinahe darin verliert.
Für mich einer der schönsten und spannendsten Romane von Patricia McKillip, daher ohne zu Zögern:
5 von 5 Sternchen

Sam Savage - Firmin. Ein Rattenleben  
Ich habe diesen Roman zum Geburtstag bekommen, deshalb tut es mir sehr leid, dass ich rein gar nichts damit anfangen konnte. Am liebsten hätte ich sogar einen sehr genervten Verriss geschrieben, allerdings wäre das nicht fair, da ich das Buch nur bis zur Hälfte gelesen habe. Als ich mich nach etwa 100 Seiten nur noch damit gequält habe und mir wünschte, diese nervige, unsympathische Ratte (ich mag Ratten sonst, aber Firmin nicht) möge in die nächste Mausefalle tappen, habe ich schließlich aufgegeben.
Am meisten hat mich daran gestört, dass Firmin zwar einerseits total vermenschlicht wird, andererseits aber wieder nicht genug, als dass man das ganze als eine Parabel wie etwa "Animal Farm" lesen könnte. Für mich "funktioniert" er einfach nicht, weder als Ratte noch als vermenschlichte Ratte, und es hat mich auch nicht interessiert, was weiter mit ihm geschieht.
Sehr schade. :-(

Außerdem habe ich das Gratis-Buch "Balzac und die kleine chinesische Schneiderin" gelesen, aber darüber möchte ich doch eine ausführliche Rezension in den nächsten Tagen schreiben.

Die Literatur-Revue feiert den 100. Beitrag

Bei mirjams "Literatur-Revue" gibts ein Jubiläum zu feiern und zwar den 100. Beitrag. :-)
Um das zu feiern veranstaltet mirjam ein Gewinnspiel, bei dem es vier Bücher zu gewinnen gibt und zwar:
- "Schattenblüte" von Nora Melling
- "Verliebt, verlobt, verbissen" von Michelle Rowen
- "Hexendreimaldrei" von Claudia Toman
- "Tote Mädchen lügen nicht" von Jay Asher

Wie ihr mitmachen könnt, lest ihr am besten bei ihr nach. Ich wünsche allen viel Glück für die Verlosung und mirjam weiterhin viel Freude beim Bloggen!

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Wie es nach dem NaNo weitergeht

Was tut sich bei mir eigentlich schreiberisch nach dem NaNo? Relativ wenig, muss ich zugeben. Ich habe ja geschrieben, dass die letzten Novembertage ziemlich mühsam waren und ich danach ein wenig schreibmüde war. Ich habe ja in diesem Jahr bereits über 200.000 Wörter geschrieben, und allmählich wurde mir das regelmäßige monatliche Schreibpensum doch etwas zu viel. Am Ende des NaNos fühlte ich mich wie ausgebrannt, und ich habe mir sogar die Frage gestellt, ob mir das Schreiben überhaupt noch Spaß macht.

Ich habe mir dann eine Pause verordnet, aber dennoch habe ich eine neue Szene bei meinem alten Projekt "Bühnenzauber" geschrieben und ein paar Fragmente für meine "Göttersteine". Und beides hat mir Spaß gemacht. Zumindest habe ich also nicht grundsätzlich den Spaß am Schreiben verloren. Auf alle Fälle aber werde ich es in nächster Zeit etwas ruhiger angehen.
Ich möchte in den nächsten Monaten noch ein wenig an den Göttersteinen weiterschreiben und mich sonst vor allem auf das Überarbeiten konzentrieren. Drei Rohfassungen liegen bei mir herum und warten darauf überarbeitet zu werden. Davon ist mein Jugendroman "Polarnacht" schon fast bereit für die Testleser-Phase, während die beiden anderen Romane (mein Urban-Fantasy-Roman "Die geraubte Seele" und meine Fantasy-/Mystery-Geschichte "Bühnenzauber") inhaltlich noch kräftig überarbeitet werden müssen. Es wird also Zeit, mich wieder intensiver mit diesen Projekten zu beschäftigen.
Leider macht mir das Schreiben der Rohfassung normalerweise mehr Spaß als das Überarbeiten, aber nun ja, da muss ich durch. ;-)

Soweit also meine Schreibpläne für die nächsten Monate. Ich würde auch gern mal kurze Leseproben hier einstellen, ich bin nur etwas unsicher, ob das für die Zukunft so klug ist. Jetzt denke ich ja noch nicht so viel ans Veröffentlichen, aber vielleicht geh ich ja mit einem der Romane doch mal auf Agentur-/Verlagssuche und dann könnte es ein Problem sein, wenn ich hier bereits Leseproben online gestellt habe. Na, ich werde mir das noch überlegen.

Sonntag, 5. Dezember 2010

Nina Blazon - Der Maskenmörder


Genre: Historischer Krimi/Jugendbuch
Seiten: 288
Verlag: Ravensburger
ISBN: 978-3473582846
Meine Bewertung: 2 von 5 Sternchen

Historien-Challenge (Absolutismus & Aufklärung)



Bei einer Aufführung im Londoner "King's Theatre" stürzt der Opernsänger Ferrante in den Tod. Der Verdacht fällt auf seinen Konkurrenten Amorelli, doch daran wollen weder die reiche Isobel Burlington - eine seiner größten Verehrerinnen - noch ihr Neffe Lucius glauben.
So versucht Lucius mit Hilfe der jungen Schleifenmacherin Célestine herauszufinden, wer tatsächlich hinter dem Mord steckt.


Es tut mir fast weh, dass ich dem Roman keine bessere Bewertung geben kann. Ich habe bisher zwei Bücher von Nina Blazon gelesen, die mir beide sehr gut gefallen haben und bin deshalb voll positiver Erwartung an diesen Krimi herangetreten. Leider hat es sehr lange gedauert, ehe ich hineingekommen bin, und erst ganz zum Schluss hin ist so etwas wie Spannung aufgekommen.
Zu einem großen Teil lag das an den Figuren. Lucius ist für mich überhaupt nicht greifbar geworden. Das mag damit zusammenhängen, dass man nie sein Alter erfährt - er ist offensichtlich noch jung und oft etwas naiv, aber ich hätte nicht einschätzen können, ob er ein Junge von etwa 15 Jahren ist oder ein noch unerfahrener Mann Anfang 20. Da man auch nie etwas über sein Aussehen erfährt, konnte er in meinem Kopf keine Gestalt annehmen - was noch dadurch verstärkt wurde, dass für mich auch sein Charakter erst nach und nach hervortrat. Er hat keine sehr markanten Eigenschaften (bis auf seine Neugierde vielleicht) und selbst nach Beendigung des Buches kann ich mir kein rechtes Bild von ihm machen.
Leider konnte ich auch mit Célestine, die ich recht klischeehaft fand, nicht viel mehr anfangen. Viel interessanter fand ich die Nebenfiguren wie Amorelli, Lady Burlington und die Tänzerin Nancy, aber sie sind es nunmal nicht, die die Handlung tragen.

Ein weiteres Problem war, dass mir die Identität des Mörders schon sehr früh klar war. Zwar war ich dann zwischendurch noch einmal etwas unsicher, aber am Ende behielt ich dann doch recht. Dazu kam, dass im Zuge der Ermittlungen ein etwas seltsamer Schluss gezogen wurde, der für mich fast schon eine Logiklücke war. Ich kann ihn hier nicht nennen, da ich sonst hoffnungslos für den Roman spoilern würde, aber er hat doch zu meinem nicht allzu positiven Leseeindruck beigetragen.

Die Einbettung in das 18. Jh. hat hingegen sehr gut funktioniert, und man kann sich London zu dieser Zeit gut vorstellen. Auch am Schreibstil gibt es nichts auszusetzen.
Insgesamt bleibt aber ein eher schaler Nachgeschmack und ich hoffe, dass ich mit den weiteren Romanen von Nina Blazon wieder mehr Glück habe.

Dienstag, 30. November 2010

NaNo - die 50.000 sind geschafft!








Ja, das wars mit dem NaNo.

Die letzten Tage war es noch eine rechte Quälerei, muss ich leider sagen. Ich befürchte auch, dass ich mit dem Roman irgendwo in die falsche Richtung unterwegs bin und werde ihn jetzt nicht (wie ursprünglich geplant) gleich noch im Dezember/Jänner zu Ende schreiben, sondern erst mal eine Pause einlegen und sehen, was wann und warum falsch gelaufen ist.
Vielleicht ist auch eine längere Pause notwendig - momentan bin ich etwas schreibmüde, auch wenn ich natürlich meine fehlenden 5.000 Wörter für den T12 im Dezember noch schreiben werde. Dann aber wohl an meinem langjährigen Monsterprojekt "Die Göttersteine" und nicht an meinem NaNo-Roman.

Donnerstag, 25. November 2010

NaNo - der Endspurt

Mein derzeitiger Wortstand: 41.232 Wörter
Damit bin ich auch weiterhin im grünen Bereich, habe aber nur wenig Vorsprung. Bei meinem ersten NaNo 2007 habe ich die 50.000 schon am 27. November überschritten - das wird diesmal sicher nicht der Fall sein.

Leider läuft es nämlich etwas zäh. Ich setz mich jeden Tag brav hin und schreibe mein Pensum, aber ich muss mich meistens dazu zwingen und komme in keinen wirklichen Schreibfluss rein.
Letztes Jahr habe ich oft geflucht und gejammert über meinen Roman und es ging gar nichts - umgekehrt gabs dann aber auch Tage, an denen ich 3.000 Wörter geschrieben habe, weil einfach alles lief.
Ganz arge Durchhänger hatte ich bei meinem jetzigen Roman noch nicht, aber so richtig zieht er mich trotzdem nicht. Ich kann nicht mal genau sagen, woran es liegt. Gut, ich habe nicht detailliert geplottet, aber das habe ich im letzten Jahr auch nicht gemacht. Vielleicht bin ich ein wenig "schreibmüde", weil ich in diesem Jahr schon so viel geschrieben habe.

Nach dem NaNo werde ich daher wohl erst mal eine kleine Schreibpause einlegen, ehe ich mit dem Roman weitermache. Denn dass mit 50.000 Wörter die Geschichte noch nicht zu Ende erzählt ist, steht schon mal fest. Und ich hoffe, dass der Schreibfluss dann irgendwann noch kommt. Bis jetzt ist es eher mühsam als Spaß - und vor allem eine Sache der Disziplin, aber an der mangelt es mir beim Schreiben ohnehin selten. Die Freude daran, die ist mir schon seit längerer Zeit abhanden gekommen und wirft bei mir die Frage auf, weshalb ich mir das überhaupt "antue". Schließlich bin ich bei keiner Agentur und keinem Verlag unter Vertrag und mache das also nur als Hobby. Mit dem Schreiben aufhören könnte ich aber wiederum auch nicht.
Tja, das soll mal einer verstehen ...

Sonntag, 21. November 2010

Peter Robinson - In einem heißen Sommer



Genre: Krimi
Seiten: 495
Verlag: Ullstein
ISBN: 978-3550083402
Meine Bewertung: 3 von 5 Sternchen




Es gibt manchmal Bücher, die ich kaum bewerten kann. Dieser Roman ist so ein Fall. Eigentlich war er sehr gut zu lesen, eigentlich war der Kriminalfall spannend und eigentlich hat er mir gefallen, aber trotzdem hat er mich nicht wirklich überzeugt. Vielleicht war es auch ein Problem, dass ich für ihn (NaNo-bedingt) recht lange gebraucht habe, allerdings fiel es mir nie schwer, das Buch wieder aus der Hand zu legen.
Aber der Reihe nach ...

In einem heißen Sommer legt ein ausgetrockener Stausee die Ruinen des Dorfes Hobb's End frei, das einige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg einem Reservoir weichen musste. Und in diesen Ruinen findet ein Junge beim Spielen das Skelett einer jungen Frau, die vor vielen Jahren ermordet wurde. Es liegt nun an Inspektor Alan Banks die Hintergründe des Verbrechens aufzudecken und den Mörder zu finden.

Es war die faszinierende Ausgangssituation - die Ruinen eines gefluteten Dorfes werden plötzlich wieder freigelegt -, die mich beim Bücher-Flohmarkt zum Kauf dieses Buches bewegt hat. Denn bislang kannte ich weder weitere Alan-Banks-Romane noch hatte ich vom Autor jemals etwas gehört.
So wie der Skelettfund im Roman war also auch das Buch für mich ein Zufallsfund. Dass es sich dabei um einen Band einer ganzen Krimiserie handelte, merkte ich erst später, aber man kann diesen Roman problemlos lesen, ohne einen der früheren Alan-Banks-Krimis zu kennen. Zwar gibt es Andeutungen auf frühere Ereignisse, aber dennoch hatte ich nie das Gefühl, dass mir irgendwelche notwendigen Informationen fehlen.

In dem Roman wird im Wesentlichen aus der Perspektive von drei verschiedenen Figuren erzählt: Eine Ich-Erzählerin führt die Leser zurück in die Zeit des Zweiten Weltkriegs, ehe Hobb's End geflutet wurde, und in der Gegenwart teilen sich Alan Banks und die ihm zugeteilte Kriminalbeamtin Annie Cabbot die Perspektive.
Alle Figuren sind durchaus gut durchdacht in ihrem Charakter, allerdings blieben alle seltsam leblos für mich, vor allem die Ich-Erzählerin Gwen Shackleton. Ich konnte mich in keinen von ihnen wirklich einfühlen und vor allem mit niemandem mitfiebern.
Dabei schafft es Peter Robinson durchaus, die Hintergründe seiner Figuren lebhaft zu beschreiben. Vor allem das England der Kriegszeit wird in diesem Roman sehr greifbar, wodurch auch die Passagen in der Vergangenheit für mich eigentlich die interessanteren waren.

Der Kriminalfall ist ebenfalls spannend, konnte mich aber nicht wirklich fesseln. Letztendlich war er in vielen Punkten zu vorhersehbar. Es gab zwar zum Ende hin noch eine etwas unerwartetere Wendung, aber auch die hat bei mir letztendlich nur noch zu einem müden "ach?" geführt. Vermutlich liegt es daran, dass die Kombination Vergangenheit und Ermittlungen in der Gegenwart hier in Summe zu viel verrät. Vieles wird schon aus den Schilderungen von Gwen Shackleton klar, wodurch einige Ermittlungen des Gespanns Alan und Cabbot langweilig wird - und umgekehrt nimmt die Gegenwart natürlich einiges vorweg, das dann dennoch in den Rückblicken noch einmal in ganzer Länge erzählt wird.

Insgesamt war es trotzdem ein spannender Roman, aber ich denke nicht, dass ich noch mehr von den Alan-Banks-Krimis lesen werde.

Donnerstag, 18. November 2010

Eine Stadt. Ein Buch.

Ich muss hier kurz mal ein Ereignis vorstellen, das einmal im Jahr in Wien stattfindet: Und zwar wird jedes Jahr einmal ein Buch in einer extra Auflage von 100.000 Exemplaren gedruckt (ein nicht ganz so wunderschönes Taschenbuch, aber das macht ja nix) und danach in Wien gratis verteilt.
Dieses Jahr gibt es "Balzac und die kleine chinesische Schneiderin" von Dai Sijie und zwar genau ab heute. Sollten das hier Wiener lesen und bisher noch nichts von dieser Aktion gewusst haben: Zieht los und schnappt euch das Buch! Man bekommt es in vielen Buchhandlungen, im Rathaus, in den Volkshochschulen und in allen Zweigstellen der Städtischen Büchereien.
Es gibt auch noch ein paar andere Verteilerstellen, genaueres könnt ihr hier nachlesen:
Eine Stadt. Ein Buch.

2006 gab es übrigens "Sehr blaue Augen" von Toni Morrison, das ich ich damals irgendwie verpasst habe. Ich führe es mal darauf zurück, dass ich damals grad Diplomarbeit geschrieben habe. Auch sonst hab ich mir das Gratisbuch nicht immer geholt (ab und zu wusste ich schon, dass das kein Buch ist, das mich interessiert), aber 2006 hab ich es einfach verschwitzt. Sehr ärgerlich.

Und damit das keinen Wiener Lesern meines Blogs passiert (sofern es solche gibt), erinnere ich euch hiermit daran.

Ja, und damit ist mein SuB wieder gewachsen. ;-)

Montag, 15. November 2010

Halbzeit beim NaNo!

Ja, heute ist Halbzeittag. Und - *trommelwirbel* - ich stehe auch tatsächlich bei gut 25.000 Wörtern. Solange ich also in dem Tempo der letzten Tage weiterschreibe, wird alles gut.
Besonders beruhigend ist daran folgendes: Von 19 Diensten im November hatte ich bis jetzt bereits 14. Was heißt das? Ab jetzt habe ich viel mehr Zeit.
Und die muss ich vermutlich teilweise zum Plotten nutzen. Ich nähere mich nämlich mit raschen Schritten dem Ende meines Plots. Fest steht noch, dass Vianne, meine Ich-Erzählerin, und Ragin, ihr Love-Interest (naja, so wirklich funkt es zwischen ihnen noch nicht), vom Nachtjäger aufgespürt werden, durch gruslige Höhlensysteme mit noch grusligeren Wesen darin fliehen und schließlich im Salzbergwerk von Hallstatt rauskommen. Danach? Tja, ich weiß es noch nicht so genau. Aber ich hoffe, dass ich es in den nächsten Tagen herausfinden werde.

Samstag, 13. November 2010

Hope Mirrlees - Flucht ins Feenland

Ich möchte euch heute ein Buch vorstellen, das ich vor einigen Monaten zufälligerweise in der Bücherei entdeckt habe. Es ist also schon ein bisscher her, seit ich es gelesen habe, aber ich möchte euch diese kleine Perle unbedingt weiterempfehlen:



Genre: Phantastik
Seiten: 406
Verlag: Piper
ISBN: 978-3492700191
Meine Bewertung: 5 von 5 Sternchen




"Lud-in-the-Mist" von Hope Mirrlees erschien bereits 1926 bei Collins, wurde aber erst 2003 mit dem Titel "Flucht ins Feenland" ins Deutsche übersetzt. Die Hardcover-Ausgabe von Piper ist insofern ein echtes Schmuckstück, da sie auch eine Einleitung von Neil Gaiman und ein sehr ausführliches Nachwort von Michael Swanwick (mit Informationen über die Autorin und ihre Werke) enthält.

Der Freistaat Dorimare (früher unter der Herrschaft des Herzogs Aubrey, dessen lautliche Ähnlichkeit mit "Oberon" nicht von ungefähr kommt) pflegte einst enge Beziehungen zum im Westen gelegenen Feenland. Aber zu Beginn des Romans unterhalten die beiden Länder schon seit vielen Jahren keine Beziehungen mehr. Alles, was mit dem Feenland zu tun hat, wird totgeschwiegen. Dann aber werden Feenfrüchte in die Stadt Lud-in-den-Nebeln geschmuggelt; der Sohne des Bürgermeisters kommt ebenso in den Genuss dieser Früchte wie die Mädchen der "Höheren Töchterschule", die daraufhin über die Hügel ins Feenland verschwinden.
Nathan Hahnenkamm, der Bürgermeister, versucht nun, dem Schmuggel ein Ende zu bereiten. Dabei stößt er auf einen alten Mordfall und muss sich schließlich selbst auf den Weg ins Feenland machen.

Der Roman von Mirrlees ist kein typischer Fantasyroman. Man findet auf alle Fälle mehr Ähnlichkeiten zu phantastischen Werken der Romantik als etwa zum Herrn der Ringe. Die Bewohner von Lud-in-den-Nebeln erinnern in ihrer Mentalität ein wenig an Hobbits (bzw. umgekehrt), aber das ist auch schon alles. "Flucht ins Feenland" ist eher ein Krimi und eine Gespenstergeschichte und ganz nebenbei auch sehr witzig, ohne jedoch wirklich eine Komödie zu sein. Hahnenkamms Reise ins Feenland geschieht erst sehr spät und nimmt nur wenig Raum ein (nur damit hier keine falschen Erwartungen geweckt werden!). Bis dahin spielt sich alles in Dorimare ab, wo allmählich das "Fremde" aus dem Feenland immer stärker greifbar wird.
Sprachlich ist der Roman ein echtes Juwel. Er ist nicht immer einfach zu lesen, zuweilen fast ein wenig sperrig, aber dafür ist er wunderbar poetisch und wohltuend anders als manche moderne Fantasyromane, die sich wie ein steriles Beispiel eines Schreibratgebers lesen.
Der Beginn ist übrigens recht gemächlich, aber davon sollte man sich nicht abschrecken lassen. Es lohnt sich weiterzulesen!

Donnerstag, 11. November 2010

Wenn man im NaNo plötzlich überarbeiten muss

Mittlerweile läuft der NaNo schon über eine Woche und ich bin leider nicht mehr ganz im grünen Bereich. Momentan (in der Nacht vom 10. auf den 11.) stehe ich bei 15.729 Wörter, was dennoch nicht so schlecht ist. Ich hinke nicht allzu sehr hinterher, und in den letzten Jahren war es auch immer so, dass ich in der 1./2. Woche mal einen kleinen Einbruch hatte.

Der Grund liegt dieses Mal nicht nur in meinen vielen Diensten, sondern auch darin, dass ich nun zwei Tage lang nur mit Umschreiben beschäftigt war, was man normalerweise im NaNo eigentlich nicht tun sollte. Allerdings hat bei mir etwas mit meiner Ich-Erzählerin nicht gepasst - sie war einfach zu schüchtern, zu schwach und ist mir allgemein auf die Nerven gegangen. Es kam auch nicht wirklich ein Zug in die Geschichte und ihre erste Begegnung mit dem "Love Interest" des Romans war ebenfalls nicht vielversprechend.
Glücklicherweise habe ich schnell gemerkt, woran es hakt und weshalb ich mit ihr in eine falsche Richtung gegangen bin. Also habe ich ihren Charakter überarbeitet und nun nochmal alle Szenen umgeschrieben. Das war ziemlich viel Arbeit, aber jetzt ist meine Vianne ein viel greifbarerer Charakter, und dadurch ist auch mehr Fahrt in den Roman gekommen. Was diese erste Begegnung betrifft ... nun ja, es muss nicht immer Liebe auf den ersten Blick sein. ;-)
Und jetzt kann ich also wieder weiterschreiben und werde hoffentlich bald nicht mehr hinterher hinken - zumindest am Sonntag habe ich frei und sollte einiges weiterbekommen.

Sonntag, 7. November 2010

Robert Harris - Titan


Genre: Historischer Roman
Seiten: 544
Verlag: Heyne
ISBN: 9783453001589
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternchen

Historien-Challenge (Römisches Reich)



Bei diesem Roman (der übrigens im Original den viel passenderen Titel "Lustrum" trägt), handelt es sich um den 2. Teil von Harris' großer Trilogie über Cicero. Ich denke aber, man kann den Roman auch ohne den 1. Teil gut lesen.

Während "Imperium", der 1. Teil, Ciceros politischen Aufstieg bis hin zur Wahl als Konsul darstellt, geht es hier nun um das Konsulat und die darauffolgende Zeit.
Wer bereits ganz oben ist, kann eigentlich nur noch absinken, könnte man in diesem Fall sagen. Mit dem Aufdecken der Catilina-Verschwörung macht Cicero sich unsterblich, doch schon auf diesem Höhepunkt seiner Macht ist sein Stern bereits wieder im Sinken. Caesar, Pompeius und schließlich Clodius machen ihm das Leben schwer, und zusammen mit der Republik steuert auch Cicero seinem Untergang entgegen.

Der Roman ist aus der Sicht von Ciceros Sklaven Tiro geschrieben, als eine fiktive Biografie. Man weiß, dass Tiro tatsächlich eine solche Biografie schrieb, aber leider ist sie nicht überliefert. Während man sich bei dem (großartigen) Roman "Ich, Claudius, Kaiser und Gott" von Robert Ranke-Graves tatsächlich vorstellen kann, dass eine Biografie von Claudius so ausgesehen haben könnte, ist das hier nicht unbedingt der Fall. Zwar begeht Harris nicht den Fehler, seine Figuren allzu neuzeitlich denken zu lassen, aber dennoch liest sich der Roman insgesamt natürlich eher "modern".
Das sehe ich aber durchaus nicht negativ, denn wie schon "Imperium" ist auch "Titan" sehr spannend und versteht es, die doch recht verworrene Politik der späten Republik verständlich darzustellen.

Die wirkliche Stärke des Romans liegt aber in der Zeichung der Figuren. Tiro selbst bleibt recht blass (was durchaus stimmig und wohl auch so beabsichtigt ist), aber sämtliche historische Persönlichkeiten werden sehr glaubhaft, lebendig und differenziert dargestellt. Cicero hat seine Fehler, ebenso wie seine Freunde; umgekehrt haben aber auch seine Gegner ihre guten Seiten. Die Motive von allen sind gut nachvollziehbar - die der "guten" ebenso wie die der "bösen". Wobei diese Bezeichnungen natürlich nicht sehr passend sind; obwohl ich als Leserin natürlich auf Ciceros Seite (und somit der Seite des Senats) stand, lagen meine Sympathien einige Male auch eher auf der Seite der Gegner.

Durch die Nähe zu den Figuren ist es wirklich schmerzhaft, zum Ende hin allmählich den Untergang der Republik mitzuerleben. Ich wusste ja bereits, dass alles so kommen würde, aber trotzdem habe ich manchmal dennoch wie besessen weitergelesen und gehofft, es möge sich doch alles zum Guten wenden. Wie bei "Romeo und Julia", wenn man sich wider besseres Wissen wünscht, Julia möge rechtzeitig erwachen. ;-)

Mein einziger Kritikpunkt ist, dass man stellenweise vielleicht etwas mehr hätte kürzen können. Es gibt Passagen, die sich ein wenig ziehen - wobei das auch daran liegen könnte, dass ich über Ciceros Leben sehr gut Bescheid weiß.
Allerdings nicht so gut, dass mir historische Fehler aufgefallen wären. Aus meiner Sicht ist der Roman also sorgfältig recherchiert und wirkt authentisch.

Nun warte ich gespannt auf den 3. Band, der natürlich für Cicero nur in der Katastrophe gipfeln kann. Trotzdem freue ich mich darauf, ein letztes Mal in Harris' fesselnde Darstellung eines der größten Redner der Antike eintauchen zu können.

Samstag, 6. November 2010

Guter Lauf beim NaNoWriMo und ein Award

Beim NaNo läuft es derzeit ganz gut. Nach etwas zähen Tagen am Mittwoch und Donnerstag, habe ich gestern dann sehr viel geschrieben - und das auch noch in einer recht kurzen Zeit.
Mein derzeitiger Wortstand: 10.023
Von meiner Romanidee bin ich allerdings jetzt nicht mehr so ganz überzeugt, aber das Problem hab ich ja immer. Ich versuche mal, die Zweifel nicht allzu stark werden zu lassen und einfach weiterzuschreiben.

Außerdem gibts noch etwas ganz anderes, und zwar hab ich von mirjam und von Lena einen Award erhalten.
Ich hab mich sehr gefreut und finde es wirklich lieb von euch, dass ihr an mich und meinen Blog gedacht habt! :-)


So, nun ist dieser Award mit zwei "Regeln" verbunden:

1. Akzeptiere den Award, indem Du den Namen/Blog auf deinem Blog postest, von dem Du ihn bekommen hast.

2. Verschenke den Award an 15 andere Blogs, die Du kürzlich entdeckt hast und hinterlasse dort einen Kommentar.



Punkt Nr. 2 ist etwas schwierig, da ich nicht so viele Blogs verfolge. Dazu kommt noch, dass ich jetzt nicht weiß, ob ich diesen Award eigentlich auch an jene "zurückgeben" darf, von denen ich ihn bekommen habe. Ich vermute mal nicht, sonst würde das irgendwie eine Endlos-Schleife ergeben. ;-)
Nun ja, schauen wir mal, wieviele mir einfallen:

1. Da wäre mal FrauKatz und die Belletristik, ein Blog, der mir regelmäßig die Lachtränen ins Gesicht treibt. Wer sich nicht an etwas fieserer Buchkritik stört, sollte hier mal einen Blick hineinwerfen. Die "Verkatzungen" von Eragon, Twilight und anderen Bestsellern sind wirklich köstlich.

2. Dann Von Windsprechern, Drachen und Intriganten, der Blog einer Schreibfreundin von mir. Birthe ist wie ich gerade im NaNo-Fieber und schreibt ganz wunderbare Geschichten fernab vom Mainstream.

3. Und noch ein Schriftsteller-Blog, nämlich Coppélias Weblog. Sie schreibt tolle Romane, sie zeichnet tolle Bilder, es gibt keinen lateinischen Satz, mit dem sie nicht klarkommt - kurz: Ein Universalgenie. :-)

4. Daydreaming and Dreaming habe ich im Zuge des read-a-thon kennengelernt. Es gibt hier viele ausführliche Rezensionen und eine Begeisterung am Lesen, die einem förmlich vom Bildschirm entgegenspringt.

5. Auf Manus Blog Wenn Bücher lesezeichnen bin ich ebenfalls im Zuge des read-a-thon gestoßen. Auch hier findet ihr sehr interessante Rezensionen zu Büchern der unterschiedlichsten Genres. Manu ist außerdem auch so ein Büchereifan wie ich, was ich toll finde. :-)

6. Eine weitere bloggende Schreiberin ist Tina Alba mit ihrem Schreibblog. Obwohl wir beide schon lange gemeinsam in einem (nein: sogar zwei!) Schreibforen sind, habe ich ihren Blog erst im Laufe des NaNo entdeckt. Ein schlimmes Versäumnis!

7. Und da wäre auch noch Tanja Rast, die ein unglaubliches Schreibtempo vorlegt und dabei noch eine Freude am Schreiben mitbringt, von der ich mir (Meisterin der Selbstzweifel, die ich nun mal bin) eine Scheibe abschneiden könnte!

8. Und ganz frisch entdeckt habe ich noch LeseLust & LeseLiebe, ebenfalls ein Blog eines begeisterten Bücherwurms, den ich in nächster Zeit bestimmt noch öfter besuchen werde.

Immerhin bin ich jetzt auf die Hälfte gekommen. ;-)

Donnerstag, 4. November 2010

Ein neuer Lesemarathon - aber vermutlich ohne mich :-(

Dieses Wochenende, also am 6. 11. ab 9 Uhr bis zum 7. 11. um 9 Uhr findet von Lovelybooks wieder ein Lesemarathon statt.
Ich würde natürlich sehr gerne dabei sein, aber da gibt es zwei klitzekleine Probleme:

1. Es ist NaNo-Zeit. Okay, das alleine würde mich noch nicht abhalten, denn in den letzten Jahren war ich um die Zeit herum immer beim Fest der Pferde, das auch sehr viel Schreibzeit gestohlen hat - aber das findet in diesem Jahr nicht statt. Ich könnte also als "Ersatz" (nicht, dass das eine viel mit dem anderen zu tun hätte) dafür lesen.

2. Es gibt aber auch noch das zweite Problem: Ich hab am Samstag einen Doppeldienst. Nun würde mich der auch noch nicht davon abhalten, denn ich könnte ja immerhin am Vormittag lesen und dann im Anschluss an die Arbeit die ganze Nach hindurch. Aber just an diesem Wochenende gibts am Sonntag (sonst mein freier Tag) auch einen Doppeldienst. Auwei. Die Nacht durchmachen und dann den ganzen Nachmittag bis um 21 Uhr arbeiten? Das klingt nicht gut.

Das wird also vermutlich nichts. Schade. Na, ich hoffe mal, dass es beim nächsten Mal klappt. Ansonsten muss ich mal wieder einen kleinen privaten Lesetag veranstalten, aber das ist natürlich nicht so lustig wie ein Gemeinschaftsereignis.

Montag, 1. November 2010

NaNoWriMo - Der Startschuss ist gefallen

So, es ist der 1. November und das bedeutet: Heute hat der NaNoWriMo begonnen. 50.000 Wörter in 30 Tagen, also 1.667 Wörter pro Tag.
Ich habe heute mit 2.003 Wörtern begonnen, was ganz gut ist. Vielleicht wäre zeitmäßig mehr drinnen gewesen, aber mit Kochen, Familienessen, Friedhofs-Andacht und Nichten, die erfreut waren, die Tante mal wieder verfügbar zu haben (bin sonst ja meistens in Wien), war mein Tag recht ausgefüllt.
Immerhin lief es mit dem Beginn meines Romans ganz gut. Ich war nicht direkt in einem Schreibrausch, aber es lief auch nicht allzu zäh. Stellenweise war es etwas schwierig, aber so ist das beim Schreiben ja immer.

Zumindest die Frage der Perspektive ist jetzt geklärt: Vianne, meine Heldin, möchte selbst erzählen, es gibt also eine Ich-Perspektive.
Ansonsten ging es gleich actionreich los, aber mittlerweile ist eher Ruhe in den Roman eingekehrt. Ich versuche momentan, die komplexen Hintergründe einigermaßen verständlich und nicht zu geballt einzustreuen. Gar nicht so einfach ...

Aber alles in allem war es also ein erfolgreicher Start und ich hoffe, dass es möglichst so weitergeht.
Bestimmt werde ich irgendwann einen ganz argen Durchhänger haben. Das war noch jedes Jahr so. Seid also gewarnt - im Laufe des Novembers werde ich vermutlich hier noch ganz fürchterlich jammern. ;-)

Sonntag, 31. Oktober 2010

Klassiker-Challenge - Leseliste

Anstatt noch eifrig weiter an meinem NaNo-Roman zu plotten, erstelle ich schon wieder Bücherlisten ...
Aber ich habe schon vor einer Weile beschlossen, bei Lenas toller Klassiker-Challenge mitzumachen.
Es müssen vom 1. 1. 2011 bis zum 30. 6. 2012 Bücher aus mindestens 10 Ländern/Regionen gelesen werden, und davon dürfen nicht mehr als 5 aus der Zeit nach 1950 sein (später erschienene Bücher habe ich mit einem Sternchen gekennzeichnet). Ein bisschen etwas lässt sich schon durch meinen SuB und dank meiner Mutter abdecken.

Afrika
*Nadine Gordimer - Ein Spiel der Natur (abgebrochen: hier die Begründung)

China oder Indien oder Japan
*Salman Rushdie - Die bezaubernde Florentinerin

Deutschland
Thomas Mann - Buddenbrooks 

Frankreich
Chaderlos de Laclos - Gefährliche Liebschaften 

Griechenland
Heliodor - Aethiopika

Irland
Jonathan Swift - Gulliver’s Travels

Italien
Apuleius - Der goldene Esel

Österreich oder Schweiz
Joseph Roth - Radetzkymarsch

Ozeanien
*David Malouf - Imaginary Life

Polen oder Tschechien oder Ungarn
*Imre Kertész - Roman eines Schicksallosen

Russland
*Michail Bulgakow - Der Meister und Margarita

Skandinavien 
Halldór Laxness - Die Islandglocke

Spanien
Juan Ramón Jiménez - Platero und ich

Südamerika
*Mario Vargas Llosa - Tod in den Anden

UK
Anne Bronte - Die Herrin von Wildfell Hall

USA
Edgar Allan Poe - Die denkwürdigen Erlebnisse des Arthur Gordon Pym

Samstag, 30. Oktober 2010

Ein kleiner Zuwachs für meinen SuB

Ich habe mir vor einer Weile ganz großartig vorgenommen, mir bis Weihnachten kein Buch mehr zu kaufen. Denn immerhin hab ich noch genug auf meinem SuB, Büchereien sind auch genug in der Nähe und meine Weihnachtswünsche bestehen eh mal wieder großteils aus Bücherwünschen.
Nun ja.
Ich und meine Vorsätze.

Heute Abend war ich bei einer Lesung im British Bookshop. Und da musste ich natürlich auch in den Büchern stöbern. Also jetzt mal ehrlich: Wer würde es da schon schaffen, ganz ohne Buch rauszukommen? Eben. ;-)

Da ich mir vorgenommen habe, wieder mehr auf Englisch zu lesen und außerdem bei der Klassiker-Challenge mitmachen möchte (die nächsten Tage kommt dann die vorläufige Leseliste), habe ich mir also Gulliver's Travels von Jonathan Swift gegönnt.
Sowas aber auch, jetzt werde ich wohl doch nicht in die Verlegenheit kommen, für Irland endlich mal "Ulysses" lesen zu müssen. *hüstel*

In der Bücherei war ich heute übrigens auch - um Bücher zurückzubringen (und zwar nur dafür!). Aber wer kann da schon reingehen und nur etwas zurückbringen, ohne auch wieder etwas auszuleihen? Ja, ihr seht schon, ich bin nicht allzu diszipliniert in dieser Hinsicht.
Gut, dass ich beim Schreiben mehr Selbstdisziplin aufweise, sonst bräuchte ich den NaNo gar nicht erst anfangen ....
Auf alle Fälle hab ich mir von dort Herr Mozart erwacht von Eva Baronsky mitgenommen (steht schon seit einer Weile auf meiner Liste) und außerdem Fabelheim von Brandon Mull als Hörbuch.

So wird das nie was mit meinem geplanten SuB-Abbau ...

Dienstag, 26. Oktober 2010

Barry Unsworth - Die Masken der Wahrheit


Genre: Historischer Roman
Seiten: 304
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 978-3785708729
Meine Bewertung: 3 von 5 Sternchen

Historien-Challenge (Spätmittelalter)



Im 14. Jh. landet der auf Abwege geratene Priester Nicholas bei einer Gruppe von Schauspielern und schließt sich ihnen an. Als sie in der nächsten Stadt bei ihrem Auftritt nur wenig Publikum haben, kommt der Leiter der Truppe auf eine unerhörte Idee: Anstatt der traditionellen Geschichten aus der Bibel möchte er etwas Neues spielen. Und so beschließen sie, einen Mord, der sich hier eben ereignet hat, nachzuspielen. Doch die Figuren und die Handlung entwickeln auf der Bühne ein gewisses Eigenleben und bald wird klar, dass die Schuldigen woanders zu suchen sind als zunächst angenommen. Aber damit bringen sich die Schauspieler in Schwierigkeiten ...

Unsworths Roman ist inhaltlich sehr interessant. Die Idee, auf diese Weise die Vorgänge rund um einen Mord aufzudecken, ist wirklich spannend und auch originell. Dazu kommt, dass es sich hier um einen historischen Roman handelt, bei dem die Personen einem ausnahmsweise nicht vorkommen wie moderne Menschen, die man ins Mittelalter gesteckt hat. Die Figuren wirken alle "authentisch" und sind einem in ihrer Denkweise manchmal auch dementsprechend fremd.
Da ich selbst in einem Theaterverein bin, hat mich natürlich auch das Setting fasziniert. Der Roman gibt interessante Einblicke in die damalige Theaterpraxis, die aus heutiger Sicht stellenweise skurril wirkt.

Gute Voraussetzungen also für einen sehr guten Roman, aber leider hat mich "Die Masken der Wahrheit" dennoch nicht begeistert. Zu Beginn wird man mit Infodump überschüttet: Als Nicholas zur Truppe stößt, werden alle Schauspieler ausführlich beschrieben, und zwar nicht nur ihr Aussehen, sondern auch ihre Lebensgeschichte und ihre Charaktereigenschaften - so weit Nicholas als Ich-Erzähler sie wahrnimmt.
Davon fühlte ich mich bald erschlagen, und anstatt dadurch die Figuren kennenzulernen, brachte ich sie vielmehr durcheinander und nahm alle nur als "die Gruppe" wahr. Als eigenständige Persönlichkeit trat für mich nur Martin, der Leiter, zutage - über alle anderen wüsste ich im Nachhinein nur wenig zu sagen.
Am ehesten ist mir noch im Gedächtnis geblieben, dass Margaret, eine Prostituierte, offensichtlich immer und ständig mit gespreizten Beinen dasitzt (darauf wird etwa viermal hingewiesen).

Dann das Schauspiel an sich: Die Beschreibung all der üblichen Gesten ist durchaus faszinierend, nahm für mich aber im Laufe der Zeit überhand. Als Film kann ich mir das gut vorstellen, aber solange man das nur liest, ist es sehr schwer sich vorzustellen, was genau jemand auf der Bühne gerade macht. Ich weiß nicht, ob es an der Art der Beschreibungen liegt oder an meinem mangelnden Vorstellungsvermögen, aber vor meinen Augen entstanden keinerlei Bilder.
Außerdem hat das Publikum auf die unerhörte Idee, den Mordfall nachzuspielen, äußerst gelassen reagiert. Bis auf die Tatsache, dass sie der Handlung mit mehr Aufmerksamkeit folgen, wirken sie sehr gleichgültig. Wenn man sich aber vor Augen hält, dass zu der Zeit sonst nur altbekannte Geschichten aus der Bibel gespielt wurden, wäre eigentlich ein Skandal zu erwarten und ein dementsprechender Aufruhr.

Der Mordfall an sich wird recht schnell aufgedeckt, man sollte also keinen Krimi mit verwickelten Ermittlungen erwarten. Ich fand die "Suche" nach dem Mörder zwar durchaus spannend, aber nicht allzu fesselnd.
Ich habe den Roman über einen eher langen Zeitraum gelesen und musste mich auch selbst immer motivieren, wieder weiterzulesen. Denn obwohl ich ihn durchaus nicht schlecht fand, war ich nicht allzu neugierig, wie es weitergeht. Das mag auch an dem rückblickenden Ich-Erzähler liegen, der zwischendurch schon sehr viel von der weiteren Handlung vorwegnimmt.

Unterm Strich ergibt das für mich einen sehr gut recherchierten historischen Roman mit ungewöhnlicher Thematik, der aber leider seltsam "leblos" bleibt und mich deshalb nicht zu fesseln vermochte.

Sonntag, 24. Oktober 2010

Vorbereitungen für den NaNo

In einer Woche beginnt der NaNoWriMo und mein Plot ist immer noch löchrig. Es wird also wirklich Zeit, mich da mal ordentlich dranzusetzen.
Allerdings hab ich die letzten Tage aus persönlichen Gründen fast jede Lust am NaNo verloren, und gestern habe ich beschlossen, dass ich etwas tun muss, um mich selbst wieder zu inspirieren. Sich zum Plotten zu zwingen, wäre da wenig hilfreich gewesen, also habe ich stattdessen beschlossen, mir ein passendes Notizbüchlein zu basteln.
Die Idee kam mir durch diesen Blogeintrag, und da ich ohnehin ein Fan von hübschen Notizbüchern bin, dachte ich, dass das genau das richtige wäre.
Zunächst habe ich überlegt, mir auch selbst ein Büchlein zu binden, aber dazu war ich erstens dann doch zu faul und zweitens mag ich lieber das handliche A6-Format als A5 - ich hätte also auch erst noch das Papier zuschneiden müssen.
Allerdings hatte ich noch ein schlichtes Notizbuch in A6 zuhause und habe daher beschlossen, das passend aufzupeppen:

Zuerst habe ich ein passendes Coverbild im Internet gesucht (ich wollte eigentlich selbst etwas zeichnen, aber das wäre mir dann doch zu zeitintensiv geworden) und das im Grafikprogramm bearbeitet.
Auf mein Notizbuch habe ich dann hinten und vorn schwarzes Papier aufgeklebt und den Buchrücken mit einem kleinen Streifen Naturpapier (das sehr schön flexibel und weich ist) gestaltet. Dann habe ich das "Cover" ausgedruckt und ebenfalls aufgeklebt. Und das kam dabei heraus:

Wie ihr seht, habe ich außerdem noch ein Gummiband und ein Lesezeichen angebracht.
Das Gummiband ist ein zerschnittener Haargummi von mir, den ich auf der Rückseite oben und unten jeweils festgeklebt und dann zusätzlich mit einem darübergeklebten Papierstreifen befestigt habe:

Das Lesebändchen habe ich auf dem inneren hinteren Umschlag festgeklebt. Dort habe ich außerdem noch eine Falttasche reingebastelt - für den Fall, dass ich lose Notizen unterbringen möchte:

Und fertig ist mein individuelles Notizbuch, das mich auf den NaNo einstimmen soll. Mein "Plan" ist übrigens aufgegangen: Jedes Mal, wenn ich es ansehe, möchte ich sofort mit dem Schreiben loslegen. ;-)

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Suzanne Collins - Mockingjay


Genre: Dystopie
Seiten: 400
Verlag: Scholastic
ISBN: 978-0439023511
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternchen


Vorweg: Diese Rezension ist für alle, die "Catching Fire" bereits gelesen haben, spoilerfrei. Und falls jemand, der bisher nur den 1. Band gelesen hat, auch über diese Rezension stolpert, habe ich auf eine Inhaltsangabe ebenfalls verzichtet. ;-)

Ich habe, wie vielleicht aufgefallen ist, zum 2. Band "Catching Fire" keine Rezension verfasst, da es von meiner Seite nur eine frenetische Lobeshymne geworden wäre - und davon gibt es eh schon genug im Internet. Kurz: Ich fand ihn einfach großartig!

"Mockingjay" zu beurteilen fällt mir hingegen schwer. Teilweise fand ich das Weiterlesen nahezu schmerzhaft und ich kann nicht behaupten, dass das Lesen mir "Vergnügen" bereitet hätte. Aber ein Roman, der mich tagelang zum Nachdenken bringt, der mich zum Weinen bringt und der mich auch jetzt noch so sehr beschäftigt, hat doch offensichtlich sehr viele Emotionen in mir ausgelöst und mich tief hineingezogen. Daher bekommt der 3. Band von mir 4 Sterne.

Warum hat er mich nicht so sehr begeistert wie die ersten beiden Bände? Zum Einen muss ich zugeben, dass Katniss mich hier einige Male sehr genervt hat. Ich mag keine perfekten Figuren und finde es gut, dass sie ihre Fehler hat und sich auch immer ihrem Charakter entsprechend verhält. Wenn man aber stellenweise ausgerechnet die Ich-Erzählerin egoistisch und uneinsichtig findet, trübt das doch ein klein wenig das Lesevergnügen.

Zum Anderen fand ich den Roman teilweise so drückend und frustrierend, dass ich kaum noch gewagt habe weiterzulesen, aus Angst vor dem, was wohl noch kommen wird. Einerseits entspricht das natürlich durchaus dem Inhalt – Krieg, Rebellion und der Kampf gegen Unterdrückung werden kein allzu fröhliches Buch hervorbringen. Und ich fand es auch super, dass keine Schwarz-Weiß-Zeichnung stattfindet: Auch die Methoden der Rebellen sind sehr fragwürdig, und umgekehrt sind nicht alle zwangsläufig böse, nur weil sie aus dem Capitol kommen.
Dennoch ist es mir manchmal einfach zuviel geworden. Ich nenne keine Namen, aber ich fand es wirklich schlimm, dass so viele wichtige Figuren gestorben sind.

Trotzdem ist der Roman auf keinen Fall schlecht. Er ist sehr kritisch, regt zum Nachdenken an und formuliert klare Botschaften ohne mit der Moralkeule zuzuschlagen.
Die Charaktere sind interessant und gut durchdacht, und es gibt sehr viele spannende Szenen. Und es gibt außerdem die eine oder andere etwas unerwartete Wendung.
Das Ende an sich fand ich zwar traurig, aber dennoch gut gelungen. Und es ist mir sehr schwer gefallen, von Panem und all den Figuren Abschied zu nehmen. Ich habe "Mockingjay" vor zwei Tagen ausgelesen, und seither zieht mich kein anderes Buch so recht. Viel lieber würde ich wieder in Katniss und ihre Welt eintauchen.

Für die Trilogie insgesamt gibt es von mir also klar 5 Sterne!


Und jetzt gibt es doch noch einen SPOILER, also bitte nicht weiterlesen, wenn ihr den 3. Band noch nicht gelesen habt:


Ich habe schon bald befürchtet, dass Peeta im Capitol gewissermaßen „umprogrammiert“ wird. Es kam für mich also nicht überraschend, aber dennoch war es hart zu lesen. Einerseits das veränderte Verhalten von Peeta, andererseits aber auch die Art, wie Katniss damit umgeht. Das war nämlich der Punkt, wo ich mich am meisten über sie geärgert habe. Ich fand sie teilweise sehr ungerecht und egoistisch. Die meiste Zeit denkt sie nur darüber nach, was Peetas Gefangenschaft und seine Veränderung für sie bedeutet, aber nicht, was das eigentlich für ihn bedeutet.
Und letztendlich hätte ich mir gewünscht, dass sie zum Ende hin eine größere Entwicklung durchmacht und in dieser ganzen seltsamen Liebesgeschichte einmal die aktive Rolle einnimmt. Denn selbst für ihr Eingestehen, dass sie ihn liebt, war erst wieder einmal der Anstoß von Peeta notwendig. Und das fand ich sehr schade. 

Dienstag, 19. Oktober 2010

SuB - Aktueller Stand

Hier halte ich meinen aktuellen SuB-Stand fest - wenn ich etwas lese bzw. gelesen habe, verschwindet es von der Liste.
Mit dabei nun auch das Datum, seit wann das Buch auf meinem SuB liegt - einfach, um selbst einen kleinen Überblick darüber zu haben. 

  • Joan Aiken - The Wolves of Willoughby Chase (seit August 2017) 
  • Louisa May Alcott - Little Women (seit August 2017) 
  • Marie Brennan - Within the Sanctuary of Wings (seit Juni 2017)
  • Pearl S. Buck - Ostwind - Westwind (seit November 2017)
  • Victoria Hislop - Cartes Postales from Greece (seit August 2017) 
  • Kazuo Ishiguro - The Remains of the Day (seit Oktober 2017)
  • Susanne Kearsley - The Shadowy Horses (seit August 2017) 
  • Marko Leino - Wunder einer Winternacht (seit November 2017)
  • Beate Maly - Tod am Semmering (seit Dezember 2016)
  • Mirjam Mous - Boy 7 (seit September 2017)
  • Stewart O'Nan - Letzte Nacht  (seit November 2017)
  • Christoph Ransmayr - Cox oder Der Lauf der Zeit (seit Januar 2017)
  • Sharon Shinn - Mystic and Rider (seit August 2017) 
  • Nevil Shute - A Town Like Alice (seit August 2017) 
  • Markus Walther - Buchland (seit Oktober 2017)

Ausgeliehen
  • Leonard F. Guttridge - Die Geister von Kap Sabine (seit Oktober 2017)
  • Ruth Ozeki - Geschichte für einen Augenblick (seit Oktober 2017)


Stand am 11. 11. 2017: 17 Bücher

[24h-read-a-thon] Die Preise sind fertig

Als allerletzten Beitrag zum read-a-thon vom 4. September zeig ich euch hier nun die Lesezeichen, die ich geknüpft habe. Es haben sich nicht besonders viele gemeldet (was wohl daran liegt, dass hier nicht allzu viele mitlesen), aber dafür konnte ich die Lesezeichen dann für drei sehr treue Mitleser hier knüpfen, was mich wiederum gefreut hat.

Das hier ist für Stefanie von Daydreaming and Dreaming:







Dieses ist für Manu von Wenn Bücher lesezeichnen:







Und das hier ist - wohl unverkennbar - für mirjam von der literatur-revue74:

Freitag, 15. Oktober 2010

"Mockingjay" - ein Zwischenbericht

Nur mal ein kleiner "Was ich gerade so lese"-Beitrag:

Nachdem ich die letzten Tage "Catching Fire" von Suzanne Collins verschlungen habe, hab ich dann auch gleich mit "Mockingjay" angefangen.
Aber ich bin schon alleine vom Beginn ziemlich fertig. Der 2. Band war grandios, aber die Tatsache, dass sich die Situation in den Distrikten immer mehr verschlimmert und allmählich ein richtig grausamer Krieg entsteht, hat mich ziemlich mitgenommen. Dazu muss ich sagen, dass ich zwar eher schwache Nerven beim Lesen habe, aber dennoch auf keinen Fall nur rosarote Stimmung möchte. ;-) So habe ich ja auch Martins "Lied von Eis und Feuer" mit Begeisterung gelesen. Und ich bin auch kein Fan von "Alles ist gut"-Happyends.
Aber von den Zuständen in Panem fühle ich mich momentan echt überfordert. Ich würde nun gern von irgendwem hören "Am Ende ist alles gut", aber ich weiß selbst schon, dass das nicht der Fall sein kann. Das ist ein Krieg, wo es auf beiden Seiten nur Verlierer geben kann - zumal die bisherigen Verluste schon schlimm genug sind.
Puh. Was will ich mit diesem Beitrag überhaupt sagen? Dass ich merke, wie sehr mich so aktuelle Themen wie Unterdrückung, Aufstand und Rache mitnehmen. Dass ich nahezu Angst habe weiterzulesen.
Was bisher toll war - die Ich-Perspektive und die Tatsache, dass man auf diese Weise mit Katniss mittendrin ist -, finde ich jetzt fast problematisch. Man ist immer bei Katniss dran, man ist immer direkt dabei und es gibt dadurch auch keine "Verschnaufpause" durch andere Perspektiven.

Natürlich werde ich auch den 3. Band lesen - klar, dass ich wissen möchte, wie das alles endet! Aber ich habe ein richtig unbehagliches Gefühl bei der Sache ... :-(

Montag, 11. Oktober 2010

Suzanne Collins - The Hunger Games


Genre: Dystopie
Seiten: 384
Verlag: Scholastic
ISBN: 978-0439023481
Meine Bewertung: 5 von 5 Sternchen


An dieses Buch bin ich mit mehr als nur ein wenig Skepsis herangetreten. 24 Jugendliche, die sich in einer postapokalyptischen Welt auf Leben und Tod bekämpfen müssen? Kann das denn anders sein als unnötig brutal und reißerisch? Es kann!

Suzanne Collins entwirft hier das erschreckende Szenario eines Nordamerika, in dem das übermächtige Capitol über eine Reihe von Distrikten herrscht. Katniss, die Ich-Erzählerin, stammt aus dem 12. Distrikt und weiß, was Hunger und Entbehrungen bedeuten. In krassem Gegensatz dazu steht das Capitol mit weitentwickelter Technologie, Wohlstand und "Spielemachern", die Reality-Shows auf die Spitze treiben: Zur Belustigung der Bewohner des Capitols und um die Bewohner der Distrikte an das blutige Ende ihrer Rebellion zu erinnern, werden jährlich aus jedem Distrikt jeweils ein Junge und ein Mädchen ausgewählt, um bei den "Hunger Games" gegeneinander zu kämpfen - bis nur noch eine(r) von ihnen übrigbleibt.
In diesem Jahr ist die 16jährige Katniss unter diesen Jugendlichen, und fortan muss sie nicht nur um ihr Leben kämpfen, sondern auch damit, dass auch Peeta, der Junge aus ihrem Distrikt, nun ihr Rivale ist - aber Katniss hat nie vergessen, dass er ihr vor Jahren das Leben gerettet hat.

Es ist unmöglich, den Inhalt dieses Romans in ein paar Sätzen so zu beschreiben, dass er weder total dämlich klingt noch dass man zuviel verrät. Ich kann nur sagen, dass diese wenigen Sätze es nicht vermögen, die Handlung angemessen zu beschreiben.
"The Hunger Games" ist viel mehr als ein sinnloses Gemetzel, wie man vielleicht befürchten könnte. Es ist ein sehr kritisches Buch, das zeigt, wie weit das Reality-Fernsehen gehen kann. Und man stellt sich beim Lesen die erschreckende Frage: "Wie weit sind wir noch davon entfernt?" Aber in diesem Roman zeigt sich nicht nur Medienkritik, sondern auch ein klaffender Gegensatz von Arm und Reich - und das ist ein Punkt, an dem wir längst angekommen sind. Dadurch ist der Roman trotz seiner Ansiedlung in einer fernen Zukunft nicht weit von unserer jetzigen Gesellschaft entfernt.

Aber diese großen gesellschaftlichen Themen alleine würden noch kein gutes Buch machen. Es sind der packende Schreibstil von Collins und die Figur der Katniss, die den Roman so großartig machen. Katniss ist nicht perfekt, kein liebes hilfloses Mädchen, das in eine böse Umgebung gestoßen wird. Sie ist durchaus berechnend und tut, was nötig ist um zu überleben. Dass sie dennoch im Zuge der grausamen Spiele nicht verroht und ungemein sympathisch bleibt, ist eine gefährliche Gratwanderung, die die Autorin meisterhaft bewältigt.
Schließlich ist auch die Liebesgeschichte, falls man sie überhaupt als solche bezeichnen kann, sehr  interessant. Peeta ist zunächst doch sehr undurchschaubar, und als man dann allmählich dahinterkommt, was nun Strategie ist und was echte Gefühle, da ist es wiederum Katniss, die vor lauter strategischem Denken das Offensichtliche nicht mehr erkennen kann.

Abschließend noch eine kleine Anekdote: Ich habe dieses Buch am Samstag während meines Dienstes gelesen. Rundherum Kollegen, Musik und laute Stimmen von der Bühne (man hört von meiner Position aus das gesamte Stück) - das sind nicht unbedingt die besten Zutaten, um ganz in ein Buch eintauchen zu können. Dennoch ist es mir mit den "Hunger Games" gelungen und mehr noch: Es gab eine Stelle, bei der ich kaum noch die Tränen zurückhalten konnte. Und obwohl ich durchaus mal die eine oder andere Träne bei Büchern vergieße, bin ich nicht allzu nahe am Wasser gebaut. Außerdem passiert mir sowas üblicherweise nur, wenn ich alleine bin.
Aber der Roman hat mich so sehr in seinen Bann gezogen, dass ich meine Umgebung komplett ausgeblendet habe. Und ich musste noch ziemlich lang gegen meine Tränen ankämpfen.

Und daher bleibt mir nur eine begeisterte Empfehlung für diesen Roman. Er bietet interessante Figuren (auch neben Katniss und Peeta), eine mitreißende Handlung, kritische Fragen und einiges zum Nachdenken.
Obwohl er in sich abgeschlossen ist, wird man danach gern wissen wollen, wie es mit Katniss weitergeht - und so habe ich auch gleich mit "Catching Fire", dem Folgeband, begonnen. :-)

Donnerstag, 7. Oktober 2010

Viel Lesezeit

Ab jetzt arbeite ich neben meiner Dissertations-Schreiberei wieder im Theater-Publikumsdienst, wie auch schon die letzten Jahre. Eigentlich hätte ich mir über den Sommer was anderes suchen wollen, aber ich hatte keinen Erfolg.
Ich denke aber, dass es wieder ganz nett wird (ich bin jetzt in einem anderen Theater) und ich hab einen Fixposten in der Garderobe, was bedeutet, dass ich wohl ab jetzt wieder recht viel Zeit zum Lesen finden werde. Denn nach dem großen Ansturm hat man dann eigentlich Ruhe, während die Vorstellung läuft.
So gesehen könnte ich mich eigentlich auch noch an die Klassiker-Challenge wagen ...

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Der NaNo rückt näher

Heute ist nicht nur der Beginn der Jahres-Challenge "Der Geschichte auf der Spur", sondern es rückt auch allmählich der NaNo näher.
Ich bin etwas weiter als im letzten Jahr, denn immerhin weiß ich schon, was ich schreiben möchte, und allzu viel Plot gibt es zwar noch nicht, aber es wird ... Am Hintergrund habe ich heute ausführlich mit einer Freundin gebastelt und habe von ihr sehr viele interessante Anregungen bekommen.
Nun weiß ich also, wer der Pakt mit dem Wilden Jäger geschlossen hat, und ich habe jetzt auch eine Ahnung, was überhaupt die Ziele des Jägers sind. Auch der Anfang steht schon deutlich in meinem Kopf, aber der weitere Handlungsverlauf ist noch recht vage. Aber noch ist ja genügend Zeit zum Plotten.
Was ich mir bald mal überlegen sollte, das wäre der Arbeitstitel - auch, um ihn in meinem Profil auf der NaNo-Seite eintragen zu können.

Auf alle Fälle aber merke ich: Das NaNo-Fieber beginnt mich zu erfassen. Bisher kam mir der November noch sehr weit entfernt vor, und auch über meinen Roman wusste ich erst so wenig, dass ich all das noch von mir weggeschoben habe.
Jetzt aber beginne ich mich schon auf den 1. November zu freuen.

Stellt euch also mal drauf ein, dass ich zwar jetzt im Oktober hier noch eifrig über Bücher plaudern werde, aber im November wird es dann wohl wirklich in erster Linie mal ums Schreiben gehen. Denn dann beginnt der jährliche Wörterwahnsinn! *g*

Sonntag, 3. Oktober 2010

Gesa Schwartz - Grim: Das Siegel des Feuers



Genre: Phantastik/Urban Fantasy
Seiten: 688
Verlag: Egmont Lyx
ISBN: 9783802583032
Meine Bewertung: 3 von 5 Sternchen




"Sie fürchten und beschützen uns seit uralter Zeit. Sie sind der kalte Hauch, der in einer warmen Sommernacht deine Wange streift, wenn du schläfst, und sie sind der schwache Duft von Dunkelheit im Morgengrauen. Sie sind die gefallenen Engel unserer Zeit, sie sind – die Gargoyles.“

Der Gargoyle Grim wahrt das steinerne Gesetz, nach dem niemals ein Mensch von der Existenz seines Volkes erfahren darf. Doch dann wird dieses Gesetz aufgrund eines rätselhaften Pergaments gebrochen. Gemeinsam mit der jungen Sterblichen Mia, einer Seherin des Möglichen, will Grim das Geheimnis des Pergaments ergründen. Sie ahnen nicht, dass sie einem Rätsel auf der Spur sind, welches das Schicksal der ganzen Welt bedroht …


Soweit der Klappentext. Das klingt interessant, und zusammen mit einer begeisterten Kritik einer Freundin hat das dazu geführt, dass ich mit sehr hohen Erwartungen an den Roman herangetreten bin.
Der Roman beginnt auch durchaus sehr vielversprechend und hebt sich wohltuend von so manchem Twilight-Abklatsch ab, wo Handlung ein Fremdwort ist und die Liebesgeschichte einsam im Mittelpunkt steht. Eine Liebesgeschichte gibt es hier auch, aber sie nimmt nicht sehr viel Raum ein und wird nicht allzu breit ausgewalzt. Stattdessen konzentriert sich die Handlung auf die Konflikte zwischen Gargoyles, Menschen und Hybriden und die finsteren Pläne des rätselhaften Seraphin.
Das wäre soweit alles sehr spannend, aber dennoch konnte mich die Handlung nicht ganz fesseln, da ich nur selten mit den Figuren mitfieberte. Grim ist zwar als Charakter sehr interessant, aber über weite Teile des Romans wirkt er beinahe unbesiegbar, weshalb ich mir um ihn auch in brenzligen Situationen nur wenig Sorgen machte. Mia hingegen hat einen starken Einstieg, verblasst aber dann im Laufe des Romans seltsamerweise. Ich kann es nur schwer in Worte fassen, aber als sich die Ereignisse überstürzen, bleibt sie plötzlich auf der Strecke und scheint nur noch von der Handlung an sich angetrieben zu werden, nicht aber aus sich selbst heraus.

Was den phantastischen Hintergrund betrifft, so stecken ohne Frage großartige Ideen drinnen, aber manchmal waren es mir fast zu viele Ideen. Vieles fügt sich nicht wirklich ineinander, wirkt eher wie eine wilder Mischmasch aus allem, was Mythologie, Sagengestalten und Magie zu bieten haben. Gerade die nordische Götterwelt, die dann auch noch Einzug findet, scheint so gar nicht zur restlichen Welt der Gargoyes zu passen.  
 Außerdem hatte ich mehrmals ganz stark ein Gefühl von Deus ex machina, wenn eine ganz neue Gestalt gerade dann wie aus dem Nichts auftauchte, wenn sie gerade gebraucht wurde - oder eine Form der Magie, die in dem Moment gerade praktisch war.
Dazu kommt, dass der Humor in diesem Roman nicht so ganz mein Fall war. Ab und zu gab es wirklich lustige Momente, aber oft kam es mir ein bisschen wie mit der Brechstange vor. Manches wirkt nicht mehr witzig, sondern einfach nur noch lächerlich und wie in einer schlechten Hollywood-Komödie. Nicht einmal der lustige, aber überflüssige Sidekick durfte fehlen (in diesem Fall der Kobold Remis).

Es tut mir richtig weh, dass ich nichts Positiveres schreiben kann. Der Roman zeigt großartige Ansätze und scheint grundsätzlich auch sehr gut bei den Lesern anzukommen, aber mich hat er nicht überzeugt. Er kommt dem, was ich mir unter spannender Phantastik vorstelle zwar durchaus nahe, scheitert aber dann doch an gewissen Punkten.
Sollte es eine Fortsetzung geben, wie ich gerüchteweise gehört habe, werde ich sie wohl dennoch lesen - diesmal aber mit deutlich niedrigeren Erwartungen.

Samstag, 2. Oktober 2010

Mein kleiner Lesemarathon

9:00
So, los gehts. Ich werde wie beim read-a-thon immer wieder bei diesem Beitrag Updates anfügen, aber nicht stündlich, sondern einfach dann, wenns grad passt.
Draußen ist es kalt und trüb, das richtige Wetter also, um sich mit einer kuschligen Decke, Tee und einem Buch aufs Sofa zu verziehen. :-)
Meine kleine (unverbindliche) Leseliste sieht folgendermaßen aus:
- Paul Auster, Nacht des Orakels (die ersten 10 Seiten hab ich schon gestern Abend im Bett gelesen)
- Vicki Baum, Menschen im Hotel (als Hörbuch; ich muss es nämlich bald in die Bücherei zurückbringen, und außerdem kann ich da nebenbei gut an gewissen Lesezeichen weiterknüpfen ;-))
- Suzanne Collins, The Hunger Games (wobei ich schon länger nichts Englisches mehr gelesen habe, also mal sehen, ob ich gut reinkomme)

11:15
Besonders viel habe ich noch nicht geschafft. Ich musste noch Geld überweisen, Wäsche waschen, hab lang mit meiner Mutter am Telefon geplaudert und hatte noch weitere Kleinigkeiten zu erledigen.
60 Seiten bei "Nacht des Orakels" ist also meine klägliche Ausbeute bisher. Aber egal, das soll ja heute nicht in Stress ausarten.
Immerhin hab ich nun das meiste, was heute so anstand, erledigt und sollte von jetzt an mehr Ruhe finden. :-)

13:30
Kochen und essen haben mich nun wieder vom Lesen abgehalten, aber ich hab diesmal halt nicht so vorausschauend eingekauft wie beim read-a-thon und musste daher ein Weilchen Gemüse schnippeln. ;-)
Jetzt sitz ich wieder bei "Nacht des Orakels". Ein sehr faszinierender Roman mit einer verschachtelten Handlung, aber ich glaube fast, dass ich mal für was anderes unterbrechen muss. Es gibt Bücher, die kann ich nicht in einem Rutsch lesen, die muss ich dazwischen auf mich einwirken lassen, und das ist so ein Buch. Auf alle Fälle dürfte das beim Flohmarkt ein echter Glücksgriff gewesen sein.

15:30
Bei mir geht mal wieder alles durcheinander wie Kraut und Rüben. Bei "Nacht des Orakels" stehe ich bei Seite 120, "The Hunger Games" hab ich grad begonnen, und dazwischen hab ich auch noch etwa 90 Minuten lang "Menschen im Hotel" gelauscht.
Also typisch ich. Allerdings möchte ich jetzt doch erst mal eine Weile an einem Buch dranbleiben, und vorerst werden das wohl die "Hunger Games" sein.
Allerdings rattert nebenbei auch noch mein Schreibhirn wie wild - ich hab so einige Ideen für meinen NaNo-Roman und werde heute bestimmt auch noch ein wenig plotten. :-)

18:25
"The Hunger Games" gefällt mir bisher sehr gut - ich mag die Protagonistin, und ich finde die Art und Weise, wie Suzanne Collins den Hintergrund einbringt, sehr gelungen. Außerdem habe ich noch eine weitere Stunde "Menschen im Hotel" gehört und dazu eifrig geknüpft.
Jetzt werde ich mich wieder "Nacht des Orakels" zuwenden. Mal sehen, wie lange ich heute noch weiterlese. Ich würde ja schon ganz gern ein Buch zu Ende bringen - und wenns nur ein Hörbuch ist.

21:30
Nun hab ich überall ein bisschen was geschafft, bin aber mit nichts fertig geworden. Fast 4 Stunden "Menschen im Hotel", etwas über 200 Seiten "Nacht des Orakels" und 60 Seiten "The Hunger Games".  Eine recht klägliche Ausbeute, aber "Nacht des Orakels" liest sich halt nicht ganz so flugs und an die 4 Stunden an einem Hörbuch ist doch eine geraume Zeit. Dazwischen hab ich außerdem einiges an Recherche für meinen NaNo-Roman gelesen.
Ich werde wohl noch ein bisschen weiterlesen, ein bisschen weiterhören und noch ein bisschen plotten. Mal sehen, ob ich doch noch irgendetwas zu Ende bringe heute.
Allen, die auch gerade lesen, wünsche ich weiterhin viel Spaß! :-)

23:00
So, hier meine Bilanz:
- Paul Auster, Nacht des Orakels: 286 Seiten (ausgelesen - leider wars zum Schluss hin nicht mehr so toll wie am Anfang)
- Suzanne Collins, The Hunger Games: 61 Seiten (tja, sehr weit bin ich da noch nicht gekommen)
- Vicki Baum, Menschen im Hotel (Hörbuch): 3h 40min
- ein Lesezeichen fertig und eins kurz vor der Vollendung *g*
- eine neue Plotidee, die mir gut gefällt ;-)

Mittwoch, 29. September 2010

Mein kleiner Lesesamstag am 2. 10.

Mein nächster Eintrag hier sollte meine Rezension zu "Grim: Das Siegel des Feuers" werden, aber der Roman zieht sich (obwohl jetzt ordentlich Fahrt reingekommen ist), und so schalte ich vorher noch eine kleine "Ankündigung" dazwischen:

Sofern mir nichts mehr dazwischen kommt, hab ich beschlossen am Samstag einen privaten kleinen Lesemarathon zu starten. Aufgrund meines Jobs, der bald darauf startet, werde ich nämlich bald fast jeden Samstag von 14 Uhr bis etwa 21 Uhr arbeiten müssen und nun werde ich also die letzte Gelegenheit nutzen.
Ich hab keine 24 Stunden geplant und vielleicht kann man es auch nicht wirklich als Marathon bezeichnen, aber ich möchte einfach mal wieder richtig viel lesen und nehm mir dazu ein paar Dinge vor:

1. kein schlechtes Gewissen wegen meiner Doktorarbeit: Ich mach mich eh immer die ganze Woche verrückt, da sollte ein freier Samstag mal drinnen sein.

2. Der Fernseher bleibt ausgeschaltet!

3. Ich setz mich mal nicht unter Druck wegen dem Schreiben. Diese ganze Wörterzählerei macht mich schon ganz kirre. Das wird also mal ein schreibfreier Samstag. Einfach nur gemütlich lesen ohne ständig zu denken "Aber ich muss doch bei den Göttersteinen noch gaaaaanz viel schreiben". Es ist ja nun wirklich nicht so, dass mir ein Verlag oder eine Agentur im Nacken sitzt, also sollte ich mir nicht gar so einen Stress machen.

Vielleicht lässt das meinen SuB ein wenig schrumpfen. Außerdem hab ich beim 24h-read-a-thon zum letzten Mal einfach gemütlich auf der Couch gelesen (sonst les ich nur in den Öffis, ein bisschen im Bett vorm Einschlafen und beim Frühstücken), und das war echt toll. Das möchte ich mir nun nochmal gönnen

Falls sich mir irgendwer für ein paar Stündchen anschließen möchte: Nur zu! :-)

Samstag, 25. September 2010

[31 Tage - 31 Bücher] Tag 30 und Tag 31

So, um die 31 Tage nun zu einem Abschluss zu bringen (immerhin hab ich die Hälfte der Fragen beantworten *hüstel*):

Tag 30 – Das Buch, das du zurzeit liest
Ich lese mal wieder zwei Bücher parallel: Zuhause sitze ich mit dem dicken Schinken "Grim: Das Siegel des Feuers" von Gesa Schwartz. Es ist ein interessanter Urban Fantasy-Roman mit Gargoyles und vielen anderen Fantasygestalten, mit rasanter Handlung und im Wesentlichen ohne Kitsch, aber ganz überzeugt bin ich davon nicht. Wenn ich damit durch bin, werde ich vielleicht genauer sagen können, was mir daran nicht so gut gefallen hat. Auf alle Fälle bin ich froh, dass ich es doch nur in der Bücherei ausgeliehen habe.
Für unterwegs hab ich mal wieder eins meiner Agatha-Christie-Büchlein vom SuB, und zwar "Fata Morgana". Ganz nett, aber ich war leider noch nie so der große Miss Marple-Fan (mal von Margaret Rutherford in den Verfilmungen abgesehen).

Tag 31 – Das Buch, das du als nächstes liest/lesen willst
Das weiß ich noch nicht genau. Von der Bücherei hab ich noch "Die Masken der Wahrheit" daheim, aber das ist ja für die Historien-Challenge und muss daher zumindest noch bis zum 6. 10. warten. Also vermutlich ein Buch von meinem SuB. Vielleicht eins der neuen - "Hunger Games" oder eventuell auch "Die Nacht des Orakels" von Auster. Mal sehen, worauf ich Lust habe. :-)

Donnerstag, 23. September 2010

[31 Tage - 31 Bücher] Tag 28 und Tag 29

Und wieder zwei Fragen im Doppelpack:

Tag 28 – Zum Glück wurde dieses Buch verfilmt!
Dass ich es selten schaffe, mich auf ein Buch zu beschränken, kenn ihr ja schon. Auch hier wieder. Als erstes fiel mir Der Herr der Ringe ein. Es gibt so einiges, was ich an der Verfilmung zu kritisieren habe, aber ich bin Peter Jackson unendlich dankbar dafür, dass er Mittelerde zum Leben erweckt hat - mit all den grandiosen Details und den inspirierenden Landschaften. Die Making ofs zeigen deutlich, mit wieviel Sorgfalt und Liebe selbst noch die kleinste Brosche oder Verzierung einer Säule im Hintergrund gestaltet wurde. Da kann man über die kleinen inhaltlichen Schwächen der Filme doch großzügig hinwegsehen.

Und dann ist da noch Neil Gaimans Sternwanderer. Das Buch fand ich nett. Mehr nicht. Aber der Film! Das ist wirklich der seltene Fall, wo ich die Verfilmung viel lieber mag als die Vorlage. Michelle Pfeiffer als böse Hexe, Robert de Niro als Captain mit rosa Tüllrock, Mark Strong als äußerst ansehnlicher Septimus, die herrlichen Dialoge der toten Brüder, die Filmmusik, die schönen Schnitte, Bernard als Mädchen, .... Hach, ich liebe diesen Film! 

Tag 29 – Warum zur Hölle wurde dieses Buch verfilmt???
Das denk ich mir leider bei sehr vielen Buchverfilmungen, ganz schlimm ist es aber bei folgender:
Die Brüder Löwenherz
Nicht, weil die Verfilmung an sich schlecht wäre, nein, sondern nur, weil mein Bild von Jonathan (meine erste Buchliebe! *schmacht*) damit zerstört wurde. Dieser vierzehnjährige Junge, der hübsch und schön sein soll, wird in der Verfilmung von einem über 25jährigen gespielt, der leider auch keinen Tag jünger aussieht. Und dann erst diese Frisur ...
Und nun bekomm ich diesen Jonathan nicht mehr aus dem Kopf. Vielen Dank auch! *grummel*

Montag, 20. September 2010

Erste Ideen für den NaNo

Noch bin ich (mehr oder weniger) eifrig am Schreiben meiner Göttersteine, aber der November rückt immer näher - und damit auch der NaNoWriMo.
Immerhin habe ich mich inzwischen entschieden, was ich schreiben möchte. Der Roman hat noch keinen Arbeitstitel und noch keinen Plot, aber ich weiß schon mal, dass es Urban Fantasy wird. Als Hintergrund dient unsere Welt, die aber aufgrund eines lange zurückliegenden Paktes Nacht für Nacht von der Wilden Jagd heimgesucht wird.
Und in diesem Setting habe ich eine noch namenlose junge Heldin, die in eine versunkene Parallelwelt gerät, die ebenfalls unter der Herrschaft des Wilden Jägers steht. Es gilt also, diesen bösen Kerl gleich in zwei Welten zu besiegen.
Wie soll sie das machen? Was soll alles geschehen? Wie soll alles enden? Und wann wird meine Heldin endlich einen Namen bekommen? ;-)
Fragen über Fragen, die ich bis zum 1. November möglichst beantworten sollte.

Wenigstens weiß ich schon, wo die ganze Sache beginnt: Nämlich in einem kleinen Kaff irgendwo beim Ibmer Moor. Ich liebe diese Gegend (wir waren dort früher manchmal im Urlaub), und da es auch von dort Sagen über versunkene Stätten gibt, passt das ja wunderbar. Und ich freue mich darauf, einen Roman dort und im weiteren Verlauf wohl auch rund um den schönen Hallstätter See anzusiedeln. :-)

Sonntag, 19. September 2010

Der Geschichte auf der Spur - meine Leseliste

BC Challenge-Banner

Am 6. 10. 2010 startet eine Challenge, bei der es darum geht, innerhalb eines Jahres 12 historische Romane zu verschiedenen Epochen zu lesen. Da ich ab und an gern historische Romane lese und solche Herausforderungen reizvoll finde, möchte ich mitmachen. Meine vorläufige Leseliste (mit möglichst viel Auswahl, da ich aus Erfahrung weiß, dass ich die Hälfte aller historischen Romane enttäuscht wieder zur Seite lege) sieht folgendermaßen aus:
(Rezensionen werden dann hier direkt verlinkt, auch wenn es zum Abschluss der Challenge nochmal eine übersichtlichere Liste geben wird)

1. Ur- und Frühgeschichte (1 Buch zu einem der Themen) --> erledigt
Vorgeschichte (Steinzeit, etc.)
   -   Wolfgang Jaedtke, Steppenkind (Bücherei)
Frühe Hochkulturen (Ägypten, Mesopotamien, Indien, China, Mykenische Kultur)
   -   Brad Geagley, Der Narrenkönig
   -   Hanns Kneifel, Babylon. Das Siegel des Hammurabi (Bücherei)

2. Antike (1 Buch zu einem der Themen) --> erledigt
Antikes Griechenland (8. – 4. Jahrhundert v.Chr.)
   -   Sascha Berst, Mord im Garten des Sokrates
Römisches Reich (5. Jh. v.Chr. – 5. Jahrhundert)
   -   Robert Harris, Titan
   -   Gillian Bradshaw, Dark North (Wunschliste)
Sonstige Antike (Perserreich, Kelten, etc.)
   -   Gillian Bradshaw, Die Tochter des Bärenzähmers (Wunschliste)

3. EXKURS #1 - Sagen in der Geschichte (1 Buch) --> erledigt
   -   David Gemmel, Der silberne Bogen

4. Mittelalter (je 1 Buch zu allen Themen) --> erledigt
Frühes Mittelalter (5. – 10. Jahrhundert)
   -   Agnes Imhof, Die Königin der Seidenstraße (Bücherei)
   -   Malcolm Bosse, Der Elefantenreiter
Hochmittelalter (11. – 13. Jahrhundert)
   -   Conn Iggulden, Dschingis Khan (Bücherei)
   -   Dori Jones Yang, Daugther of Xanadu
Spätmittelalter (14. – 15. Jahrhundert)
   -   Barry Unsworth, Die Masken der Wahrheit
   -   William Somerset Maugham, Damals und heute (SuB)

5. EXKURS #2 - Die Kreuzzüge (1096-1444) (1 Buch) --> erledigt
   -   Simon Beaufort, Das Geheimnis der Heiligen Stadt

6. Neuzeit (je 1 Buch zu 2 der 4 Themen) --> erledigt
Frühe Neuzeit: Reformation & Dreißigjähriger Krieg (1517 – 1648)
   -   Charlotte Lyne, Die zwölfte Nacht (Bücherei)
   -   Nina Blazon, Die Königsmalerin (Bücherei)
Absolutismus & Aufklärung (1648 – 1789)
   -   Carolly Erikson, Die Lilie von Versailles (Bücherei)
   -   Nina Blazon, Der Maskenmörder
Zeiten des Umbruchs (1789-1815)
   -   Robert Löhr, Das Erlkönig-Manöver
Nationalismus, Industrialisierung & Kolonialismus (19. Jahrhundert)
   -   Margaret Atwood, Alias Grace

7. EXKURS #3 - Kolonialisierung  (1 Buch) --> erledigt
   -   Julie Peters, Das Lied der Sonnenfänger
   -   Colin Falconer, Die Aztekin (Bücherei)

8. Neueste Geschichte (je 1 Buch zu 2 der 3 Themen) --> erledigt
Die Welt von 1900 – 1945 (Jahrhundertwende, Russische Revolution, Weimarer Republik, etc.)
   -   Joseph Roth, Radetzkymarsch (hat meine Mutter)
   -   Judith Lennox, Before the Storm
Erster Weltkrieg (1914 – 1918)
   -   Erich Maria Remarque, Im Westen nichts Neues (hat meine Mutter)
Nationalsozialismus & Zweiter Weltkrieg (1933 – 1945)
   -   Giles Foden, Die Geometrie der Wolken (Bücherei)
   -   Imre Kertesz, Roman eines Schicksallosen


Eine kleine Zusatz-Challenge mit zusätzlichen Preisen besteht darin, fünf Sachbücher (auch Biographien o. ä.) zu lesen. Keine Ahnung, ob ich das wirklich mache, aber ich hab zumindest auch hier mal eine Liste erstellt:

1. Ur- und Frühgeschichte oder Antike
   -   Jörg Fündling, Kaiser von morgens bis abends
   -   Alexander Demandt, Das Privatleben der römischen Kaiser (SuB)
2. Mittelalter
   -   Frances Wood, Marco Polo kam nicht bis China
3. Frühe Neuzeit
   -   Hans Bankl, Die kranken Habsburger
4. Neueste Geschichte
   -   Rainer-K. Langner, Duell im ewigen Eis
5. Sagen in der Geschichte
   -   Michael Wood, Der Krieg um Troja
   -   Roland M. Horn, Atlantis. Alter Mythos - neue Beweise