Montag, 30. August 2010

[31 Tage - 31 Bücher] Tag 7 und Tag 8

Diese beiden Tage mache ich heute zusammen, da ich einerseits eh hinterherhinke und andererseits beide eher kurz zu beantworten sind:

Tag 7 - Ein Buch, das dich an jemanden erinnert
Mir fallen so einige Bücher ein, die mich in irgendeiner Weise an jemanden erinnern. Besonders schräg ist es aber mit "Gormenghast" von Mervyn Peake. Diese Trilogie erinnert mich nämlich an meinen Diplomarbeitsbetreuer. Warum das?
Bei ihm habe ich in einem Seminar einmal Fantasyliteratur mit mittelhochdeutscher Heldenepik verglichen. Und da hat er mich bei einer Besprechung gefragt, ob ich denn Gormenghast kenne. Zu dem Zeitpunkt hatte ich noch nie davon gehört. Also hat er mir die Bücher geliehen. Und daher verbinde ich sie seither mit ihm. Germanistik-Professoren, die einem Fantasybücher leihen, sind nämlich eher selten. ;-)

Tag 8 - Ein Buch, das dich an einen Ort erinnert
Hier habe ich zuerst an einige Bücher gedacht, die ich während meines Auslandssemsters in Oslo gelesen habe, da ich sie noch immer mit Oslo verbinde. Dann aber ist mir noch etwas ganz markantes eingefallen:
In "Wie die Tiere" von Wolf Haas gibt es einige Szenen im Wiener Augarten, und einer der Flaktürme dort spielt in dem Roman auch eine nicht unwesentliche Rolle. Mit einer Freundin bin ich also vor einigen Jahren, als wir beide den Roman gerade gelesen hatten, zum Augarten gefahren, und wir haben uns das alles "vor Ort" angesehen.
Seither muss ich nicht nur an den Augarten denken, wenn ich "Wie die Tiere" lese, sondern ich verbinde auch den Augarten unverrückbar mit diesem Buch.

Samstag, 28. August 2010

[31 Tage - 31 Bücher] Tag 6 - Ein Buch, das du nur einmal lesen kannst

Das ist eine spannende Frage. Ich hab darüber ziemlich lange nachgedacht, denn natürlich gibt es eine ganze Reihe von Büchern, die ich nicht nochmal lesen würde, weil sie mir einfach nicht gefallen haben. Aber eins von denen zu nehmen, wär ja irgendwie ziemlich witzlos.
Mir ist dann etwas ganz anderes eingefallen und zwar:

Sarah Dunant: Nachts sind alle Kater grau
Ich kann zu diesem Buch nicht mehr viel schreiben, da ich mich kaum noch daran erinnern kann. Es hat mir nicht übermäßig gut gefallen, ich fands aber auch nicht schlecht. Dennoch werde ich es bestimmt nie wieder lesen, denn: Ich hab recht schwache Nerven und steigere mich schnell in Bücher rein (ich hab halt auch eine sehr lebhafte Fantasie). Dieses Buch hat mich so manchen Schlaf gekostet, weil es auf eine ziemlich verstörende Art und Weise spannend und auch unheimlich war. Obwohl ich mich kaum noch daran erinnern kann, bekomm ich jetzt schon wieder ein unbehagliches Gefühl, wenn ich nur dran denke. Daher werde ich das bestimmt kein zweites Mal lesen!

Freitag, 27. August 2010

[31 Tage - 31 Bücher] Tag 5 - Ein Buch, das du immer und immer wieder lesen könntest

Auch hier fallen mir wieder mehrere Bücher ein, aber ich habe mich nun doch für eines "entschieden":

Astrid Lindgren: Die Brüder Löwenherz
Ich weiß nicht, wie oft ich dieses Buch bereits gelesen habe. Zum ersten Mal hab ich es gelesen, als ich 8 Jahre alt war, und als ich damit durch war, hab ich sofort nochmal von vorne begonnen. Sowas habe ich sonst noch nie gemacht.
Auch jetzt vermag es mich noch zu fesseln - momentan lese ich es übrigens auf Norwegisch, um meine Sprachkenntnisse wieder etwas aufzubessern.

Astrid Lindgren spricht hier sehr große Themen an: Tod, Tyrannei, Unterdrückung, Aufopferung, Verrat. Und sie beschönigt und verharmlost nicht. Der Tyrann Tengil ist grausam und das zieht Lindgren auch konsequent durch - nicht jeder überlebt in diesem Roman.
Genau das macht den Roman so spannend und auch für Erwachsene interessant. "Das ist ja ein Kinderbuch, daher wird eh nichts schlimmes passieren"? Fehlanzeige. Hier heißt es Bangen und Zittern mit Krümel, dem Ich-Erzähler, und seinem wunderbaren Bruder Jonatan. Als Kind habe ich nägelkauend Krümels Abenteuer mitverfolgt und hatte eine panische Angst vor Katla. Nicht so, dass ich davon Albträume bekommen hätte, aber doch so, dass der Schrecken, den sie in dem Buch verströmt, für mich sehr greifbar war. Stellenweise wagte ich es kaum weiterzulesen - und konnte doch nicht aufhören.

Heute kann ich den Roman etwas gelassener lesen, aber das mag auch nur daran liegen, dass ich ihn beinahe auswendig kann und es darin nichts mehr gibt, was mich noch überraschen kann. ;-) Aber noch immer fesselt mich das Buch, noch immer kann ich bei den traurigen Stellen weinen und bei den lustigen laut loskichern.

Ich bewundere Astrid Lindgren für ihren Mut, so schwierige Themen in einem Kinderbuch zu behandeln - und ich bewundere sie dafür, dass das Buch dennoch kindgerecht bleibt. Ich glaube nicht, dass ein Roman wie dieser heutzutage noch veröffentlicht werden würde.

Mittwoch, 25. August 2010

[31 Tage - 31 Bücher] Tag 4 - Dein Hassbuch

Es gibt eigentlich kein Buch, das ich wirklich hasse. Bei manchen hab ich mich aber ziemlich durchgequält (bleibt nicht ganz aus beim Germanistikstudium), und das schlimmste in der Hinsicht war wohl "Die Geschichte des Agathon" von Wieland, das ich wirklich zum Gähnen fand. Also kommt das wohl am ehesten einem Hassbuch gleich.

Montag, 23. August 2010

[31 Tage - 31 Bücher] Tag 3 - Dein Lieblingsbuch

Das ist schwierig, weil ich viele Bücher sehr gern mag. Ich habe überlegt, welche Bücher mich besonders beeindruckt, vielleicht auch nachhaltig geprägt und inspiriert haben. Auch da fallen mir immer noch mehrere ein,  aber ich greife schweren Herzens eines heraus:

J. R. R. Tolkien - Der Herr der Ringe

Mein Start mit diesem Buch war eigentlich kein guter. Ich hab zu dieser Zeit (ich war da etwa 14) gern Fantasy gelesen, kannte aber noch nicht sehr viel (im Wesentlichen: Hohlbein, Zimmer Bradley, Ende). Der Herr der Ringe war mir vom Titel her schon öfter untergekommen, hatte mich aber nicht wirklich gereizt.
Irgendwann hab ich dann doch mal den 1. Band aus der Bücherei mitgenommen - und bin schon im Vorwort steckengeblieben. "Über Pfeifenkraut? - Was zum Geier??" waren so in etwa meine Gedanken. Buch wieder zurückgebracht.
Dann hab ich es nochmal ausgeliehen und dachte mir, ich müsste doch mal weiter als bis zum Vorwort kommen. Gut, also durchs Vorwort durchgebissen und bei Bilbos Geburtstagsfeier gelandet. Da ich den Hobbit bislang nicht gelesen hatte, waren meine Gedanken erneut: "Was soll das denn?" Und wieder aufgegeben.

Aber es ließ mir einfach keine Ruhe, und ein paar Monate später dachte ich mir: "Okay, ich geb dem Buch jetzt eine letzte Chance." Und was soll ich sagen? Etwa mit Bilbos Verschwinden hatte das Buch mich gepackt. Mit Frodos Aufbruch und der Reise nach Bree war ich dann vollkommen gefangen. Da die Weihnachtsferien nahten, hab ich mir zur Sicherheit schnell noch Band 2 und 3 aus der Bücherei geholt, obwohl ich beim 1. Band noch nicht weit war.
Und dann konnte ich nicht mehr aufhören. Ich habe die Bücher verschlungen, nein: Ich habe darin geschwelgt, wollte, dass es nie aufhört und habe am Ende wie ein Schlosshund geheult - einerseits wegen dem sehr melancholischen Ende, andererseits schlichtweg aus dem Grund, dass es aus war. Ich dachte mir ernsthaft: "So, jetzt kannst du nie wieder Fantasy lesen, denn etwas vergleichbares wirst du nie wieder finden."
Natürlich habe ich auch danach noch viele Bücher gelesen, die mir ebenso gut gefielen, auch Fantasybücher, die - objektiv betrachtet - fast besser waren. Dennoch - solche Gefühle, wie ich sie beim Lesen von Tolkiens Trilogie hatte, hatte ich seither kaum mehr bei einem Buch. Ich bin so tief in diese Welt eingetaucht und eigentlich hat mich das erst dazu gebracht, selbst Fantasy schreiben, selbst eine auch nur annähernd so faszinierende Welt erschaffen zu wollen.
Als ich dann erfahren habe, dass die Bücher verfilmt werden - meine Güte, ich bin fast bis zur Decke gehüpft. *gg*

Ja, das hier ist meine Liebeserklärung an diesen Roman. Ich liebe ihn mit all seiner Gemächlichkeit, mit seinen Überhelden, mit der seltsamen Erzählweise, was die getrennten Handlungsstränge betrifft, mit den ausschweifenden Beschreibungen, mit der verschnörkelten Sprache, mit seinem Pathos. All das, was mich sonst eher nerven würde, macht dieses Buch aus. Und einige hundert Bücher später kann ich nur sagen: Nein, es gibt nichts vergleichbares.

Sonntag, 22. August 2010

Wenn man gleichzeitig an vier Wänden steht

Momentan läuft es bei mir etwas zäh mit den "Göttersteinen". Nach einem kurzfristigen Schreibschub von Ende Juli bis Mitte August prokrastiniere ich jetzt wieder vor mich hin.
Das liegt daran, dass ich mit meinen derzeit vier parallelen Handlungssträngen überall ein bisschen anstehe:
1. Ich hab Riava und Dalar, meine beiden Lieblinge, bei denen es eigentlich immer läuft wie geschmiert. Das hat dazu geführt, dass ich mit ihnen "ein bisschen" davongaloppiert bin und also mit diesem Handlungsstrang den anderen weit voraus bin. Als Folge kann ich hier erst wieder weiterschreiben, wenn ich mit den anderen aufgeholt habe. *mpf*
2. Dann ist da meine störrische Königin, bei der gerade Politik und Krieg angesagt sind. Von beidem hab ich nicht wirklich Ahnung; beides kann ich nicht gut schreiben. Na hurra ...
3. Ich hätte weiters noch Rhal, meinen herzallerliebsten Bluttrinker. Das sollte momentan eigentlich der einfachste Handlungsstrang sein, aber da ich zwar weiß, was als nächstes passieren wird, aber nicht, wie es passieren wird, steh ich auch hier ein wenig an der Wand.
4. Und zu guter Letzt ist da noch Heimlef, mein Spion, der Rhal liebend gern um die Ecke bringen würde. ;-) Hier habe ich schlichtweg keine Ahnung, wie es weitergehen soll.

Tja, wirklich wunderbar. Da hat man vier Möglichkeiten und nirgends geht was weiter. Zum Aus-der-Haut-fahren!
Und das Schlimmste ist, dass das eigentlich normaler Alltag ist, was diesen Roman betrifft. Ich manövriere mich da von einem Plotloch zum nächsten, das ist wirklich nicht mehr schön. Und allzu professionell ist das auch nicht. *hüstel*

Aber gut, ich werde also die Zähne zusammenbeißen und mich tapfer der Politik und dem Krieg stellen. Gemäß dem Motto "Die Rohfassung ist immer schlecht" kämpf ich mich da jetzt einfach mal durch, und dann such ich mir jemanden, der davon mehr Ahnung hat als ich und bring es bei der Überarbeitung ordentlich in Form.
So, das klingt doch nach einem guten Plan, oder nicht?

[31 Tage - 31 Bücher] Tag 2 - Das Buch, das du als nächstes lesen willst

Diese Frage ist momentan leicht zu beantworten. Da ich "Salzträume 1" von Ju Honisch beinahe ausgelesen habe, geht es natürlich als nächstes mit dem 2. Band weiter.
Der ist glücklicherweise rechtzeitig vorm Wochenende bei mir eingetrudelt. Und ich habe nicht mal meinen Vorsatz, kein neues Buch zu kaufen, solange ich keins von meinem SuB gelesen habe, gebrochen. Am Dienstag und Mittwoch hab ich nämlich in der Straßenbahn flugs "Einen Jux will er sich machen" von Nestroy gelesen. So ein Theaterstück von nicht mal 100 (reclam-)Seiten ist ja auch schnell weggelesen.

Samstag, 21. August 2010

[31 Tage - 31 Bücher] Tag 1 - Das Buch, das du zurzeit liest

So, die erste Frage lässt sich schon mal nicht mit nur einem Buch beantworten. Ich lese nämlich meistens mehrere Bücher parallel. Oft, weil ich ein dickes Hardcover lese und dann noch was handliches für die Straßenbahn brauche und oft auch, weil ich aus Neugierde ein bestimmtes Buch beginne, obwohl ich mit dem vorigen noch nicht fertig bin. Momentan sind es drei, nämlich:

Ju Honisch: Salzträume Band 1
"Salzträume" ist eine Fortsetzung von "Das Obsidianherz", wobei man die Bücher jeweils auch unabhängig voneinander lesen kann.
Es handelt sich dabei um einen phantastischen Roman, der im 19. Jh. angesiedelt ist: In den Bergen im Salzkammergut entwickelt eine Gruppe von Menschen eine gefährliche Waffe. Dabei kommen ihnen mehrere Menschen absichtlich und unabsichtlich in die Quere, darunter viele "alte Bekannte" aus dem Obsidianherz, aber auch einige neue Figuren.
Ebenso wie der Vorgängerroman ist auch "Salzträume" ein ganz wunderbares Buch mit sehr interessanten Figuren, die alle ihre guten und schlechten Seiten haben und die eine oder andere Entwicklung durchmachen. Allgegenwärtig sind auch die - von vielen Menschen als Sagenwesen abgestempelten - Fey, die von ganz unterschiedlicher Gestalt sind und ebenfalls ihre eigenen Ziele verfolgen. Der Schreibstil ist auch sehr schön, passt gut in die Zeit des 19. Jh.s und ist aber dennoch nicht umständlich.
Durch die vielen verschiedenen Handlungsstränge ist es schwer, den Roman aus der Hand zu legen - ist bei einem Handlungsstrang einmal ein Ruhepunkt erreicht, wird es beim nächsten schon wieder brenzlig, und so bleibt der Roman durchgehend fesselnd.

Alan Garner: Feuerfrost/Der Mond von Gomrath 
Zwei Jugend-Fantasybücher, auf die ich durch eine sehr positive Bewertung in der Bibliotheka Phantastika aufmerksam geworden bin. Als ich sie dann in der Städtischen Bücherei in einem Band entdeckt habe, musste ich das Buch natürlich gleich mitnehmen.
Momentan stecke ich noch im ersten Drittel von "Feuerfrost". Der Roman ist aus den 60iger Jahren und wirkt auch stellenweise schon etwas "verstaubt". Bisher ist es eine klassische Geschichte mit einem gefährlichen Artefakt, das in die Hände der "Bösen" gelangt ist. Das ganze ist in England angesiedelt, quillt aber nahezu über vor phantastischen Wesen und Orten, die sowohl der keltischen als auch der nordgermanischen Mythologie entspringen.
Das Buch liest sich zwar flüssig, aber im Vergleich zu "Salzträume" wirkt es doch sehr kindlich und auch ein bisschen leblos (vor allem, was die Figuren betrifft), weshalb ich gerade nur sporadisch daran weiterlese.

Astrid Lindgren: Brødrene Løvehjerte
Und zu guter Letzt lese ich auch noch Lindgrens "Brüder Löwenherz" auf Norwegisch, um da meine Sprachkenntnisse wieder ein wenig auf Vordermann zu bringen. Kein allzu schwieriges Unterfangen, da ich das Buch auf Deutsch ja fast schon auswendig kenne, aber trotzdem ist das Lesen ein wenig zäh. Mein Norwegisch ist wirklich sehr eingerostet, daher muss ich ständig Vokabeln nachschlagen.

Donnerstag, 19. August 2010

31 Tage - 31 Bücher

Auf mehreren Bücherblogs (etwa bei der Büchersammlerin ist mir in letzter Zeit die Challenge "31 Tage - 31 Bücher" untergekommen, wo man jeden Tag ein bestimmtes Buch vorstellt, das sich jeweils aus den folgenden Fragen ergibt:

Tag 1 – Das Buch, das du zurzeit liest
Tag 2 – Das Buch, das du als nächstes liest/lesen willst
Tag 3 – Dein Lieblingsbuch
Tag 4 – Dein Hassbuch
Tag 5 – Ein Buch, das du immer und immer wieder lesen könntest
Tag 6 – Ein Buch, das du nur einmal lesen kannst (egal, ob du es hasst oder nicht)
Tag 7 – Ein Buch, das dich an jemanden erinnert
Tag 8 – Ein Buch, das dich an einen Ort erinnert
Tag 9 – Das erste Buch, das du je gelesen hast
Tag 10 – Ein Buch von deinem Lieblingsautoren/deiner Lieblingsautorin
Tag 11 – Ein Buch, das du mal geliebt hast, aber jetzt hasst
Tag 12 – Ein Buch, das du von jemandem empfohlen bekommen hast
Tag 13 – Ein Buch, bei dem du nur lachen kannst
Tag 14 – Ein Buch aus deiner Kindheit
Tag 15 – Das 4. Buch in deinem Regal von links
Tag 16 – Das 9. Buch in deinem Regal von rechts
Tag 17 – Augen zu und irgendein Buch aus dem Regal nehmen
Tag 18 – Das Buch, mit dem schönsten Cover, das du besitzt
Tag 19 – Ein Buch, das du schon immer lesen wolltest
Tag 20 – Das beste Buch, das du während der Schulzeit als Lektüre gelesen hast
Tag 21 – Das blödeste Buch, das du während der Schulzeit als Lektüre gelesen hast
Tag 22 – Das Buch in deinem Regal, das die meisten Seiten hat
Tag 23 – Das Buch in deinem Regal, das die wenigsten Seiten hat
Tag 24 – Ein Buch, von dem niemand gedacht hätte, dass du es liest/gelesen hast
Tag 25 – Ein Buch, bei dem die Hauptperson dich ziemlich gut beschreibt
Tag 26 – Ein Buch, aus dem du deinen Kindern vorlesen würdest
Tag 27 – Ein Buch, dessen Hauptperson dein „Ideal“ ist
Tag 28 – Zum Glück wurde dieses Buch verfilmt!
Tag 29 – Warum zur Hölle wurde dieses Buch verfilmt???
Tag 30 – Das Buch, das du zurzeit liest
Tag 31 – Das Buch, das du als nächstes liest/lesen willst

Ich werde mich vermutlich nicht sklavisch daran halten und vielleicht nicht jede dieser Fragen beantworten - mal sehen, wie weit ich Lust dazu habe. Einige der Fragen fand ich auf alle Fälle so interessant, dass ich mich jetzt verspätet (in den meisten Blogs ist sie schon vorbei; aber mein Blog ist ja noch nicht so alt ;-)) auch an diese Challenge setze.

Montag, 16. August 2010

Das Kreuz mit dem SuB

Vorweg: Ich werde hier auf Dauer wohl nicht täglich bloggen - das ist jetzt eher so die Phase der ersten Begeisterung. ;-)

Der SuB, oder Stapel ungelesener Bücher, ist Gegenstand fast jeden Bücherblogs. Meiner ist in letzter Zeit auf eine beängstigende Zahl angewachsen - 38 Bücher. Ja, alle, deren SuB über 100 Bücher beinhaltet, dürfen jetzt lachen und sagen "Wie niedlich!" *g*
Bei mir ist allerdings das schon ein unerwartet hoher SuB. Normalerweise leihe ich Bücher fast ausschließlich in der Städtischen Bücherei aus. Solche, die ich unbedingt selbst haben möchte oder die es in der Bücherei nicht gibt, wünsche ich mir dann zum Geburtstag und zu Weihnachten und lese sie dann meistens auch auf der Stelle. Daher war mir so etwas wie ein SuB früher eher unbekannt. Vielleicht hatte ich mal 2 oder 3 ungelesene Bücher bei mir liegen, aber das wars auch schon.
In diesem Jahr war ich allerdings zweimal bei einem Flohmarkt der Städtischen Bücherei, und das bedeutet: 1 Euro pro Hardcover, 50 Cent pro Taschenbuch. Natürlich musste ich da zuschlagen! Dann hat meine Mutter mir auch noch eine Kiste voll Agatha Christie-Krimis von einem Wohltätigkeitsflohmarkt mitgebracht und dazu kommen einige Bücher, die ich im Laufe meines Studiums mit dem Vorsatz "Das muss man als Germanistin lesen" angesammelt, bisher aber einen großen Bogen darum gemacht habe.
Und nicht zuletzt Bücher, die ich irgendwann mittendrunter abgebrochen habe, aber doch irgendwann noch lesen und daher nicht aussortieren möchte.

Ich liste hier also mal meinen derzeitigen SuB auf, auch als "Mahnung" an mich selbst (als rot sind jene Bücher gekennzeichnet, die ich abgebrochen habe):

1. Richard Adams - Tales from Watership Down
2. Kate Atkinson - Ein Sommernachtsspiel
3. Andrea Barrett - Jenseits des Nordmeeres
4. Georg Büchner - Dantons Tod
5. Michail Bulgakow - Der Meister und Margarita
6. Agatha Christie - Fata Morgana
7. Agatha Christie - Ruhe unsanft
8. Agatha Christie - Poirot rechnet ab
9. Agatha Christie - Lauter reizende alte Damen
10. Agatha Christie - Die großen Vier
11. Agatha Christie - Das Schicksal in Person
12. Agatha Christie - Das Geheimnis von Sittaford
13. Agatha Christie - Bertrams Hotel
14. Agatha Christie - Alter schützt vor Scharfsinn nicht
15. Elizabeth Corley - Requiem für eine Sängerin
16. Bernard Cornwell - Der Winterkönig
17. Luciano DeCrescenzo - Die Zeit und das Glück
18. Denis Diderot - Jacques der Fatalist und sein Herr
19. Fjodor M. Dostojewski - Schuld und Sühne
20. Arthur Conan Doyle - The Hound of the Baskervilles 
21. E.T.A. Hoffmann - Das Fräulein von Scuderi
22. John Irving - Letzte Nacht in Twisted River
23. James Joyce - Ulysses (vielleicht sollte ich mir da eingestehen, dass ich es niemals ganz lesen werde ...)
24. Choderlos de Laclos - Gefährliche Liebschaften (da habe ich bisher nur das Theaterstück von Christopher Hampton gelesen)
25. Jack London - The Sea-Wolf and Selected Stories
26. Lukian - Gespräche der Götter und Meergötter, der Toten und der Hetären
27. Thomas Mann - Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull
28. George R.R. Martin - A Game of Thrones (habe ich auf Deutsch bereits gelesen)
29. W. Somerset Maugham - Damals und heute
30. Patricia A. McKillip - In the Forests of Serre 
31. Johann Nestroy - Einen Jux will er sich machen
32. Edgar Allen Poe - Selected Tales
33. Ferdinand Raimund - Das Mädchen aus der Feenwelt oder Der Bauer als Millionär
34. Christoph Ransmayr - Der fliegende Berg
35. Patrick Rothfuss - The Name of the Wind (habe ich auf Deutsch bereits gelesen)
36. Sam Savage - Firmin. Ein Rattenleben
37. William Shakespare - König Lear
38. Alexandre Dumas - Der Graf von Montechristo

Zusätzlich habe ich von der Bücherei momentan folgende Bücher ausgeliehen:
1. Ju Honisch - Salzträume 1 (lese ich gerade)
2. Alan Garner - Feuerfrost/Der Mond von Gomrath (lese ich gerade)
3. Carolyn Haines - Das Mädchen im Fluss
4. Daniela Knor - Nachtreiter
5. Barry Unsworth - Die Masken der Wahrheit

Mein hehrer Vorsatz lautet jetzt also: Erst, wenn ich mindestens ein Buch vom SuB gelesen habe, darf ich mir wieder ein neues Buch ausleihen, kaufen oder wünschen. Sonst wächst mir der ja noch in unendliche Höhen.
Mal sehen, ob ich das durchhalte - vor allem angesichts der Tatsache, dass es den 2. Band von "Salzträume" nicht in der Bücherei gibt und ich daher sofort losstürmen und ihn mir kaufen möchte (um nicht am Ende von Band 1 dann verzweifelt mitten in der Nacht mit einem Cliffhanger dazusitzen). Ich sollte also schleunigst etwas von meinem SuB lesen - vielleicht etwas kurzes wie Nestroy oder Raimund. ;-)

Sonntag, 15. August 2010

Schreiberischer Größenwahn oder: Der T12

Da der T12 mich dieses Jahr hindurch ständig begleitet und ich ihn wohl noch einige Male erwähnen werde, sollte ich hier vielleicht erklären, was es damit auf sich hat.

Ich muss dazu ein wenig weiter ausholen. Jedes Jahr findet im November der NaNoWriMo (kurz NaNo) statt, also der "National Novel Writing Month". Dabei geht es darum, in einem Monat 50.000 Wörter an einem Roman zu schreiben. Ich habe dort bisher dreimal mitgemacht und es zweimal geschafft. Und ich kann euch sagen: 50.000 Wörter sind ziemlich viel für einen Monat! Das für mich Absurde daran ist, dass ich sonst unterm Jahr oft nicht einmal 10.000 Wörter im Monat schaffe. Natürlich ist der NaNo eine Ausnahmesituation und ich könnte so ein Schreibtempo auch nicht das ganze Jahr über halten, aber wenn ich mal wieder monatelang kaum etwas weitergebracht habe, dann finde ich das schon ärgerlich.
"Na und, ist doch ein Hobby!", könnte man jetzt sagen, aber ich bin leider ein recht unsicherer Mensch beim Schreiben. Wenn ich bei einer Szene nicht weiter weiß oder mich vom Roman ein wenig überfordert fühle, dann neige ich dazu, wochenlang sozusagen in Deckung zu gehen und das Problem zu ignorieren.

In solchen Fällen brauche ich also einen Tritt in den Hintern. Und hier kommt der T12 ins Spiel. Es handelt sich dabei um ein Projekt des Tintenzirkels, wo es darum geht, eine bestimmte Menge an Wörtern im Jahr zu schaffen. Das Minimum waren 250.000 Wörter, und genau das ist also mein diesjähriges Ziel.
250.000 Wörter - wieviel kann man sich darunter vorstellen? Man kann das nicht wirklich in Buchseiten umrechnen, aber seeeehr grob geschätzt wären das wohl um die 1.000 Seiten.
Ich liege gut im Rennen mit derzeit 168.321 Wörtern, aber ich kann euch sagen: Was ich in diesem Jahr schon über den T12 gejammert und geflucht habe, geht auf keine Kuhhaut mehr. Trotzdem bereue ich es nicht, mich dafür angemeldet zu haben. Das gemeinschaftliche Schreiben im Tintenzirkel ist enorm motivierend, und mit dem Wortzähler im Nacken hab ich mich schon diszipliniert durch die eine oder andere zähe Stelle und mehrere Plotlöcher geschrieben.

Ja, nun wisst ihr also, wovon ich schreibe, wenn ich ab und zu mal den T12 erwähne. Und im November wird hier wohl der große NaNo-Wahnsinn ausbrechen. ;-)

Samstag, 14. August 2010

Vom Blogfieber angesteckt

Nun ist es also geschehen und ich bin ebenfalls unter die Blogger getreten. Dabei wollte ich mich dem eigentlich ebenso hartnäckig verweigern wie Facebook. ;-)
Worum also soll es hier gehen? Ich sag mal ganz allgemein: um Geschichten. Und zwar um meine eigenen ebenso wie um fremde. Oder anders gesagt: um Bücher und um mein eigenes Schreiben. Beides kann mal als die großen Leidenschaften in meinem Leben bezeichnen. Ich bin ein Bücherwurm, seit ich lesen kann - und mit dem Schreiben hab ich schon bald darauf begonnen.

Was lese ich?
Eigentlich alles quer durchs Gemüsebeet. Ich bin eine unberechenbare Leserin - einzuschätzen, was mir gefällt, fällt anderen oft schwer und mir selbst auch, um ehrlich zu sein. Ein anspruchsvolles, hochliterarisches Werk wie Faust kann mich ebenso begeistern wie ein unterhaltsamer Krimi. Ich mag Fantasy und Historische Romane, nehme aber auch gern einen spannenden Thriller, kritische Gegenwartsliteratur oder einen romantischen Liebesroman zur Hand (wobei ich letzteres gern mal abstreite *g*).
Ich schätze einfach die Abwechslung und mag deshalb eher erfrischend "andere" Romane als den zehnten Aufguss von Dan Brown oder Herr der Ringe.

Was schreibe ich?
Beim Schreiben hab ich mich bisher ganz der phantastischen Literatur verpflichtet. Begonnen habe ich zwar mit Pferdegeschichten, aber seit einigen Jahren halte ich mich schreiberisch bevorzugt (aber nicht nur) in meiner Fantasywelt "Acarneya" auf, die Hintergrund für die unterschiedlichsten Romane bietet. Daneben lasse ich auch gern mal phantastische Wesen auf unsere Welt des Hier und Jetzt los, so etwa in meinem Roman "Die geraubte Seele", indem ich mich mit einigen Sagengestalten des Wiener Raumes auseinandergesetzt habe.
Ich bin bis jetzt eine reine Hobbyschreiberin. Ich habe noch nie etwas an eine Agentur oder einen Verlag geschickt, obwohl ich das Schreiben durchaus ernst nehme und mich auch diszipliniert (fast) täglich an meine Romane setze.
Derzeit schreibe ich übrigens einen sehr umfangreichen Roman mit dem Arbeitstitel "Göttersteine", der in seinen Grundzügen schon sehr alt ist und Anstoß für die Entwicklung von Acarneya war. Da ich darin mit einem recht komplizierten Geflecht an Handlungssträngen und zahlreichen Themen kämpfe, werde ich damit wohl noch eine Weile beschäftigt sein.

Soweit ein erster Überblick. Ich werde mich bemühen, regelmäßig hier zu schreiben und hoffe, dass sich zumindest ein paar interessierte Mitleser finden.

Mein Blogtitel ist übrigens vage an den Titel der Autobiografie von Stephen King ("Das Leben und das Schreiben") angelehnt - nicht, weil ich so ein großer King-Fang bin, sondern weil ich es einfach passend fand.