Montag, 31. Januar 2011

Hörbücher

Mit Hörbüchern ist es so eine Sache. Manche lieben sie, andere wieder können gar nichts damit anfangen. Bei mir war es ein langsames Herantasten, aber mittlerweile möchte ich sie doch nicht mehr missen.

Als Kind habe ich Hörspiele geliebt - Pumuckl, Die fünf Freunde, Bibi Blocksberg, Trixie Belden, ... All das konnte ich immer wieder und wieder hören. Gerade bei den Fünf Freunden, wo wir nur ein paar wenige Hörspiele zuhause hatten, konnte ich diese bald schon auswendig.
Dann wurde ich irgendwann zu alt dafür und schaffte interessanterweise lange nicht den Sprung zu Hörbüchern. Es war mir zu langweilig einfach nur dazusitzen und mir etwas vorlesen zu lassen, außerdem schweifte ich rasch mit den Gedanken ab. Dazu kam eine gewisse Ungeduld - ich lese sehr schnell und hatte immer das Gefühl, dass bei den Hörbüchern vergleichsweise gar nichts weiterging.

Eine gewisse Wende kam vor gut zwei Jahren, als ich meinen Freundinnen Socken zu Weihnachten strickte. Ich begann, nebenbei ganz nostalgisch wieder die Kinder-Hörspiele zu horchen. So ganz reichte mir das aber nicht mehr aus.
Hörbücher waren mir allerdings zu teuer (erst recht, um es einfach mal wieder zu probieren), aber glücklicherweise gibt es in der Bücherei auch so einige Hörbücher, und so nahm ich einfach mal welche mit. Da ich inzwischen wieder mit dem Knüpfen begonnen habe, habe ich auch immer eine passende Beschäftigung nebenbei.
Und siehe da: Plötzlich fand ich doch Gefallen an den Hörbüchern. Es ist einfach schön, auf dem Sofa zu sitzen und zu knüpfen und mir dabei vorlesen zu lassen.

Vor einer Weile habe ich dann diese tolle Seite entdeckt:
Lit2Go: MP3 Stories and Poems

Hier gibt es zahlreiche Klassiker auf Englisch zu lesen und zu hören - gratis und völlig legal. Viele der Hörbücher kann man auch direkt über iTunes herunterladen. Und nun bin ich nicht mehr zu bremsen. ;-) Nicht nur, dass ich auf diese Weise mein Englisch wieder etwas mehr aufpolieren kann, ich kann mir hier auch viele Kinderbuch-Klassiker (die ja doch einfacher zu verstehen sind) vorlesen lassen, die ich bisher tatsächlich nie gelesen habe: Anne of Green Gables, The Wonderful Wizard of Oz, Treasure Island, und und und ...
Wenn ich wieder mehr im Englisch-hören drinnen bin, wird das hoffentlich auch was mit den anspruchsvolleren Werken.
Für Untermalung neben meinem Bänderknüpfen ist also längerfristig gesorgt. :-)

Sonntag, 30. Januar 2011

Dies und Das

Das hier wird einfach mal ein kleiner Zwischenbeitrag über das, was sich bei mir im Bezug auf Lesen und Schreiben gerade so tut:

Schreiben
Mittlerweile bin ich mit der Überarbeitung von "Polarnacht", meinem Jugendroman, beinahe fertig. Ich habe dabei so einiges rausgekürzt, aber noch immer kommt mir der Roman stellenweise sehr zäh vor. Allmählich merke ich auch, dass es Zeit wird mit diesem Projekt abzuschließen. Die Rohfassung ist ja bereits 2007 entstanden, und inzwischen habe ich mich doch schon sehr weit von diesem Roman entfernt.
Davon abgesehen hab ich gestern noch eine sehr romantische Szene bei meinen "Göttersteinen" geschrieben - hach, da ist mir wirklich das Herz aufgegangen. Man muss dazu sagen, dass ich in diesem Roman mein absolutes "Lieblingspärchen" habe, die beiden sind einfach zu süß miteinander. Und dafür, dass sie sich hier noch so geziert haben, sind sie jetzt doch erstaunlich mutig geworden. Na bitte, geht doch. ;-)

Lesen
Ich habe mich nun endlich mal auf Bücher für die Klassiker-Challenge gestürzt. So lese ich momentan parallel "Arthur Gordon Pym" von Poe und "Die gefährlichen Liebschaften" von Laclos. Gerade bei zweiterem ist es seltsam, da ich das Theaterstück von Christopher Hampton mehr als gut kenne (ich war einmal an einer Aufführung beteiligt) und der Roman somit keine inhaltlichen Überraschungen für mich bietet. Dennoch ist er interessant zu lesen, da man durch die Briefe einzelne Figuren, die im Theaterstück eher zu kurz kommen, nun besser kennenlernt (Cecile und Danceny etwa).
Außerdem habe ich gestern "Ascheherz" von Nina Blazon ausgelesen, auf das ich mich sehr gefreut hatte, da ich "Faunblut" so toll fand. Leider war ich nicht ganz so begeistert wie erhofft. Ich kann nicht einmal sagen, woran es lag, denn der Roman war durchaus gut und fesselnd, aber er hat mich weniger berührt als Faunblut. Vielleicht werde ich noch eine Rezension dazu verfassen, aber dafür muss es mir erst einmal gelingen, sozusagen den Finger auf die Wunde zu legen. Momentan weiß ich noch nicht so recht, was genau ich mir daran anders gewünscht hätte.

Mittwoch, 26. Januar 2011

Brad Geagley - Der Narrenkönig


Genre: Historischer Krimi
Seiten: 384
Verlag: rororo
ISBN: 978-3499243301
Meine Bewertung: 2 von 5 Sternchen

Historien-Challenge (Frühe Hochkulturen)



Ich habe bei dieser Challenge definitiv kein Händchen für die Buchauswahl (mal von Titan abgesehen). Dabei hab ich mich so bemüht, etwas andere Romane zu finden und nicht nur "historische Weibchenromane", wie eine Freundin von mir all die Hebammen, Wanderhuren und Konsorten so - äh - liebevoll betitel hat. ;-)

Aber zurück zum Thema. "Der Narrenkönig" ist eigentlich eine Fortsetzung zu dem Roman "Das Jahr der Hyänen", wobei es für das Verständnis nicht notwendig ist Geagleys ersten Krimi zu kennen. Was damals geschehen ist, wird soweit erzählt, dass ich keine Probleme hatte die Lücken zu füllen.
In "Der Narrenkönig" verschlägt es den Ägypter Semerchet, sozusagen Sonderbeauftragter von Ramses IV, nach Babylon, wo er nicht nur eine heilkräftige Götterstatue für seinen Pharao holen soll, sondern auch nach seiner verbannten Frau Naia sucht.

Die wirkliche Schwäche dieses Romans ist sein Plot. Die Handlung ist vorhersehbar an allen Ecken und Enden, viele Figuren verhalten sich völlig unlogisch und Semerchets eigentlicher Auftrag, der ihn ja nach Babylon geführt hat, tritt so weit in den Hintergrund bzw. wird am Ende so nebenbei erledigt, dass man deutlich merkt, dass dieser nur als Vorwand des Autors diente, um Semerchet irgendwie nach Babylon zu bekommen und ihn dort mit allerlei Sonderrechten auszustatten.
Hauptplot ist also die Suche nach Naia, die aber leider vollkommen uninteressant ist, da der Autor die Lösung hier bereits am Anfang liefert. Dumm nur, dass der Leser das sofort bemerkt, Semerchet selbst aber gar nichts kapiert (was ebenfalls mehr als unlogisch ist).
Dazu gesellen sich dann noch kleinere Merkwürdigkeiten wie etwa ein Esel, der sich auf den Rücken rollt und die Beine in die Luft streckt, um sich den Bauch kraulen zu lassen. Dazu kommt auch noch eine Unmöglichkeit in Zusammenhang mit einem Pferd, was in mir den Verdacht weckt, dass der Autor nicht die geringste Ahnung von Huftieren hat ... 

Positiv sind hingegen die Beschreibungen. Ich bin keine Expertin für das alte Babylon, aber der Autor scheint das Ambiente gut einzufangen und schafft es, das Umfeld anschaulich darzustellen.
Auch der Schreibstil ist in Ordnung. Geagley hat keine allzu schöne oder herausragende Sprache (was allerdings auch an der Übersetzung liegen kann), aber der Roman liest sich durchaus flüssig. Dass er sich locker und flott lesen ließ, war übrigens der einzige Grund, weshalb ich das Buch dann doch bis zum Ende gelesen habe. Obwohl ich die Handlung schlecht fand, war das Lesen dennoch kein "Durchquälen".
Daher sind es dann immerhin noch 2 Sternchen geworden.

Sonntag, 23. Januar 2011

[Stöckchen] Romanhelden

Es gab so einiges, was ich hier eigentlich vorhatte: Mich um das Layout kümmern, endlich eine Rezension zu meinem Challenge-Buch "Der Narrenkönig" schreiben oder meine Gedanken zu Rezensionsexemplaren zu formulieren, wie ich es schon vor längerem angekündigt hatte.

Nun bin ich aber von bookish mit einem Stöckchen beworfen worden (mein erstes Stöckchen! ;-)), in dem es um Romanhelden geht und das ich total spannend finde.  Also bekommt das jetzt schnell mal Vorrang.


Welche Romanfiguren sind deine Allerliebsten?

Das ist ja gleich mal eine schwierige Frage, schwieriger noch als die nach meinen Lieblingsbüchern. Ich mag vor allem Figuren, die einen starken Charakter haben und sich nicht passiv durch die Gegend treiben lassen. Darunter fallen so einige Figuren von Guy Gavriel Kay und Patricia McKillip. Stellvertretend nenne ich mal Crispin aus "The Sarantine Mosaic" und Sybel aus "Die vergessenen Tiere von Eld".
Einer meiner erklärten Lieblinge ist auch Gawain aus Gillian Bradshaws Camelot-Trilogie. Mehr als alle anderen Romanfiguren hat er eine meiner eigenen Figuren beeinflusst, auch wenn ich nicht glaube, dass die Einflüsse jetzt noch erkennbar sind.
Ganz anders vom Charakter her ist Decius aus den SPQR-Krimis. Ich mag seine sarkastische Sichtweise und seine Tunichtgut-Tendenzen, die ihn sehr charmant machen. Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich oft einfach Figuren aus Buchreihen besonders gern mag, weil man ihnen längere Zeit folgt. Deshalb fallen mir hier auch noch so einige aus Martins "A Song of Ice and Fire" ein, wobei einer meiner besonderen Lieblinge Littlefinger ist.
Und dann wäre da schließlich noch Jonathan aus Lindgrens "Die Brüder Löwenherz". Eigentlich ist er ja fast schon zu gut um wahr zu sein, aber ich mag ihn unglaublich gern. Man kann Jonathan gar nicht nicht mögen. ;-)

Und wer sollte wenigstens nicht ganz ungenannt bleiben?

Ach herrje, da hab ich mich endlich mal für ein paar entschieden, und jetzt soll ich noch weitere Entscheidungen treffen?
Na gut: Jane Eyre, Sirius Black sowie die Weasley-Zwillinge aus "Harry Potter", Tonda aus "Krabat", Ronja aus "Ronja Räubertochter", Katniss aus "The Hunger Games" (auch wenn sie mich im 3. Band ein wenig genervt hat) und Leo aus "Gut gegen Nordwind"

Gibt es Romanfiguren, die du überhaupt nicht leiden kannst?

Hm, einerseits wären da "böse" Figuren wie Dolores Umbridge aus "Harry Potter", Cersei Lannister aus "A Song of Ice and Fire" (nebst einigen anderen Herzchen, die sich darin herumtreiben) und Messalina aus "Ich, Claudius, Kaiser und Gott".
Besonders negativ sind mir aber auch solche Figuren im Gedächtnis geblieben, die sonst sehr beliebt sind und die ich einfach furchtbar fand. Jamie Fraser aus Gabaldons Highland-Saga etwa oder Axis aus "Der Weltenbaum". Beide Reihen habe ich nicht weit gelesen, weil ich die genannten Figuren so nervig fand. Und dann nicht zu vergessen Ayla, die Steinzeit-Superfrau, und Gwenhwyfar aus "Die Nebel von Avalon".

Fällt dir eine Romanfigur ein, die du rein vom Lesen her als total sexy/attraktiv beschreiben könntest?

Es geht jetzt wirklich nur ums Aussehen, ja? Das ist schwierig, da ich meistens solche Figuren sexy finde, die ich auch vom Charakter her faszinierend finde. Spontan fallen mir hier Jaime Lannister aus "A Song of Ice and Fire", Graf Arpad aus Ju Honischs Romanen und Amman ibn Khairan aus "Die Löwen von Al-Rassan" ein.
Und obwohl ich nicht so sehr eine Schwäche für rote Haare habe, stelle ich mir Felix Trubic aus "Des Teufels Maskerade" sehr attraktiv vor.

Eher die Bösen oder die Guten oder ganz andere?

Das lässt sich nicht so eindeutig beantworten. Ich gehöre nicht zu denen, die grundsätzlich eine Schwäche für Bösewichte haben, was aber nicht bedeutet, dass es nicht sehr interessante "Böse" gibt und umgekehrt sehr anstrengende "Gute". Oft mag ich auch Nebenfiguren, die kaum eine größere Rolle spielen.

Welche Romanfiguren aus verschiedenen Büchern würdest du gerne mal zusammen in einem Buch sehen?

Uff, also da muss ich echt passen. Spontan fällt mir hier einfach niemand ein. Ich würde gern Figuren aus meinen verschiedenen Romanen mal zusammen in ein Buch schmeißen, aber das ist ja wieder was anderes. ;-)

Welche Romanfigur wird deiner Meinung nach total unterschätzt?

Lustigerweise fällt mir hier ausgerechnet Sansa aus "A Song of Ice and Fire" (sorry, schon wieder diese Reihe) ein. Sie ist am Anfang echt nervig, wird dann aber zu einem ziemlich interessanten Charakter und entwickelt sich auch sehr stark weiter. Viele schreiben sie aber nach ihrem nicht gerade glücklichen Einstieg völlig ab.
Außerdem finde ich, dass McGonagall einen viel größeren Raum in den "Harry Potter"-Romanen einnehmen sollte. Ich persönlich mag sie ja deutlich lieber als Dumbledore.

Und wer ist komplett überbewertet?

Hier muss ich mich gleich mal bookish anschließen: Edward! Ehrlich, ich habe den ersten Twilight-Band durchaus gern gelesen, aber mit Bellas göttlichem Vampir konnte ich noch nie so recht was anfangen. Er ist ja sooo schön und sooo toll, aber leider sind dermaßen "perfekte" Charaktere einfach nur langweilig.
Und den sonst sehr beliebten Jamie Fraser habe ich ja bereits weiter oben genannt. ;-)

Niemand soll sich "verpflichtet" fühlen, diese Fragen zu beantworten, aber ich werfe jetzt mal das Stöckchen an mirjam und Birthe. Vielleicht (hoffentlich!) findet ihr die Fragen ja ebenso spannend wie ich. 

Kleine Baustelle

Ich bastle gerade ein wenig am Aussehen meines Blogs herum, also wundert euch bitte nicht, falls hier in nächster Zeit manche Dinge etwas seltsam aussehen.
Leider blicke ich, obwohl ich mich einigermaßen mit html und css zurechtfinde, bei diesem Code hier nicht wirklich durch, was die Sache etwas erschwert. Ich möchte nur ein paar minimale Dinge anpassen, aber diese Dinge haben sich bisher als doch nicht ganz so minimal erwiesen.
Falls jemand besser mit dem Code der blogspot-Designs zurechtkommt: Ich nehme Hilfe dankend entgegen. ;-)

Dienstag, 18. Januar 2011

SuB-Leichen

Kennt ihr das? Bücher, die ihr schon seit Jahren ungelesen bei euch liegen habt?
Als ich hier meinen SuB aufgelistet habe, ist mir wieder aufgefallen, dass sich darunter einige Bücher befinden, die schier ewig in meinem Besitz sind. Und die berechtigte Frage ist: Warum gehe ich davon aus, dass ich ein Buch irgendwann noch lesen werde, wenn ich es in den letzten 5 Jahren nie lesen wollte?
Ich könnte also hier radikal aussortieren. Aber so einfach ist die Sache dann doch nicht. So manche Bücher habe ich vor allem deshalb schon so lange auf meinem SuB, weil ich sie nicht bei mir in Wien habe, sondern noch bei meiner Familie. Ich kann sie also nicht jederzeit lesen, wenn mir grad danach ist. Und in meinem WG-Zimmer in Wien habe ich nun mal nicht den Platz, alle meine Bücher unterzubringen. Aber wenn ich das nächste Mal bei meiner Familie bin, sollte ich vielleicht doch mal einige der ungelesenen Bücher mitnehmen.

Dann gibt es Bücher, die ich aus einem bestimmten Grund noch nicht gelesen habe. "A Game of Thrones" etwa von George R. R. Martin, das ich auf Deutsch schon gelesen habe (da hatte ich die Bücher nur ausgeliehen). Nun wollte ich irgendwann die ganze Serie auf Englisch lesen, aber der Punkt ist eben: die ganze Serie. Da ich schon seit mehreren Jahren auf das Erscheinen des nächsten Bandes warte, hab ich mir vorgenommen, mit dieser Serie erst dann wieder von vorn zu beginnen, wenn sie abgeschlossen ist. Dieses jahrelange Warten möchte ich nicht noch mehrmals mitmachen müssen. ;-)
Bei anderen Büchern war ich einfach nie in der richtigen Lesestimmung und bin optimistisch, dass das eines Tages aber doch der Fall sein wird.

Und dann gibt es noch die Relikte meines Studiums. Bücher, die ich dann doch nicht gelesen habe, weil es optionale Leselisten gab oder ich die eine oder andere Prüfung nicht gemacht habe. Bücher, die ich begonnen, aber irgendwann verzweifelt/genervt/überfordert aufgegeben habe. Aber das ist ja bedeutende Literatur und als Germanistin sollte man das schon kennen und vielleicht kann ich mich iiiirgendwann dazu aufraffen .... ja, wers glaubt. Es gibt da wirklich das eine oder andere Buch, das wohl in 10 Jahren immer noch auf meinem SuB sein wird (ich werf hier etwa mal Manns "Felix Krull" in den Raum). Das sind die tatsächlichen Leichen.

Andererseits lese ich derzeit Hoffmanns "Das Fräulein von Scuderi", das nun auch schon jahrelang (ich denke, es handelt sich schon um den zweistelligen Bereich) vor sich hinsubte.
Und so betrachtet gibt es vielleicht auch für meine SuB-Leichen noch einen Hoffnungsschimmer. ;-)

Montag, 17. Januar 2011

Steampunk, ein phantastisches Sammelsurium und die Himmelsscheibe

Ich fasse mal wieder ein paar Kurzrezensionen in einem Beitrag zusammen:

Bernd Perplies - Magierdämmerung Bd. 1: Für die Krone
Ich ging mit sehr großen Erwartungen an dieses Buch heran und bin nun leider eher enttäuscht. Keine Frage, das Steampunk-Setting in London ist großartig, die Art der Magie interessant und die Handlung eigentlich auch spannend.
Aber: die Figuren! Ich fand wirklich durch die Bank alle Figuren blass und uninteressant, konnte mit keiner einzigen mitfiebern und habe auch kein großes Interesse an ihrem weiteren Schicksal. Noch dazu haben alle exakt dieselbe Erzählstimme, was sie nicht unbedingt einzigartiger machte. Ich halte außerdem nicht viel davon, wenn Figuren nur für eine einzige Szene die Perspektive zu bekommen - nämlich um zu sterben. Warum soll ich mit ihnen mitfiebern, wenn ich sie gerade erst kennengelernt habe? Und warum soll ich mir die Mühe machen sie kennenzulernen, wenn sie auf den nächsten paar Seiten sterben?
Nein, leider hat mich der Roman ganz und gar nicht überzeugt.
Für das tolle Setting und den Schreibstil, der mir prinzipiell gefallen hat, gibt es 3 von 5 Sternchen.

Polly Shulman - Die geheime Sammlung
Auch dieser Roman überzeugte mich vor allem durch das großartige Setting. Das New Yorker Repositorium der verleihbaren Schätze ist einfach ein wunderbarer - und wunderbar beschriebener - Ort. Es hat mir unheimlich Spaß gemacht, gemeinsam mit Elizabeth dieses Sammelsurium zu erkunden. Auch die Rätsel, die anfangs aufgebaut wurden, haben mich neugierig gemacht und so konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen.
Leider war ich dann vom weiteren Plot und der ganzen Auflösung enttäuscht. Hier hätte ich mir mehr erwartet. Auch die Figuren konnten mich großteils nicht wirklich überzeugen.
Dafür, dass ich das Buch innerhalb von zwei Tagen ausgelesen habe, gibts dann aber doch 3,5 von 5 Sternchen.

Thomas Thiemeyer - Nebra
Vorweg: Ich habe von Thiemeyer bereits zwei Bücher gelesen - "Magma" und "Reptilia" -, die ich beide als spannende und kurzweilige Unterhaltung bezeichnen würde.Nebra hingegen ... ja, wo soll ich anfangen? Der Roman wimmelt von Logiklücken, abstrusen Theorien und vorhersehbaren Klischees. Fantastische Elemente schön und gut, aber hier fand ich den Wust an Sekten, Mythologien und Dämonen, in den die Himmelsscheibe von Nebra eingebettet wird, schlichtweg lächerlich. Dazu kommt, dass die Hauptfigur in den meisten Fällen als Archäologin nicht gerade glaubwürdig wirkt.
Bei einem Buch hätte ich vermutlich spätestens bei der Hälfte aufgegeben; da ich es als Hörbuch ausgeliehen hatte, habe ich einfach beim Knüpfen weiter gehört. Auf der letzten CD, bei dem konfusen Showdown, war dann allerdings meine Konzentration völlig weg.
Ich habe durchaus vor, dass ich wieder einmal etwas von Thomas Thiemeyer lese (sein Jugendroman "Die Stadt der Regenfresser" steht schon länger auf meine Wunschliste), aber dieser Roman hier war - verzeiht - ein Griff ins Klo.
1 von 5 Sternchen

Mittwoch, 12. Januar 2011

Neil Gaiman - The Graveyard Book


Genre: Phantastik/Kinder- und Jugendbuch
Seiten: 300
Verlag: Bloomsbury
ISBN: 9780747594802
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternchen

English-Challenge  (Jänner)



Ein kleiner Junge entkommt einem Mörder, der seine Familie auf dem Gewissen hat und findet Unterschlupf auf einem Friedhof, wo die Toten sich seiner annehmen. So könnte man Neil Gaimans Roman in aller Kürze zusammenfassen. Es handelt sich also um eine Art Dschungelbuch-Plot mit Toten anstatt Tieren. ;-)
Der Junge Nobody - Bod - wächst auf dem Friedhof auf und muss sich hier mit Ghouls, Hexen und Grabwächtern auseinandersetzen. Die größte Gefahr lauert aber in der Welt der Lebenden, wo noch immer der Mörder nach Bod sucht, um seinen Auftrag zu einem Ende zu bringen.

Neil Gaiman hat hier eine ganz zauberhafte Geschichte geschrieben, die in der Zusammenfassung grusliger und makabrer klingt, als sie es tatsächlich ist. Zwar sind so manche Wesen und Szenen durchaus unheimlich, aber dennoch ist der Roman auch gut für ältere Kinder geeignet - was aber nichts daran ändert, dass auch Erwachsene ihre Freude daran haben werden.
Mit dem Friedhof zeichnet Gaiman ein faszinierendes und überraschend buntes Setting. Es macht einfach Spaß, gemeinsam mit Bod hier auf Entdeckung zu gehen.

Allerdings ist vor allem die erste Hälfte des Buches sehr episodenhaft gestaltet. Zwar spielen alle diese Episoden später noch eine wichtige Rolle, aber es fehlt zunächst doch ein wenig an zusammenhängender Handlung und somit auch an einem Spannungsbogen. Dadurch hat mich der Roman zunächst nicht sehr gefesselt, obwohl er sich wirklich schön und kurzweilig liest.
Das und der meiner Meinung nach sehr klischeehafte Grund, weshalb überhaupt Meuchelmörder hinter Bod her sind, sind die Schwachpunkte des Buches.
Das ist aber auch schon alles, was ich daran auszusetzen habe. Neben dem tollen Setting überzeugen auch die sympathischen Figuren. Bod selbst bleibt manchmal vielleicht ein wenig blass, aber sonst bietet der Friedhof ganz wunderbare Charaktere, allen voran Bods Vormund Silas. Ich muss gestehen, dass seine ruhige, zurückhaltende und unnahbare Art es mir angetan hat und ich hätte auch durchaus gern mehr über ihn gelesen.

Insgesamt ist "The Graveyard Book" ein wirklich schönes, stellenweise skurriles Buch, dessen Englisch auch für Nicht-Muttersprachler ohne Probleme verständlich ist. Dazu kommen noch die schönen Illustrationen von Chris Riddell (es gibt auch noch eine andere Ausgabe mit Bildern von Dave McKean). Nur wegen der genannten Kritikpunkte vergebe ich nicht die vollen 5 Sternchen.

Montag, 10. Januar 2011

Die Rezensionen, mein Blog und ich

Was denn, zwei Einträge an einem Tag? ;-) Tja, der hier war nicht geplant, aber ein Beitrag auf Zwillingsleiden hat mich zu einem anderen Beitrag auf Bibliomanie geführt, der mit einer kritischen Betrachtung von so manchen Bücherblogs für einen riesigen Aufruhr geführt hat. Und diese Beiträge treiben mich nun dazu, über etwas zu schreiben, worüber ich eigentlich schon längst einmal schreiben wollte.

Nämlich: Sinn und Zweck meines Blogs, meine Leser und allgemeine Gedanken zu alldem.
Ich bin jetzt seit einem knappen halben Jahr mit meinem Blog online, was eine recht kurze Zeit ist. Das wird einer der Gründe dafür sein, weshalb ich hier nicht eben von Mitlesern überrannt werde. ;-) Dafür habe ich aber ein paar Stammleserinnen, die mir sehr am Herzen liegen - und allein für sie würde ich mit Freuden bis in alle Ewigkeit weiterbloggen. Wirklich, ich freue mich ungemein, dass ihr immer wieder bei mir mitlest und kommentiert!
Trotzdem kommen natürlich Momente der Krise, wo man sich fragt, warum der eigene Blog eigentlich verhältnismäßig wenig Beachtung findet. Neben seines ... öhm ... jugendlichen Alters und der Tatsache, dass ich eben auch nicht die Zeit finde, ständig auf unzähligen anderen Blogs mitzulesen, liegt es wohl noch an etwas anderem.
Mein Blog ist ... eigenwillig. Es geht nicht nur ums Lesen, sondern auch ums Schreiben. Rezensionen gibt es immer wieder mal, aber nicht so viele wie anderswo, und vor allem rezensiere ich oft eher etwas abseits der Bestsellerlisten. Als ich in meinem ersten Beitrag hier geschrieben habe, dass ich fast alles quer durchs Gemüsebeet lese, war das mein Ernst und bereits ein Hinweis darauf, was für Rezensionen man hier finden wird. Obwohl mein Herz vor allem für phantastische Literatur schlägt, lese und rezensiere ich quer durch alle Genres und auch nicht nur aktuelle Bücher. Und damit liege ich häufig neben dem Trend und auch abseits von dem, was in vielen (nicht allen!) Blogs vorzugsweise gelesen wird. Womit ich jetzt auf keinen Fall etwas gegen diese Blogs oder gegen aktuelle Bestseller sagen möchte!
Umgekehrt aber bin ich meistens doch so sehr Leserin von "anspruchsloser" und "Massen"literatur, dass wohl viele Verfechter "richtiger" Literatur bei meinem Blog eher die Nase rümpfen.
Manchmal habe ich also das Gefühl, seltsam zwischen den Stühlen zu sitzen.

Aber wisst ihr was: Das macht mir nichts! Ich werde auch weiterhin so weitermachen wie bisher. Wenn ich ältere oder einfach nur unbekannte Bücher rezensieren möchte, dann tu ich das. Und wenn sich ein Mainstream-Buch als geniale Perle erweist, dann werde ich auch darüber schreiben, ohne dass ich mir deshalb den Schuh anziehe, eine "Mitläuferin" zu sein. Ich mag nämlich weder mich noch meinen Blog in eine Schublade pressen lassen.
Oder anders gesagt: Meine Rezensionen hier entsprechen nun mal meinen Interessen - sprunghaft, nicht auf ein bestimmtes Genre konzentriert, manchmal vor Begeisterung überschlagend und manchmal tief enttäuscht und entsprechend negativ.

Wenn ich damit zumindest eine Handvoll Mitleser erfreuen und unterhalten kann, hab ich mein Ziel schon erreicht. Und selbst wenn nicht - ich Labertasche hab ja auch selbst einfach Spaß an meinem Blog. :-)

Die Sache mit den Challenges

Bücher-Challenges - das ist doch schon irgendwie eine seltsame Sache, oder? Warum macht man so etwas?
Nun ja, für die meisten geht es darin in erster Linie um den SuB-Abbau. Wenn man sich meine Listen ansieht und wieviele Bücher da jeweils von meinem SuB sind, merkt man schon, dass das bei mir nicht so sehr der Fall ist. Was soll das also? Warum lese ich nicht einfach irgendwie Kraut und Rüben, wie es mir gerade Spaß macht?
Zum Einen bin ich ein totaler Listenfan und liebe es, Sachen abhaken zu können. Zum Anderen war ich jahrelang daran gewöhnt, in meinem Studium nach Bücherlisten zu lesen. Darunter waren oft Bücher, die ich nicht so toll fand, aber auch viele Perlen, die ich sonst vielleicht nie gelesen hätte. Jetzt aber bin ich etwas faul geworden, was Klassiker betrifft. Weshalb ich mich also für die Klassiker-Challenge entschieden habe, liegt auf der Hand. Und bei der English-Challenge geht es logischerweise darum, meine Sprachkenntnisse wieder etwas aufzupolieren.

Warum aber die Historien-Challenge? Anfangs fand ich es reizvoll, Romane aus diversen Epochen zu lesen. Mittlerweile muss ich aber zugeben, dass ich nahe daran bin sie hinzuschmeißen. Das liegt in erster Linie an der - meiner Meinung nach - extremen Mittelalter-Gewichtung. Wenn man die Kreuzzüge dazurechnet, sind es 4 (!) Bücher für das Mittelalter. Für die Antike, eine ähnliche Zeitspanne, ist es nur ein verpflichtendes Buch.
Wenn man sich ansieht, wie groß der Anteil von Mittelalter-Büchern unter den historischen Romanen ist, mag diese Gewichtung durchaus gerechtfertigt sein. Allerdings hängt mir gerade deshalb das Mittelalter dermaßen zum Hals raus! Und dann auch noch die Kreuzzüge ... Ich bin kein Mensch, der nur Friede-Freude-Eierkuchen-Bücher lesen mag, aber der religiöse Fanatismus der Kreuzzüge frustriert mich und reibt mich dermaßen auf, dass ich eigentlich nicht mehr in diese Epoche eintauchen möchte (früher hab ich da einiges gelesen).
Vorerst werde ich die Challenge noch nicht hinschmeißen (wer mich kennt, weiß ja, wie sehr ich es hasse etwas hinzuschmeißen). Wenn ich nur das Minimum lese (ohne Sachbücher) sind es nur noch 9 Romane, was eigentlich nicht die Welt ist. Und das Mittelalter kann ich ja erst mal nach hinten schieben. Aufgeben kann ich im September immer noch.

Trotzdem: Von jetzt an werde ich mir wirklich genau überlegen, ob und bei welchen Challenges ich mitmachen werde.

Samstag, 8. Januar 2011

Mein Schreibjahr 2010

Nach dem Rückblick auf mein Lesejahr folgt nun noch einer auf mein Schreibjahr. Im August habe ich von meinem Jahresprojekt, dem vom Tintenzirkel ins Leben gerufenen T12, erzählt. Nochmal zur Erinnerung: Es ging darum, innerhalb eines Jahres eine bestimmte Anzahl von Wörtern - in meinem Fall 250.000 - zu schreiben.
Nun, mit 250.413 Wörtern hab ich mein Ziel knapp erreicht. :-)
Allerdings ging das ganze durchaus an meine Substanz - im Dezember, als mir schon nicht mehr viel gefehlt hat, habe ich kaum etwas geschrieben, jetzt im Jänner noch gar nichts. Oder anders ausgedrückt: Nach der vielen Schreiberei im Jahr 2010 und dem NaNo war ich sozusagen urlaubsreif.

Aber was hab ich da eigentlich so alles geschrieben? Im Wesentlichen habe ich an 4 Romanen gearbeitet:

- Polarnacht: Ein Jugend-Fantasyromn, der seit 2007 in einer etwas konfusen Rohfassung vor sich hinvegetierte. Ich habe einige Kapitel nochmal komplett neu geschrieben und dem Roman damit teilweise eine neue Richtung verpasst. Für 2011 hab ich mir vorgenommen, ihn endlich mit Hilfe von Betalesern ordentlich zu überarbeiten.

- Bühnenzauber: Mit diesem Roman habe ich 2009 erfolgreich den NaNo bestritten. Mit 50.000 Wörtern war dieser Roman aber noch nicht zu Ende, und so habe ich 2010 den Rest geschrieben. Auch hier habe ich mir vorgenommen, ihn in diesem Jahr anständig zu überarbeiten.

- Die Göttersteine: Mein langjähriges Monsterprojekt. Ich habe nicht nur einiges daran weitergeschrieben, sondern musste auch einige alte Kapitel nochmal komplett neuschreiben, weil mich der extrem komplexe Plot mit den verwickelten Handlungssträngen mal wieder zu Umplanungen gezwungen hat. Aktuell zählt der Roman schon über 150.000 Wörter und ist nicht mal annähernd fertig. Ich plane natürlich, daran in diesem Jahr weiterzuschreiben (und ihn vielleicht sogar zu beenden).

- Der Nachtjäger: Meinen Kampf mit diesem Urban-Fantasy-Roman konntet ihr ja im November 2010 live auf diesem Blog mitverfolgen. Ich weiß noch nicht recht, wohin ich damit wirklich will und werde wohl noch mehr Abstand dazu brauchen, ehe ich mich diesem Projekt überhaupt wieder widmen kann.

Daneben habe ich noch die eine und andere Kurzgeschichte für Wettbewerbe begonnen (aber leider keine davon beendet), ein Uralt-Projekt zu einem Ende geführt und einen (ausnahmsweise mal gar nicht phantastischen) Roman begonnen, zu dem ich bisher nur ein paar vage Ideen habe.
Wenn man nun noch "Die geraubte Seele" (NaNo 2008) dazunimmt, sieht man schon, dass ich einfach ein bisschen zu viele Projekte am Laufen habe.
Daher möchte ich nun auch unbedingt einen Teil meiner Romane in diesem Jahr fix und fertig überarbeiten. Ich hoffe, dass mir das gelingt - Überarbeiten ist nämlich nicht meine Stärke. Nicht zuletzt liegt das auch daran, dass ich bisher immer davor zurückgeschreckt bin, meine Werke endlich aus der Hand zu geben. Aber irgendwann kommt der Punkt, wo man ohne Testleser nicht mehr weiterkommt. Ich schätze, dass dieser Punkt bei mir nun erreicht ist. Drückt mir also die Daumen, dass ich meinen Sprung ins kalte Wasser - also nicht mehr nur für mich im stillen Kämmerchen zu schreiben - in diesem Jahr ohne größere Blessuren überstehe. ;-)

Mittwoch, 5. Januar 2011

I'm in ... English Challenge

So, was ich vor einigen Tagen schon angedeutet habe, ist jetzt fix: Ich mach bei der "I'm in ... English Challenge" mit.
Ins Leben gerufen von libromanie und BuchSaiten:


Die genauen Regeln könnt ihr dort nachlesen. Kurz gesagt geht es darum, jeden Monat mindestens ein englisches Buch zu lesen (es zählen auch Hörbücher und Graphic Novels). Tut man das nicht, ist im nächsten Monat noch zusätzlich ein "Strafbuch" zu lesen.
Eine fixe Leseliste gibt es bei mir nicht (hier hab ich allerdings schon mal ein paar Buch-Überlegungen angestellt), ich werde aber dann hier die jeweils gelesenen Bücher auflisten und die Rezensionen verlinken:


My English Books 2011

Jänner: Neil Gaiman - The Graveyard Book
Februar: Lucy Maud Montgomery - Anne of Green Gables
März: L. Frank Baum - The Wonderful Wizard of Oz
April: Victoria Holt - The Shivering Sands
Mai: Judith Lennox - Before the Storm
Juni: Dori Jones Yang - Daughter of Xanadu
Juli: George R.R. Martin - A Game of Thrones
August: Alan Bennett - The Uncommon Reader
September: Maggie Stiefvater - Forever
Oktober: John Green - Paper Towns
November: George R.R. Martin - A Clash of Kings
Dezember: Lloyd Alexander - The Black Cauldron

Dienstag, 4. Januar 2011

Mein Lesejahr 2010

Hier nun also ein Rückblick auf das Jahr 2010 - was und wieviel habe ich gelesen, wieviele Seiten waren es, wie habe ich die Bücher bewertet (Rezensionen sind verlinkt):

Januar (7 Bücher)
Das Jahr begann mit vielen Büchern, da ich in diesem Monat häufig Dienste hatte, bei denen ich gut lesen konnte.

Patricia McKillip, Mond über den Wassern (3/5)
Patricia McKillip, Auf den Schwingen des Mondes (4/5)
Ralf Schmitz, Schmitz' Katze (3/5)
Rebecca Gablé, Hiobs Brüder (4/5)
Diane Setterfield, Die dreizehnte Geschichte (5/5)
Sjoerd Kuyper, Der rote Schwan (3/5)
Agatha Christie, Feuerprobe der Unschuld (3/5)

Februar (2 Bücher)
Eine klägliches Ausbeute. In diesem Monat war die Endprobenzeit und die Premiere von "Der Sommernachtstraum", wo ich Regieassistentin war.

John Irving, Witwe für ein Jahr (3/5)
Adele Geras, Sommerlicht (3/5)

März (5 Bücher)
Ein durchschnittlicher Lesemonat

Eric-Emmanuel Schmitt, Hotel zu den zwei Welten (5/5)
Sergej Lukianenko, Ritter der vierzig Inseln (2/5)
Agatha Christie, Morphium (4/5)
Aryn Kyle, Die Sehnsucht eines Sommers (1/5)
Karin Fossum, Dunkler Schlaf (3/5)

April (4 Bücher)
Viel ging im April nicht, was vor allem daran lag, dass Pamuks "Museum der Unschuld" sich zog wie ein Strudelteig und mich eine Weile sehr gebremst hat.

Hope Mirrlees, Flucht ins Feenland (5/5)
Orhan Pamuk, Das Museum der Unschuld (3/5)
Theodor Storm, Der Schimmelreiter (3/5)
Patrick Dunne, Die Keltennadel (3/5)

Mai (5 Bücher)

Daniel Glattauer, Darum (4/5)
Kai Meyer, Dschinnland (5/5)
Agatha Christie, Das krumme Haus (3/5)
Peter S. Beagle, Der Zauberer von Karakosk (3/5)
Judith Lennox, Der einzige Brief (4/5)

Juni (3 Bücher)
Im Juni ging nicht viel, da ich einerseits ein Referat über meine Doktorarbeit vorbereiten musste und andererseits einige Dienste bei den Festwochen hatte.

Kai Meyer, Wunschkrieg (5/5)
Kai Meyer, Glutsand (3/5)
Paolo Giordano, Die Einsamkeit der Primzahlen (4/5)

Juli (2 Bücher)
Was für ein Sommerloch! Im Juli habe ich nicht nur das Knüpfen sehr intensiv wieder für mich entdeckt, sondern auch relativ viel geschrieben.

Peter S. Beagle, Das indische Nashorn (3/5)
Nick Lake, Im Königreich der Kälte (3/5)

August (6 Bücher)
Das Sommerloch war vorbei, was nicht zuletzt daran lag, dass ich die großartige Ju Honisch für mich entdeckt habe.

Ju Honisch, Das Obsidianherz (5/5)
Lee Carrell, Die Shakespeare-Morde (2/5)
Gerald Morris, Der kecke Knappe und sein König (2/5)
Johann Nepomuk Nestroy, Einen Jux will er sich machen (4/5)
Ju Honisch, Salzträume 1 (5/5)
Ju Honisch, Salzträume 2 (4/5)

September (11 Bücher)
Der Monat meines ersten 24h-read-a-thon, wie man auch an der Anzahl der gelesenen Bücher merkt. ;-)

Nina Blazon, Faunblut (5/5)
Alan Garner, Feuerfrost (3/5)
Raimund, Der Bauer als Millionär (2/5)
Ursula Poznanski, Erebos (4/5)
Daniela Knor, Nachtreiter (4/5)
Jostein Gaarder, Die Frau mit dem roten Tuch (Hörbuch) (4/5)
Daniela Knor, Sternenwächter (4/5)
Agatha Christie, Der unheimliche Weg (4/5)
Carolyn Haines, Das Mädchen im Fluss (3/5)
Astrid Lindgren, Brødrene Løvehjerte (5/5)
Gesa Schwartz, Grim: Das Siegel des Feuers (3/5)

Oktober (7 Bücher)
Das Lesefieber hielt an und glücklicherweise hab ich in der Arbeit nun eine Position, bei der ich auch recht viel zum Lesen komme.

Paul Auster, Die Nacht des Orakels (3/5)
Vicki Baum, Menschen im Hotel (Hörbuch) (4/5)
Agatha Christie, Fata Morgana (3/5)
Suzanne Collins, The Hunger Games (5/5)
Maxime Chattam, Alterra (Hörbuch) (2/5)
Suzanne Collins, Catching Fire (5/5)
Suzanne Collins, Mockingjay (4/5)
Barry Unsworth, Die Masken der Wahrheit (3/5)

November (4 Bücher)
Durch den NaNoWriMo musste ich beim Lesen wieder ein wenig zurückschrauben.

Robert Harris, Titan (4/5)
Maggie Stiefvater, Shiver (4/5)
Peter Robinson, In einem heißen Sommer (3/5)
Eva Baronsky, Herr Mozart wacht auf (4/5)

Dezember (7 Bücher)
Dank der Weihnachtspause im Theater hatte ich nun wieder einige Zeit zum Lesen.

Nina Blazon, Der Maskenmörder (2/5)
Dai Sijie, Balzac und die kleine chinesische Schneiderin (5/5)
Patrica McKillip, Die vergessenen Tiere von Eld (5/5)
Ian McEwan, Saturday (Hörbuch) (2/5)
Andreas Eschbach, Das Jesusvideo (4/5)
Brandon Mull, Fabelheim (Hörbuch) (3/5)
Polly Shulman, Die geheime Sammlung (4/5)


Das bedeutet, dass ich im Jahr 2010 insgesamt 63 Bücher gelesen bzw. gehört habe. Das ist seit dem Beginn meiner Lese-Statistiken 2004 die Höchstzahl. Annähernd so viel habe ich nun 2005 gelesen - das war das Jahr, in dem ich für ein Semester in Oslo war, wo ich recht viel Zeit fürs Lesen hatte und außerdem auch sehr viel für die Uni lesen "musste".
Für meine gesteigerte Lesebegeisterung ist maßgeblich dieser Blog und der Austausch mit anderen Bücherbloggern verantwortlich. Danke euch allen für inspirierenden Austausch und eure ansteckende Liebe zu Büchern!

Und nun noch ein paar abschließende Zahlen:
- gelesene Bücher: 63
- gelesene Seiten: 21.894 (Hörbücher nicht mitgerechnet, da es großteils gekürzte Fassungen waren)
- Highlights (Bewertung mit 5 Punkten): 12 Bücher
- Flops (Bewertung mit 1 Punkt): 1 Buch (Romane, die ich wirklich schlecht finde, lese ich gewöhnlich nicht zu Ende)
- abgebrochen (nicht in der Liste mit aufgeführt und auch nicht bewertet): 2 Bücher 
- durchschnittliche Wertung: 3,6