Samstag, 26. März 2011

L. Frank Baum - The Wonderful Wizard of Oz

Lit2Go: MP3 Stories and Poems Genre: Kinderbuch
Dauer: ca. 4 Stunden (ungekürzte Lesung)
gelesen von: Rick Kistner
Meine Bewertung: 3 von 5 Sternchen

English-Challenge (März)

Ein Wirbelsturm trägt das Mädchen Dorothy und ihren Hund Toto in eine fremde Welt, wo sie auf eine Vogelscheuche, einen Mann aus Blech und einen feigen Löwen trifft. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg zu dem mächtigen Zauberer von Oz, damit er ihnen ihre Wünsche erfüllt: Dorothy möchte zurück nach Kansas, die Vogelscheuche hätte gern einen Verstand, der Blechmann wünscht sich ein Herz und der Löwe möchte keine Angst mehr haben.

Ich denke, viel mehr muss ich zum Inhalt nicht sagen, der ja sowieso gut bekannt sein dürfte. Es ist eigentlich ein arges Versäumnis, dass ich diesen Kinderbuchklassiker bisher nie gelesen habe. Vor langem habe ich zwar die Verfilmung gesehen, aber ich war davon nicht allzu begeistert.
Nun muss ich leider zugeben, dass ich mich auch mit dem Buch nicht wirklich anfreunden konnte. Vielleicht wäre es anders gewesen, wenn ich es als Kind gelesen hätte - allerdings lese ich auch jetzt ab und zu noch gern Kinderbücher und finde durchaus Gefallen daran.
Bei Oz wollte aber der Zauber nicht so recht überspringen. Es ist eine nette Geschichte mit skurrilen Wesen und witzigen Passagen, aber mitreißend fand ich sie nicht.
Dorothy war für mich überhaupt nicht greifbar - man erfährt über sie eigentlich nur, dass sie unbedingt zurück nach Kansas möchte, aber darüber hinaus bleibt sie als Figur sehr blass.
Mehr Charme hatten da ihre Begleiter, aber die ständigen Wiederholungen ermüdeten mich. In jedem Kapitel wird mehrmals erwähnt, dass die Vogelscheuche keinen Verstand hat, gern aber einen hätte - und dasselbe gilt auch für die Wünsche des Blechmannes und des Löwen.
Am besten hat mir an dem Roman die Figur des Zauberers gefallen, die mit einigen Überraschungen punktet und für unerwartete Wendungen sorgt.

Ansonsten würde ich den Roman als phantasievolles Märchen bezeichnen, in dem nicht immer alles so ist, wie man auf den ersten Blick denken würde. Kinder im Grundschulalter haben daran sicher ihre Freude - ich selbst hätte vielleicht den nostalgischen Blick einer frühen Oz-Liebhaberin gebraucht.

Auch die Lesung fand ich diesmal nicht so gelungen, da der Sprecher ziemlich nuschelt und dann auch noch das s ein bisschen lispelt. Als Tante einer kleinen Nichte, die derzeit wegen eines s-Fehlers Unterricht bei einer Logopädin hat, hatte ich ab und zu das dringende Bedürfnis, ihn auszubessern. Ich bin eben in meiner Familie schon darauf trainiert, bei meiner Nichte immer darauf zu achten, ob sie das s richtig spricht. ;-)
Insgesamt hat mir das auch ein wenig das Hörvergnügen geraubt - und mir wieder einmal gezeigt, wie wichtig die Stimme des Sprechers ist.

Alles in allem vergebe ich 3 Sternchen für eine unterhaltsame Geschichte, die mich aber nicht wirklich in ihren Bann gezogen hat.

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