Montag, 24. Oktober 2011

John Green - Paper Towns


Genre: Jugendroman
Seiten: 320
Verlag: Speak
ISBN: 978-0142414934
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternchen

English-Challenge  (Oktober)



Jahrelang scheint für Quentin die Nachbarstochter Margo unerreichbar zu sein. Er, der in der Schule eher zu den Außenseitern gehört, schwärmt für die beliebte, abenteuerlustige Margo stets nur aus der Ferne. Bis sie eines nachts bei seinem Zimmerfenster auftaucht und ihn zu einer absurden Tour mitnimmt, bei der Quentin Dinge macht, die er sonst nie gewagt hätte. Aber das eigentliche Abenteuer beginnt erst, als Margo danach plötzlich verschwunden ist.

Paper Towns ist eine rasante Roadnovel, eine Schnitzeljagd und zugleich auch ein sehr schöner Roman über Freundschaft und das Erwachsenwerden. Quentin mag zwar in der Schule nicht zu den Beliebtesten zu gehören, aber er hat zwei Freunde, die mit ihm - trotz mancher Auseinandersetzungen - durch dick und dünn gehen.
Dieses Dreiergespann zu begleiten, macht unheimlich viel Spaß. In manchen Punkten sind Quentins Freunde vielleicht ein bisschen zu skurril und wirken dadurch beinahe etwas comichaft überzeichnet, aber dennoch sind sie auf ihre Weise sehr sympathisch und in ihren Handlungen auch nachvollziehbar. Nicht ganz so gut konnte ich hingegen nachvollziehen, wie problemlos Margos Freundin Lacey sich auf einmal in die kleine Dreierclique eingliedert - das ging mir ein wenig zu schnell.

Bei der Suche nach Margo, die nicht ganz die Person zu sein scheint, als die sie sich immer nach außen gezeigt hat, schlägt der Roman oft auch ernstere Töne an. Manche Szenen sind richtiggehend beklemmend und ließen mich sogar nachts um 2 Uhr noch atemlos weiterlesen.
Die ganze Suche nach Margo mithilfe der Hinweise, die sie selbst hinterlassen hat, ist also großteils sehr spannend. Durch Quentins Überlegungen über sie und ihr wahres Ich kommt auch eine durchaus tiefsinnigere Ebene in den sonst eher flockig-leichten Roman. Stellenweise wird man wirklich zum Nachdenken angeregt, was ich sehr schön fand.

Mir hat "Paper Towns" wirklich sehr gut gefallen, und wenn ich nicht manche Handlungen der Figuren etwas unmotiviert gefunden hätte und vom Ende ein wenig enttäuscht gewesen wäre (ich habe mir da einfach "mehr" erwartet und fand es ein wenig oberflächlich), hätte ich dem Roman ohne zu zögern 5 Sternchen gegeben.
So sind es dann doch nur 4 geworden (allerdings mit einer deutlichen Tendenz nach oben), was allerdings nichts daran ändert, dass ich den Roman allen, die gern Jugendliteratur lesen, wärmstens empfehle.

Kommentare:

  1. Interessanterweise kann ich mich an Lacey auch gar nicht richtig erinnern. (Übrigens ist mein Gedächtnis für Buchinhalte furchtbar schlecht.)
    Aber schön, dass dir das Buch ansonsten gefallen hat.

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  2. Mit dem Ende hat John Green die Geschichte für mich auch etwas versaut, irgendwie hatte ich mir von dem Autor einfach mehr erwartet. Gerade nach diesem Rennen gegen die Zeit hätte der Schluss noch etwas mehr Biss vertragen können. So hatte ich das Gefühl, dass der Autor Spannung aufbaut und dann das Potenzial am Ende verpuffen lässt.

    Aber grundsätzlich mag ich seine Geschichten einfach! :)

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