Mittwoch, 30. November 2011

Michail Bulgakow - Der Meister und Margarita


Genre: Phantastik/Satire
Seiten: 512
Verlag: Sammlung Luchterhand
ISBN: 978-3630620930
Meine Bewertung: 4,5 von 5 Sternchen

Klassiker-Challenge (Russland)



An einem Frühlingstag in Moskau führen zwei Literaten an den Patriarchenteichen eine Diskussion über Jesus, als sich plötzlich ein seltsamer Mann in ihr Gespräch einmischt. Er nennt sich Voland, gibt sich als Zeitgenosse von Pilatus aus und prophezeit einem seiner Gesprächspartner seinen baldigen Tod. Als diesem tatsächlich bei einem Unfall der Kopf vom Rumpf getrennt wird, ist das nur der Beginn einer Serie von kuriosen und furchterregenden Begebenheiten rund um Voland und seine Helfer, die Moskau ins völlige Chaos stürzen. 
Parallel dazu wird die Geschichte des "Meisters" erzählt, der einen Roman über Pontius Pilatus schrieb und nun im Irrenhaus vor sich hinvegetiert. Aber seine Geliebte Margarita ist nicht bereit ihn aufzugeben - und begibt sich in die Hände des Teufels, um ihn wiederzubekommen.

Obwohl Bulgakow den Roman bereits 1940 beendete, wurde er erst 1966 veröffentlicht (die erste Fassung wurde verbrannt) - und auch da nur stark von der Zensur gekürzt. Heute zählt der Roman hingegen zu den Meisterwerken der russischen Literatur des 20. Jahrhunderts. Auf satirische (und manchmal auch einfach nur albern-witzige) Weise prangert Bulgakow das Leben in Moskau zu seiner Zeit mit seiner starren Bürokratie und der ständigen Überwachung an. 
Wer sich hier gut auskennt, hat es sich leichter beim Lesen und versteht so manche Begebenheiten wohl auch besser. Ich selbst bin mit den Zuständen der Sowjetunion in den 1930er Jahren nicht allzu sehr vertraut, wie ich zugeben muss, hatte aber mit keinen großen Verständnisschwierigkeiten zu kämpfen.
Meine Schwierigkeit waren vielmehr die Personen und ihre Namen. Dazu muss ich sagen, dass ich den Roman vor zwei Jahren schon mal begonnen hatte, dann aber nicht zum Weiterlesen gekommen bin und irgendwann nicht mehr hineinfinden konnte. Nun habe ich den Roman erneut ganz von Anfang an gelesen, und die ersten Kapitel, die ich schon kannte, fand ich nun deutlich leichter zu lesen und all die Figuren, die darin vorkommen, leichter auseinanderzuhalten. Etwa bei der Hälfte des Romans musste ich aber zeitbedingt wieder eine Pause einlegen, und als ich dann weitergelesen habe, kamen mir im Kopf schon wieder all die russischen Namen durcheinander.
Es ist also sicher empfehlenswert, den Roman eher zügig durchzulesen oder aber sich zu Beginn ein paar Namen zu notieren.

Man muss Bulgakows Roman also schon sehr aufmerksam lesen, auch wenn er sprachlich nicht besonders anspruchsvoll ist. Aber wenn sich am Ende alles ineinander fügt und einzelne Handlungsstränge aufgelöst werden, ist es etwas ungünstig, wenn man die Namen teilweise nicht mehr zuordnen kann.
Das ist jetzt nicht direkt eine Kritik an dem Roman, sondern eher an meinem eigenen Leseverhalten, aber es hat doch das Lesevergnügen ein wenig beeinträchtigt.

Ansonsten besticht der Roman vor allem durch seine zahlreichen Ebenen: Es ist ebenso eine Allegorie und eine Satire wie die Geschichte eines Teufelspaktes und ebenso eine Liebesgeschichte wie ein historischer Roman, da die Erzählung des Meisters über Pilatus ebenfalls in die Handlung eingeflochten ist. Diese Kapitel fand ich sogar am stärksten, da Bulgakow hier eine wirklich spannende Interpretation der biblischen Geschichte liefert. Auch die Szenen, als Voland und seine Helfer Moskau durcheinanderwirbeln, sind grandios zu lesen, während die Geschichte um Margarita und den Meister meiner Meinung nach etwas schwächer ausfällt.
Dennoch ist der Roman als Ganzes sehr zu empfehlen und erhält von mir 4,5 Sternchen.

In Russland hat Bulgakow übrigens eine riesige Fan-Gemeinde. Es gibt Festivals und Veranstaltungen zu Ehren des Autors, der Roman wurde für Film und Bühne mehrfach adaptiert und einer der Handlungsorte des Buches (die Wohnung Nr. 50 in der Sadowaja 302b) ist eine regelrechte Pilgerstätte geworden. Schade, dass der Roman hierzulande doch recht unbekannt ist - er hätte auf alle Fälle mehr Aufmerksamkeit verdient!

Montag, 28. November 2011

Plaudereien am Montag

Da heute Montag ist, kann ich diesen Beitrag nicht mehr "Sonntagsgeplauder" nennen, aber er gehört eigentlich genau in diese Kategorie. ;-)

Schreibgeplauder
Soviel Neues gibt es da momentan nicht zu sagen. In den nächsten Tagen gibt es von mir ja noch ein NaNo-Fazit, aber derzeit bin ich vor allem damit beschäftigt, die 60.000 voll zu bekommen. Momentan bin ich noch etwas unentschlossen, wie ich danach weitermachen soll. Nun, da ich soviel an den Göttersteinen geschrieben habe, möchte ich natürlich dranbleiben und sie wirklich auch mal beenden. Da noch so einige schwierige/mühsame Szenen vor mir liegen, weiß ich, dass das nur klappt, wenn ich mir ein bestimmtes Pensum vornehme. Allerdings war es die letzten Tage schon sehr stressig und ich habe auch im Dezember sehr viele Dienste. Da ich noch Weihnachtsgeschenke basteln möchte und auch gern wieder mehr zum Lesen kommen würde, weiß ich nicht, ob ich da überhaupt regelmäßig zum Schreiben komme.
Nun ja, mal schauen. Zumindest möchte ich jetzt keine ewige Pause mehr bei den Göttersteinen machen, jetzt, wo es eigentlich ganz gut läuft.

Lesegeplauder
Ja, da tut sich bei mir gerade nicht so viel. Ich bin jetzt aber fast mit "Der Meister und Margarita" durch - demnächst gibt es hier also auch endlich mal wieder eine Rezension.
"Das Lied der Banshee" hat sich inzwischen sehr enttäuschend entwickelt. Hätte ich den Roman nur ausgeliehen, würde ich ihn vielleicht sogar abbrechen. So werde ich ihn weiterlesen, aber ich bin ganz und gar nicht begeistert.
Deutlich besser gefällt mir da "Todesopfer" von Sharon Bolton, ein Krimi, den ich nun auch noch parallel angefangen habe. Leider ist der Roman zumindest in einem Punkt sehr schlecht recherchiert (zumindest ist es mir in einem Punkt aufgefallen, da es sich dabei um eins meiner Fachgebiete handelt), aber die Ich-Erzählerin ist ganz große Klasse und auch sonst gefallen mir die Figuren darin ziemlich gut.

Bewertungen
Letzte Woche hab ich geschrieben, dass ich vielleicht auf ein zehnstufiges Bewertungssystem umsteigen möchte. Ich bin mir mittlerweile ziemlich sicher, dass ich das machen werde, überlege aber nun wirklich, ob ich nicht auch meine bisherigen Rezensionen rückwirkend anpassen soll. Ich hatte da ja einige Bücher, wo ich eine Zwischenstufe gebraucht hätte.
Aber damit werde ich mich auseinandersetzen, wenn ich wieder etwas mehr Zeit habe.

Lovelybooks-Leserpreis 2011
Viele Blogger haben in der letzten Zeit über den Lovelybooks-Leserpreis berichtet. Ich hatte - wie so oft bei solchen Preisen - das Problem, dass ich in den meisten Kategorien nicht mit abstimmen konnte, da ich einfach zu wenig wirklich aktuelle Bücher lese.
Aber nun, da die Sieger feststehen, freue ich mich unglaublich darüber, dass ein Forumskollege unter den Siegern ist. Ich selbst konnte leider nicht für sein Buch stimmen, da ich es noch nicht gelesen habe, aber es steht schon seit dem Erscheinen auf meiner Wunschliste und nun freue ich mich umso mehr darauf, es hoffentlich bald in meinen Händen halten zu können.
Also auch hier nochmal eine ganz herzliche Gratulation an Thomas Elbel, der mit "Asylon" sogar Kai Meyers dritten Arkadien-Band auf den 2. Platz verwiesen hat. Ich freue mich riesig für dich!

Reading-Countdown 2012 von El Tragalibros
Ich bin schon seit einer Weile am Überlegen, ob ich nicht noch bei einer Kurzzeit-Challenge, dem Reading-Countdown 2012 von El Tragalibros mitmache. Dabei geht es einfach darum, eine Liste von (beliebigen) Büchern zu erstellen, die man noch bis Ende dieses Jahres lesen möchte. Und ich als Listenfan ...
Allzu viel würde ich mir da ja aus Zeitgründen nicht vornehmen, aber da ich meinen SuB ja noch unter 30 bekommen möchte (trotz Weihnachtsbücher!), wäre das durchaus eine spannende Sache. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich demnächst wirklich nach einer Liste lesen möchte, aber andererseits habe ich einige Bücher, die ich sowieso bald lesen möchte (weil sie ausgeliehen oder für Challenges sind) und ich liebe es ja immer so, wenn ich etwas abhaken kann. ;-) Und zumindest nach Weihnachten hätte ich mal für 2-3 Tage wirklich viel Zeit zum Lesen.
Also ich überlege es mir noch.

Samstag, 26. November 2011

Mal wieder ein paar Suchbegriffe

Tut mir Leid, ich komme momentan kaum zum Bloggen. Ich habe derzeit so viele Dienste, und wenn ich zuhause bin, nutze ich noch immer meine Zeit in erster Linie zum Schreiben.
Aber ab nächster Woche wird sich hier hoffentlich wieder etwas mehr tun.

Damit hier inzwischen nicht komplette Leere herrscht, präsentiere ich euch wenigstens ein paar der lustigeren Suchbegriffe, die sich in letzter Zeit bei mir angesammelt haben:

intriganter mitbewohner
Ähm ... nein, ich hab zwar eine Mitbewohnerin, aber die ist nicht intrigant.

warum lese ich thomas mann
Ich weiß nicht? Schullektüre? Interesse? Ein gewisser Masochismus (zumindest, wenns um den Zauberberg geht)?

buddenbrooks nicht lesen
Okay, was genau sucht man mit diesen Begriffen? Einen Grund, die Buddenbrooks nicht zu lesen? Einen Weg, wie man es schafft, den Roman nicht zu lesen und dennoch in der Schule darüber etwas sagen zu können? Der Roman ist aber gar nicht so schlimm - ehrlich nicht!

kings landing deutsch
Oje, ich will es gar nicht noch einmal schreiben, aber die Übersetzung lautet: Königsmund.

jacqueline wilson girls in love wie viele seiten
Okay, manchmal landen Leute mit Suchanfragen bei mir, die mir wirklich ein großes Fragezeichen ins Gesicht treiben. Weder über die Autorin (die mir nichts sagt) noch über den Roman (der mir auch nichts sagt) habe ich jemals gebloggt. Und wieviele Seiten das Buch hat, weiß ich demnach auch nicht.

welchen charakter soll meine figur haben
Äääääähhh? Wer soll das wissen, wenn nicht der Autor selbst? Und warum googelt man sowas?

Mein Dauerbrenner unter den Suchanfragen ist übrigens weiterhin - unangefochten an der Spitze - "robert harris cicero band 3". Wirklich, ich schau regelmäßig, ob es schon einen Erscheinungstermin gibt, aber leider, leider ...
Naja, ansonsten sind die Suchanfragen bei mir in letzter Zeit eher langweilig. Schade, ich freu mich immer über kuriose Kombinationen.

Übrigens frage ich mich, ob ich wohl der einzige Mensch bin, der sogar bei der Suche im Internet korrekte Groß- und Kleinschreibung verwendet. Aber gut, ich mach das ja sogar bei sms. ;-)

Montag, 21. November 2011

Huch, wie hab ich das denn gemacht?

Lenkt alle mal eure Blicke nach links auf meinen kleinen Wordcount. Was seht ihr da? Ja, genau, ich hab die 50.000 Wörter, und das am 21. November. *blinzel*
Ich bin gerade ein kleines bisschen baff. Natürlich, ich bin dieses Jahr wirklich sehr gut in der Zeit gelegen und hatte schon länger den geheimen Wunsch, den NaNo zu schaffen, noch ehe morgen eine sehr dienstreiche Zeit beginnt, aber ich habe nicht gedacht, dass ich das wirklich hinbekomme.
Heute habe ich über 4.000 Wörter geschrieben, was schon ziemlich irre ist, da ich normalerweise schon mit deutlich weniger an meine Grenzen stoße. Jetzt im Moment fühle ich mich allerdings tatsächlich etwas leergeschrieben. Ich möchte ja noch die 60.000 erreichen, aber grundsätzlich bin ich froh, wenn ich es ab morgen etwas langsamer angehen kann.

Ja, hm, ein ausführliches Fazit über diesen NaNo gibt es dann Ende November - bis dahin kann ich vielleicht auch eher abschätzen, wie zufrieden ich eigentlich mit dem bin, was ich in den letzten Wochen so geschrieben habe. Jetzt kann ich das nämlich gerade gar nicht einschätzen.
Jetzt gilt fürs erste nur: Ich hab den NaNo geschafft!

Sonntag, 20. November 2011

Sonntagsgeplauder #7

Schreibgeplauder
Meine kleine Krise ist überwunden und im NaNo läuft es jetzt wieder ganz gut. Leider nähere ich mich mal wieder mit Riesenschritten einigen Plotlöchern und kann nur hoffen, dass mir dafür entweder noch etwas einfällt oder der Rest des Plots noch für den November ausreicht.
Für die 50.000 reicht er bestimmt noch, aber da es so gut läuft und ich dieses Ziel voraussichtlich in den nächsten zwei Tagen erreichen werde, habe ich mir 60.000 bis zum Ende des Novembers vorgenommen. Falls ich das schaffe, schenk ich mir zur Belohnung ein DVD-Boxset (mit BBC-Verfilmungen von drei Gaskell-Romanen), und da ich das unbedingt haben will, muss ich mich also ranhalten. ;-)

Lesegeplauder
Man werfe einen Blick nach links und sehe, dass "A Clash of Kings", das dort seit langer, langer Zeit mein "Ich lese gerade"-Feld zierte, nun von dort verschwunden ist. Ja, ich habe die gut 1000 Seiten bezwungen (wenn ich doch nur nicht so langsam bei englischen Büchern wäre!) und gestern auch gleich eine Rezension geschrieben. Auch "Trix Solier" habe ich zu Ende gehört, aber ich fand den Roman nicht besonders toll und hake damit das Kapitel Lukianenko wohl eher für mich ab (da ich schon "Die Ritter der vierzig Inseln" sehr schwach fand).
Mit "Der Meister und Margarita" werde ich noch ein bisschen länger beschäftigt sein, aber da ich es einfach nicht schaffe, nur ein Buch zu lesen, habe ich nun parallel mit "Das Lied der Banshee" von Janika Nowack begonnen, deren Heldin mich gleich einmal positiv überrascht hat. Ich hoffe mal, dass das so bleibt.

Bloggeplauder
Ich habe nun oben den Link zur Buddenbrooks-Leserunde rausgenommen, da dort nach dem 1. Kapitel eigentlich außer mir niemand mehr aktiv war. Der kleine Blog, den ich dafür eingerichtet habe, besteht natürlich noch weiter und wer weiß, vielleicht bekomme ich ja doch irgendwann noch eine Benachrichtigungs-Mail, dass dort jemand einen Kommentar hinterlassen hat.
Ob dafür oben eine neue Rubrik einzieht, weiß ich noch nicht. Mir schweben momentan ein paar im Kopf herum, aber mal sehen ...

SuB-Geplauder
An mein Buchkauf-Verbot halte ich mich weiterhin brav, und so ist der einzige Neuzugang auf meinem SuB ein geliehenes Buch - "Das Hamlet-Komplott" von Robert Löhr. Allerdings muss ich morgen ein paar Bücher in die Bücherei zurückbringen und ich hoffe, ich kann mich davon abhalten, dass dich dort wieder ganze Stapel mitnehme. Ich will doch meinen SuB bis Jahresende noch deutlich reduzieren (zumal zu Weihnachten ohnehin wieder ein paar Bücher dazukommen werden).
Aber alles in allem bin ich doch hoffnungsvoll, dass ich ihn bis Ende Dezember noch auf einen Stand unter 30 bekomme - und da sollte er dann auch tunlichst bleiben. Wobei ich noch einmal betonen muss, dass auf meinem SuB noch uralte Buchgeschenke und ebenso alte Flohmarktfunde sind, bei denen ich wirklich nicht weiß, ob ich sie noch jemals lesen werde. Eventuell muss ich da in nächster Zeit doch noch einmal energisch aussortieren.

Und sonst so?
Caroline und Tine haben es vorgemacht und ich überlege schon länger, ob ich nachziehen soll: Und zwar haben sie ihr Bewertungssystem geändert - Caroline auf ein sechs- und Tine auf ein zehnstufiges. Auch ich bin eigentlich mit meinen 5 Sternen nicht ganz zufrieden, da mir feinere Abstufungen fehlen. Bisher bin ich dennoch dabei geblieben, da ich eine Buchverwaltungssoftware (Bookpedia) verwende, die ebenfalls nur eine Bewertung von 1-5 Sternen ermöglichte. Und da ich es gern einheitlich habe, gab es also bislang dasselbe System auf meinem Blog. Nun gibt es aber von der Bookpedia eine neue Version und es können neuerdings auch halbe Sterne vergeben werden. Ich überlege also, ob ich meinen Blog anpassen soll. Allerdings gefällt es mir nicht recht, solche Dinge mittendrin zu ändern (ich bin in manchen Dingen ja ein fürchterlicher Ordnungs-Freak) und ich weiß nicht recht, ob ich den Nerv habe, meine bisherigen Bewertungen dahingehend anzupassen.
Vielleicht beginne ich einfach das neue Jahr mit einem zehnstufigen Bewertungssystem, wobei ich ja auch bei lovelybooks bin und es dort nur 5 Sterne gibt .... jaaaa, wie gesagt: Ich hab es gern einheitlich. Ich muss mir das also noch ein wenig durch den Kopf gehen lassen.
Davon abgesehen will ich schon seit ungefähr einem Jahr entsprechende Grafiken erstellen (und zwar nicht unbedingt Sterne, sondern etwas, das mehr zu meinem Blog passt), aber irgendwie geht da nichts weiter ...

Apropos Grafiken: Auch meine geplante Challenge mit den Themen/Motiven in der Literatur nimmt langsam Formen an, aber auch hier fehlen mir noch eine passende Grafik sowie ein griffiger Titel. Da ich eigentlich die Challenge gern mit dem 1.1.2012 starten wollte, muss ich mich hierum also schleunigst kümmern.

Samstag, 19. November 2011

George R. R. Martin - A Clash of Kings

Genre: Fantasy
Seiten: 1040
Verlag: Bantam
ISBN: 978-0553579901
Meine Bewertung: 5 von 5 Sternchen

English-Challenge  (November)
2. Chance Challenge 


Achtung: Diese Rezension enthält große Spoiler zum 1. Band!

Es gibt selten Bücher, bei denen der Titel den inhaltlichen Kern so gut zusammenfasst wie dieser hier. Nach dem Tod von Robert Baratheon und der Hinrichtung Eddard Starks herrscht Krieg, denn mehrere Könige kämpfen darum, ihre Ansprüche durchzusetzen: Robb Stark, Renly und Stannis, die Brüder von Robert und natürlich auch sein vermeintlicher Sohn Joffrey. Jenseits der Meerenge ist da noch Danaerys Targaryen, die Mutter der Drachen, die weiterhin den Thron der Sieben Königreiche als ihr Ziel hat. Und schließlich bekommen es im Norden Jon Snow und seine Brüder der Nachtwache mit Mance Rayder, dem King-Beyond-the-Wall, zu tun.

Diese Ereignisse erlebt man als Leser in erster Linie aus der Sicht der Stark-Kinder und Tyrion, aber es kommen auch zwei neue Perspektiven dazu. Alles in allem ist dieser Band aber mit seinen Handlungssträngen noch recht überschaubar, da man es ja doch in erster Linie mit bereits bekannten Figuren zu tun hat. 
"A Clash of Kings" schließt also fast nahtlos an den Vorgängerband an und so ist man auch schnell wieder in der Handlung drinnen. Insgesamt ist aber die Stimmung deutlich düsterer als noch bei "A Game of Thrones". Ich habe das Gefühl, dass mir das sogar beim Re-Read noch stärker aufgefallen ist als damals, als ich das Buch zum ersten Mal gelesen habe. Ich nehme mal an, das liegt daran, dass ich damals immer noch gehofft habe, dass sich so manches noch zum "Guten" wendet, während ich nun ja bereits wusste, dass dem leider nicht so ist.
Besonders schlimm war es, die falschen Entscheidungen von manchen Figuren miterleben zu müssen, während man ihnen doch am liebsten zugerufen hätte: "Nein! Mach das doch nicht!"

Somit ist dieser Roman, auch wenn ich ihn wärmstens weiter empfehle, oft kein wirkliches Lesevergnügen. Da George R. R. Martin so nah an seinen Figuren dran ist, muss man auch dementsprechend mit ihnen leiden, und der Autor ist in der Hinsicht nicht gerade zimperlich.
Immerhin kann man sich aber an Tyrion Lannister erfreuen, der nun als stellvertrende Hand des Königs in King's Landing am Intrigieren ist - und wie! Stellenweise lässt er selbst Cersei alt aussehen und ich muss wohl nicht betonen, was für eine Genugtuung es ist, wenn er Joffrey in seine Schranken weist. Was für eine Figur!
Aber auch die anderen Perspektiven sind trotz all des Elends wieder toll zu lesen. Besonders Sansa und Arya machen interessante Entwicklungen durch, wobei sich in diesem Band meine Sympathien erstmals zugunsten von Sansa verschoben haben.

Ansonsten gilt fast alles, was ich schon zum 1. Band geschrieben habe, auch für diesen: ein komplexes Geflecht an Handlungssträngen, vielschichtige Figuren, die mit jeder Seite an Charakter dazugewinnen, eine sehr anschaulich beschriebene Welt.
Ebenso uneingeschränkt zu empfehlen wie "A Game of Thrones".

Ich schließe diese Rezension mit zwei der vielen herrlichen Zitate aus diesem Buch:
"If I could pray with my cock, I would be much more religious." (Tyrion Lannister)
"There are no men like me. There’s only me." (Jaime Lannister)  

Mittwoch, 16. November 2011

[30 Tage übers Schreiben bloggen] 8. Frage

8. Welches Genre schreibst du am Liebsten? Welches liest du?

Von wenigen Ausnahmen mal abgesehen les ich fast alles. Dabei ist der Schwerpunkt zwar schon Fantasy, aber ich lese auch gern Krimis, Historische Romane, Gegenwartsliteratur, Klassiker und so einiges andere. Na, wer schon länger hier mitliest, kennt ja meine wilde Mischung. ;-)
Beim Schreiben fühle ich mich aber eindeutig in der High Fantasy bzw. zumindest in einem High Fantasy-Setting am wohlsten. Ich habe immer wieder Ideen für Contemporary Fantasy (die ich sehr gern lese, da ich es mag, wenn phantastische Elemente in unsere Welt einbrechen) und mag diese Ideen auch immer sehr, aber aus unerfindlichen Gründen hapert es dann gern an der Umsetzung. Das war mit meinem Donaufürsten so und letztes Jahr mit meinem Nachtjäger ging es mir nicht anders. Beim Schreiben fühle ich mich einfach in einer Fantasywelt wohler als in unserer eigenen.
So habe ich auch die Krimi-Idee, die mir schon seit langem im Kopf herumspukt, in meiner Fantasywelt Acarneya angesiedelt. Ob ich diesen Roman jemals schreibe, ist allerdings fraglich - ich schrecke ein wenig vor den genauen Planungen eines Krimis zurück.

Insgesamt kann man also sagen, dass meine Leseinteressen deutlich breiter gefächert sind als meine Schreibinteressen. Das liegt unter anderem wohl auch daran, dass ich mich über manche Themen, die ich gern lese, beim Schreiben schlichtweg nicht drübertraue. So scheue ich ja auch vor historischen Stoffen zurück - nicht, weil ich zu faul zum Recherchieren bin, sondern weil ich nicht den Mut habe, manchmal einfach dichterische Freiheit walten zu lassen.
Früher war ich da viel experimentierfreudiger - so habe ich etwa als Jugendliche mal einen Roman begonnen, in dem eine Gruppe Leute nach dem Absturz eines (kleinen) Flugzeugs im australischen Outback gestrandet ist und in einer seltsamen Phase habe ich einen begonnen über eine Philosophiestudentin, die in ihrer Umgebung auf einmal Parallelen zu manchen Texten Platons erkennt, bis bei ihr Wirklichkeit und Einbildung immer mehr verschwimmen. Fragt mich nicht, wie genau ich mir diesen Roman eigentlich vorgestellt habe - ich finde die Idee ja irgendwie immer noch interessant, aber ich würde mich jetzt einfach völlig damit überfordert fühlen. Aber damals habe ich mir noch nicht so viele Gedanken darüber gemacht, ob ich mit einem Stoff bzw. Thema überhaupt zurechtkomme oder ob das alles so "stimmt", wie ich es schreibe.
Diese Unbekümmertheit wünsche ich mir manchmal zurück, da es schon spannend war, mit verschiedenen Genres zu experimentieren.

Zumindest aber beim Lesen bleibe ich experimentierfreudig. Ich hab ja auf meiner Büchereiliste mittlerweile sogar ein oder zwei erotische Romane, von denen evi sehr angetan war und das einzige, wovon ich mich wohl weiterhin gaaanz weit fernhalten werde ist Horrorliteratur, weil ich dafür einfach zu schwache Nerven habe (auch wenn ich früher mal den einen oder anderen King probiert habe).
Wer weiß, vielleicht probiere ich ja auch beim Schreiben irgendwann mal wieder andere Genres aus.

Montag, 14. November 2011

Die verflixte zweite Woche

Letzten Dienstag habe ich noch geschrieben, wie toll es derzeit läuft. Das hätte ich nicht tun dürfen, denn damit war klar, dass es bald nicht mehr so gut laufen würde ... Das ist der TailsGaming-Effekt (äh, ja, das muss ich jetzt eigentlich erklären - da das aber nix mit meinem Blog zu tun hat, schieb ich die Erklärung mal ans Ende des Beitrags).
Nun, wie gesagt: Momentan läuft es nicht ganz so gut. Ich habe keinen völligen Durchhänger wie im letzten Jahr und bin auch immer noch schön im grünen Bereich, aber an den letzten Tagen war das Schreiben eher mühsam. Einerseits hatte ich wenig Zeit, da ich viele Dienste hatte, andererseits nervt mich der Roman gerade etwas, da ich recht schwierige Szenen zu schreiben habe. Außerdem würde ich wirklich gern mal eine Stunde lesen und nicht immer nur in Öffis oder ein paar Seiten vorm Einschlafen.

Allerdings ist dieser kleine Tiefpunkt zu diesem Zeitpunkt des NaNos normal - das ist sozusagen der 2.-Woche-Blues und die Chancen, dass es bald wieder aufwärts geht, stehen ziemlich gut. Irgendwann sollten dann auch die allzu mühsamen Szenen hinter mir liegen, wobei das dann wiederum bedeutet, dass ich mich mit großen Schritten dem "blah", also den plotlosen Gefielden nähere.
Auweia, das ist schon so eine Sache mit dem NaNo. Jedes Jahr habe ich - mal längere und mal kürzere - Phasen, in denen mich alles nervt und ich keinen Bock mehr darauf habe. Und trotzdem mache ich jedes Jahr wieder mit. Es muss also doch ein positives Grundgefühl zurückbleiben, sonst würde ich das ja nicht immer wieder machen.
Daher schreibe ich jetzt einfach tapfer weiter und hoffe, dass die zähe Phase bald überstanden ist.


*TailsGaming-Effekt:
Oje, jetzt muss ich wohl etwas weiter ausholen. Ich spiele ja sehr selten Computerspiele, aber es gibt ein Spiel, das ich wirklich liebe, und das ist Braid. Dabei handelt es sich um ein Jump'n'Run-Spiel, das einen sehr kreativen Umgang mit Zeit ermöglicht: Man kann die Zeit zurückdrehen, sie anhalten, sie verlangsamen, für kurze Zeit einen Doppelgänger erschaffen, der die vorigen Handlungen nachmacht, etc. Und mithilfe dieser Möglichkeiten muss man auf teilweise sehr knifflige Art und Weise Puzzleteile einsammeln.
Bei diesem Spiel hatte ich so ein oder zwei Stellen, bei denen ich überhaupt nicht mehr weiterkam. In meiner Not habe ich schließlich auf youtube gesucht, ob es vielleicht jemanden gibt, der diese Szenen quasi "vorführt". Und dabei bin ich auf den Kanal von TailsGaming gestoßen, der zu diesem Spiel ein "Let's Play" gemacht hat, das heißt, er spielt das Spiel durch und kommentiert dazu.
Nun ja, ich habe außer "Braid" noch nie eins der Spiele gespielt, die TailsGaming da auf seinem Kanal hat. Trotzdem bin ich, nachdem ich mit seiner Hilfe auch tatsächlich die Stellen in "Braid" überwunden hatte, ganz süchtig nach den Let's Plays von TailsGaming geworden. Das ist eigentlich verrückt, da es wohl kaum etwas dämlicheres gibt als anderen dabei zuzusehen, wie sie ein Spiel spielen. *gg* Ich habe natürlich auch nie alle Spiele mitverfolgt. Aber das besondere an TailsGaming ist, dass er unglaublich charmant-witzig kommentiert. Teilweise entsteht ein wahres Feuerwerk von Wortwitzen und davon abgesehen ist der junge Mann einfach unendlich knuffig (vor allem in brenzligen Spielsituationen), ich muss es mal so sagen.
Tja, um jetzt endlich zum Punkt zu kommen: TailsGaming neigt dazu, öfter mal zu sterben - also besser gesagt seine Spielcharaktere. Und zwar besonders dann, wenn er vorher sagt "Das ist jetzt nicht so schwierig" oder "Das wäre geschafft"oder - ganz gefährlich! - "Das hier schaffe ich bestimmt, ohne zu sterben". Kaum fällt einer dieser Sätze, kann man sich sicher sein, dass der Charakter innerhalb der nächsten Minute hinüber ist.
Tja, und deshalb der "TailsGaming-Effekt". Sobald ich schreibe "Ach, das läuft alles so toll!" ist die Gefahr, dass von nun an gar nichts mehr läuft so groß wie sonst nie ....

Freitag, 11. November 2011

100 Books

Weil ich ja momentan mit zwei Teilzeitjobs (wo ich in einem gerade neu eingeschult wurde), einer Doktorarbeit und meinem derzeitigen Schreibmarathon überhaupt nicht ausgelastet bin (haha), dachte ich mir, dass es keinen besseren Zeitpunkt gibt, um mich durch die 100 Lieblingsbücher der Briten zu wühlen. Dasselbe habe ich ja bereits mit den 100 Lieblingsbüchern der Deutschen gemacht. Nun, schon im Vorjahr, also 2003, hat die BBC eine ähnliche Umfrage gestartet (Quelle) und der Vollständigkeit halber möchte ich auch diese noch durcharbeiten.
Es gibt natürlich einige Überschneidungen, daher werde ich mich insgesamt etwas kürzer fassen (naja, ich versuche es zumindest - immer gelingt mir das ja nicht).
Gelesene Bücher sind wieder fett markiert:

1. The Lord of the Rings, JRR Tolkien
Spannend, dass sich Platz 1 mit der deutschen Liste deckt. Kann ich selbst ja sehr gut nachvollziehen, da das auch eins meiner Lieblingsbücher ist.

2. Pride and Prejudice, Jane Austen
Nicht mein Lieblings-Austen, aber ich eigentlich alle ihre Romane sehr mag, hab ich diesen natürlich auch genossen.

3. His Dark Materials, Philip Pullman
Meiner Meinung nach eine der faszinierendsten Fantasy-Trilogien überhaupt. Leider fand ich im 3. Band einiges etwas abstrus, aber insgesamt haben mir die Bücher sehr gut gefallen.

4. The Hitchhiker's Guide to the Galaxy, Douglas Adams
Gelesen und gelacht, aber wirklich begeistert war ich nicht, daher habe ich die Folgebände nicht mehr gelesen.

5. Harry Potter and the Goblet of Fire, JK Rowling
Der erste Harry Potter, der etwas langatmig wurde, aber schon alleine der Weihnachtsball hat das Buch lesenswert gemacht!

6. To Kill a Mockingbird, Harper Lee
Eines der besten Bücher, die ich kenne und eines der wenigen, die ich fast jedem bedenkenlos weiterempfehlen würde. Geschmäcker sind ja immer verschieden, aber hier kann ich mir kaum vorstellen, dass das Buch jemandem nicht gefallen kann. Schade, dass das Buch bei der deutschen Liste "nur" auf Platz 45 ist.

7. Winnie the Pooh, AA Milne
Da hab ich noch nicht mal die Zeichentrickserie jemals gesehen.

8. Nineteen Eighty-Four, George Orwell
Tja, ich sehe schon: Der Nachteil der beiden Listen ist, dass ich mich jetzt doppelt für alle nichtgelesenen Klassiker schämen muss ...

9. The Lion, the Witch and the Wardrobe, CS Lewis
Da ich als Kind nur die BBC-Verfilmung kannte, habe ich die Bücher selbst erst spät gelesen und fand sie sehr nett. Mein Liebling ist aber nicht der 1. Band, sondern "The Voyage of the Dawntreader".

10. Jane Eyre, Charlotte Brontë
Hach ja. :-)

11. Catch-22, Joseph Heller
Ehrlich gesagt hab ich davon noch nie gehört.

12. Wuthering Heights, Emily Brontë
Klar, dass die Brontë-Schwestern auf der britischen Liste weiter oben sind. ;-)

13. Birdsong, Sebastian Faulks
Sagt mir gar nichts.

14. Rebecca, Daphne du Maurier
Das Buch habe ich verschlungen - obwohl ich vorher schon eine der Verfilmungen gesehen hatte, fand ich den Roman wahnsinnig fesselnd.

15. The Catcher in the Rye, JD Salinger
ähem

16. The Wind in the Willows, Kenneth Grahame
Hach, da kommt Nostalgie auf. Das war der erste Roman, den ich jemals vollständig auf Englisch gelesen habe!

17. Great Expectations, Charles Dickens
Aktualisierung 2013: endlich gelesen!

18. Little Women, Louisa May Alcott
Auch da kenne ich nur die Verfilmung (oh, und die Zeichentrickserie!), aber die habe ich dafür schon unzählige Male gesehen. Und ich muss unbedingt irgendwann mal das Buch lesen.

19. Captain Corelli's Mandolin, Louis de Bernieres
Hm, meine "fette" Serie scheint vorbei zu sein.

20. War and Peace, Leo Tolstoy
Jaaa, ich weiß. Bildungslücke. Wird irgendwann mal gestopft. Vielleicht.

21. Gone with the Wind, Margaret Mitchell
Ne, da hat mir der Film schon gereicht. Tut mir Leid an alle Fans, aber ich konnte einfach mit keiner der Figuren was anfangen.

22. Harry Potter And The Philosopher's Stone, JK Rowling

23. Harry Potter And The Chamber Of Secrets, JK Rowling

24. Harry Potter And The Prisoner Of Azkaban, JK Rowling
Ich hab es ja schon bei der deutschen Liste erwähnt: Mein Lieblings-Potter!

25. The Hobbit, JRR Tolkien
Den Roman fand ich ja mal herrlich. Ganz anders als der HdR, aber nicht weniger lesenswert.

26. Tess Of The D'Urbervilles, Thomas Hardy

27. Middlemarch, George Eliot
Oh, da gibts eine BBC-Miniserie, und um ehrlich zu sein fand ich die so zäh, dass ich sie nie zu Ende geschaut habe (obwohl ich die DVDs besitze).

28. A Prayer For Owen Meany, John Irving
Ich kenne eine paar Irving-Bücher, aber das gehört nicht dazu.

29. The Grapes Of Wrath, John Steinbeck
Ach Gott, wieder eine dieser Bildungslücken ...

30. Alice's Adventures In Wonderland, Lewis Carroll
Das ist ein derart abgefahrenes Buch, da fragt man sich schon stellenweise, was dem Autor da eingefallen ist. ;-) Ich fand es ziemlich cool, aber als Kind hätte ich es wohl kaum verstanden.

31. The Story Of Tracy Beaker, Jacqueline Wilson
Noch nie davon gehört.

32. One Hundred Years Of Solitude, Gabriel García Márquez
Davon hab ich natürlich schon gehört, aber gelesen hab ich es nicht.

33. The Pillars Of The Earth, Ken Follett
Hm, soll ich ein zweites Mal darüber lästern? Ich habe es ziemlich früh abgebrochen und war ziemlich verblüfft, dass es ein solcher Bestseller geworden ist.

34. David Copperfield, Charles Dickens
Ich hab eine große Dickens-Lücke, das lässt sich nun nicht mehr leugnen.

35. Charlie And The Chocolate Factory, Roald Dahl
Den Film kenn ich immerhin. ;-)

36. Treasure Island, Robert Louis Stevenson
Und das kenn ich wenigstens als Theaterstück.
Aktualisierung 2013: Inzwischen hab ich es auch gelesen. Naja, das Theaterstück hat mir besser gefallen ...

37. A Town Like Alice, Nevil Shute
Hallo, wann kommt denn endlich mal wieder ein Buch, das ich fett markieren kann?

38. Persuasion, Jane Austen
Ah, danke. Hm, auch nicht unbedingt mein Liebling unter den Austen-Romanen.

39. Dune, Frank Herbert
Ich weiß gar nicht, warum mich der Roman nie gereizt hat.

40. Emma, Jane Austen
Viele finden ja "Emma" nicht so toll, aber mir hat er von allen Austen-Romanen fast am besten gefallen.

41. Anne Of Green Gables, LM Montgomery
Dieses Buch habe ich erst spät gelesen, nämlich zu Beginn dieses Jahres. Und da habe ich all die Jahre vorher wirklich was versäumt.

42. Watership Down, Richard Adams
Ein ganz tolles Buch, das ich schon etwa dreimal gelesen habe.

43. The Great Gatsby, F Scott Fitzgerald
Ich habe das als (szenische) Komplettlesung in einem Theater gesehen (musste dort arbeiten) - da wirklich das ganze Buch von vorn bis hinten gelesen wurde, zähle ich das jetzt einfach mal. War trotz der vielen Stunden wirklich toll, aber ich bin mir nicht sicher, ob es mir auch gefallen hätte, wenn ich es einfach "nur" selbst gelesen hätte.

44. The Count Of Monte Cristo, Alexandre Dumas
Irgendwann mal werde ich diesen Roman hoffentlich auch von meinem SuB streichen können.
(Nachtrag 2012: gelesen und für großartig befunden!)

45. Brideshead Revisited, Evelyn Waugh
2013 dann auch endlich mal gelesen, aber ich war nur mäßig begeistert.

46. Animal Farm, George Orwell
Ich weiß gar nicht mehr, wie mir das Buch gefallen hat - ich hab irgendwie nur noch den Zeichentrickfilm im Kopf.

47. A Christmas Carol, Charles Dickens
Ähhh .... sagte ich da nicht was von einer Dickens-Lücke? Tja, das war keine Übertreibung.
(Nachtrag im Dezember 2011: Jetzt hab ichs gelesen!)

48. Far From The Madding Crowd, Thomas Hardy

49. Goodnight Mister Tom, Michelle Magorian
Hm, müsste mir diese Autorin was sagen?
Nachtrag 2013: Wie schade, dass einem im deutschen Sprachraum diese Autorin nichts sagt! Ich bin wirklich froh, dass ich dieses wunderschöne Buch durch diese Liste entdeckt habe.

50. The Shell Seekers, Rosamunde Pilcher
Hab ich nie gelesen und werde ich wohl nie lesen - das ist einfach nicht wirklich mein Genre.

51. The Secret Garden, Frances Hodgson Burnett
Allmählich wird es peinlich, dass ich das so oft schreibe, aber: Da kenn ich nur den Film.
Nachtrag 2013: Vorbei mit der Peinlichkeit, ich habe endlich auch das Buch gelesen. 

52. Of Mice And Men, John Steinbeck

53. The Stand, Stephen King
Ich kenne das eine oder andere Buch von King, aber das hier nicht.

54. Anna Karenina, Leo Tolstoy
Ich und die russischen Klassiker, das Thema hatten wir ja schon ...

55. A Suitable Boy, Vikram Seth
Hö?

56. The BFG, Roald Dahl

57. Swallows And Amazons, Arthur Ransome
Aktualisierung 2013: Was für ein wunderbares Kinderbuch! Das sollte auf der Liste noch weiter oben stehen.

58. Black Beauty, Anna Sewell
Ach, das ist so ein schönes, trauriges Buch. Was ich da geheult hab!

59. Artemis Fowl, Eoin Colfer

60. Crime And Punishment, Fyodor Dostoyevsky
Ich hülle mich in Schweigen ...
Aktualisierung 2012: Haha, ich muss mich nicht mehr in Schweigen hüllen! Gelesen - oder wie ich leider eher sagen muss: durchgekämpft.

61. Noughts And Crosses, Malorie Blackman
Das hätte ich mir neulich fast auf einem Flohmarkt als Hörbuch gekauft, aber dann wurde es doch "Trix Solier".

62. Memoirs Of A Geisha, Arthur Golden
Auch hier kenne ich nur den Film (den ich nicht so toll fand).

63. A Tale Of Two Cities, Charles Dickens
Haben wir jetzt dann alle Dickens durch? Das ist wirklich peinlich ...

64. The Thorn Birds, Colleen McCollough
Oh, das Buch hab ich gelesen als ich etwa 14 Jahre alt war und fand es ganz fürchterlich kitschig. Vielleicht hätte es mir aber gefallen, wenn ich es erst später gelesen hätte.

65. Mort, Terry Pratchett
Ich habs leider nicht so sehr mit Pratchett.

66. The Magic Faraway Tree, Enid Blyton
Das musste ich jetzt glatt mal googlen. Ich habe ja viele Blyton-Serien als Kind verschlungen, aber das hier sagt mir gar nichts.

67. The Magus, John Fowles

68. Good Omens, Terry Pratchett and Neil Gaiman
Das Buch hab ich mal begonnen, aber irgendwie fand ich es eher nervig. Ich hatte allerdings vorher gerade "American Gods" von Gaiman gelesen und war davon ziemlich enttäuscht, daher war meine Grundeinstellung vielleicht schon mal eher negativ.

69. Guards! Guards!, Terry Pratchett

70. Lord Of The Flies, William Golding
Das war irgendwann mal Lektüre im Englischunterricht. Ich war damals ziemlich davon überfordet, muss ich zugeben (also eher sprachlich als inhaltlich). Wir haben sehr wenige englische Romane in der Schule gelesen, daher hatte ich entsprechend wenig Übung.

71. Perfume, Patrick Süskind
Ein sehr faszinierender Roman.

72. The Ragged Trousered Philanthropists, Robert Tressell

73. Night Watch, Terry Pratchett
Das hätte ich sogar mal begonnen, aber da ich von den Stadtwache-Romanen noch keinen gelesen hatte, fand ich mich am Anfang nicht wirklich zurecht. Ich wollte dann von dieser Serie erst mal die anderen Bände lesen, hab es aber bis heute nicht gemacht.

74. Matilda, Roald Dahl

75. Bridget Jones's Diary, Helen Fielding
Das war schon ziemlich witzig, wenn auch nichts, was lange im Gedächtnis bleibt.

76. The Secret History, Donna Tartt
Den Roman fand ich sehr fesselnd und interessant. Von Tartt hab ich noch ein anderes Buch gelesen, das mich eher enttäuscht hat, aber dieses hier ist wirklich empfehlenswert.

77. The Woman In White, Wilkie Collins
Das wollte ich schon längst mal lesen. Leider hat mich die schlechte und gähnend langweilige Musical-Fassung von Webber abgeschreckt, aber ich bin mir sicher, dass das Buch um Längen besser ist.

78. Ulysses, James Joyce
Muss denn diese ständige Erinnerung an meine Niederlage sein?

79. Bleak House, Charles Dickens
Tja, Dickens. Ehrlich, ich hab nichts gegen ihn, ich weiß selbst nicht, weshalb ich fast noch nichts von ihm gelesen habe!

80. Double Act, Jacqueline Wilson

81. The Twits, Roald Dahl

82. I Capture The Castle, Dodie Smith
Schon wieder etwas, wo mir weder Titel noch Autor(in?) etwas sagen.
Aktualisierung 2013: Noch so ein Buch, das im deutschen Sprachraum ganz zu unrecht so unbekannt ist, denn das hat sich seinen Platz auf der Liste wirklich verdient!

83. Holes, Louis Sachar
Ach, da kenn ich mal wieder den Film ...

84. Gormenghast, Mervyn Peake
Obwohl ich sie sehr faszinierend fand, hab ich die Trilogie nie zu Ende gelesen (ich hatte die damals von einem Uniprofessor ausgeliehen und war noch nicht fertig, als ich sie ihm vor den Sommerferien zurückgegeben habe). Aber das werde ich irgendwann nachholen.

85. The God Of Small Things, Arundhati Roy

86. Vicky Angel, Jacqueline Wilson
Sehr geniales und auch erschreckendes Buch - hätte ich wirklich nicht erwartet.

87. Brave New World, Aldous Huxley
Auch so ein Roman, den ich eigentlich mal lesen wollte ...

88. Cold Comfort Farm, Stella Gibbons

89. Magician, Raymond E Feist

90. On The Road, Jack Kerouac

91. The Godfather, Mario Puzo

92. The Clan Of The Cave Bear, Jean M Auel
Oh, den Band fand ich eigentlich recht interessant. Ayla hatte da zwar auch schon diese Superwoman-Ansätze, aber wenigstens gings da noch nicht das halbe Buch lang darum, wie toll Jondalars unglaubliche Männlichkeit in sie hineinpasst. Sorry, ich konnte mir das gerade nicht verkneifen, ich hoffe, ich habe hier keine minderjährigen Mitleser ...

93. The Colour Of Magic, Terry Pratchett
Der einzige Scheibenwelt-Roman, den ich gelesen habe. Ich fand ihn ehrlich gesagt ziemlich lahm, das war schon Humor mit der Brechstange. Angeblich sind die späteren Romane besser, ich sollte da vielleicht doch nochmal einen probieren.

94. The Alchemist, Paulo Coelho
Ein sehr schönes Buch, wobei man dafür schon in einer bestimmten Lesestimmung sein muss, denke ich.

95. Katherine, Anya Seton

96. Kane And Abel, Jeffrey Archer

97. Love In The Time Of Cholera, Gabriel García Márquez

98. Girls In Love, Jacqueline Wilson

99. The Princess Diaries, Meg Cabot

100. Midnight's Children, Salman Rushdie
Das steht noch auf meiner Klassiker-Liste.


Tja, 32 von 100 Büchern (neuer Stand: 45), das waren bei der deutschen Liste doch mehr (47) - das liegt wohl unter anderem daran, dass ich studienbedingt einfach viel mehr deutsche als englische Klassiker gelesen habe. Sehr viele Bücher sagen mir aber auch gar nichts; da vermute ich mal, dass die 2003 vor allem im britischen Raum Bestseller waren und hierzulande vielleicht nie allzu bekannt.
War auf alle Fälle ganz spannend, die Liste durchzugehen. Und es stehen ja doch noch einige Bücher drauf, die ich schon irgendwann noch lesen möchte.

Mittwoch, 9. November 2011

Cormac McCarthy - Die Straße


Genre: Dystopie
Verlag: Parlando
Dauer: 7 Stunden 22 Minuten (ungekürzte Lesung)
gelesen von: Christian Brückner
ISBN: 978-3935125758
Meine Bewertung: 2 von 5 Sternchen



Ein Vater ist mit seinem Sohn in einem postapokalyptischen Amerika unterwegs zur Küste. Es gibt kaum noch Nahrungsmittel, einige der Überlebenden sind zu Kannibalen geworden und die beiden leben in ständiger Angst vor den "Bösen". Es bleibt keine Hoffnung mehr, keine Perspektive, keine Zukunft. Alles, was bleibt, ist der Kampf ums Überleben - und darum, menschlich zu bleiben.

Dieser Roman wird überall hochgejubelt, mit begeisterten Rezensionen bedacht und wurde sogar mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet und ich frage mich: Haben die alle ein anderes Buch gelesen als ich? Bin ich schlichtweg zu dumm, um dieses Meisterwerk würdigen zu können?
Da ich durchaus viel Gegenwartsliteratur lese und neben all der "leichten Unterhaltung" auch immer wieder mal anspruchsvollere Romane, würde ich einfach mal ganz arrogant behaupten, dass es daran wohl nicht liegt. Ich habe nun wirklich kein spannungsgeladenes Actionspektakel erwartet (das hätte ich vermutlich noch weniger lesen wollen), aber trotzdem hat der Roman in mir vor allem eines hervorgerufen: Langeweile.

Es gab einen Gedanken, der mich all die Stunden des Hörbuchs hindurch verfolgte und der war: Warum ist das ein Roman und keine Kurzgeschichte? Ja, das ist wirklich mein größter Kritikpunkt, es ist alles einfach viel zu lang. Als Kurzgeschichte hätte das ganze perfekt funktioniert, als Roman (zumindest für mich) nicht.
Dass alles furchtbar und hoffnungslos ist, hat man sehr früh begriffen. Dass die Welt verwüstet wurde, wird am Anfang klar, aber was genau geschah und wie es zum jetzigen Zustand kam, erfährt man auch im weiteren Handlungsverlauf nicht. Nicht, dass das zwingend notwendig wäre, aber da ich mich in dem Setting nicht gut orientieren konnte, bin ich über einige Widersprüchlichkeiten gestolpert, bei denen ich nicht weiß, ob es Logikfehler sind oder sie sich erklären würden, wenn man mehr über die Hintergründe wissen würde.
Die Handlung selbst dreht sich im Kreis: Der Mann und der Junge sind unterwegs, treffen vereinzelt auf Menschen, finden Lebensmittelvorräte, verlieren auf verschiedene Art und Weise Teile davon wieder, finden erneut etwas, leiden, führen ständig dieselben Gespräche usw. Man könnte fast jederzeit mal eine Stunde rausschneiden ohne dadurch inhaltliche Lücken zu verursachen.
Das wäre alles nicht so schlimm, wenn die Figuren im Laufe des Romans eine Entwicklung durchmachen würden, aber das ist nicht der Fall. Der eigentliche moralische Konflikt - wie kann man in so einer Welt überleben, ohne selbst zu den "Bösen" zu werden? - ist zwar interessant, führt aber nirgendwo hin, weil die Grundposition der Figuren schon zu Beginn festgelegt wird und sich nicht mehr ändert: Während der Mann fast schon auf die Stufe der "Bösen" herabgesunken ist, hat der Junge sich Mitgefühl und Menschlichkeit bewahrt. Und diese Unterschiede führen unweigerlich auch zu Konflikten zwischen den beiden. Leider sind es immer dieselben Gespräche, die daraus resultieren und beide machen keine nennenswerte Charakterentwicklung durch.

Die Sprache ist knapp und ebenso karg wie die verwüstete Umgebung. Das ist zunächst zwar faszinierend, wird aber im Laufe der Zeit ein wenig anstrengend. Ich kann mir vorstellen, dass sich das durch das Hörbuch noch verschärft und ich wohl besser selbst das Buch gelesen hätte. So war ich irgendwann leider soweit, dass ich nur noch genervt die Augen verdreht habe, wenn in einem Dialog zum fünften Mal die Worte "Ich weiß", "Ich weiß nicht" oder "okay" fielen.
Auch hier könnte ich mir die Wirkung in einer Kurzgeschichte viel stärker vorstellen. In einem Roman hingegen nutzt sich so ein Stil im Laufe der Zeit eher ab und verliert so seine Eindringlichkeit.

Viele Kritiker hat der Roman anscheinend nahezu zu Tränen gerührt - mich hat er leider kaum bewegt und so konnte mich auch das Ende nicht mehr emotional packen. Zu dem Zeitpunkt war ich von den Figuren und ihren immer gleichen Dialogen einfach schon viel zu genervt.
Ich hoffe, ich bin mit dieser Rezension jetzt keinen Fans des Romans auf die Füße getreten. Letztendlich gilt eben auch für Pulitzer-Preisträger, dass die Geschmäcker nun einmal verschieden sind.

Dienstag, 8. November 2011

Beinahe schon ein Schreibrausch

Heute war das Schreiben erstmals ein wenig mühsam, aber das lag nicht am Roman, sondern daran, dass ich am Vormittag Dienst bei meinem einen Job hatte und dann am Nachmittag/Abend Dienst bei meinem anderen. Weder dazwischen noch danach blieb mir noch allzu viel Zeit und Energie zum Schreiben.
Aber ich habe immerhin mein Tagespensum geschafft, und morgen sollte ich wieder mehr schaffen, da habe ich ziemlich viel Zeit.

Ich will es ja nicht verschreien, aber wenn man mal von heute absieht, bin ich mit dem diesjährigen NaNo wirklich glücklich. Ich glaube, soviel Spaß hat es mir seit meinem ersten im Jahr 2007 nicht mehr gemacht. Obwohl ich mit schwierigen Szenen zu kämpfen habe, ist es einfach toll zu sehen, wie die Göttersteine auf einmal dahinrasen. Immerhin habe ich bei diesem Roman seit einem Jahr nichts geschrieben und jetzt galoppiere ich ja fast schon dem Ende entgegen!
Na gut, vom Ende bin ich schon noch ein Weilchen entfernt, aber immerhin kann ich es jetzt schon sehen, während ich vor einigen Monaten ganz verzagt war und nicht gewusst habe, ob ich überhaupt jemals wieder an diesem Roman weiterschreiben werde.
Nun aber merke ich wieder, warum dieser Roman eben doch mein Herzensprojekt ist, und das ist natürlich schön. Es ist einfach toll, mit den Figuren mal wieder richtig viel Zeit zu verbringen, sie an ihre Grenzen und darüber hinaus zu führen und zumindest manchen von ihnen doch auch immer mal wieder schöne Momente zu gönnen.

Ich habe ja in diesem Jahr wirklich lange darüber nachgedacht, ob ich überhaupt beim NaNo mitmachen soll. Obwohl es vielleicht noch zäh werden könnte (gerade gegen Ende des Monats, wenn ich wohl viele Dienste haben werde), bin ich derzeit wirklich glücklich mit dem Roman und dem Schreiben. Na gut, es ist schon oft mühsam und ich bin auch immer wieder froh, wenn ich das Pensum geschafft habe, aber dennoch macht es Spaß. Und oft freue ich mich auch schon darauf, nach Hause zu kommen und schreiben zu können - das war im letzten Jahr nicht so, da schwebte das Schreiben meistens wie eine dunkle Wolke bedrohlich über mir.

Vielleicht habe ich also jetzt endlich wieder die Kurve gekratzt, nachdem mich ja zum Ende des letzten Jahres hin das Schreiben nur noch genervt hat. Offensichtlich funktioniert für mich der NaNo eben doch dann besser, wenn ich nicht bereits das ganze Jahr über Wörter gezählt und auf Pensum geschrieben habe.

Sonntag, 6. November 2011

Sonntagsgeplauder #6

So, ich hoffe, ich kann diesen Beitrag schreiben, ehe ich in die Arbeit muss. Sollte er irgendwann mittendrin aufhören, habe ich in meiner Hektik auf "Post veröffentlichen" geklickt anstatt auf "Speichern", ehe ich aus dem Haus gestürzt bin. ;-)

Schreibgeplauder
Hierzu gibt es momentan wohl nicht viel Neues zu sagen - ich berichte ja sowieso immer wieder mal von meinem novemberlichen Schreibwahnsinn und liege auch weiterhin gut in der Zeit. Und es ist schön, dass es nach über einem Jahr Stillstand endlich wieder bei meinen Göttersteinen weitergeht. Ich hab zwar das Gefühl, dass ich bei diesem Roman irgendwann unendlich viel überarbeiten muss, aber den Gedanken schiebe ich jetzt vorerst noch weit weg.

Lesegeplauder
Dass ich neben der Schreiberei gerade nicht so viel zum Lesen komme, erklärt sich wohl von selbst. Gut, letzte Woche habe ich wenigstens mal rasch "Die Schwarze Sieben" dazwischen geschoben, aber ein Kinderbuch von etwa 120 Seiten mit Illustrationen hat man ja auch schnell weggelesen.
Zu Ende gehört habe ich gestern immerhin "Die Straße" von Cormac McCarthy, die mir leider nicht sehr gut gefallen hat. Da Victoria sich hierzu eine Rezension gewünscht hat, werde ich aber ohnehin noch meine ausführliche Meinung dazu schreiben.
"A Clash of Kings" ... meine Neverending Story ... doch doch, ich lese regelmäßig weiter und ich liebe das Buch! Das ändert nichts daran, dass ich einfach nur im Schneckentempo vorankomme. Mittlerweile fehlen mir immerhin "nur" noch 200 Seiten. *g*

Challengeplauder
Für die 2. Chance Challenge habe ich schon eine ganze Reihe von Kinderbüchern gelesen (wenn ich jeden Sofie-Band einzeln zählen würde sogar schon 8 Bücher!), was wirklich Spaß gemacht hat. Ich freue mich sehr auf die weiteren Bücher, die ich endlich mal wieder zur Hand nehmen werde - und natürlich sind mir inzwischen noch mehr eingefallen, die ich gern noch mal lesen würde. Na, mal sehen, worauf ich dann wirklich Lust habe.
Nicht ganz so toll läuft es mit der Klassiker-Challenge, da ich doch trotz der Verlängerung die 10 Bücher in diesem Jahr schaffen wollte. Aber wie das eben so ist: Kaum weiß ich, dass ich ja theoretisch nicht unbedingt 10 schaffen müsste, bremst mich das. Gut, ich habe auch wirklich lang mit den "Buddenbrooks" gebraucht, aber trotzdem wäre es noch machbar gewesen. Jetzt allerdings mit dem NaNo und der Aussicht auf einen arbeitsreichen Dezember bin ich etwas skeptisch. Immerhin lese ich gerade "Der Meister und Margarita" für diese Challenge. Diesen Roman habe ich vor langem schon mal begonnen und dann abgebrochen (ich weiß nicht, warum). Nun habe ich noch einmal ganz von Vorne angefangen und finde ihn sehr gut - und ich glaube, ich bin jetzt auch schon weiter als damals beim ersten Mal.

Bloggeplauder
In letzter Zeit lief wieder mehrmals ein verärgertes Raunen durch die Buchblog-Welt. Das eine (nun schon länger her) war ein Artikel in der FAZ Online, in der der Medienwissenschaftler Harun Maye auf eine wirklich unverschämte Art und Weise über eine Vloggerin herzieht und ganz allgemein den Niedergang der "Literaturkritik" beklagt. Ich spare es mir, jetzt noch groß etwas darüber zu sagen, was ich von Medienwissenschaftlern halte, die nicht imstande sind, den Unterschied zwischen Literaturkritik und einfacher Lesemeinung zu sehen und es für notwendig halten, sich herablassend über "Bestsellerlistenschrott" zu äußern. madamebooks hat hierzu einen ganz tollen Beitrag geschrieben, dem ich mich nur vollinhaltlich anschließen kann.

Danach ging es um die aggressive Werbung von anderen Bloggern und diversen Plattformen sowohl in Kommentaren als auch per Mail. Ohne den Beitrag von Zwillingsleiden wäre mir gar nicht bewusst gewesen, dass es sich hier wohl um eine ganze Werbewelle handelt, von der auch ich selbst nicht verschont geblieben bin.
Mein Blog wird auf alle Fälle werbefrei bleiben und irgendwelche Mails von Werbeplattformen werde ich auch weiterhin ignorieren. Wenn jemand in den Kommentaren mich bittet, dem Blog einen Gegenbesuch abzustatten, dann mache ich das zwar als gutmütiger Mensch meistens, aber ehrlich: Meine Lust, den Blog dauerhaft zu lesen, sinkt bereits drastisch mit einer solchen Werbung. Aus Neugierde folge ich ja sowieso dem Profillink, wenn jemand zum ersten Mal bei mir kommentiert - und die Chancen, dass ich diesen Blog dann auch verfolge, steigen enorm, wenn nicht extra danach gebettelt wird. ;-)


So, und jetzt verschwinde ich in die Arbeit. Das hat zeitlich ja grad noch schön gepasst. ;-) Ich wünsch euch einen schönen Sonntag!

Samstag, 5. November 2011

[30 Tage übers Schreiben bloggen] 6. und 7. Frage

Die folgenden Fragen passen eigentlich sehr gut zu meiner derzeitigen Marathon-Schreiberei, daher beantworte ich die mal im Zuge das NaNo, aber natürlich auf meine allgemeinen Schreibgewohnheiten bezogen:

6. Wo schreibst du am liebsten? Zu welcher Tageszeit? Computer oder traditionelles Schreibzeug?

Am liebsten schreibe ich einfach bei mir zuhause am Schreibtisch. Wenn ich im Winter bei meiner Familie bin, schreibe ich sehr gern gemütlich auf dem Sofa mit dem Rücken an den Kachelofen gelehnt. Und ab und zu, wenn ich mit meinem MacBook unterwegs bin (etwa wenn ich in der Bibliothek war) und Zeit zu überbrücken habe, setze ich mich in ein Kaffee und schreib dort. Ich kann mich da eigentlich erstaunlich gut konzentrieren und anders als zuhause bin ich da in der Regel nicht durchs Internet abgelenkt.
Trotzdem ist mir mein Schreibtisch am liebsten, da kann ich Musik hören, mir jederzeit einen Tee oder was anderes holen und einfach in einer Jogginghose und einem zu großen Pullover rumlungern. ;-)
Tageszeit ist bei mir unterschiedlich, da ich ja auch unterschiedliche Dienstzeiten habe. Ich muss einfach zu oft am Abend arbeiten, um immer nur am Abend zu schreiben, auch wenn mir das am liebsten ist. Aber im Grunde schreibe ich einfach dann, wann es zeitlich gerade passt.
Seit einiger Zeit schreibe ich wieder nur am Computer, auch wenn ich vor ein paar Jahren mal eine "Füllfeder in Kladde"-Schreibphase hatte (dazu hab ich hier schon mal was geschrieben).

7. Hörst du Musik beim Schreiben? Was für welche? Hast du Lieder, die genau zu deinen Figuren passen?

Ja, ich höre immer Musik beim Schreiben. Meistens wähle ich dazu Soundtracks oder andere Instrumentalmusik, die gut zur Stimmung des jeweiligen Romans bzw. Kapitels passt. Ich habe auch so einige Lieder, die für mich zum "Soundtrack" meiner Geschichten gehören, bei denen ich also bestimmte Szenen im Kopf habe. Und ebenso habe ich auch Lieder, die genau zu meinen Figuren passen. Manchmal tatsächlich ein ganzes Lied, manchmal auch nur ein kleiner Ausschnitt daraus. Und ab und zu passt auch nur die Melodie/nur der Text. So passt etwa der Text von "Ich gehör nur mir" (aus dem Musical "Elisabeth") sehr gut zu Herun, die eher verletzlich-traurige Melodie verhindert, dass ich es tatsächlich als "ihr Lied" betrachte.

Donnerstag, 3. November 2011

[NaNoWriMo] Ein guter Start

Nach drei Tagen NaNo kann ich vermelden, dass es bisher gut läuft, sehr gut sogar. Am Montag war ich noch sehr skeptisch, da sich bei mir keine rechte Vorfreude einstellen wollte (wie sonst immer). Es war eben doch etwas anderes, nicht am 1. November um Mitternacht ein ganz neues Projekt zu beginnen und daran die ersten Wörter zu tippen.
Der Start erfolgte also ein wenig lustlos, aber dann erwies sich mein Entschluss, an den Göttersteinen weiterzuschreiben, vorerst doch eher als Segen. Ich kenne einfach die Figuren schon so gut, dass es natürlich leicht ist, aus ihrer Perspektive zu schreiben. Außerdem kommt mir die Struktur mit den vielen Handlungssträngen erstaunlicherweise zugute, da ich die Möglichkeit habe, zwischen ihnen zu wechseln und also eher portionsweise an ihnen zu schreiben. Das wäre sicher nicht jedermanns Fall, aber bei mir klappt das insofern ganz gut, weil ich dann nicht bei einem Strang die Handlung so schnell vorantreiben muss, sondern dazwischen auch immer wieder in Ruhe darüber nachdenken kann.

Besonders erstaunlich finde ich es aber, dass ich - getrieben vom NaNoWriMo - tatsächlich die Szenen in Angriff genommen habe, die ich so lange ängstlich vor mir hergeschoben habe. Politik und Bündnisverhandlungen und solcherlei Kram sind nun wirklicht nicht meine Stärke, aber jetzt hatte ich gar keine andere Möglichkeit, als mich diesen Szenen endlich zu stellen. Und so schlimm sind sie jetzt doch nicht. Bald steht Krieg ins Haus, vor dem ich auch Angst habe, aber mittlerweile fühle ich mich davon nicht mehr ganz so überfordert. Irgendwie werd ich den schon packen.
Ob die Szenen auch gut und logisch sind, sei vorerst mal dahingestellt. Aber darüber mache ich mir dann beim Überarbeiten Gedanken. ;-)

Links in meiner seitlichen Leiste seht ihr jetzt übrigens mein Word Count Widget, an dem ihr ablesen könnt, wieviel ich bereits geschrieben habe. Ich erspare mir hier in den Beiträgen also Wortstands-Angaben.

Mittwoch, 2. November 2011

Noch mehr Nostalgie: Lise Gast und Enid Blyton

Außer der Sofie-Serie hab ich in den letzten Tagen noch mehr alte Kinder-/Jugendbücher ausgegraben und in meinen nostalgischen Gefühlen geschwelgt. Hier also mal Kurzrezensionen zu zwei dieser Werke:

Lise Gast - Jona träumt vom Reiten

Dieser Pferderoman (aus dem Doppelband "Jona träumt vom Reiten" und Carol so oder so") richtet sich eher an Jugendliche - die Altersempfehlung auf dem Buch lautet 12 bis 16 Jahre, aber ich würde das Zielgruppenalter sogar noch etwas höher ansetzen (vielleicht ab 14).
Jona ist ein 18jähriges Mädchen, das die Schule mit Ach und Krach geschafft hat und von nun an am liebsten mit Pferden arbeiten möchte. Sie ist in jeder freien Minute auf dem nahegelegenen Erlenhof und soll fortan der Besitzerin kräftig unter die Arme greifen. Doch eine Reise nach Island hat ungeahnte Folgen und lässt Jonas Träume unerreichbar werden.
Abgesehen vom Erwachsenwerden und der Frage "Was soll ich mit meinem Leben anfangen?" geht es in diesem Buch auch um die Probleme mit dem ersten Mal, der Verhütung und einer ungewollten Schwangerschaft. Deshalb denke ich, dass das Buch 12jährige Mädchen vielleicht noch nicht so sehr anspricht (auch wenn es keine explizit ausgeschriebenen Szenen gibt).
Als ich früher das Buch gelesen habe, haben mich diese Themen auf alle Fälle nicht so sehr interessiert - mir ging es deshalb auch zu wenig um die Pferde an sich. Da konnte ich wohl jetzt sogar mehr mit dem Buch anfangen als damals als Jugendliche. Vor allem die Reise nach Island habe ich mit ganz anderen (und sehr begeisterten) Augen betrachtet, nachdem ich mittlerweile selbst dort gewesen bin. Es ist auch sehr erfrischend, wie Lise Gast die Reise und den Erlenhof und Jona selbst beschreibt.
Leider war mir teilweise die Moralkeule etwas zu stark (zumal man hinter vielen Aussagen mehr die Autorin hervorhört als die Figur), und obwohl gerade das Thema der Schwangerschaft sehr sensibel behandelt wird, ist das einfach etwas, worüber ich nicht lesen will. Wenn man miterlebt, wie die Figur all ihre Träume aufgeben muss und sich dann doch ganz gut mit ihrem "neuen" Leben arrangiert, steckt dahinter natürlich eine sehr lobenswerte Aussage, aber ich finde so etwas einfach furchtbar und unendlich frustrierend.
Ein gutes Buch also, das schön zeigt, wie eine junge Frau beginnt, Verantwortung zu übernehmen, aber leider hört man manchmal zu sehr die fast missionarische Stimme der Autorin.
Daher 4 von 5 Sternchen.


Enid Blyton - Die Schwarze Sieben

Früher war ich ein großer Fan dieser Serie, und ich dachte auch, dass ich den gesamten Sammelband, den wir zuhause haben (enthält die ersten vier Bände) lesen würde. Aber jetzt nach dem ersten Band muss ich sagen, dass diese Serie für mich anscheinend den Großteil des Zaubers verloren hat.
Es geht darin um den Geheimbund "Schwarze Sieben", der - ganz typisch Enid Blyton - so einige Abenteuer erlebt. Das ist auch alles sehr nett, aber das Problem ist vor allem, dass man in eine Gruppe von sieben Kindern geworfen wird, die man kaum auseinanderhalten kann, da sie auch kaum herausragende Eigenschaften besitzen. Das funktioniert einfach bei den Fünf Freunden viel besser, da es einerseits weniger Kinder sind und sie andererseits viel anschaulicher beschrieben werden (wenn sie auch noch so klischeehaft sein mögen).
Ich glaube, dass ich früher vor allem diese Sache mit dem Geheimbund ganz toll fand (so etwas wollte ich auch immer), aber hier wiederum funktioniert "Trixie Belden" deutlich besser, das ich übrigens unbedingt nochmal lesen muss. Dort beginnt der "Rotkehlchen-Club" nämlich mit wenigen Mitgliedern, die man im ersten Band sehr gut kennenlernt, ehe dann nach und nach mehr dazukommen. Auf diese Weise sind die einzelnen Mitglieder wirklich gut zu unterscheiden und auch jedes auf seine Weise einzigartig.
Als Kind hat mich das mit den Figuren offensichtlich nicht so sehr gestört, aber jetzt finde ich den Roman selbst mit nostalgischem Blick nur mäßig.
3 von 5 Sternchen

Beide Bücher sind für die 2. Chance Challenge.