Dienstag, 27. Dezember 2011

Lloyd Alexander - The Black Cauldron (The Chronicles of Prydain 2)


Genre: Kinder-/Jugendbuch, Fantasy
Seiten: 182
Verlag: Henry Holt
ISBN: 978-0805080490
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternchen

English-Challenge  (Dezember)




Im ersten Band "The Book of Three" wurde Taran, der "Assistent Pig-Keeper", erstmals mit der Welt der Abenteuer und den finsteren Schergen von Arawan, dem König der Anderwelt, konfrontiert. In diesem 2. Band nun soll Arawns Kessel, mit dessen Hilfe Tote wieder zum Leben erweckt werden können, zerstört werden. Doch nichts läuft wie es soll und bald findet Taran sich von Lord Gwydion getrennt. Zum Glück hat Taran treue Gefährten bei sich, die ihm mit Rat und Tat zur Seite stehen. Gemeinsam jagen sie dem Kessel nach - und Taran seinem Wunsch nach Ruhm und Ehre. Erst allmählich wird ihm klar, wie hoch der Preis dafür ist ...

Der 2. Band der Taran-Reihe hat mir besser gefallen als der 1., der doch noch als ein recht oberflächliches Kinderbuch daherkam. Hier sind nun die Grenzen zwischen Gut und Böse nicht mehr so eindeutig erkennbar, und so mancher vermeintliche Freund entpuppt sich am Ende als Feind und umgekehrt.
Vor allem Taran selbst macht hier eine große Entwicklung durch und lernt nicht nur, Verantwortung zu übernehmen, sondern auch, dass es wichtigere Dinge gibt als Ruhm und seinen eigenen Stolz.

"The Black Cauldron" schließt zwar beinahe unmittelbar an den vorigen Band an, aber es ist nicht allzu viel Vorwissen notwendig. Ich konnte mich kaum noch an Einzelheiten erinnern, hatte aber dennoch keine Verständnisprobleme. Trotzdem ist es wohl von Vorteil, wenn man die Figuren bereits kennt, denn fast alle, die in "The Book of Three" eingeführt wurden, spielen auch hier wieder eine größere Rolle.
Das Land Prydain könnte man am ehesten als alternatives Wales bezeichnen. Lloyd Alexander schöpft aus dem Sagenkreis des Mabinogion, fügt aber auch zahlreiche eigene Elemente hinzu und verändert gerade viele Figuren sehr stark. Damit hatte ich im 1. Band noch ein wenig Probleme (Arawn war für mich einfach nicht der "Böse"), aber mittlerweile habe ich die Abweichungen akzeptiert und störe mich nicht mehr daran. Vielleicht hat mir auch deshalb der 2. Band besser gefallen.
"The Black Cauldron" ist auch erwachsener und in einigen Punkten düsterer als sein Vorgänger. Gemeinsam mit Taran wächst auch das Alter der Zielgruppe und ich bin gespannt, wie der jugendliche Held sich in den Folgebänden noch weiter entwickelt.

"The Black Cauldron" ist ein spannendes Buch, das ernstere Töne anschlägt als der Vorgänger und die Leser wieder in ein sagenhaftes Land entführt. Von mir gibt das 4 Sternchen für einen Roman, der nicht nur für Kinder lesenswert ist.

Kommentare:

  1. Oh, ich liebe die Geschichten rund um den Hilfsschweinehirten Taran. :) Ich hatte die fünf Bücher schon als Grundschülerin für mich entdeckt, als ich noch absolut keine Ahnung von walisischem Sagengut hatte. So konnten mich "unstimmige" Charakterisierungen natürlich nicht stören und stattdessen habe ich mich in die verschiedenen Figuren verliebt, die teils gemächliche, teils berührende Erzählweise und all die fantastischen Elemente genossen. :)

    Ich bin gespannt wie dir die anderen drei Teile dieser Reihe gefallen werden. :)

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  2. Ich hab die Bücher ja als Kind nie gelesen und bin erst vor ein paar Jahren darauf aufmerksam geworden. Vorher hatte ich aber schon sowohl das Maginogion als auch Evangeline Waltons "Vier Zweige des Mabinogi" gelesen und daher waren einige der Figuren in meinem Kopf schon fest verankert. Da ist es dann nicht so leicht, sich davon zu lösen.

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