Samstag, 7. Januar 2012

Arthur Conan Doyle - The Hound of the Baskervilles


Genre: Krimi
Seiten: 176
Verlag: Penguin
ISBN: 978-0140621976
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternchen

English-Challenge  (Januar) 
Themen-Challenge (Rätsel)


Ein seltsamer Fall wird an Holmes und Watson herangetragen: Angeblich soll auf einer Familie im Dartmoor ein Fluch liegen, der im Zusammenhang mit einem dämonischen Hund steht. Als nun der alte Sir Charles Baskerville tot aufgefunden wird und sein Arzt in der Nähe der Leiche Spuren eines großen Hundes sieht, wendet er sich hilfesuchend an Sherlock Holmes. Dieser glaubt nicht an an übernatürliche Vorgänge, aber es scheint, als würde auch auf dem Erben des Familienbesitzes, Sir Henry Baskerville, der Fluch zu lasten.

Das ist tatsächlich der erste Sherlock Holmes-Roman, den ich gelesen habe. Bisher kannte ich nur eine Kurzgeschichte ("Die fünf Apfelsinenkerne"), die mich nicht vom Hocker gerissen hat.
"The Hound of the Baskervilles" hingegen ist ein wirklich spannender Roman. Er enthält gerade die richtige Portion gruseliger Elemente, dass mir beim Lesen ein wohliger Schauder über den Rücken lief, ich Angsthase mich aber nicht überfordert fühlte. Für unheimliche Moore habe ich sowieso ein Faible, daher fand ich alleine den Schauplatz des Krimis toll.
Interessant ist, dass dieser Roman offensichtlich auch Enid Blyton inspiriert hat - zumindest erinnerte mich die Sache mit dem entflohenen Häftling und den Lichtsignalen im Moor stark an einen Fünf Freunde-Roman. Und ich fand dieses Element schon dort sehr spannend.

Die Krimihandlung des Romans hat mir also sehr gut gefallen und auch die Auflösung war stimmig, wenn auch ein kleines Bisschen abstrus (aber das ist bei Krimis ja fast immer der Fall). Leider fand ich die Figur des Sherlock Holmes nicht ganz so interessant. Das mag natürlich daran liegen, dass in diesem Roman Watson im Vordergrund steht und Holmes eher im Verborgenen agiert, aber ich kann wirklich nicht behaupten, dass mich der Detektiv besonders fasziniert hätte. Vielleicht kommen hier seine dunklen Seiten auch weniger zum Vorschein als bei anderen Fällen, aber ich fand ihn auf eine wirklich langweilige Art und Weise perfekt bzw. unfehlbar. Und Watson selbst bleibt als Ich-Erzähler recht blass.

Das ist aber auch schon der einzige Kritikpunkt. Ansonsten fand ich den Roman toll und - nach einigen Anlaufschwierigkeiten - auch gut auf Englisch zu lesen.
Allen Krimifreunden kann ich ihn nur wärmstens empfehlen und vergebe 4 Sternchen.

Kommentare:

  1. Ich kannte bisher auch nur die Kurzgeschichten, die ich ganz gut fand. Als ich mich mal am längeren "Zeichen der Vier" versucht habe, musste ich abbrechen, weil ich es zu langweilig fand. Irgendwann versuch ich's wieder :)

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  2. Hm, das hört sich doch gut an. Ich spiele derzeit auch mit dem Gedanken, mal "eine Geschichte mit Sherlock Holmes" (*hihi*) zu lesen, weil ich grad den neuen Film im Kino gesehen habe. ;) Bisher war ich mir aber noch nicht schlüssig, ob ich auf Englisch lesen soll oder doch lieber in der Übersetzung. Aber wenn du sagst, dass es gut zu lesen war, versuche ich mich vielleicht doch am Original... ^^

    Weißt du zufällig ob eine bestimmte Reihenfolge der Bücher gibt und dieses das erste ist?

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  3. Nein, das ist nicht der erste. Der erste Roman ist "A Study in Scarlet", aber ich glaube, da gabs vorher schon zwei Kurzgeschichtensammlungen.
    Langweilig fand ich "The Hound of the Baskervilles" gar nicht, aber wie gesagt: Ich hab ein Faible für unheimliche Moore und liebe auch Familienflüche. Insofern hat der Roman natürlich genau meinen Nerv getroffen.

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