Montag, 5. März 2012

Schwalbenhof und Artus' Britannien - zwei Romane mit Nostalgiefaktor

Während der "7 Days 7 Books"-Aktion habe ich zwei Bücher wieder gelesen, die ich früher geliebt habe. Es sind zwei sehr unterschiedliche Bücher, aber da ich keine allzu lange Rezension schreiben möchte, fasse ich beide in diesem Beitrag zusammen:

Uta Over - Ponys bis fast in die Küche (Der Schwalbenhof Bd. 3)

Aus einem heruntergekommenem Reitstall kommen 20 Ponys auf den Schwalbenhof, die dort solange gepflegt und geritten werden, bis sich neue Besitzer für sie finden. Da haben die Zwillinge Ina und Tanja sowie die namenlose Ich-Erzählerin, der der Schwalbenhof gehört, alle Hände voll zu tun.
Ich kenne leider nur diesen einen Schwalbenhof-Band, aber er ist auch für sich stehend gut verständlich. Wie schon früher hat mir auch der Roman jetzt wieder sehr gut gefallen, auch wenn ich mittlerweile dem Zielgruppenalter entwachsen bin. ;-) Warmherzig und humorvoll beschreibt Uta Over, wie es all den Ponys auf dem Schwalbenhof ergeht und wie sie an liebevolle Besitzer vermittelt werden. Das ist durchaus mal eine etwas andere Handlung für einen Pferderoman - und ich denke, dass mir das Buch auch deshalb immer so gut gefallen hat. Durch die Ponys werden auch neue Freundschaften geschlossen und so manche menschliche Probleme gelöst. Letztere teils etwas zu flott und zu glatt. Da merkt man dann doch, dass es sich um ein dünnes Büchlein handelt, das sich an etwa zehnjährige Mädchen richtet. Und ab und zu ist auch der erhobene Zeigefinger deutlich zu erkennen.
Trotzdem ein sehr netter Pferderoman, der mal etwas anderes ist, auch in der Erzählperspektive. Es hat Spaß gemacht, ihn wieder einmal zu lesen.
3,5 Sternchen


Gillian Bradshaw - Der Falke des Lichts

Gawain wächst als Sohn von König Lot auf den Orkneys auf, doch in seiner Familie der Krieger kann er nicht so recht seinen Platz finden. Als seine Mutter ihn unter ihre Fittiche nimmt und ihn das Lesen lehrt, ist er zunächst überglücklich, doch man sagt von Morgas, sie wäre eine finstere Zauberin - und als Gawain sich gegen sie stellt, macht er sie sich zu seiner Feindin.
"Der Falke des Lichts" war einst eines meiner Lieblingsbücher. Ich habe die Figur das Gawain geliebt und war auch sonst begeistert von dieser Umsetzung der Artus-Sage. Diesmal hat mir der Roman leider nicht mehr ganz so gut gefallen. Sehr schön fand ich den Hintergrund, da Gillian Bradshaw hier wirklich die britischen Inseln an der Schnittstelle zwischen Antike und Mittelalter darstellt (während sonst viele Artusromane eher ins hohe Mittelalter gesetzt werden). Und auch Gawain, der Grübler, Zweifler und innerlich Zerrissene ist einfach eine wunderbare Figur.
Leider hat mich all der religiöse und esoterische Kram genervt, der ja doch mit dem Holzhammer auf die Leser niedersaust. Als Jugendliche fand ich das toll (damals fand ich ja auch "Die Nebel von Avalon" noch erträglich), aber mittlerweile war mir das einfach zuviel. Ich mag Mythologie und der Artusstoff darf auch gern etwas phantastisch präsentiert werden, aber das omnipräsente "Licht", in dessen Dienst Gawain sich stellt, war mir nun doch zuviel des Guten.
Dennoch ein spannender, interessanter Roman, der mal einen etwas anderen Blick auf den Artusstoff wirft.
4 Sternchen

Kommentare:

  1. Ohhhhhhhh (ich sitze hier gerade wohlig grinsend), Schwalbenhof-Bücher hatte ich früher auch.

    Jetzt möchte ich unbedingt sofort zu meinen Eltern fahren und dort meine alten Pferdebücher rauskramen.

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    1. Hihi, kann ich gut verstehen.
      Ich hab ja jetzt auch direkt Lust, noch mehr vom Schwalbenhof zu lesen. :-)

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  2. Oh Gott, Schwalbenhof.
    Die hab ich als Kind so geliebt und unzählige Male gelesen.

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