Dienstag, 21. August 2012

[Stöckchen] Herausforderung 777

Sabrina von Narretey und Ketzerey hat mir so etwas wie ein Stöckchen zugeworfen, das sich "Herausforderung 777" nennt. Warum 777? Man soll von dem aktuellen Romanprojekt von der 7. Seite 7 Sätze auf Facebook oder im Blog posten und das Stöckchen dann an 7 Kollegen/Kolleginnen weiterwerfen.
Nun ja, das mit dem Weiterwerfen ist immer so eine Sache, ich mag ja niemanden zwangsverpflichten, daher lasse ich das mal weg. Aber vielleicht mag sich ja trotzdem jemand dieses Herausforderung von mir mitnehmen.

Nun aber zu der eigentlichen Aufgabe. Mein aktuelles Romanprojekt sind die Göttersteine, und wenn ich da auf der 7. Seite 7 Sätze auswähle, die aus dem Zusammenhang gerissen nicht vollkommen unverständlich sind, dann lande ich bei recht viel Beschreibung, aber macht ja nichts:

Nach ein paar Schritten drehte Riava sich zu Galada um. „Ich wäre eine gute Priesterin geworden!“, rief sie trotzig, aber Galada wandte sich ohne ein weiteres Wort ab, als wäre ihr Riava bereits völlig gleichgültig geworden.

Sie ritten auf der Dea Lana durch die Innenstadt von Crayasuma. Geschäftshäuser und Werkstätten säumten die breite, gepflasterte Straße. Sie kamen vorbei an einer der Bäckereien, die das Brot in die Priesterviertel lieferten, vorbei an der großen Glasbläserei, in der Riáva früher oft Stunden verbracht und voll Staunen den Meistern bei ihrer Arbeit zugesehen hatte. Alle diese ihr vertrauten Gebäude würde sie nun lange nicht mehr sehen - vielleicht nie mehr. Vor dem Großen Platz bogen sie in eine kleine Seitenstraße ein, denn heute fand der wöchentliche Markt statt, und bei all dem Gedränge wäre ein Durchkommen zu Pferd schwierig.

Ich neige manchmal zu etwas zu ausschweifenden Beschreibungen, daher werden die in der Überarbeitung dann oft gekürzt. Aber diese hier werde ich nicht kürzen, denke ich. Riavas letzten Ritt durch die Stadt, die lange ihre Heimat war und aus der sie gleich zu Beginn des Romans herausgerissen wird, mag ich irgendwie. An einigen Formulierungen werde ich vielleicht aber noch schrauben müssen. Immerhin ist das eine Szene, die bereits aus der Urfassung der Göttersteine stammt und somit viele Jahre alt ist - es gibt übrigens ansonsten nicht viel, das aus dieser Urfassung noch übrig ist.

Kommentare:

  1. Hey Neyasha!

    Cool, dass du die Herausforderung angenommen hast. Zwangsverpflichten ist wirklich doof, aber ich dacht mal, ich versuch mal ganz unverbindlich, das weiterzugeben. Ich hab das nicht als Muss aufgezogen.

    Deine 7 Sätze gefallen mir sehr :) Ich würde die auch so lassen. Sie haben Atmosphäre.

    LG
    Sabrina

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke!
      "Zwangsverpflichten" war natürlich eher humorvoll gemeint, mir ist schon klar, dass das unverbindlich ist. ;-)

      LG Neyasha

      Löschen

Anregungen, Lob, Tadel? Immer her damit, ich freu mich über alle Kommentare!
Nur nicht über Spam, mit dem ich seit dem Abschalten der Sicherheitsabfrage schon wieder überflutet werde - daher versuche ich es jetzt einmal mit Moderation.