Montag, 10. Dezember 2012

[Adventlesen] 2. Adventsonntag

Der heutige Sonntag war vieles - hektisch, lustig, gesellig, dekadent (essenstechnisch) - aber eines nicht: ruhig und besinnlich. Ich muss also noch weiter auf einen gemütlich-entspannten Adventsonntag warten (und bezweifle ein wenig, dass mir ein solcher dieses Jahr noch vergönnt sein wird).


In jedem Fall aber waren die letzten Tage schneereich, vor allem bei meiner Familie, die ich kurz besucht habe, und somit bin ich schon mal glücklich. Obwohl ich immer fürchterlich friere, mich im Wien über den Schneematsch und die dadurch bedingten Verspätungen der Straßenbahnen ärgere, bin ich nämlich ein großer Schneefan. Kaum schneit es zum ersten Mal so richtig, freu ich mich wie ein kleines Kind. :-)
Außerdem war in der letzten Woche intensives Keksbacken angesagt, wodurch meine Liste der noch zu erledigenden Dinge ein wenig geschrumpft ist.
 Nun aber zu meiner weihnachtlichen Lektüre der letzten Woche:


Daniel Glattauer - Der Weihnachtshund

Ich wollte diesen Roman eigentlich als Adventkalender lesen, da er passenderweise in 24 Kapitel eingeteilt ist. Leider hielt dieser Vorsatz nur bis zum 4. Dezember an, dann wollte ich einfach weiterlesen und habe den recht kurzen Roman innerhalb der nächsten zwei Tage beendet.
Es ist eine sehr putzige Geschichte über Max, der über Weihnachten verreisen möchte und daher einen Hundehüter braucht, und Kathrin, die nach einem Vorwand sucht, um Weihnachten nicht bei ihren Eltern verbringen und sich dort Gejammer über ihr Singledasein anhören zu müssen.
Nun, was passiert wohl, wenn sich zwei Singles vor Weihnachten treffen? Eh klar, aber vorher haben die beiden noch so einige Hindernisse überwinden, so etwa Max' Kussphobie, die von einem traumatischen Ereignis in seiner Kindheit herrührt.

Max und Kathrin sind nicht Leo und Emmi, aber nach ersten Anfangsschwierigkeiten, die mich daran zweifeln ließen, ob es zwischen den beiden jemals funken würde, lässt Max dann doch seinen Charme spielen und die Dinge kommen ins Laufen.
Und so entsteht eine amüsante, spritzige Liebesgeschichte mit liebenswerten Figuren. Der Roman ist witziger als spätere Werke von Glattauer, besitzt aber auch weniger Tiefe. Ein kurzweiliges Lesevergnügen und so einige Lacher hat mir "Der Weihnachtshund" dennoch beschert, auch wenn er mich nicht großartig in Weihnachtsstimmung versetzt hat.

Ach ja, ich kann derzeit nicht einmal eine Kussszene schreiben, ohne dabei an die fette Sissi zu denken und innerlich zu schaudern. Vielen Dank auch, Herr Glattauer ...

Kommentare:

  1. Ich liebe den Schnee auch :)
    Ob es wohl dieses Jahr mal ausnahmsweise weiße Weihnachten sind?

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    1. Leider ist der Schnee ja schon wieder weg. :(

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  2. So schön der Schnee auch ist (ich freue mich jedes Jahr wieder drüber), so gefährlich ist er leider auch. Ich lebe ja eher ländlich und der Winterdienst protzt jedes Jahr damit, wie gut er doch vorbereitet ist auf die Schneemassen und wenn es denn soweit (so wie gestern), traut der sich anscheinend selbst nicht mal raus bzw. macht einen so schlechten Job, dass man den Jungs den Schnee am liebsten... naja, du weißt schon. ;)

    "Der Weihnachtshund" ist bei mir auch schon seit längerer Zeit mal im Blickfeld gelandet, konnte mich aber bisher nicht dazu durchringen, mir überhaupt einen Glattauer zuzulegen, auch wenn mich ein paar seiner Werke interessieren. *räusper*

    Auch wenn die Geschichte nicht recht weihnachtlich war, freut es mich zu hören, dass sie dich dennoch amüsierte. Das ist ja manchmal auch schon viel Wert. ^^

    Ich wünsche dir noch einen schönen Tag und lass dir liebe Grüße da,
    Mandy

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    1. Hierzulande ist aber allgemein Schnee immer viel problematischer als etwa im Norden. Ich hab ja mal ein halbes Jahr lang in Oslo gelebt und dort hat man sich von Schnee und Glatteis überhaupt nicht beeindrucken lassen. Räumen? Streuen? Ach was, das ist für Weicheier! Verkehrsprobleme? Nicht die Spur. Verzögerungen bei den Schnellbahnen? Aber woher denn, doch nicht wegen dem bisschen Schnee ... *g*
      Fand ich irgendwie sehr cool, aber dort ist man daran irgendwie ganz anders gewöhnt.

      Ich würde ja bei Glattauer am meisten immer noch "Gut gegen Nordwind" empfehlen, das ist so ein schöner Roman. :) Und "Darum" fand ich sehr spannend.

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  3. Wer braucht schon ruhig und besinnlich, wenn man es lustig und gesellig haben kann? Hauptsache man genießt die Zeit ;)

    Ich habe mich über den Schnee der letzten Woche auch sehr gefreut - er hat sich noch in Grenzen gehalten und war daher wirklich zu genießen und für mich gehört es vor Weihnachten einfach dazu.

    Leo und Emmi habe ich damals geliebt, aber mich seitdem nie wieder an ein Buch von Glattauer gewagt. Vielleicht sollte ich das mal ändern? Übrigens glaube ich nicht, dass ich es geschafft hätte wirklich jeden Tag nur ein Kapitel zu lesen. Bei einer zusammenhängenden Geschichte ist das schon schwierig...

    Liebe Grüße, Melanie

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    1. Also ich lechze momentan schon ein wenig nach Ruhe, muss ich zugeben. Die letzten Tage waren doch sehr stressig und turbulent. Aber natürlich ist lustig und gesellig auch schön. :)
      Ich habe mittlerweile viel von Glattauer gelesen, muss aber sagen, dass "Gut gegen Nordwind" für mich bislang unerreichbar ist. Mir haben zwar alle seine anderen Bücher auch gefallen, aber sie kamen nicht daran heran. Allerdings muss ich sagen, dass für mich "Gut gegen Nordwind" ein Ausnahmebuch war, wie man sie selten findet. Ich hab das ja wirklich in einem Rutsch durchgelesen.

      Jostein Gaarders "Weihnachtsgeheimnis" hab ich mal tatsächlich als Adventkalender gelesen, aber auch da ist es mir teilweise sehr schwer gefallen, weil ich dann schon so neugierig war. *g*

      Liebe Grüße, Neyasha

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