Freitag, 26. Juli 2013

[Wiener Streifzüge] Lobau/Nationalpark Donau-Auen

Beschreibungrundumadum Nr. 14
StartpunktDonaustadtbrücke (U2)
EndpunktLobgrundstraße (91A)
Gehzeit1,5 Stunden

Wieder habe ich in dieser Woche keinen neuen Weg geschafft - bei Temperaturen über 30 Grad bin ich kein Fan großer Spaziergänge, schon gar nicht, wenn man dafür erst eine Weile in heißen Straßenbahnen und Bussen durch die Gegend fahren muss. Deshalb stelle ich euch einen kurzen Weg vor, den ich vor ziemlich genau einem Jahr gegangen bin (letztes Jahr wars um die Zeit etwas kühler).

Es handelt sich dabei um die Etappe Nr. 14 des rundumadum-Weges durch den Wiener Grüngürtel. Eigentlich beginnt der Weg beim Gasthaus "Zum roten Hiasl" (Bus 91A), aber ich habe stattdessen als Startpunkt die U2-Station Donaustadtbrücke gewählt. Dadurch wird der Weg etwas länger, ist (für mich) aber auch praktischer zu erreichen.
Bei meiner Variante führt der Weg also erst einmal ein ganzes Stück an der Neuen Donau entlang:


Bei der Steinsporn-Brücke steigt man dann sozusagen in den tatsächlichen Weg ein, der sogleich in die Lobau (einen Teil des Nationalparks Donau-Auen) führt und zunächst an der Dechantlacke vorbei.

Der kleine See bietet sich bei heißem Wetter für einen Sprung ins kalte Nass ein - sofern man sich nicht daran stört, dass die meisten Badenden hier der Freikörperkultur frönen. ;-)
Danach geht es durch Wald- und Moorgebiet und über Holzstege, die durch Schilf und Auen führen.


Schließlich kommt man an der Panozzalacke, einem weiteren idyllischen See vorbei, der allerdings aufgrund des Schilfgürtels und der zahlreichen Wasserpflanzen nicht zum Baden geeignet ist.


Zuletzt noch ein Stück an überwucherten Bahngleisen entlang und zur Lobgrundstraße, wo sich eine Haltestelle der Buslinie 91A befindet.


Ich finde, dass es sich bei der Lobau um eines der schönsten Grüngebiete in Wien handelt. Es ist dort sehr ruhig und die feuchte Auenlandschaft hat einfach ihren ganz besonderen Reiz (leider auch für Insekten). Man kann für eine Weile sogar ganz vergessen, dass man sich eigentlich noch in der Stadt befindet.
Leider ist die Erreichbarkeit nicht die beste, sofern man nicht ohnehin in der Nähe der Lobau wohnt, aber für diesen Weg lohnt sich auch eine längere Anfahrt (und man kann auch noch ein bis zwei Etappen dranhängen, dann lohnt sie sich umso mehr). 

Kommentare:

  1. Ich kann dich verstehen - wer hat bei dieser Hitze schon Lust sich draußen groß zu bewegen, wenn es nicht unbedingt sein muss? Ich auch nicht, ich verzieh mich da lieber in kühle Ecken ;)

    Ich finde es immer wieder schön zu sehen, dass Wien solche grüne Flecken zu bieten hat. Und zwar neben den typischen Touristenorten. Bei meinem nächsten Wienbesuch muss ich unbedingt so einen Spaziergang miteinplanen!

    Liebe Grüße, Melanie

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    1. Ich bin über diese grünen Flecken wirklich froh. Es ist nicht ganz so wie Oslo, wo man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln das Meer und die Inselchen im Fjord und auch ein richtiges Wandergebiet erreicht, aber zumindest gibt es grüne Rückzugsorte.
      Für mich als "Landkind" sind diese quasi mein Rettungsanker, wenn ich von der Stadt die Nase voll habe.

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  2. Vielleicht sollte man mal einem Reiseveranstalter vorschlagen spezielle Angebote für "grüne Städtereisen" anzubieten - Wien scheint da ja schon mal eine Menge zu bieten. ;)

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    1. Hehe. Wobei ich ja, wenn ich wohin fahre und es grün haben möchte, doch gleich "richtig" Grün und weite Landschaften wählen würde anstatt einer Stadt.

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    2. Aber Stadtgrün hat doch viel mehr überraschende Seiten als Landgrün - das ist schließlich viel berechenbarer. ;D

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  3. Ach, das scheint ja eine schöne Strecke zu sein. :)
    Für ich nur eeetwas zu weit weg :D

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