Freitag, 30. August 2013

Feuersänger v. Tina Alba - letzte Exemplare günstig zu ergattern

Heute gibt es mal einen etwas anderen Beitrag von mir und zwar kann ich euch den Fantasy-Roman "Feuersänger" von Tina Alba sozusagen günstig anbieten.


Es handelt sich um ein gut 500-Seiten-dickes Hardcover des Blitz-Verlages, das regulär im Handel mittlerweile nicht mehr verfügbar ist. Tina hat aber noch ein paar Exemplare günstig anzubieten - um 10 Euro inklusive Versandkosten (in Deutschland; bei Versendungen ins Ausland sind die Versandkosten extra zu zahlen). Es handelt sich um nagelneue Bücher, keine Mängelexemplare - der Preis ist also für so ein dickes Hardcover praktisch ein Schnäppchen. Auf Wunsch wird das Buch auch signiert.

Bei der inhaltlichen Beschreibung muss ich leider auf den Kurztext von Amazon zurückgreifen, da ich selbst den Roman (noch) nicht gelesen habe: 

Der junge Nithyara Feuersänger hat alles verloren: seine Heimat, seine Familie und seinen besten Freund und Lehrer. Die Shir athana, Dämonen aus Schatten, Furcht und Finsternis, sind zurückgekehrt und trachten danach, das Volk der Nithyara ein für allemal auszurotten.
Auf sich allein gestellt findet Feuersänger neue Verbündete und seine große Liebe. Der Sieg scheint greifbar, doch der Kampf gegen die Shir athana hat erst begonnen. Uralte Geheimnisse, Kampf, Tod – allem muss sich Feuersänger stellen. Doch dann kommt die Aufgabe, die größer ist als alles, was er bisher zu meistern hatte.

Wenn jemand Interesse hat, meldet euch einfach in den Kommentaren bei mir oder per Mail (judith_oliva(at)web.de), dann leite ich euch an Tina weiter.

Donnerstag, 29. August 2013

[Knüpfereien] Tierchen und andere Kleinigkeiten

Derzeit komme ich leider kaum zum Lesen und Bloggen. Damit es hier nicht ganz so still ist, zeige ich euch mal eine weitere Ladung Knüpfereien. Diese tierischen Anhänger sind genau das richtige für Fadenreste und sie sind schnell zu knüpfen. Ich hab noch eine ganze Ladung kleiner Köpfe, die ich aus Modelliermasse gebastelt habe und die darauf warten, ebenfalls verknüpft zu werden.


Freitag, 23. August 2013

[Wiener Streifzüge] Gumpoldskirchen/Anninger

Beschreibung
Wien geht track 15
Startpunkt +
Endpunkt
Bahnhof Gumpoldskirchen (S2)
(oder Richardhof)
Gehzeitknapp 3 Stunden

Meine Wanderung, die ich diese Woche am Sonntag unternommen habe, hatte es ziemlich in sich. Es ist nicht direkt ein "Wiener" Streifzug, da man sich dazu in den niederösterreichischen Weinort Gumpoldskirchen begeben muss.
Der eigentliche Weg auf den Anninger beginnt beim Richardhof - für alle Autofahrer wäre also dort der Startpunkt. Da ich öffentlich unterwegs war, hatte ich anfangs mit leichten Problemen zu kämpfen. In der Wegbeschreibung (die sich ausdrücklich auch an Öffi-Fahrer richtet), stand nämlich nicht, wie man am besten vom Bahnhof zum Richardhof kommt. Ich bin also einem Schild in Gumpoldskirchen gefolgt, das aber natürlich für Autofahrer gedacht war - und so musste ich dann bei über 30 Grad eine gute halbe Stunde an einer Landstraße entlanglatschen. Natürlich gabs keinerlei Gehwege, also habe ich mich teilweise durch das Gestrüpp neben der Straße geschlagen, während die Sonne auf mich niederbrannte ... bis endlich der richtige Weg begonnen hat, war ich bereits fix und fertig. *g*

Rathaus von Gumpoldskirchen
Es lohnt sich, hier ein wenig durch die hübschen Gassen zu streifen
Endlich von der Straße weg!
Der eigentliche Weg führt eine ganze Weile bergauf durch zunächst sehr lichten und später etwas dichteren und kühleren Wald zum Anninger Schutzhaus. 
Immer noch zuviel Sonne, aber später wurde es schattiger
Vom Anninger Schutzhaus lohnt sich ein Abstecher zur Jubiläumswarte auf dem Eschenkogel. Diese nicht ganz stabil wirkende Metallkonstruktion wurde 1898 anlässlich des 50jährigen Regierungsjubiläums von Kaiser Franz Josef errichtet. Die Plattformen bestehen auch aus Metallgittern, wodurch sie sehr filigran wirken - ich habe an sich keine Höhenangst, aber das war schon etwas gruselig.
Jubiläumswarte - Leider schwierig zu fotografieren, weil runderhum so viel Wald ist.
Oben wird man aber von einem weiten Blick über die Umgebung und auf Wien belohnt. Wenn man sich also irgendwie überwinden kann, sollte man sich hinaufwagen (schlimmer ist dann allerdings das runtergehen ...).


Danach geht es durch den Siebenbrunnengraben teils steil abwärts. Der Wald ist hier recht dunkel und düster und schien gewaltig von den letzten Unwettern in Mitleidenschaft gezogen worden zu sein. Ich musste mich also sehr auf den Weg konzentrieren und immer wieder über Äste und Baumstämme steigen - und habe wohl deshalb völlig die Dreidärrischenhöhle verpasst. Um sie zu betreten, hätte ich mich ohnehin anmelden müssen, aber zumindest von außen hätte ich gern ein wenig hineingespäht.


Wenn man aus dem Wald hinauskommt, sieht man rundherum Weinberge. Was es allerdings hier mit den zahlreichen Bänken auf sich hatte (die man hoffentlich am Foto einigermaßen erkennt), war mir ein Rätsel - kann man da gemeinschaftlich die Weinreben beim Wachsen beobachten? Weinbeschwörungen abhalten? Den Weinheiligen St. Urban anbeten?


Blick auf Gumpoldskirchen
Wein, wohin man auch blickt
Durch weitere kleine Gassen zurück zum Bahnhof
Beim Rückweg habe ich glücklicherweise einen angenehmeren Fußweg zurück nach Gumpoldskirchen gefunden, wodurch der Rückweg zum Bahnhof weitaus weniger anstregend war als der Hinweg.

Insgesamt war es eine sehr schöne, aber durchaus anstregende Wanderung. Die Hitze, die Steigungen (die man auf den Fotos nicht wirklich sieht) und mein etwas unglücklich gewählter Weg zum Richardhof haben diesen Streifzug doch recht ermüdend gemacht. Dass das Wetter für solche Unternehmungen zu heiß ist, haben sich offensichtlich die meisten gedacht, denn ich bin kaum einer Menschenseele begegnet. Dennoch war es ein schöner Ausflug, der ein wenig Erholung von der Stadtluft geboten hat.

Mittwoch, 21. August 2013

Noch immer kein Händchen bei der Buchauswahl? - egal!

Vor zwei Wochen habe ich geklagt, dass ich gerade die ganze Zeit nur mittelmäßige Bücher erwische und überlegt, ob es vielleicht mehr an mir als an den Büchern liegt.
Ein paar von euch haben mir daraufhin den wohl recht klugen Rat gegeben, dass ich vielleicht einmal eine kleine Lesepause einlegen sollte. Das habe ich dann auch tatsächlich getan - okay, zumindest halb. ;-) Abends im Bett hab ich trotzdem immer Der Fluch der Gaukler weitergelesen, da ich den Roman in die Bücherei zurückbringen musste und auch nicht ganz raus kommen wollte.
Mein Reader, der mich sonst immer in der Straßenbahn und bei meinen Wiener Streifzügen begleitet, blieb aber erst einmal zuhause. Stattdessen hab ich Geschichten-Notizen gemacht, Charaktere interviewt und Musik auf meinem geliebten, alten iPod shuffle gehört (ich hab seit einer Weile auch ein neueres Gerät, das ihm aber nicht den Rang ablaufen kann - sollte mein kleiner shuffle nun nach etlichen Jahren doch mal kaputt gehen, stürzt mich das vermutlich in eine mittlere Krise ;-)).

Nachdem ich aber gut eine Woche lang so eine halbe Pause gemacht habe, war mir das allerdings auch schon Lesepause genug. Ich habe nun wieder einen Roman aus der Onleihe auf meinen Reader geladen, beim Handarbeiten "Drachenbrut" zu Ende gehorcht und mir neuen Lesestoff aus der Bücherei geholt.
Noch hatte ich zwar immer keinen Knüller, aber was solls. Ich versuch jetzt erst mal, mich nicht mehr davon frustrieren zu lassen.
Außerdem können ja auch schlechte Romane Lesespaß liefern, wie ich gerade mal wieder feststellen musste. Ich hab mir nämlich spontan aus der Bücherei "Zerbrechlich" von Jodi Picoult mitgenommen und recht schnell ausgelesen. Dabei fand ich den Roman richtig, richtig schlecht (mal davon abgesehen, dass es ein ziemlicher Abklatsch von "Beim Leben meiner Schwester" ist), aber er ließ sich dennoch flott lesen und ich hab mal wieder so einiges gelernt (auch abschreckende Beispiele sind ja Beispiele ...).
"Macht und Verrat" von David Anthony Durham, das ebook aus der Onleihe, gefällt mir da schon deutlich besser, auch wenn ich noch nicht überzeugt bin, dass es auch das Zeug zu einem großartigen Roman hat. Mal sehen, wie es noch wird - derzeit macht es auf mich noch ein wenig den Eindruck eines schwächeren "A Song of Ice and Fire".

So ganz gut läuft es also noch immer noch nicht mit meiner Buchwahl, aber ich hab mich jetzt quasi wieder aufgerappelt und lese frohen Mutes weiter. Danke für eure Tipps und Ratschläge, die ich zwar nur halbherzig befolgt habe, die mir aber dennoch geholfen haben. :-)
Und vielleicht klappt es ja bald auch mal wieder mit einem Lesehighlight.
Immerhin warte ich ja gerade auf zwei ganz besondere Neuzugänge, die ich euch aber noch vorstellen werde, sobald sie eingetroffen sind. Da der eine aus Kanada anreist, könnte das noch eine Weile dauern; dabei bin ich doch schon ganz hibbelig. Nun ja, gut Ding will eben Weile haben ...

Sonntag, 18. August 2013

Karen Maitland - Der Fluch der Gaukler



Genre: Historischer Roman
Seiten: 528
Verlag: Scherz
ISBN: 978-3502181026
Meine Bewertung: 3 von 5 Sternchen



Während im 14. Jahrhundert die Pest in England wütet, findet sich eine Gruppe von sehr unterschiedlichen Menschen zusammen, die aufgrund äußerer Umstände zu einer Reise quer durchs Land gezwungen werden: ein Reliquienhändler Camelot, ein Magier, ein junges Pärchen, zwei Musikanten, ein Geschichtenerzähler, eine Magd und ein Mädchen, das die Runen liest. Doch Misstrauen und Lügen beherrschen die zusammengewürfelte Gemeinschaft und die Runen verheißen nichts Gutes. So wird die Reise bald zu einer Flucht - wie aber flüchten, wenn die eigentlichen Gefahren von innen kommen?

"Der Fluch der Gaukler" - auf Englisch deutlich passender mit "Company of Liars" betitelt - hat alle Voraussetzungen für einen großartigen historischen Roman: ungewöhnliche Figuren, ein origineller Plot, anschauliche Beschreibungen und eine düstere Atmosphäre. Leider fand ich den Roman aber aus verschiedenen Gründen doch nur durchschnittlich. Zwar ist die Handlung an sich spannend, aber die Figuren wirken trotz all ihrer Geheimnisse und Fehler fast ein wenig farblos. Besonders Ich-Erzähler Camelot hat gar keinen greifbaren Charakter: Er ist immer hilfsbereit, immer tolerant und die meiste Zeit sehr distanziert und neutral, als würde er völlig außerhalb des Ganzen stehen. 
Zudem sind all die großen Geheimnisse stets schon lange vorher zu erahnen, was dann die jeweiligen Enthüllungen recht unspektakulär macht.

Was mich aber am meisten gestört hat, das war die schlampige Recherche: Der Begriff "Vampir" existiert im mittelalterlichen England noch nicht und hat demnach im Volksglauben der Menschen noch nichts verloren (wenn, dann müssten es Wiedergänger sein, und die werden nicht als Blutsauger, die durch die Lüfte fliegen, betrachtet). Das ist ja noch eine Kleinigkeit, aber was in dem Roman alles an klischeehaftem Blödsinn über Runen steht, geht auf keine Kuhhaut mehr. Darüber, dass Runenorakel im Stil moderner Esoterik vorkommen, kann man noch diskutieren. Zwar gibt es keine Belege, dass Runenzauber früher tatsächlich auf diese Weise eingesetzt wurden, aber da der Roman leicht phantastische Züge aufweist, kann man darüber noch hinwegsehen.
Dass dann aber statt der (auf Inschriften belegten) englischen Runen das Ältere Futhark (das zu dieser Zeit nicht mehr in Verwendung war) genommen wird, ergibt wenig Sinn. Dass Narigorm in einem Satz keltische und altnordische Gottheiten nennt und beide mit den Runen in Zusammenhang bringt, wirkt ein wenig wie "ach egal, sind ja alle geheimnisvoll und heidnisch".
Da im Nachwort die Hávamál, ein altnordisches Lied, als angelsächsisch (!) bezeichnet wird, wird aber ohnehin schon klar, dass die Recherche in diesen Bereichen nicht besonders tief ging ...
Mir ist klar, dass ich in der Hinsicht überkritisch bin, da das nun einmal Spezialgebiete von mir sind. Allerdings ist das großteils Wissen auf Wikipedia-Niveau, also nichts, was man nicht einfach herausfinden könnte. Da die historischen Hintergründe sehr sorgfältig recherchiert zu sein scheinen, kommt es mir so vor, als hätte Karen Maitland es im Bereich Volksglauben/Mythologie nicht für notwendig befunden, sich an gewisse Fakten zu halten.
Das passt allerdings zu der - ACHTUNG, LEICHTER SPOILER - ohnehin phantastischen Auflösung, die mich ziemlich enttäuscht hat. Wenn in einem eigentlich historischen Roman die Erklärung nur mit Magie möglich ist, fühle ich mich immer ein wenig betrogen - zumindest, wenn vorher nichts zwingend darauf hindeutet, dass echte Magie im Spiel ist und es sich eben nicht nur um Glaubensvorstellungen der Figuren und Schwindel handelt.

Alles in allem habe ich mich bei diesem Roman über einige Dinge ziemlich geärgert, was schade ist, da mir die Ansätze wirklich gut gefallen haben. Wäre es ein rein historischer Roman gewesen und hätte die Autorin bei den Runen nicht auf eine solche Art von Orakel, wie man sie heutzutage in esoterischen Vorstellungen findet, zurückgegriffen, hätte er mir vermutlich deutlich besser gefallen. 
Schade, denn den Hintergrund und die eigentliche Plotidee fand ich wirklich spannend.

Freitag, 16. August 2013

[Wiener Streifzüge] Pötzleinsdorf

BeschreibungWien für kluge Leute Nr. 46
(erweitert)
StartpunktPötzleinsdorf (41)
EndpunktPötzleinsdorf (41)
Gehzeit1,5 Stunden

Anfang dieser Woche habe ich sozusagen einen Ausflug in die Vergangenheit gemacht. Im Wiener Stadtteil Pötzleinsdorf (18./19. Bezirk) habe ich nämlich die ersten Semester meines Studiums in einem Studentenheim gewohnt.
Pötzleinsdorf liegt eher schon am Rand der Stadt und ist eine sehr grüne, ruhige Villengegend. Da dort in der Nähe die Universität für Bodenkultur ist, gibt es dort zwei große Studentenheime, wovon eines auch für Studenten anderer Universitäten zur Verfügung steht. Als ich damals dort gewohnt habe, habe ich leider die schöne Lage kaum zu schätzen gewusst. Ich fand es natürlich schön, dass es ruhig war, aber andererseits hat mich auch die nicht gerade zentrale Lage oftmals gestört. Außerdem war ich damals sehr häufig an den Wochenenden bei meiner Familie und hatte dort sowieso einen Garten zur Verfügung, während ich in Wien mehr an der Stadt interessiert war.
Inzwischen würde ich einiges dafür geben, wieder dort in der Gegend wohnen zu können (zumal sie auch nicht sooo abgelegen ist), aber ich glaube nicht, dass ich mir dort jemals eine Wohnung leisten kann. ;-)

Vorweg noch kurz eins: Ich konnte dieses Mal nur mit meinem Handy Fotos machen, da der Akku meiner Kamera komplett leer war - ich hatte zuhause vergessen, ihn zu laden. %-)

Mein Weg hat mich zuerst von der Endstation der Straßenbahnlinie 41 in den Pötzleinsdorfer Schlosspark geführt, der sehr weitläufig und waldig ist. Zwischendrin stehen immer mal wieder Statuen wie bestellt und nicht abgeholt in der Gegend herum.


Weiter ging es dann in den Michaeler Wald und nach einer kleinen Schleife zurück Richtung Schlosspark auf eine kleine Wiese, wo ich eine Häkelpause eingelegt habe.

So kann man sich behelfen, wenn man den Rundenmarkierer zu Hause vergessen hat.
Außerdem habe ich dort einen perfekten Kletterbaum gefunden, und da ich gerade kurz vorher mit Freunden darüber gesprochen habe, dass ich unglaublich gern mal wieder auf einen Baum klettern würde, habe ich genau das getan.


Weiter ging es dann an Schrebergärten vorbei Richtung Studentenheim. Unterwegs kann man so einige protzige Häuser sehen - die ich allerdings nur recht hastig fotografiert habe, da ich Angst hatte, gleich für eine potenzielle Einbrecherin gehalten zu werden, wenn ich zu ausgiebig die Häuser fotografiere. ;-)


Hier habe ich früher gewohnt. Die Häuser des Studentenheims an sich sind recht hässlich (sind eben auch nicht mehr die neuesten), aber die parkartige Anlage ist schon sehr schön.

In dem Gebäude links hab ich früher gewohnt - allerdings mit dem Fenster zur anderen Seite.
Unzählige Treppen hinunter (hinauf waren die früher kein Spaß, wenn ich grad vom Einkaufen kam) gings zur Pötzleinsdorfer Straße und von dort wieder zur Straßenbahnstation.

Häuser in der Pötzleinsdorfer Straße
Einige Tage nach diesem Streifzug fühle ich mich immer noch ganz eigenartig. Ich war jahrelang nicht mehr beim Studentenheim und das ganze war wirklich wie ein Spaziergang in die Vergangenheit. 
Wer nie dort gewohnt hat, für den ist dieser Teil des Weges bestimmt uninteressant, aber zumindest der Pötzleinsdorfer Schlosspark ist schon einen kleinen Ausflug wert.

Donnerstag, 15. August 2013

[Challenge] Zurück in die Vergangenheit

Elena hat mir vor kurzem in einem Kommentar geschrieben, dass sie eine Challenge plant, die womöglich auch das richtige wäre, um gegen mein Lesetief anzukämpfen.
Heute hat sie die Challenge vorgestellt und ich wusste sofort, dass ich dabei sein werde!

ein Klick aufs Bild bringt euch zu Elenas Challengeseite

Es geht darum, Bücher aus der Kindheit und Jugend wieder zu lesen, mit denen man nostalgische Erinnerungen verknüpft. Eine bestimmte Anzahl ist nicht vorgegeben, was die Challenge sehr entspannt macht - das gefällt mir, da ich derzeit auch das Lesen wieder entspannter angehen möchte.

Ich habe auch direkt schon einige Bücher im Kopf, die ich früher sehr mochte, die ich aber wirklich lange nicht mehr gelesen habe. Einige davon sind wohl eher unbekannt, spontan denke ich an "Die Feuersteinkinder" (Tonny Vos-Dahmen), "Riki" (Vera Ferra), "Aufregende Ferientage (Edith Grotkap) und "Aufregung im Ponyclub" (Paul Buddee).

Montag, 12. August 2013

Die Listen der 100 Bücher - ein Vergleich

Vor einer Weile habe ich mal aus Neugierde die 100 Books der BBC von 2003 und die 100 Bücher vom ZDF von 2004 verglichen und jene Bücher herausgesucht, die auf beiden Listen vertreten sind.
Es sind keine allzu aufregenden Erkenntnisse dabei herausgekommen, aber vielleicht interessiert euch dieser Vergleich ja ebenfalls, daher zeig ich euch hier mal die Auflistung, jeweils mit den Platzierungen auf der Liste:

Buchenglische Listedeutsche Liste
JRR Tolkien, Der Herr der Ringe11
Jane Austen, Stolz und Vorurteil217
Douglas Adams, Per Anhalter durch die Galaxis439
JK Rowling, Harry Potter und der Feuerkelch569
Harper Lee, Wer die Nachtigall stört645
George Orwell, 1984885
Charlotte Brontë, Jane Eyre1099
Emily Brontë, Sturmhöhe1283
JD Salinger, Der Fänger im Roggen1556
Leo Tolstoi, Krieg und Frieden2066
JK Rowling, Harry Potter und der Stein der Weisen229
JK Rowling, Harry Potter und der Gefangene von Askaban2452
John Irving, Owen Meany2837
Gabriel García Márquez, Hundert Jahre Einsamkeit3236
Ken Follett, Die Säulen der Erde333
Alexandre Dumas, Der Graf von Monte Christo4497
Rosamunde Pilcher, Die Muschelsucher5068
Leo Tolstoi, Anna Karenina5495
Fjodor Dostojewski, Schuld und Sühne6096
Patrick Süskind, Das Parfum714
Paulo Coelho, Der Alchimist948
Gabriel García Márquez, Die Liebe in den Zeiten der Cholera      9742


22 Bücher sind also auf beiden Listen vertreten, wobei die Nummer 1 jeweils übereinstimmt.
Ein paar Dinge, die mir noch aufgefallen sind:
  • Die Briten können anscheinend mehr mit russischen Klassikern anfangen - die sind auf der englischen Liste durchwegs weiter oben zu finden als auf der deutschen.
  • Auf der englischen Liste ist lediglich ein einziges deutsches Buch und zwar "Das Parfum". Da die englische Übersetzung bereits von 1986 ist und der Film erst 2006 in die Kinos kam, war der Roman nicht einfach nur 2003 gerade außergewöhnlich bekannt, sondern dürfte wohl tatsächlich allgemein sehr beliebt sein in Großbritannien.
  • Nur 9 Bücher auf der englischen Liste sind Übersetzungen, also nicht-englischsprachig. Dagegen sind es auf der deutschen Liste 57 Übersetzungen.
  • Die deutsche Nummer 2 (nämlich die Bibel) ist auf der englischen Liste gar nicht zu finden. ;-) Sagt uns das jetzt, dass die Deutschen religiöser sind oder dass die Engländer einfach nicht auf die Idee kommen, die Bibel überhaupt bei der Frage nach dem Lieblingsbuch zu nennen? Das finde ich nämlich selbst sehr seltsam. Ich habe einige sehr religiöse Familienmitglieder (meine Schwester ist Religionslehrerin), die durchaus bibelfest sind, aber wenn ich sie nach ihren Top10-Büchern fragen würde, würde wohl bei niemandem von ihnen die Bibel darunter sein.

Freitag, 9. August 2013

[Wiener Streifzüge] Friedhof St. Marx

Ich weiß, ich klinge schon wie eine hängengebliebene Schallplatte, aber auch diese Woche war meine Motivation nicht besonders groß, bei 38 Grad mehr Zeit als notwendig draußen zu verbringen, daher stelle ich euch heute mal den Friedhof St. Marx vor, den ich früher öfter besucht habe (damals habe ich in der Nähe gewohnt). Dieser Biedermeier-Friedhof ist nicht mehr in Verwendung (er zählt inzwischen als Parkanlage) und steht unter Denkmalschutz. Man erreicht ihn mit der Straßenbahnlinie 71 und der Buslinie 74A. 

Mit seinen verwitterten Grabsteinen und Statuen ist der Friedhof jederzeit einen Besuch wert, besonders aber im Frühling, wenn dort alles blüht. Es ist dort meistens recht ruhig, nur manchmal kommt ein Reisebus mit japanischen Touristen, die alle schnurstracks zum Mozartdenkmal (der dort ursprünglich begraben war) marschieren, ein paar Fotos machen und ebenso schnell wieder verschwinden, wie sie gekommen sind.






Mittwoch, 7. August 2013

Kein Händchen bei der Buchauswahl

Manchmal habe ich Phasen, in denen mich einfach kein Buch wirklich überzeugen kann. Ich weiß dann nie so recht, ob ich tatsächlich Pech mit der Buchwahl habe oder ob es an mir liegt. Sind das einfach Phasen, in denen mir nichts so wirklich gefallen kann? Fände ich manche Bücher zu einer anderen Zeit vielleicht gar nicht so schlecht?

Derzeit befinde ich mich mal wieder in so einer Phase. Ich habe nun schon eine ganze Reihe von Büchern eher mittelprächtig gefunden. Alle sind mit 2,5-3,5 Sternen bewertet, keines war wirklich schlecht, aber es konnte mich auch keines vom Hocker reißen. Leider betrifft das nun schon eine ganze Reihe von Büchern und die Phase hält bereits so lange an, dass fast schon meine Leselust schwindet.
Mit meiner aktuellen Lektüre sieht es leider nicht viel besser aus. Zuletzt habe ich "Agnes Grey" gelesen - mit dem Gedanken, dass ja bei den Bronte-Schwestern nicht viel schiefgehen könnte. Nun ja, ich sags mal so: Der Roman ist aus gutem Grund nicht so bekannt wie etwa "Jane Eyre" oder "Wuthering Heights". 
"Der Fluch der Gaukler" ist ein interessantes Buch und vermutlich noch das beste, das ich in letzter Zeit erwischt habe, aber es gibt doch eine ganze Reihe von Kritikpunkten und ich bin weit noch nicht beim Ende. "Drachenbrut" von Naomi Novik, das ich gerade als Hörbuch habe, finde ich ganz nett, aber mehr auch wirklich nicht. Bisher bezweifle ich, dass ich danach noch weitere Temeraire-Bände lesen werde. Und schließlich tummelt sich auf meinem Reader noch "Catch-22" von der BBC-Liste, in das ich gar nicht reinfinde. Vielleicht tu ich mir mit dem Englisch schwer oder mir ist der Roman tatsächlich zu absurd (obwohl ich ja weiß, dass er absurd sein soll). Ich kann es nicht genau sagen, aber hätte ich nicht Geld für da ebook ausgegeben (wenn auch dank eines Rabattes nicht viel), würde ich wohl einfach abbrechen. So werde ich es wohl aber doch noch ein wenig länger damit probieren.

Alles in allem wünsche ich mir aber nun wirklich wieder einmal ein Buch, das ich so richtig toll finde. Um auf Nummer Sicher zu gehen, müsste ich mich also eigentlich auf einen Reread stürzen, denn da kann nicht viel schiefgehen, oder?
Selbst das ist aber nicht so einfach. Eins der besten Bücher, das ich je gelesen habe, ist Guy Gavriel Kays "Sarantine Mosaic". Was aber, wenn ich es nun gar nicht mehr so toll finde wie beim ersten Mal? Immerhin ist das Jahre her und seither kann sich ja auch mein Geschmack verändert haben.
Und genau das ist eins der Probleme bei solchen Phasen: Ich überlege dann ewig hin und her, was ich lesen könnte, um nur ja nicht enttäuscht zu werden. Vielleicht gehe ich aber dadurch so verkrampft an die Bücher heran, dass eine Enttäuschung vorprogrammiert ist?

Wie geht es euch mit solchen Phasen? Denkt ihr, dass so etwas eher an der eigenen Stimmung oder doch nur den aktuellen Büchern liegt? Lest ihr dann Romane, die euch empfohlen werden oder Bücher, die ihr schon mehrmals gelesen habt und die ihr bestimmt immer wieder toll findet? Oder macht ihr euch bei solchen Durstrstrecken gar nicht erst groß Gedanken - nach dem Motto "der nächste Knüller wird schon kommen"?

Samstag, 3. August 2013

[31 Tage - 31 Filme] Tag 13

Diese Woche mal keine Streifzüge. Erstens hatte ich dafür einfach keine Zeit und zweitens sind die Temperaturen immer noch jenseits der 30 Grad, da kann ich mich zu keiner Wanderung aufraffen. Ich hab zwar noch ein paar "alte" Spaziergänge in der Hinterhand, aber die möchte ich nicht alle auf einmal aufbrauchen. ;-)

Dafür wende ich mich heute mal wieder einer der Fragen von den 31 Filmen zu:


Welcher Film aus deinem letzten Spontankauf landete in deinem Regal?

Hm, ich kaufe sehr selten Filme und spontan noch viel seltener. Daher ist wohl am ehesten Swallows and Amazons zu nennen. Als ich den Roman gelesen hatte, war ich gleich auf die Verfilmung neugierig, aber als ich die DVD dann im März gekauft habe (das war bis jetzt auch mein letzter DVD-Kauf), geschah es doch recht spontan. Und es war ein Kauf, der sich sehr gelohnt hat. Der Film ist unglaublich charmant, sehr gut besetzt (Titty ist der Wahnsinn!) und relativ nah am Buch. Alle vorgenommenen Änderungen und Kürzungen sind stimmig und sinnvoll und ergeben einfach einen runden Film.
Man merkt, dass er schon etwas älter ist - nicht, weil er verstaubt wirkt (auch wenn die tagsüber gedrehten Szenen, die mittels Schwarzfilter zu Nachtaufnahmen gemacht wurden, ziemlich eigenartig anzusehen sind), aber weil diese reine Lust am Segeln und spielerischen Abenteuern heutzutage in Kinderfilmen sehr selten geworden ist. Ich will jetzt nicht klingen wie ein altes Mütterchen, das jammert "früher war alles besser!". *g* Aber ich habe schon das Gefühl, dass in aktuellen Kinderfilmen die Abenteuer viel größer und gefährlicher sind. Und die Erwachsenen sind sehr oft entweder komplette Trottel oder einfach nur ignorant oder überhaupt die großen Widersacher. In "Swallows and Amazons" wird mit diesem Motiv auf eine ganz andere Weise gespielt, und dann gibt es ja auch noch die Mutter der Kinder, die einfach nur zauberhaft ist.
Wirklich, es ist einer der schönsten, warmherzigsten und authentischsten Kinderfilme, die ich jemals gesehen habe. Davon abgesehen ist er ein richtiger Gute-Laune-Film, der einfach den Spaß am Kindsein vermittelt, ohne wirklich große und tiefsinnige Themen zu behandeln - und das ist zur Abwechslung ja auch einmal schön.
Wenn es ihn nicht nur auf Englisch geben würde, würde ich ihn sofort meinen Nichten und Neffen vorführen, die fänden ihn sicher toll mit all den Abenteuern und dem Campen auf einer kleinen Insel.