Freitag, 6. Juni 2014

[TAG] Wie viel liest du?

cat hat mich mit ein paar interessanten Fragen getaggt, die ich gern beantworten werde: 

1. Wie erfährst du von Büchern, die du lesen möchtest?
Mittlerweile sehr häufig durch Rezensionen auf anderen Blogs oder durch direkte Empfehlungen. Dadurch ist in den letzten Jahren auch meine Wunschliste stark gewachsen. Früher habe ich viel häufiger einfach zufällige Bücher aus der Bücherei mitgenommen und ansonsten vor allem Bücher von Autoren gelesen, die ich schon kannte.

2. Wie bist du zum Lesen gekommen?
Hm, das ist eine gute Frage. Ich weiß nur, dass ich, kaum dass ich lesen gelernt hatte, ständig meine Nase in Büchern vergraben habe. Zum Teil lag es wohl daran, dass ich in meiner Familie die große Nachzüglerin bin und mich bei Familienfeiern immer gelangweilt habe, weil ich niemanden zum Spielen hatte. Außerdem war ich ganz vernarrt in die Buchserien, die wir noch von meinen Geschwistern hatten (Fünf Freunde, Schwarze Sieben, Trixie Belden, Dolly, Bille&Zottel, Britta, etc.) und konnte es gar nicht erwarten, die endlich alle selbst lesen zu können.

3. Hat sich dein Buchgeschmack verändert als du älter wurdest?
Als Kind habe ich, abgesehen von Abenteuerserien und bestimmten ausgewählten Lieblingen (z.B. die Brüder Löwenherz), fast nur Pferdebücher gelesen. Alles, was irgendwie mit Pferden zu tun hatte, habe ich nur so verschlungen.
Später habe ich dann vermehrt begonnen, auch phantastische Bücher zu lesen und vor allem auch Krimis. Außerdem habe ich manchmal aus Mangel an Lesestoff zu allen möglichen Büchern gegriffen, die von meiner Mutter da waren, und das waren in erster Linie Klassiker sowie Gegenwartsliteratur. Auf diese Weise hat sich mein Lesegeschmack immer mehr erweitert. Schon als Jugendliche habe ich dadurch sehr breit gefächert gelesen und das hat sich bis heute nicht geändert. Trotzdem habe ich natürlich nicht mehr denselben Geschmack wie früher. Zahlreiche Bücher, die ich vor 15 Jahren toll fand, mag ich jetzt nicht mehr (z.B. Die Nebel von Avalon).

4. Kaufst du regelmäßig Bücher, wenn ja, wie oft?
Ich kaufe eher selten Bücher, obwohl ich gern in Buchhandlungen stöbere. Aber es ist tatsächlich eher das Stöbern an sich, das ich mag. Ich tätige nicht gern Spontankäufe, da ich vorher meist nachschauen will, ob es das Buch nicht auch in der Bücherei gibt. Daher kaufe ich nur sehr ausgewählt solche Bücher, die ich wirklich unbedingt haben will und die ich auch in der Bücherei nicht auftreiben kann.

5. Wie bist du zum Buchtuben/Buchbloggen gekommen?
Einerseits hatte schlicht Lust darauf, über das Lesen und das Schreiben zu plaudern und einen Ort für meine Rezensionen zu haben. Andererseits ging es mir auch ganz konkret darum, bei einem sehr groß geplanten 24-Stunden-Lesemarathon mitzumachen, für dessen Teilnahme man einen Blog haben musste. Das war dann der Anlass für mich, tatsächlich einen Blog zu eröffnen.

6. Wie reagierst du, wenn du das Ende eines Buches überhaupt nicht ausstehen kannst?
Hm, so etwas ist schwierig. Gerade das Ende eines Buches ist das, das einem ja sozusagen als letztes in Erinnerung bleibt und wenn das misslungen ist, dann kann mir das nochmal den ganzen Blick auf das Buch verderben.
Ich kann mich etwa noch an "Der kleine Freund" von Donna Tartt erinnern. Das Buch an sich fand ich großartig, aber das Ende hat mich sehr enttäuscht und unbefriedigt zurückgelassen. Alleine aus diesem Grund würde ich den Roman nur sehr eingeschränkt weiterempfehlen.

7. Sei ehrlich: Liest du manchmal schon die letzte Seite, um zu wissen, ob es ein gutes Ende gibt?
Nein, das mache ich nie!
Ab und zu blättere ich nach hinten, um zu sehen, wie viele Seiten der Roman hat (etwa, wenn es auch noch ein Nachwort, ein Glossar oder etwas in der Art gibt), aber dann achte ich immer ganz vorsichtig darauf, dass ich außer der Seitenzahl nur ja nichts von der letzten Seite lese.

8. Hast du manchmal Leseflauten?
Ja, das kommt schon öfter mal vor. Derzeit bin ich auch in einer leichten Leseflaute, wobei diese vor allem zeitlich bedingt ist. Das ist bei mir auch der Hauptgrund für Lesetiefs: dass ich einfach wenig Zeit zum Lesen finde. Manchmal kommt es aber auch vor, dass ich einfach kein Buch finde, das mich wirklich fesselt und ich mich deshalb nicht wirklich zum Lesen aufraffen kann.

9. Passt sich deine Bücherauswahl an eine Jahreszeit/Fest/Ereignis an?
Selten - wenn, dann ist es eher Zufall. In den letzten zwei Jahren habe ich in der Adventszeit ein paar zu Weihnachten passende Bücher gelesen, aber das wars auch schon. Ich kann mich aber erinnern, dass ich als Kind in den Sommerferien gerne Bücher gelesen habe, in denen auch gerade Sommer war (etwa diverse Campingausflüge der Fünf Freunde). Das war immer schön und ich überlege, ob ich mir für diesen Sommer nicht vielleicht das eine oder andere passende Buch suche.


Da ich das Gefühl habe, dass mittlerweile fast alle Blogs, die ich häufig besuche, getaggt worden sind, lasse ich euch den/das (?) Tag einfach mal zur freien Entnahme hier. ;-)

Kommentare:

  1. *gesteh* Ich bin ein letzte-Seite-zuerst-Leser :)

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    1. Aber nimmt man sich denn da nicht die Spannung? Gerade, wenn es vielleicht ein Buch mit einer unerwarteten Wendung ist, verdirbt man sich ja die Überraschung.

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    2. Stört mich nicht, mich stören Spoiler allgemein wenig. Dagegen mag ich es zu wissen, wer am Ende noch lebt und ob es hoffnungsvoll oder deprimierend klingt ;)

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  2. Ich schaue auch immer erst, ob eine meiner Bibliotheken ein Buch hat, bevor ich es kaufe. Bei einem 24h-Lesemarathon würde ich auch gerne mal mitmachen, aber ich stelle es mir auch ungemein anstrengend vor.

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    1. Naja, man muss ja nicht wirklich 24 Stunden durchlesen, wenn man nicht will. Bei meinem ersten Marathon war es zwar tatsächlich mein Ziel und dank der spannenden Buchauswahl bin ich auch sehr lange gar nicht müde geworden, aber im Morgengrauen bin ich dann doch noch eingeschlafen. ;-)

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  3. Den Tag hatte ich auch schon...
    Ich muss gestehen, dass ich manchmal tatsächlich die letzte Seite lese.
    Pferdebücher? Uhm... war noch nie so mein Ding... und auch die ganzen Serien habe ich nicht so gerne gelesen, weil praktisch jeder in meinem Alter die gelesen hat... aber die Brüder Löwenherz wollte ich schon lange mal lesen und bin bloß nie dazu gekommen.
    Geht es dir auch so, dass du gerade in Zeiten, in denen du viel schreibst, wenig liest und umgekehrt?

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    1. Ich glaube, dass ich in die Serien automatisch hineingerutscht bin, weil wir die ja zuhause hatten. Und ich kann nur sagen: Zum Glück mochte ich sie, da ich sonst deutlich weniger Lesestoff gehabt hätte!
      Die Brüder Löwenherz sind eigentlich ein "Muss". Wirklich, das ist ein so schönes Buch, das lässt sich kaum in Worte fassen!

      Ich hatte schon Zeiten, in denen ich mehr geschrieben als gelesen habe. 2007 bis 2009 waren so Jahre, in denen ich eher weniger gelesen habe und dafür sehr viel geschrieben. Die letzten zwei Jahre war es eher umgekehrt und in diesem Jahr ist es bisher zeitbedingt so, dass ich weder sehr viel lese noch schreibe. :-(

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  4. Ich habe auch gemerkt, dass ich kaum noch wo spontan Bücher mitnehme. Irgendwie verlässt man sich dann doch auf Meinungen anderer oder will zumindest mal schauen, ob das Buch anderen gefallen hat oder was sie dazu sagen.

    Bei manchen Geschichten würde ich ja zu gerne ins Ende reinlinsen, aber ich weiß genau, dass ich mir dann auch die Vorfreude darauf nehmen würde. Denn bei den Gelegenheiten wo ich das gemacht habe, konnte ich das dann deutlich merken. Irgendwie ist dann die Luft raus... und dafür lese ich dann nicht ;)

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    1. Ja, ich bin da wirklich vorsichtig geworden und habe immer das Gefühl, dass ich mich erst einmal über ein Buch informieren muss. Das ist auch ein wenig schade, da ich früher oft durch Zufall auf sehr lesenswerte Bücher gestoßen bin.

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  5. Ich bin auch nicht so ein Jahreszeitenleser. Gut, ein Weihnachtsbuch würde ich nicht unbedingt im Hochsommer lesen, aber ob ich das im November oder Februar oder doch im Dezember lese, ist mir eigentlich recht wurscht. ;)

    Und ich bin ganz froh, das ich auch noch immer spontan Bücher kaufe, ohne irgendwelche Rezensionen etc. zu lesen. Oft lese ich dann wirklich lange in mehrere Bücher rein und in den letzten Monaten hatte ich auch keinen einzigen Fehlgriff. ;)

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