Sonntag, 17. August 2014

Buchstabengeplauder #14

Buchgeplauder

In den letzten Wochen war das Lesen bei mir die reinste Berg- und Talbahn: grandiose Bücher haben sich mit solchen abgewechselt, die mich sehr enttäuscht haben. So gab es für mich mit Jenseits von Eden und Amy & Roger's Epic Detour zwei echte Highlights, während mich der 1. Band von Silber von Kerstin Gier sowie Verdammnis von Stieg Larsson gar nicht überzeugen konnten. Irgendwo mittendrin lag für mich mein Zufallsbuch Mord in der Scala von Carmen Iarrera, das zwar über weite Strecken solide Krimihandlung bieten konnte, leider aber auch gravierende Schwächen hatte.
Alle diese Bücher werde ich noch rezensieren - vielleicht aber eher zusammengefasst in Kurzrezensionen.

Aktuell habe ich Verteidigung der Missionarsstellung ausgelesen und kann erst einmal nur sagen, dass das ein wirklich schräges Buch ist. Man weiß ja, dass Wolf Haas immer ein wenig abseits vom Strom schwimmt, aber dieser Roman ist wirklich seltsam. *g* Eher gut seltsam als schlecht seltsam - immerhin, aber trotzdem kein wirkliches Highlight.

Als Hörbuch habe ich außerdem gerade mit einem Reread begonnen (oder ist das dann ein Rehear?) und zwar Pompeji von Robert Harris, das ich zwar auch schon als Taschenbuch im Regal stehen habe, das es aber vor einer Weile sehr günstig bei Audible gab und da musste ich glatt zugreifen. Ich glaube, ich lese diesen Roman sogar schon zum dritten Mal, kann mich aber kaum noch an Details erinnern. Schon die ersten zwei Stunden haben mir aber wieder richtig gut gefallen. Mit einem Wasserbaumeister, der das rätselhafte Versiegen der Aqua Claudia untersuchen soll, bietet Harris hier einen sehr interessanten und ungewöhnlichen Blick auf den Vulkanausbruch.

SuB-Geplauder

Es gibt außerdem Zuwachs auf meinem ebook-SuB. Von meinem Geburtstag hatte ich noch einen Thalia-Gutschein übrig, von dem ich mir nun Lilach Mers Winterkind und Marina Boos' Nacht der Geparden gegönnt habe. Bei beiden Romanen habe ich einige Zeit gewartet, ob es sie nicht vielleicht noch in der Städtischen Bücherei geben wird, aber nun habe ich aufgegeben. Immerhin liegen beide auch schon sehr lange auf meiner Wunschliste.
Damit ist mein SuB nun doch mal wieder etwas gewachsen, aber derzeit habe ich das Gefühl, dass ich auch gerade einigermaßen viel zum Lesen komme - was mich selbst erstaunt, da ich eigentlich gerade sehr viele Dienste habe. Aber ihr wisst ja, wenn bei mir in der Arbeit tote Hose herrscht, komme ich manchmal zum Lesen und gerade an diesem Wochenende herrschte (trotz einigem Herumärgern) sowas von tote Hose - verlassene Westernstadt nichts dagegen. Ich habe schon darauf gewartet, dass die Grasbüschel durchgerollt kommen.

Schreibgeplauder

Jaaa, tatsächlich, es gibt Schreibgeplauder! Mit einer lieben Kollegin aus dem Tintenzirkel habe ich nämlich das Vorhaben gestartet, jeden Tag wenigstens 25 Minuten (das entspricht einer Pomodoro-Einheit) am Roman zu arbeiten - sei es nun schreiben, überarbeiten oder plotten. Das ist nicht die Welt, aber besser als nichts und einige Male sind es auch schon 3x25 Minuten geworden.
Leider ist das aktuelle Projekt noch immer Bühnenrätsel, aber immerhin kommt allmählich Licht in meinen Kriminalfall und ich habe die große Hoffnung, dass ich noch rechtzeitig mit der Rohfassung fertig werde, um endlich einmal wieder beim NaNo mitmachen zu können.


Das war zur Abwechslung sogar mal wieder einiges an Buchstabengeplauder, was mich natürlich freut, da ich bisher in diesem Jahr sonst ja vergleichsweise eher wenig gelesen und geschrieben habe.
Nun lasse ich noch gemütlich den Feierabend ausklingen, freue mich auf meinen freien Tag morgen und den geplanten Kinobesuch mit Lyne (Saphirblau steht auf dem Programm) und wünsche euch noch einen schönen Sonntagabend!

Kommentare:

  1. Bei mir sind es manchmal gerade die Stressphasen, in denen ich zum Lesen komme. Bei dir kommt noch hinzu, dass du bei der Arbeit ab und an lesen kannst - ist doch toll, dass es so gut vorangeht. :)

    Schön, dass es mit dem Schreiben weitergeht. Regelmäßige kleine Arbeitsphasen bringen am Ende dann doch eine Menge Text. Ich drücke die Daumen, dass dein Kriminalfall sich endlich richtig entwickelt!

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    1. Danke! Heute habe ich tatsächlich endlich den größten Teil des Kriminalfalles geplottet. Dann muss ich ja jetzt "nur" noch weiterschreiben.

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  2. Das positive an einer Bücher-Talfahrt ist meiner Meinung nach, dass man dann die guten Bücher mehr zu schätzen weiß. :)
    Wirst du zu dem Buch von Wolf Haas auch eine Rezension schreiben? Die würde mich nämlich interessieren. :D

    Die "Pomodoro-Einheit" ist ja lustig. Kannte ich bis eben noch gar nicht.^^ Lässt sich bestimmt auch gut für die Uni anwenden. Ich wünsche dir bei deinen Vorhaben auf jeden Fall viel Erfolg! :)

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    1. Ja, so eine Einheit ist perfekt für Unikram anzuwenden! Das ist dann immer noch meine verzweifelte Maßnahme, wenn bei der Dissertation gar nichts weitergeht: zumindest 25 Minuten sind auch bei Frust, Stress und Blockade irgendwie machbar.

      Es stimmt wohl, dass man die guten Bücher mehr zu schätzen weiß, wenn man zwischendurch auch einige nicht so gute erwischt. ;-) Und mir ist auch, ehrlich gesagt, so ein gewisses Auf und Ab lieber als eine ganze Reihe von Büchern, die alle "okay" sind.
      Ob ich die "Verteidigung der Missionarsstellung" ausführlich rezensiere oder nur eine Kurzrezi schreib, weiß ich noch nicht - aber zumindest eine kurze Meinung dazu kommt noch.

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  3. "Pompeji" habe ich auch gelesen und fand es fantastisch. Robert Harris ist überhaupt super, :-) Viel Spaß beim Weiterhören!

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