Montag, 2. März 2015

Hugh Howey - Level


Genre: Science Fiction
Dauer: 10 Stunden 51 Minuten (ungekürzte Lesung)
gelesen von: Peter Bieringer
Verlag: Hörbuch Hamburg
ASIN: B00M3CQK34
Meine Bewertung: 2,5 von 5 Sternchen

Hörbuch-Challenge

Achtung, leichte Spoiler zum 1. Band "Silo" lassen sich hier leider nicht vermeiden!

Im Jahr 2049 wird der Architekt Donald Keene mit dem Bau eines riesigen unterirdischen Gebäudekomplexes beauftragt - angeblich, um den Sicherheitsbestimmungen beim Bau einer Anlage zur Lagerung und Entsorgung verbrauchter Kernbrennstoffe nachzukommen. Bis Donald erkennt, wofür das Gebäude tatsächlich dient, ist es längst zu spät und das Leben, wie er es bisher kannte, hat sich für immer verändert.

"Level" erzählt die Vorgeschichte zu Silo, ist aber dennoch unbedingt als Folgeband zu verstehen, da man sich sonst all das Rätselraten um den Silo und die Überraschungseffekte, die einen Großteil der Spannung im 1. Band ausmachen, von Vornherein zerstört.
In dem Prequel wird nun ein Bogen gespannt von der Entstehung der Silos bis hin zu den Ereignissen im 1. Band etwa 300 Jahre später. Es gibt also in dem Roman große Zeitsprünge und nicht nur das: Howey springt auch zwischen den Zeitebenen hin und her, indem er mit den Anfangstagen in Silo 1 und den Geschehnissen rund um den "Untergang" in Silo 17 zwei Handlungsstränge miteinander verflicht, die zeitlich weit auseinander liegen. Diese Sprünge sind anfangs etwas verwirrend und man muss sich ein wenig hineinfinden, aber mit der Zeit konnte ich ihnen gut folgen.

Trotzdem konnte mich "Level" nicht wirklich fesseln. Gerade im Vergleich zu "Silo", das ich ja kaum aus der Hand legen wollte, ist mir aufgefallen, wie wenig ich teilweise den Drang hatte, dem Hörbuch weiter zu lauschen.
Es fällt mir allerdings schwer zu sagen, weshalb das so war. Einerseits lag es wohl an den Zeitsprüngen, die dazu führen, dass der Roman ein wenig episodenhaft wirkt und man sich immer wieder erst neu in die Situationen einfügen muss. Andererseits kamen mir auch alle Figuren recht flach und schablonenhaft vor. Solo in Silo 17, den man ja schon vom vorigen Band kennt, war noch am besten ausgearbeitet, aber in Silo 1 konnte ich mit keiner der Figuren so richtig mitfiebern.

Was die Handlung betrifft, so ist es natürlich interessant, mehr über die Silos und die Hintergründe zu erfahren. Manche Fragen aus "Silo" wurden nun beantwortet, viele bleiben aber weiterhin offen. Alle Antworten wird es also wohl erst im abschließenden Band geben - wenn überhaupt.

Alles in allem war "Level" kein wirklich schlechtes Buch, aber es konnte mich leider auch nicht begeistern. Was man über die Silos erfährt, ist letztendlich doch recht wenig bzw. geht kaum über das hinaus, was man am Ende von "Silo" bereits begriffen hat. Es wäre schlicht nicht notwendig gewesen, diese Hintergründe sowie Solos Geschichte so lang auszuwalzen.
Auch die Lesung von Peter Bieringer hat mich nicht vom Hocker gerissen, da ich sie stellenweise etwas eintönig und manchmal auch unpassend fand (etwa, wenn er lautstarke Wörter in den Raum schmettert, die von "flüsterte er" begleitet werden).
Ich hoffe, dass der 3. Band wieder deutlich besser ist.

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