Freitag, 8. Mai 2015

[Wiener Streifzüge] Im Norden der Donauinsel

BeschreibungWien geht 2: Track19
StartpunktLeystraße (Linien 5A, 11A)
EndpunktStrebersdorf (Linie S3)
Gehzeitknapp 3 Stunden

Gestern habe ich das schöne Wetter und meinen freien Tag dazu genutzt, um mal wieder eine längere Tour zu unternehmen. In der Beschreibung beginnt sie beim Bahnhof Nußdorf, aber ich bin in der Leystraße losgegangen und habe mich also dem Steinitzsteg von der anderen Seite genähert. Hier überquert man nun die Donau.


Auf der Donauinsel geht es nun immer nordwärts. Man kann entweder am linken Uferweg gehen und sich den Weg mit zahlreichen Spaziergängern und Hunden teilen oder auf der Straße in der Mitte, wo vor allem Radfahrer unterwegs sind oder aber am rechten Uferweg (also dem Ufer der Neuen Donau), wo man im Mai auch schon ersten FKKlern begegnet. Aber keine Sorge, das klingt jetzt überfüllter als es tatsächlich ist (wobei am Wochenende natürlich nochmal deutlich mehr los ist).


Zu dieser Jahreszeit ist es wirklich schön auf der Donauinsel - alles blüht und das Gras leuchtet in sattem Grün.


Umso weiter nördlich man kommt, umso ruhiger und idyllischer wird es nicht nur auf der Insel, sondern auch am gegenüberliegenden, also quasi innerstädtischen Ufer.

Blick auf Kahlenbergerdorf
Schließlich erreicht man das nördliche Ende der Donauinsel, wo beim Einlaufbauwerk Langenzersdorf die Neue Donau vom Hauptstrom abzweigt. Kurz zur Erklärung für alle Nicht-Wiener: Bei der Neuen Donau handelt es sich um ein Entlastungsgerinne zum Schutz vor Überschwemmungen. Bei geschlossenem Wehr (das nur bei Hochwasser geöffnet wird) ist die Neue Donau im Grunde ein stehendes Gewässer und auch prima zum Baden geeignet.

Blick auf die Neue Donau
Man überquert nun das Wehr und biegt rechts in einen Weg ein, der am Marchfeldkanal entlangführt.


Wenn sich dann der Marchfeldkanal zur Schwarzen Lacke verbreitert, biegt man links ab in die Scheydgasse, die einen schließlich zum Bahnhof Strebersdorf führt.


Es handelt sich bei diesem Streifzug um einen ausgedehnten, gemütlichen Spaziergang ohne jegliche Steigungen. Die meiste Zeit geht es einfach nur geradeaus - zuerst die Donauinsel hinauf und dann den Marchfeldkanal entlang, sodass also keinerlei Gefahr besteht, sich zu verirren. ;-) Leider ist der Weg dadurch aber auch zuweilen etwas langweilig, gerade im letzten Abschnitt, also am Marchfeldkanal entlang, zumal man dort auch ständig dem Verkehrslärm der Donauufer-Autobahn ausgesetzt ist. Auf der Donauinsel hingegen ist es wirklich schön zu gehen und im Norden auch sehr ruhig.
Ich war schon oft auf der Donauinsel unterwegs, aber noch nie so weit im Norden. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt, auch mal diesen Teil der Insel zu erkunden und auch einmal zu sehen, wo eigentlich die Neue Donau beginnt. 
Ich könnte mir übrigens vorstellen, dass sich dieser Streifzug auch gut für eine Fahrradtour eignen würde.

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