Freitag, 29. Januar 2016

Lord Dunsany - Der Schatten der Scheuermagd


erschienen bei Klett-Cotta
ISBN: 978-3608953084

auf Deutsch nur noch gebraucht erhältlich; auf Englisch unter dem Titel "The Charwoman's Shadow" bei Del Rey erschienen

woher: Geburtstagsgeschenk


Die Geschichte ist in Spanien im Goldenen Zeitalter angesiedelt und erzählt von dem jungen Ramon Alonzo, der auf Geheiß seines Vaters zu einem Magier reist, um dort die Kunst des Goldmachens zu erlernen. Ramon Alonzo ist zunächst von der Magie fasziniert, begegnet dann aber einer alten Scheuermagd, die einst dem Magier ihren Schatten gab und nun an dessen Haus gebunden ist. Und auch von Ramon fordert der Magier eine Gegenleistung für das erlernte Wissen.

Dieser Roman von Lord Dunsany - eigentlich Edward John Moreton Drax Plunkett, 18th Baron of Dunsany - wurde auf Englisch erstmals 1926 publiziert und 1986 schließlich ins Deutsche übersetzt.
Es handelt sich hier also um einen sehr frühen phantastischen Roman, dem man sein Alter zwar durchaus anmerkt, der aber keineswegs verstaubt ist.
Die darin beschriebene Magie orientiert sich vor allem an der mittelalterlichen Alchemie mit Elixieren und der Herstellung von Gold und wird von der Kirche und dem einfachen Volk als Teufelswerk betrachtet, während die Familie von Ramon recht unverfroren Gold und Liebestränke von dem jungen Mann fordert.

Ich hatte anfangs leider Probleme, in den Roman hineinzufinden, aber nach einer kurzen Eingewöhnungsphase hat er mich dann doch sehr gefesselt. Sprachlich ist er alles andere als einfach zu lesen und ich bin daher froh, dass ich nicht zum englischen Original gegriffen habe. Lord Dunsany fordert die Leser mit sehr komplexen Satzstrukturen und ungewöhnlichen Bildern, die eine großartige Atmosphäre erzeugen, stellenweise aber auch ein wenig sperrig sein mögen. "Der Schatten der Scheuermagd" ist also kein Buch, das man mal eben zügig durchliest, aber gerade das macht auch seinen Reiz aus.

Der Plot an sich ist eher konventionell, konnte mich aber dennoch einige Male überraschen. Und obwohl ich die eine oder andere Wendung vorausgeahnt hatte, fand ich den Roman doch sehr spannend zu lesen.
Auch Ramon ist eher konventionell gezeichnet, aber dafür gibt es einige sehr interessante Nebenfiguren. Neben der Scheuermagd ist das vor allem Ramons Schwester Mirandola, die auf raffinierte Weise ihre ganz eigenen Hochzeitspläne verfolgt. Und auch den örtlichen Pfarrer fand ich ziemlich interessant, zumal ich ihn zunächst falsch eingeschätzt hatte.

"Der Schatten der Scheuermagd" ist ein sehr faszinierender phantastischer Roman aus einer Zeit, in der sich dieses Genre noch in seinen Kinderschuhen steckte. Von der Atmosphäre her hat er mich ein wenig an "Krabat" erinnert, allerdings ist Lord Dunsanys Erzählung sprachlich um einiges anspruchsvoller und daher stellenweise auch nicht ganz einfach zu lesen. Aber wer sich erst einmal ein wenig hineinarbeitet, wird mit einer spannenden Geschichte belohnt, die an alte Erzählungen und dunkle Märchen erinnert.

Dienstag, 26. Januar 2016

Buchstabengeplauder #46 und eine Projektidee

Nachdem wir letzte Woche noch im Rahmen eines Wahlfachs durch die etwas abseitigeren Bereiche der Universitätsbibliothek gewandert sind, ist es nun aktuell wieder etwas ruhiger bei mir. Ich habe zwar übermorgen eine Prüfung und absolviere auch ein paar erste Praktikumstage, aber gerade ist auch immer wieder mal der eine oder andere freie Tag dazwischen.


So war ich von Sonntagnachmittag bis gestern Mittag bei meiner Familie, um den Geburtstag meiner Schwester zu feiern - und habe dort eine etwas unerwartete Lektüre dazwischen geschoben. Gerade erst vor einigen Tagen ist Baba Dunjas letzte Liebe auf meinem Wunschzettel gelandet und dann habe ich das Buch am Sonntag bei meiner Nichte im Regal entdeckt, die es in einem Offenen Bücherschrank gefunden hat.
Also habe ich gestern den Vormittag mit dem Buch beim Kachelofen verbracht und es direkt in einem Rutsch gelesen. Das sagt vermutlich schon alles darüber aus, wie gut mir der Roman gefallen hat - aber es wird auch bestimmt demnächst noch eine Rezension folgen.


Projektidee: Büchereien Wien

Mir spukt inzwischen schon seit Monaten eine Idee im Kopf herum, die nun im Zuge des Wahlfachs zu Öffentlichen Bibliothekn neu aufgeflammt ist. Ich bin ja ein großer Fan der Büchereien Wien, die eine ganze Reihe von Zweigstellen umfassen, deren Schwerpunkte mitunter recht unterschiedlich sind. Auch in Lage, Größe und Einrichtung unterscheiden sie sich teilweise sehr stark. Deshalb und weil ich auch immer sehr gern in den verschiedenen Zweigstellen unterwegs bin und dort in den Büchern stöbere, habe ich mir schon öfter gedacht, dass ich gerne einmal alle Zweigstellen "bereisen" und diese hier mit Fotos und einer kleinen Beschreibung vorstellen möchte. Ich habe vorige Woche auch bereits dem Leiter der Büchereien Wien kurz meine Idee vorgestellt und von ihm das "okay" bekommen.

Nun bin ich aber doch etwas unschlüssig, ob ihr diese Idee nicht langweilig finden würdet, da ja nur die wenigsten Mitleser hier aus Wien bzw. Österreich ganz allgemein sind. Ich könnte mir zwar vorstellen, dass ich die Idee auf weitere Büchereien ausweite, die mir vielleicht im Zuge irgendwelcher Ausflüge/Reisen unterkommen, aber der Schwerpunkt wäre auf jeden Fall erst einmal Wien.
Ich persönlich finde ja Bibliotheken im Allgemeinen sehr spannend - unabhängig davon, ob ich diese überhaupt jemals aufsuchen werde oder nicht, aber ich weiß nicht, ob es anderen auch so geht.

Was ist also eure Meinung dazu? Würdet ihr so einen Beitrag vielleicht ein- oder zweimal im Monat interessant finden? Oder meint ihr, ich sollte das besser auf einen eigenen Blog auslagern? Oder ganz bleiben lassen? ;-)

Sonntag, 24. Januar 2016

J.R.R. Tolkien - Letters from Father Christmas



herausgegeben von Baillie Tolkien
erschienen bei HarperCollins

woher: ausgeliehen (Büchereien Wien)


Zwischen 1920 und 1942 schickte Tolkien jeden Dezember illustrierte Briefe vom Weihnachtsmann an seine Kinder. Darin ließ er den Weihnachtsmann von seinem Leben am Nordpol berichten und davon, wie er jedes Jahr die Geschenke vorbereitet und in die Häuser bringt.

In der vorliegenden Ausgabe sind die Texte aller Briefe abgedruckt und viele davon ganz oder auszugsweise als Faksimile abgebildet. Auch die meisten Illustrationen sind abgebildet. Das Buch ist also sehr schön und liebevoll gestaltet, auch wenn es natürlich noch schöner wäre, wenn alle Briefe vollständig abgebildet wären.

Die Briefe sind ganz entzückend zu lesen. Sie zeigen J.R.R. Tolkien als einen liebevollen Vater und zugleich als einen sehr fantasievollen Menschen, der eine große Freude daran hat, sich Welten auszudenken. Denn seine Version des Nordpols mit all seinen Bewohnern hat bereits etwas von einer eigenen Welt. Da gibt es wundervolle Zeichnungen vom Haus des Weihnachtsmanns und vom wortwörtlichen "north pole" im Sinne eines Pfostens. Neben dem Weihnachtsmann wohnt dort auch noch der Polarbär, der manchmal ein wichtiger Helfer ist, manchmal aber auch ein fürchterliches Durcheinander verursacht. Und im Laufe der Briefe kommen immer mehr Wesen für kurze Zeit oder dauerhaft dazu: Da gibt es die Neffen des Polarbären, hilfreiche Elfen (darunter der Sekretär Ilbereth), natürlich die Rentiere und schließlich die bösartigen Goblins.

Die Briefe sind zunächst eher kurz, mit Beschreibungen des Alltags und werden dann im Laufe der Jahre immer länger, da der Weihnachtsmann allerlei Abenteuer erlebt. Da überschwemmt etwa der Polarbär das Haus mitsamt den Geschenken, die Rentiere büchsen aus und schließlich kommt es zu einem großen Krieg gegen die Goblins.
In all diesen Beschreibungen und Ereignissen stecken so viele wunderschöne kleine Details, dass man darin auch schon sehr gut jenen Schriftsteller erkennt, der mit Mittelerde eine unglaublich sorgfältig ausgearbeitete Welt erschafft. Auch formal findet sich in den Briefen schon allerlei "Weltenbastlerei", wenn der Weihnachtsmann, der Polarbär und Ilbereth jeweils eine andere, unverkennbare Handschrift haben, die Goblins eigene Runen verwenden oder der Weihnachtsmann in einer Höhle Malereien entdeckt.


Die Weihnachtszeit ist zwar wieder vorbei, aber ich kann dieses Buch allen empfehlen, die fantasievolle Kinderbücher mögen oder gern einmal lesen möchten, was Tolkien abseits von "Herr der Ringe" noch alles geschrieben hat. Und das nächste Weihnachten kommt ja bestimmt. ;-)

Sonntag, 17. Januar 2016

Challenges 2015 - ein Rückblick

Etwas spät aber doch kommt noch ein kleiner Rückblick auf meine Challenges des vergangenen Jahres:

Noch ein Jahr mit Nobelpreisträgern

Zu meiner eigenen Challenge habe ich bereits hier einen allgemeinen Rückblick gepostet. Mit 7 von 8 gelesenen Büchern habe ich die Challenge knapp nicht geschafft, auch wenn ich nun Anfang dieses Jahres das noch fehlende Buch ausgelesen habe. Ich habe auch beim "Aufguss" der Challenge wieder sehr interessante Bücher für mich entdeckt und möchte auch weiterhin regelmäßig die Preisträger lesen. Zu diesem Zweck habe ich eine Seite eingerichtet, die ihr auch links unter dem altbekannten Logo verlinkt findet.

Arianas Hörbuch-Challenge

Obwohl es anfangs mit den Hörbüchern ein wenig schleppend voranging, konnte ich die Challenge dann noch gut beenden. Einige von den anderen TeilnehmerInnen haben doppelt und dreifach so viele Hörbücher gehört - da war ich doch recht beeindruckt.
Ich selbst werde in diesem Jahr nicht erneut an der Challenge teilnehmen und zwar aus dem simplen Grund, dass sie für mich so "nebenbei" gelaufen ist, dass ich sie eigentlich kaum als Challenge wahrgenommen habe. Das ist einerseits praktisch, da dadurch kein großer Druck entsteht, aber gleichzeitig hatte die Challenge für mich persönlich dadurch auch nicht soviel Sinn, wie ich ehrlich zugeben muss.
Trotzdem hat mir die Challenge Spaß gemacht und ich hatte einige Highlights dabei - darunter ausgerechnet mein einziges gekürztes Hörbuch "Das Schneemädchen".

Winterkatzes Sachbuch-Challenge

Theoretisch hat mir für diese Challenge noch ein Beitrag gefehlt, aber Winterkatze hat mich als "erfolgreiche" Teilnehmerin gezählt, da ich genaugenommen 11 (von geforderten 10) Sachbüchern gelesen habe: Ich habe nämlich im Frühling drei Balkonratgeber gelesen, diese aber als Sammelrezension besprochen und daher für mich persönlich nur als einen Beitrag gezählt.
Auch 2015 hatte ich wieder einige ganz tolle Sachbücher dabei und möchte nun auch ohne Challenge unbedingt weiter Sachbücher lesen. Aktuell tummeln sich auch schon einige auf meinem SuB, auf die ich mich sehr freue.

Carolines Lese-Bingo

Eine sehr nette Challenge, bei der ich allerdings erst mitten im Jahr eingestiegen bin. Ich habe 19 der 25 Kategorien für mich erlesen und hatte mit der Auswahl und Zuordnung der Bücher sehr viel Spaß. An ein paar Kategorien (z.B. der Blitz auf dem Cover) bin ich insofern gescheitert, weil ich kein passendes Buch gefunden habe; an anderen wiederum daran, dass ich keine Lust auf das entsprechende Buch hatte (so wäre "Kristin Lavranstochter" etwa ein geeigneter Beitrag für ein Buch, das schon meine Mutter geliebt hat, gewesen).
Caroline hat sich auch für dieses Jahr wieder sehr schöne Bingo-Ideen überlegt und ich werde daher erneut teilnehmen. Ein entsprechender Beitrag wird in den nächsten Tagen folgen.


Da ich außerdem noch an Lynes Märchen-Bingo teilnehme, steht 2016 für mich ganz im Zeichen der Challenges in Form eines Bingos. Das war so keine Absicht, aber das ist ja auch mal ein bisschen was anderes.
An weiteren Challenges werde ich nicht teilnehmen - außer mir läuft noch eine ganz besonders spannende über den Weg. Ich wollte es dieses Jahr einfach mal etwas ruhiger angehen, was meine Lesevorhaben betrifft.

Samstag, 16. Januar 2016

Swetlana Alexijewitsch - Tschernobyl. Eine Chronik der Zukunft



Berichte von Zeitzeugen

erschienen bei Piper





 2015 erhielt die weißrussische Schriftstellerin Swetlana Alexijewitsch den Literaturnobelpreis für ihre literarischen Reportagen. Eine davon ist das 1997 erschienene Buch "Tschernobyl", das in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde (etwa 2001 erstmals ins Deutsche), aber in Weißrussland verboten ist.

Die Autorin stellt darin Berichte von über dreißig Menschen zusammen, mit denen sie im Laufe von vielen Jahren gesprochen hat. Es handelt sich nicht um Interviews, sondern um Monologe, in denen alleine die betroffenen Menschen zu Wort kommen. Dabei sind diese Monologe nicht chronologisch aufgebaut und sie liefern auch keine eigentliche Dokumentation der Ereignisse. Vielmehr sind es sehr unterschiedliche Stimmen, die davon berichten, wie die Katastrophe von Tschernobyl ihr Leben beeinflusst und verändert hat.
Es kommen Liquidatoren ebenso zu Wort wie deren Familienmitglieder, Umsiedler, Menschen, die in der verbotenen Zone leben (sowohl Rückkehrer als auch Kriegsflüchtlinge, die hier eine Heimat gefunden haben), Wissenschaftler, Ärzte und Soldaten. Sie erzählen davon, wie es ihnen zum Zeitpunkt des Reaktorunfalls ergangen ist und wie sie heute leben.
Dadurch entsteht ein sehr umfassendes Bild davon, was Tschernobyl auch noch heute für die betroffenen Regionen bedeutet und wie sehr es das Leben der Menschen verändert hat.

Ich fand das Buch sehr interessant, aber - auf der emotionalen Ebene - auch sehr schwierig zu lesen. Die Schicksale darin sind mir dermaßen unter die Haut gegangen, dass ich immer nur kleine Teile am Stück lesen konnte. Besonders erschreckend fand ich die Ungewissheit und Unwissenheit, die über Wochen und Monate herrschte, da vom Sowjetregime vieles verschwiegen oder heruntergespielt wurde. Die Männer, die unmittelbar nach der Katastrophe und auch noch lange danach mit Aufräumarbeiten und dem Errichten des Schutzmantels über dem Reaktor beschäftigt waren, hatten großteils keine Ahnung, worauf sie sich da einließen (oder einlassen mussten).

Die Berichte zeigen auch deutlich, wie nachhaltig der Reaktorunfall das Leben der Menschen aus der Umgebung verändert hat: Wie sie als "Verstrahlte" Stigmatisierung und Ausgrenzung erlebten, plötzlich die Natur und landwirtschaftlichen Erzeugnisse als Feinde betrachten mussten und wie eine unbeschwerte Kindheit auf einmal unmöglich wurde.
Aber auch über die unmittelbare Umgebung hinaus veränderte sich durch die damaligen Ereignisse das Denken und Leben vieler Menschen - und diese Veränderungen und Unsicherheiten halten noch immer an. Aus vielen der Erzählungen spricht eine unglaubliche Resignation und Hoffnungslosigkeit.

"Tschernobyl" ist ein sehr aufwühlendes und erschreckendes, aber unbedingt lesenswertes Buch. Da die Erzählungen der Menschen unkommentiert zusammengestellt sind und oft auch sprunghaften Gedankenschnipseln nahekommen, ist es teilweise auch formal nicht ganz leicht zu lesen. Gleichzeitig wird es dadurch aber auch sehr unmittelbar und authentisch.
Ob eine stärker literarische Aufbereitung wünschenswert gewesen wäre, kann man sicher diskutieren, aber ich fand es gerade gut, dass auf diese Weise ganz die Stimmen der Menschen im Mittelpunkt stehen.

Zum Untertitel "Eine Chronik der Zukunft" schreibt Swetlana Alexijewitsch in einer Art Vorwort:

Was sich in Tschernobyl am meisten einprägt, ist das Leben "danach": Dinge ohne Menschen, Landschaften ohne Menschen. Wege ins Nichts, Telegrafendrähte ins Nichts. Hin und wieder fragt man sich: Was ist das - Vergangenheit oder Zukunft?
Manchmal fühle ich mich wie eine Chronistin der Zukunft ...
(S. 50)

Dienstag, 12. Januar 2016

Buchstabengeplauder #45

Lebensgeplauder

Bei mir im Lehrgang ist die Weihnachtspause vorbei und der nächste Kurs hat begonnen. Aktuell steht das Wahlfach "Öffentliche Bibliotheken" auf dem Programm, das sehr interessant ist und auch mal einen Kontrast zu den Wissenschaftlichen Bibliotheken liefert. Die Schwerpunktthemen bisher waren einerseits ebooks/Virtuelle Bibliothek und andererseits Bibliotheksangebote für Flüchtlinge bzw. ganz allgemein die Bücherei als Ort der Begegnung. Ich bin bislang sehr froh, dass ich mich für dieses (ziemlich umfangreiche) Wahlfach entschieden habe und bin schon gespannt, wie es weitergehen wird.
Danach wird gleich noch ein kurzes Wahlfach zu Bau und Einrichtung von Bibliotheken folgen, ehe im Februar sozusagen das Herzstück des Lehrgangs beginnt: Formal- und Sacherschließung (sprich: das Katalogisieren).  

Nun, da ich also wieder einiges um die Ohren habe, habe ich nicht nur zig Bücher parallel begonnen, sondern mich auch gleich noch eifrig mit neuem Lesestoff eingedeckt. Typisch ich, aber eins nach dem anderen:

Lesegeplauder

Vor einer gefühlten Ewigkeit habe ich mit Lord Dunsanys Der Schatten der Scheuermagd begonnen, länger aber nicht so recht in den Roman hineingefunden, weshalb ich ständig parallel neue Bücher gelesen habe. In den letzten Tagen bin ich endlich ein gutes Stück weitergekommen und finde den Roman inzwischen auch sehr interessant, aber trotzdem habe ich daneben noch mit einigen anderen Büchern begonnen, mit denen ich zum Teil auch so meine Probleme habe:
Bei Indexing von Seanan McGuire ist es bereits mein zweiter Anlauf und so wirklich gepackt hat mich der Roman noch immer nicht (zumal ich auch schon wieder andere ebooks dazwischen geschoben habe).
Da mir neulich noch nach einem anderen Buch war, habe ich außerdem mit The Slow Regard of Silent Things von Patrick Rothfuss begonnen, das ich interessant finde, aber ich komme doch nur sehr langsam voran.
Und schließlich höre ich aktuell als Hörbuch Elizabeth Gaskells Norden und Süden, von dem ich bislang nur die Verfilmung kannte. Zumindest dieses Buch gefällt mir uneingeschränkt.

SuB-Geplauder

Ich habe unglaublicherweise bei Lynes Gewinnspiel anlässlich ihres Bloggeburtstags gewonnen - dabei habe ich doch sonst fast nie Glück bei Verlosungen!
Mein Wunschbuch lag heute bereits im Briefkasten:


Tja, und genau jetzt, da ich nicht so viel Zeit zum Lesen habe und außerdem dank Weihnachten und Lynes Gewinnspiel gut mit neuen Büchern versorgt bin, habe ich es für eine vortreffliche Idee gehalten, mich in der Bücherei mit weiterer Lektüre einzudecken ...


Abgesehen davon sind auch noch zwei weitere Bücher unterwegs zu mir, da ich einen Amazon-Gutschein, den ich zu Weihnachten bekommen habe, für die Bestellung von zwei Büchern genutzt habe, die schon lange auf meiner Wunschliste stehen, allerdings nur noch gebraucht erhältlich sind. Jetzt habe ich sie endlich zu einem annehmbaren Preis bei Anbietern gefunden, die auch nach Österreich versenden. 
Demnächst ziehen also auch noch Das neunte Leben des Louis Drax von Liz Jensen und Das große Buch der Listen von David Wallechinsky bei mir ein.

Kann mir mal jemand erklären, weshalb neue Bücher immer im Rudel auftauchen? Und weshalb ich ausgerechnet immer dann eifrig in der Bücherei zu stöbern beginne, wenn ich ohnehin viele neue Bücher habe, die darauf warten, dass ich sie lese?

Sonntag, 10. Januar 2016

Michael Ende - Die unendliche Geschichte


ungekürztes Hörbuch (15 h 6 min)
gelesen von Gert Heidenreich
erschienen bei HörbucHHamburg

woher: Audible




In einem Antiquariat findet der Außenseiter Bastian ein ledergebundenes Buch, das ihn magisch anzuziehen scheint. Er vergräbt sich damit auf dem alten Dachboden seiner Schule und taucht ein in die Welt von Phantásien, die von dem Nichts bedroht wird. Er verfolgt die Abenteuer von Atréju, der ausgeschickt wird, um Phantásien zu retten. Doch bald scheint es, als wäre "Die unendliche Geschichte" mehr als nur ein Buch und als könnte Bastian auf das, was in Phantásien geschieht, Einfluss nehmen.
 
Dieser Roman begleitet mich bereits seit meiner Kindheit. Kennengelernt habe ich Phantásien zunächst durch den Film, den ich unzählige Male gesehen habe, bis ich schließlich mit neun oder zehn Jahren erstmals das Buch gelesen habe. Damals war ich fürchterlich enttäuscht, dass ich nicht wie Bastian selbst in das Buch gelangen konnte, aber die Geschichte hat mich dennoch schnell in ihren Bann gezogen. Ich habe den Roman als Jugendliche noch einige Male gelesen, seither jedoch nicht mehr. Die Geschichte nun in der Hörfassung neu für mich zu entdecken, war ein ganz besonderes Erlebnis.
 
"Die unendliche Geschichte" ist in mancherlei Hinsicht ein sehr klassischer Fantasyroman, zugleich aber auch etwas ganz eigenes. Es gibt fantastische Landschaften, Städte und Wesen, die ihresgleichen suchen und auch abseits von der Verfilmung sehr starke Bilder im Kopf erzeugen. Michael Ende zündet hier ein wahres Feuerwerk an Ideen, die manchmal eine märchenhafte, manchmal aber auch eine recht skurrile Stimmung erzeugen. 
Die Suche, auf die sich der junge Krieger Atréju macht, ist eine klassische Queste, aber nur der Beginn einer viel größeren Geschichte, in der es weniger um Phantásien geht, als vielmehr um die Charakterentwicklung von Bastian.
Dieser kommt als schüchterner, ängstlicher Junge in die fantastische Welt, wo er sich endlich als der Held fühlen kann, der er schon immer gern gewesen wäre. Aber der ungeahnte Ruhm steigt ihm dermaßen zu Kopf, dass er sich zu vieles wünscht und den Spruch auf dem Medaillon AURYN "Tu, was du willst" gänzlich falsch versteht. Er muss erst hart auf dem Boden aufschlagen, ehe er begreift, dass es nicht darum geht, das zu tun, worauf er gerade Lust hat, sondern seine wahre, innerste Sehnsucht zu erkennen.
 
Ich habe über die Jahre beinahe vergessen, wie weit Bastian vom Weg abkommt und wie selbstsüchtig er zwischendurch wird. Trotzdem kann Michael Ende immer noch genug Verständnis für Bastian wecken, dass er nicht alle meine Sympathien verloren hat. Man darf auch nicht vergessen, dass es sich bei ihm um ein Kind handelt, das stets nur ausgegrenzt wurde und sich endlich Anerkennung und Bewunderung wünscht.
 Diese Entwicklung von Bastian ist es auch, was "Die unendliche Geschichte" zu mehr als nur einem spannenden Fantasyroman macht. Es gibt nur wenige Bücher, die sich so sehr auf das Innere einer Figur konzentrieren und daneben trotzdem noch von einem großartigen Abenteuer erzählen. Denn neben Bastians Entwicklung geht es vor allem um die Macht der Fantasie und wie wir diese oft als Erwachsene verlieren.
 
"Die unendliche Geschichte" wird hauptsächlich aus der auktorialen Perspektive erzählt und hat auch dadurch einen gewissen märchenhaften Ton. Das und auch die Tatsache, dass Michael Ende sich sehr viel Zeit nimmt, um seine Welt zu entfalten und vor den Lesern auszubreiten, hebt den Roman doch von aktueller Jugendfantasy ab. Ich persönliche mag den Erzählstil von Michael Ende sehr gern, könnte mir aber vorstellen, dass Kinder und Jugendliche sich heutzutage erst einmal ein wenig hineinfinden müssen.
 
Die Lesung von Gert Heidenreich passt perfekt zu dem Roman, ist aber meiner Meinung nach nicht so sehr für eine erste Begegnung mit Phantásien geeignet. Die Kapitelillustrationen und die unterschiedlichen Schriftfarben in der gedruckten Ausgabe verleihen der Geschichte einfach das gewisse Etwas. Für eine erneute Begegnung mit dem Roman war die Hörbuchfassung aber gut geeignet und es hat mir sehr viel Freude bereitet, der Lesung zu lauschen.

Freitag, 8. Januar 2016

Vergangene und zukünftige Vorsätze und Wünsche

2015: Ein Rückblick


Für das Jahr 2015 hatte ich mir fünf Dinge vorgenommen und nun wird es Zeit zurückzublicken und zu sehen, wie es mir damit ergangen ist:

- "I've Seen Hell" auf dem Klavier lernen
Naja. Ich kann das Lied etwa bis zur Hälfte sehr gut und den Rest nur mäßig. Allerdings konnte ich den Sommer über mein e-Piano für eine längere Zeit nicht nutzen, da ich es zerlegen wollte, um es zu reinigen (wegen hängender Tasten). Allerdings war eine Schraube sehr widerspenstig und so war das e-Piano für mehrere Wochen halb auseinandergeschraubt. Im Winter wiederum spiele ich nicht so häufig, da das e-Piano im Schlafzimmer steht, das ich kaum heize. Abgesehen davon hat mich natürlich auch die Ausbildung in der zweiten Jahreshälfte ausgebremst.
Immerhin habe ich aber mittlerweile die Tasten ausgebaut und gereinigt und bin fest entschlossen, weiterhin das Lied zu üben.

- Beim Österreichischen Frauenlauf mitmachen (alternativ: Women's Run)
Das war ein klarer Fall von Pech (sogar dreifachem Pech): Direkt vor dem Frauenlauf habe ich Halsschmerzen und Fieber bekommen, wodurch der für mich ins Wasser gefallen ist. Der Women's Run wiederum hat ausgerechnet 2015 in Wien nicht stattgefunden. Und als ich als Alternative beim Krebsforschungslauf mitmachen wollte, habe ich natürlich genau zu der Zeit einen starken Husten bekommen.
Irgendwie sollte es wohl letztes Jahr nicht sein.

- Ins Sommerkino gehen
Jawohl, das immerhin hat geklappt! Ich war im "Kino am Dach" und habe dort "Citizenfour" gesehen, was sich auf jeden Fall gelohnt hat.

- Einen Roman "veröffentlichen"
Auch das habe ich geschafft, indem ich meine "Frostpfade" als Adventkalender-Geschichte "veröffentlicht" habe. Viele Leser hatte ich leider nicht, wobei ich nicht weiß, ob es daran lag, dass niemand Zeit zum Lesen hatte, ob es am Roman an sich lag oder ob manche einfach still mitgelesen haben.

- Ein Ölbild malen 
Puh, das hat mich vielleicht Überwindung gekostet, überhaupt mal wieder zu den Ölfarben zu greifen - meine Scheu davor war nach so vielen Jahren Pause schon sehr groß. Letztendlich hat es aber doch Spaß gemacht, auch wenn ich deutlich gemerkt habe, wie sehr ich aus der Übung bin.
Entstanden ist diese heiße Savannenlandschaft:


Es hat also mäßig geklappt mit meinen Vorsätzen, wobei mir aufgefallen ist, dass ich vieles sehr lange aufgeschoben habe: Der Adventkalender war eine Hauruck-Aktion Ende November und das Bild ist überhaupt erst im Dezember entstanden. Dabei will ich gar nicht mal behaupten, dass es mir keinen Spaß gemacht hätte, aber ich bin in letzter Zeit so unsicher bei allem, was mit Kreativität zu tun hat, dass ich mich wirklich dazu zwingen muss.

 2016: Ein Ausblick


Daher möchte ich die Sache 2016 ein wenig anders angehen. Damit ich nicht ständig alles bis zum Ende des Jahres aufschiebe, habe ich für dieses Jahr 12 Vorsätze/Wünsche, von denen ich jeden Monat einen erfüllen will. Es handelt sich dabei um eine recht bunte Mischung aus Lesevorsätzen, kreativen Dingen und allgemeinen Lebensvorsätzen. Die Reihenfolge hat übrigens nichts damit zu tun, in welchem Monat ich was machen möchte:

1. Ein neues Rezept ausprobieren
Wenn es ums Kochen geht, hänge ich immer fürchterlich an dem fest, was ich schon kenne. Ich koche meine üblichen Gerichte, variiere diese oder experimentiere auch einfach frei von der Leber weg mit Gemüse herum, aber ich bin meistens zu faul, tatsächlich mal ein ganz neues Rezept auszutesten. Deshalb möchte ich endlich mal wieder etwas ganz neues kochen (und zwar ausdrücklich kochen - beim Backen habe ich da nämlich ohnehin keinerlei Scheu).

2. Ein neues Lied am Klavier lernen
Auch hier habe ich eine gewisse Scheu vor neuen Dingen. Es ist so bequem, einfach die Lieder zu spielen, die ich früher schon konnte, dabei ist es doch so befriedigend, auch mal wieder etwas Neues zu lernen.

3. Zwei Bücher vom Alt-SuB lesen/anlesen
Dazu zähle ich alle Bücher, die schon länger als ein Jahr auf meinem SuB liegen. Ich möchte mir in einem Monat endlich mal zwei davon hernehmen und lesen oder zumindest anlesen.

4. Ein Bild malen
Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht, endlich mal wieder mit Farben auf der Leinwand rumzuklecksen. Nachdem ich letztes Jahr also meine jahrelange Pause unterbrochen habe, möchte ich dieses Jahr auch wieder ein Bild malen - ob mit Acryl oder Öl, weiß ich noch nicht.

5. Ins Sommerkino gehen
Hier wiederhole ich einfach mal den Vorsatz, da ich das letztes Jahr wirklich toll fand.

6. Meine Küche "fertigstellen"
Inzwischen ist mein Umzug mehr als ein Jahr her und doch sind in der Küche noch immer ein paar "Baustellen" geblieben: Seit Monaten liegt eine Stange herum, die ich montieren möchte, um daran Topflappen, Schöpflöffel und solcherlei Dinge aufhängen zu können. Ebenfalls seit längerer Zeit habe ich abwaschbare Wandfarbe zuhause, mit der ich gern die Wand hinter der Kochfläche streichen möchte, um dort Spritzer abwischen zu können. Und für das Arbeitslicht über der Abwasch habe ich noch immer keine passende Lampe.

7. Einen Ausflug machen
Egal, ob ein gemeinsamer wie im vergangenen Jahr mit einer Freundin nach Salzburg oder einer alleine wie etwa ein längerer Streifzug.

8. Star Wars Identities ansehen
Seit Dezember ist die "Star Wars Identities"-Ausstellung in Wien im Museum für angewandte Kunst und ich möchte sie mir unbedingt noch ansehen - kenne mich aber schon gut genug um zu wissen, dass ich so etwas dennoch gern mal versäume.

9. Den aktuellen Nobelpreisträger/die aktuelle Nobelpreisträgerin lesen
Auch ohne Challenge möchte ich dieses Jahr auf jeden Fall wieder ein paar Literaturnobelpreisträger lesen - auf jeden Fall aber den/die Preisträger/in von 2016 (hoffentlich wirds kein Lyriker *hüstel*).

10. Einen Lesetag veranstalten
Voriges Jahr haben Lyne und ich zweimal einen gemeinsamen Lesetag eingelegt. Ob nun zusammen oder alleine - ich möchte gern wieder so einen gemütlichen Lesetag machen.

11. Einen Monat lang mindestens drei mal pro Woche joggen gehen
Da wären wir mal wieder bei meinem Sportvorsatz, den ich dieses Jahr mal auf dieses Weise angehen möchte.

12. Einen Monat lang mit einem Roman beschäftigen
Sei es nun, dass ich endlich "Bühnenzauber" überarbeite, sei es eine Teilnahme beim NaNo oder das Weiterschreiben angefangener Projekte - ich möchte mich einfach einen Monat lang in irgendeiner Weise regelmäßig mit dem Schreiben beschäftigen.

Montag, 4. Januar 2016

Mein Lesejahr 2015

Zu Beginn des Jahres gibt es wieder meinen üblichen Rückblick auf das vergangene Lesejahr. 
Mit 69 Büchern habe ich voriges Jahr etwas mehr gelesen als im Vorjahr, wenngleich auch einige recht kurze dabei waren. Davon waren 13 Bücher Hörbücher, die unten lila markiert sind. 
Zu den Highlights gehörten für mich letztes Jahr das Sachbuch In 72 Tagen um die Welt sowie meine Langzeit-Lesebegleitung Nils Holgerssons wunderbare Reise durch Schweden. Sehr gut haben mir auch die beiden historischen Romane von Kate Quinn über die Borgias gefallen - The Serpent and the Pearl und The Lion and the Rose. Und nachdem Steinbeck 2014 quasi meine größte Neuentdeckung war, hat er mich auch 2015 mit De Straße der Ölsardinen voll und ganz überzeugt.
Dagegen haben mich die beiden Jugendromane Ice. Hüter des Nordens und Alcatraz und die dunkle Bibliothek ziemlich enttäuscht. Auch Level war eher ein Reinfall, obwohl mir doch der Vorgängerband Silo so gut gefallen hatte.

Einen Rückblick auf die Challenges des vergangenen Jahres und meine Vorsätze abseits vom Lesen gibt es dann in den nächsten Tagen.


Hier nun meine üblichen Statistiken und die vollständige Leseliste:

gelesene Bücher: 69
davon Hörbücher: 13
gelesene Seiten (natürlich ohne Hörbücher):17.904
Highlights (mit 5 Sternen bewertet): 8
Flops (1 oder 2 Sterne): 2
durchschnittliche Wertung: 3,8
abgebrochene Bücher: 5


Jänner (6 Bücher)
Morgan Matson - Since You've Been Gone (Kurzrezension)
Jostein Gaarder - Das Kartengeheimnis (Rezension)
Karl-Wilhelm Weeber - Baden, spielen, lachen (Rezension)
Käthe Recheis - Wolfsaga (Rezension)
Carola Dunn - Dead in the Water (Kurzrezension)
Sharon Shinn - Summers at Castle Auburn (ReRead; Rezension vom letzten Jahr)

Februar (8 Bücher)
Leonora Stratton - One Fateful Night (Buchvorstellung)
Agatha Christie - Mord auf dem Golfplatz (Kurzrezension)
Robyn Davidson - Tracks (Rezension)
Neil Gaiman - The Sleeper and the Spindle (Kurzrezension)
Hugh Howey - Level (Rezension)
Carola Dunn - Styx and Stones (Kurzrezension)
Robert Williams - Luke and Jon
Dorothy L. Sayers - Starkes Gift (Kurzrezension)

März (5 Bücher)
Andy Weir - Der Marsianer (Rezension)
Birthe zur Nieden - Wer steht schon auf Pferde? (Buchvorstellung)
Karl Ploberger - Die schönsten Balkone und Terrassen für intelligente Faule (Kurzrezension)
Ursula Braun-Bernhart - Balkon&Terrasse: 280 Pflanzen im Porträt (Kurzrezension)
Toni Morrison - Gnade (Rezension)

April (5 Bücher)
Kate Quinn - The Serpent and the Pearl (Rezension)
Kate Quinn - The Lion and the Rose (Rezension)
Jo Whittingham - Gärtnern ohne Garten (Kurzrezension)
Jo Walton - In einer anderen Welt (Rezension)
Patrick Rothfuss - Die Furcht des Weisen 1 (Rezension)

Mai (5 Bücher)
Antonia S. Byatt - Besessen (Rezension)
Agatha Christie - Kurz vor Mitternacht (Rezension)
Patrick Rothfuss - Die Furch des Weisen 2 (Rezension)
Sarah Beth Durst - Ice. Hüter des Nordens (Rezension)
Matthew Goodman - In 72 Tagen um die Welt (Rezension)

Juni (7 Bücher)
Alexander McCall Smith - The No. 1 Ladies' Detective Agency (Kurzrezension)
Nina Sahm - Das letzte Polaroid
Haruki Murakami - Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki (Kurzrezension)
Jo Walton - What Makes this Book so Great (Rezension)
Brandon Sanderson - Alcatraz und die dunkle Bibliothek (Kurzrezension)
William Golding - Lord of the Flies (Rezension)
Monika Reitprecht - Wo stehen hier die E-Books? (Rezension)

Juli (6 Bücher)
Kurt Vonnegut - Katzenwiege (Kurzrezension)
Michael Ridpath - Fluch (Rezension)
Julie Campbell - The Gatehouse Mystery (Rezension)
Anna Gavalda - Zusammen ist man weniger allein (Kurzrezension)
Markolf Hoffmann - Das Flüstern zwischen den Zweigen
Morgan Matson - Amy & Roger's Epic Detour (ReRead; Rezension vom letzten Jahr)

August (5 Bücher)
Adi Alsaid - Let's Get Lost (Kurzrezension)
Alfred Lansing - 635 Tage im Eis (Rezension)
Eric Berg - Das Nebelhaus (Rezension)
Isabel Allende - Die Insel unter dem Meer
Astrid Vollenbruch - Insel am Rande der Welt

September (5 Bücher)
Keri Hulme - Unter dem Tagmond (Rezension)
Rob Thomas, Jennifer Graham - The Thousand Dollar Tan Line (Rezension)
Sabrina Zelezny - Das Geheimnis des Mahagonibaums (Rezension)
Steffen Unger - Vorkoster gesucht! (Rezension)
Yrsa Sigurdardottir - Das letzte Ritual (Rezension)

Oktober (7 Bücher)
Heinrich Böll - Irisches Tagebuch (Rezension)
Marie Brennan - A Natural History of Dragons (Kurzrezension)
Birthe zur Nieden - (K)ein Cowboy für Kat
John Steinbeck - Die Straße der Ölsardinen (Rezension)
Selma Lagerlöf - Nils Holgerssons wunderbare Reise durch Schweden (Rezension)
Yrsa Sigurdardottir - Das gefrorene Licht (Rezension)
Lara Schützsack - Und auch so bitterkalt

November (5 Bücher)
Kenzaburo Oe - Reißt die Knospen ab (Rezension)
Mechthild Gläser - Die Buchspringer (Rezension)
Samuel J. Agnon - In der Mitte ihres Lebens (Rezension)
Thomas Glavinic - Das größere Wunder
Randall Munroe - What If? Was wäre wenn? (Rezension)

Dezember (5 Bücher)
Leonore Pothast - Das letzte Spiel (Kurzrezension)
Eowyn Ivey - Das Schneemädchen (Rezension)
Ali Shaw - Das Mädchen mit den gläsernen Füßen (Kurzrezension)
J.R.R. Tolkien - Letters from Father Christmas
Michael Ende - Die unendliche Geschichte (Rezension)

Abgebrochen (5 Bücher)
Angelika Jung-Hüttl - Feuer gefangen. Meine Reise zu den Vulkanen der Erde
Rebecca Gablé - Das Haupt der Welt
Anne McCaffrey - Die Welt der Drachen
Dorothy L. Sayers - Fünf falsche Fährten
Simon Winchester - Der Atlantik. Biographie eines Ozeans 

Sonntag, 3. Januar 2016

Das war ein weiteres Jahr mit Nobelpreisträgern




Das zweite Jahr mit Nobelpreisträgern geht zu Ende und ich bin sehr beeindruckt, was für Aufholjagden es in diesem Jahr gegeben hat. So ist Devona zwar erst im Juni eingestiegen, ist uns aber trotzdem gleich einmal davongezogen. Sechs Nobelpreisträger (bzw. sieben Bücher) sind es bei ihr geworden - sehr beeindruckend für ein halbes Jahr! 
Aber auch Ariana und BücherFähe haben in den letzten Monaten ordentlich Gas gegeben und die Challenge noch mit Bravour gemeistert. 
Sam hatte leider nach fünf Büchern erst einmal genug von Challenges und Pihia hat nach ihrem Einstiegsbeitrag leider gar nichts mehr auf ihrem Blog geschrieben. 

Ich selbst habe es leider knapp nicht mehr geschafft, da mir meine Gesundheit noch einen Streich gespielt hat und Tschernobyl von Swetlana Alexijewitsch nicht so ganz die passende Krankenlektüre war. Aktuell lese ich aber gerade das Buch zu Ende.

Es wurden wieder sehr abwechslungsreiche Autoren gelesen und ich bin bereits wieder auf einige interessante Bücher aufmerksam geworden. Der "Renner" waren Kiplings Dschungelbücher, die gleich von drei Teilnehmerinnen gelesen wurden. Mehr als einmal war auch Hemingways The Old Man and the Sea vertreten.
Die genaue Auflistung der Bücher gibt es natürlich noch weiter unten.

Wie es nun mit dieser Challenge weitergehen soll, weiß ich noch nicht genau. In genau der Form werde ich sie in diesem Jahr nicht mehr fortführen, aber ich möchte natürlich weiterhin Nobelpreisträger lesen. Ob ich das nun einfach nach Lust und Laune mache oder doch mit einer gewissen Pflicht bzw. Mindestanzahl im Jahr mache, da bin ich mir selbst noch nicht sicher. Ich könnte mir vorstellen, dass ich es einfach zu einer persönlichen Langzeitchallenge mache, aber darüber muss ich noch genauer nachdenken.

Ich danke euch für die lebhafte Teilnahme und die hohe Einsatzbereitschaft und die interessanten Diskussionen, die sich in den Kommentaren rund um die Bücher ergeben haben!



Neyasha (ich)
1. Toni Morrison - Gnade
2. William Golding - Lord of the Flies
3. Heinrich Böll - Irisches Tagebuch
4. John Steinbeck - Die Straße der Ölsardinen
5. Selma Lagerlöf - Nils Holgerssons wunderbare Reise durch Schweden
6. Kenzaburō Ōe - Reißt die Knospen ab
7. Samuel J. Agnon - In der Mitte ihres Lebens

Sam (cat)
1. Ernest Hemingway - Wem die Stunde schlägt
2. Herman Hesse - Klingsors letzter Sommer
3. Gabriel Garcia Márquez - Das Leichenbegängnis der Großen Mama
4. Elfriede Jelinek - Die Klavierspielerin 
5. Rudyard Kipling - Die Dschungelbücher

Pihia

Ariana
1. William Faulkner - The Sound and the Fury
2. José Saramago - Stadt der Blinden 
3. William Butler Yeats - Gedichte/Poems 
4. Ernest Hemingway - The Old Man and the Sea
5. Rudyard Kipling - Die Dschungelbücher
6. Derek Walcott - Weiße Reiher 
7. Wislawa Szymborska - Der Augenblick/Chwila
8. Herta Müller - Der Mensch ist ein großer Fasan auf der Welt

BücherFähe 
1. Thomas Mann - Buddenbrooks
2. Rudyard Kipling - Das Dschungelbuch. Das neue Dschungelbuch
3. Ernest Hemingway - Der alte Mann und das Meer 
4. Günter Grass - Die Blechtrommel 
5. Albert Camus - Die Pest 
6. John Steinbeck - Tortilla Flat
7. Jean-Paul Sartre - Die schmutzigen Hände
8. Hermann Hesse - Der Steppenwolf

Devona 
1. Herta Müller - Reisende auf einem Bein 
2. Doris Lessing - Afrikanische Tragödie 
3. Patrick Modiano - Im Café der verlorenen Jugend
4. Hermann Hesse - Unterm Rad + Zwischen Sommer und Herbst 
5. Gabriel García Márquez - Erinnerung an meine traurigen Huren
6. Mario Vargas Llosa - Das böse Mädchen

Freitag, 1. Januar 2016

Schönes neues Jahr und eine Vertröstung

Ich wünsche euch ein schönes neues Jahr 2016! Ich hoffe, ihr habt den Jahreswechsel schön gefeiert oder einen gemütlichen Abend verbracht und das Jahr 2015 so ausklingen lassen wie erwünscht.


Bei mir ist Silvester leider nicht so verlaufen wie geplant. Nachdem es mir am Sonntag endlich besserging und auch mein Husten so gut wie weg war, ist er auf einmal am Montag in der Nacht mit doppelter Heftigkeit zurückgekehrt und dann habe ich auch wieder hohes Fieber bekommen. Ein Arztbesuch hat auch nicht sehr viel Klarheit gebracht. Inzwischen ist das Fieber zum Glück wieder weg, aber der Husten trotzt weiterhin den Medikamenten.
Anstatt also über Silvester mit einer Freundin nach Bad Ischl zu fahren, worauf ich mich schon unglaublich gefreut hatte, bin ich bei meiner Familie im Bett gelegen und wurde von meiner Mutter umhegt.

In den letzten Tagen ist daher der Blog und alles rundherum stillgestanden. Mit meinem letzten Buch zur Nobelpreis- und Sachbuchchallenge bin ich nicht mehr fertig geworden und meine Challengeauswertung erfolgt dann auch erst in den nächsten Tagen. Ich habe aber schon gesehen, dass da ein paar noch einen bemerkenswerten Endspurt hingelegt haben.

Demnächst wird es hier also die üblichen Jahreswechsel-Posts hageln - bis dahin wünsche ich euch einen guten Start ins neue Jahr und viel Gesundheit, Glück und Freude!