Sonntag, 19. November 2017

Elizabeth Marie Pope - The Perilous Gard


erschienen bei Recorded Books
woher: Audible
ungekürzte Lesung von Jill Tanner


England 1558: Kate Sutton, Hofdame von Prinzessin Elizabeth, fällt aufgrund der unbedachten Handlung ihrer Schwester bei Queen Mary in Ungnade und wird daraufhin nach Elvenwood Hall verbannt. An diesem düsteren und abgelegenen Ort, der auch Perilous Gard genannt wird, ist der Glaube an Feen und das Übernatürliche noch sehr lebendig. Vor Jahren verschwand hier die Tochter des Hausherrn Geoffry Heron unter seltsamen Umständen und Geoffreys Bruder Christopher wurde dafür verantwortlich gemacht. Aber Kate zweifelt an dieser Geschichte und beginnt sich zu fragen, ob nicht eher die Feenkönigin dahinter stecken könnte.

"The Perilous Gard" ist ein phantastischer Roman, der 1974 publiziert wurde und als Hintergrund die Ballade von Tam Lin hat. Er beginnt als historischer Roman und würde über weite Strecken auch als solcher funktionieren. Zwar wird schnell klar, dass in Elvenwood Hall seltsame Dinge vor sich gehen, aber zunächst weiß Kate nicht, ob sie es nur mit Aberglauben oder tatsächlich mit dem Übernatürlichen zu tun hat. Es wird eine schöne, leicht unheimliche Atmosphäre aufgebaut, die mir sehr gut gefallen hat. Die zweite Hälfte des Romans wird dann magischer und märchenhafter, wobei man es hier mit einem sehr düsteren Feenreich zu tun hat.

Neben dem sehr stimmigen Setting und der mysteriösen Stimmung besticht das Buch vor allem mit den Figuren. Kate ist eine ganz wunderbare junge Heldin, die die Dinge hinterfragt und ihnen auf den Grund gehen will - auch in Momenten, in denen vielleicht Mitgefühl eher gefragt wäre als Logik. Ihr Verstand, der also einerseits einer ihrer Stärken ist, steht ihr andererseits auch manchmal im Weg. Sie ist mutig, hat aber doch auch immer wieder mit Zweifeln zu kämpfen. Das alles macht sie zu einer sehr runden und stimmigen Figur, die mir sehr sympathisch war.
Auch Christopher Heron ist sehr mehrschichtig gezeichnet und es gibt eine Reihe von interessanten Nebenfiguren - so bekommen auch die Feen ihre ganz eigene Stimme und werden nicht zu einfachen Bösewichten abgestempelt.

Man kann schnell erahnen, dass Kate und Christopher füreinander romantische Gefühle entwickeln werden, aber die Autorin lässt sich sehr viel Zeit, um ihre Beziehung aufzubauen und zu zeigen, wie sie allmählich anfangen, einander zu vertrauen.
Gleichzeitig ist die Liebesgeschichte nicht im Zentrum der Handlung, die den Fokus mehr auf Kates innere Entwicklung legt.

Das alles hat mir sehr gut gefallen und ich war fast traurig, als das Buch zu Ende war. "The Perilous Gard" ist ein fesselnd und gefühlvoll erzählte Geschichte, die ich allen empfehlen kann, die eine solche Mischung aus historischem und phantastischem Roman mögen.

Freitag, 17. November 2017

1000 Beiträge - Rätsel und Gewinnspiel


Ich kann es kaum glauben, aber das hier ist der 1000. Beitrag, den ich für meinen Blog schreibe. Das ist natürlich eine Zahl, die gefeiert werden will!

Daher gibt es heute bei mir ein kleines Bücherrätsel, bei dem es für die zwei TeilnehmerInnen mit den meisten richtigen Antworten ein Buch nebst einer kleinen Überraschung zu gewinnen gibt. Zur Auswahl stehen folgende drei Hardcover:

  • Edgar Allan Poe: Unheimliche Geschichten (neu übersetzt von Andreas Nohl)
  • Garth Stein: Im Licht des Augenblicks
  • Sofi Oksanen: Die Sache mit Norma
 Die genauen Teilnahmebedingungen findet ihr im Beitrag ganz unten.

Und hier kommt nun das Bücherrätsel - ein kleiner Tipp: Alle gesuchten Bücher habe ich hier rezensiert.

Erste Sätze


1. Es war wieder Abend geworden. Das Wirtshaus zum Wegstein lag in Stille, und es war eine dreistimmige Stille.

2. An diesem letzten Nachmittag des Jahres war es schon ungewöhnlich früh stockdunkel geworden.

3. Das Salinas-Tal liegt in Nordkalifornien.

4. "Sackerment!", rief Goethe, als ihm hinterrücks eine verkorkte Flasche Burgunders so heftig über dem Schädel zerschmettert wurde, dass ihm der Schlag in alle Glieder ging.

5. An einem ungewöhnlichen heißen Frühlingstag erschienen bei Sonnenuntergang auf dem Moskauer Patriatenteichboulevard zwei Männer.


Verfremdete Buchcover


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Zitate


9. Die Menschen, denen er begegnete, die Orte, die er durchquerte, waren Schritte auf seiner Reise, und jedem einzelnen von ihnen räumte er einen Platz in seinem Herzen ein.

10. Morgen spiele ich mit Starkstrom herum. Undenkbar, dass dabei irgendetwas schiefgehen könnte.


Teilnahmebedingungen

  •  Schickt mir die richtigen Antworten bis zum 25.11.2017 per E-Mail an judith_oliva(at)web.de 
  • Googlen nach Zitaten und ersten Sätzen ist nicht erlaubt! 
  • Die zwei besten TeilnehmerInnen gewinnen ein Buch nebst einer kleinen Überraschung (bei Gleichstand entscheidet das Los).
  • Der/die Teilnehmer/in mit den meisten richtigen Antworten darf sich zuerst ein Buch von den oben gezeigten aussuchen; der/die Zweitplatzierte darf aus den übrigen zwei Büchern eins auswählen.
  • Teilnahme nur mit Wohnsitz in der EU möglich.
  • Keine Barauszahlung möglich.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Sonntag, 12. November 2017

Buchstabengeplauder #85

Nun, da die herbstlichen Lesewochenenden vorbei sind, ist wieder einmal Zeit für ein "normales" Buchstabengeplauder. Und im Zuge dessen gibt es bei mir einen der seltenen Neuzugänge-Beiträge. Sonst kaufe ich meist nur so vereinzelt Bücher, dass sich ein solcher nicht besonders lohnt, aber da in der letzten Woche ganze vier Bücher bei mir eingezogen sind, wollte ich diese doch einmal zusammen vorstellen:


Siri und die Eismeerpiraten von Frida Nilsson ist ein Kinderbuch, auf das ich im Zuge einer Veranstaltung zu Neuerscheinungen der Kinder- und Jugendliteratur, die ich jeden Herbst organisiere, aufmerksam geworden bin. Dabei sind noch einige weitere Bücher auf meiner Liste gelandet, aber bei diesem war ich mir sicher, dass ich es sofort lesen möchte. Es erzählt die Geschichte der zehnjährigen Siri, deren kleine Schwester vom gefürchteten Piraten Weißhaupt geraubt wurde. Siri begibt sich daraufhin auf eine Reise durchs Eismeer, um ihre Schwester zurückzuholen. Von der Erzählweise her erinnert das Buch an Astrid Lindgren und deshalb musste das Buch bei mir einziehen.

Ostwind - Westwind von Pearl S. Buck war dagegen ein Zufallsfund, der mitkommen durfte, da es das Buch zum halben Preis gab und ich von der Nobelpreisträgerin ohnehin noch ein Buch lesen möchte. Es geht darin um eine junge Chinesin, die sehr traditionell auf ihre (arrangierte) Ehe vorbereitet wurde. Ihr Bräutigam hat aber in den USA studiert und wünscht sich eine "moderne" Frau an seiner Seite. Das klang für mich nach einem interessanten Kulturkonflikt.

Wunder einer Winternacht von Marko Leino steht schon seit ein paar Jahren auf meiner Wunschliste, aber ich war mir nie recht sicher, ob das wirklich meinem Beuteschema entspricht. Als ich dieses Jahr nach einem Adventkalenderroman gesucht habe, bin ich wieder darüber gestolpert (das Buch ist genau in 24 Kapitel aufgeteilt). Mal sehen, wie mir die Geschichte eines finnischen Waisenjungen, der vom gesamten Dorf aufgezogen wird, gefällt.

Letzte Nacht von Stewart O'Nan ist das diesjährige Gratisbuch der Aktion Eine Stadt. Ein Buch. Mir haben vorher weder Buch noch Autor etwas gesagt, obwohl Stewart O'Nan schon zahlreiche Romane veröffentlicht hat. In diesem Buch, das 2007 erstmals erschienen ist, werden die letzten Stunden eines Restaurants beschrieben, ehe dieses schließt. 


ein Zimmer aus Buchseiten
Der Hinweis auf das Gratisbuch der Stadt Wien bildet auch gleich meine Überleitung zur Buch Wien 2017.  Ich war dieses Jahr nur sehr kurz dort, weil ich sie zeitlich nicht recht unterbringen konnte. Dementsprechend bin ich gestern nur durchgeschlendert, habe mich ein wenig bei den Ständen umgeschaut, kurz bei den Lesungen/Diskussionen reingehört, ein paar Leseproben und Vorschauen mitgenommen und das wars dann auch schon wieder.
Es war aber auch wie immer recht überschaubar. Bei der Buch Wien trifft sich vor allem die leider doch recht kleine österreichische Verlagsszene nebst ein paar Verlagen aus dem weiteren deutschsprachigen Raum sowie diverse Kulturinstitute. Mit Frankfurt und Leipzig nicht zu vergleichen, dafür aber auch weniger stressig.




Nächste Woche bin ich ab Mittwoch wieder zur Kursbetreuung am Wolfgangsee. Im November ist das Wetter dort leider nicht so verlockend, aber ich hoffe, dass es dennoch eine gute und nicht zu stressige Kurswoche wird.

Freitag, 10. November 2017

[Kurzrezensionen] Von einer Perle, einer Seereise und rätselhaften Eulen

John Steinbeck - Die Perle

Diese Novelle, die auf einer mexikanischen Sage basiert, erzählt von dem armen Fischer Keno, der nahe der Stadt La Paz wohnt. Als er eines Tages in einer Auster eine riesige Perle findet, beginnt er Pläne für sich, seine Frau und seinen kleinen Sohn zu schmieden. Aber der vermeintliche Segen entpuppt sich eher als Fluch.
Steinbeck schreibt hier von den Schattenseiten des Reichtums, vor allem aber von einer unüberbrückbaren gesellschaftlichen Kluft. Keno, der von einem besseren Leben träumt, hat keine Chance, diese Kluft zu überbrücken und ist mit der Perle der Willkür der Mächtigen umso mehr ausgeliefert.

Ich habe in den letzten Jahren einige Bücher von Steinbeck gelesen, die ich alle sehr mochte und auch dann, wenn sie eher traurig waren, nicht trostlos fand. "Die Perle" fand ich zwar sehr fesselnd und auch eindringlich zu lesen, gleichzeitig aber zu düster. Die Erzählung geht sehr unter die Haut, hat mich aber beim Lesen so aufgewühlt, dass ich am Ende richtiggehend niedergeschlagen war.
Ein sehr guter Kurzroman, der mir allerdings ein wenig zu bedrückend war.


Michael Ondaatje - Katzentisch

In den 1950er Jahren ist der elfjährige Michael auf einem Schiff von Colombo unterwegs nach England, wohin seine Mutter schon ein paar Jahre zuvor ausgewandert ist. Dort unternimmt er mit zwei Jungen in seinem Alter allerlei Unsinn und erkundet mit ihnen das Schiff. Neben den dreien lernt man eine Reihe eher armer Mitreisender kennen, die zusammen mit Michael am sogenannten "Katzentisch" sitzen.
Michael schildert rückblickend die Ereignisse der Fahrt - all die Liebeleien, Diebstähle und seltsamen Verstrickungen, die er zusammen mit seinen Freunden beobachtet. Jahre später kommt er mit einigen Reisegefährten wieder in Kontakt und wird sich dabei auch wieder bewusst, wie groß der Einfluss dieser kaum einmonatigen Reise auf sein Leben war.

"Katzentisch", das Gratisbuch der Stadt Wien 2017, hat eine episodenhafte Erzählweise, da es eine Vielzahl von kleinen Geschichten vereint. Ich habe den Roman sehr unterhaltsam gefunden, mitunter aber etwas zerfasert. Er ist zwar gut konstruiert und vereint eine ganze Reihe von originellen Figuren, wirkt aber durch die vielen Einzelepisoden und die vielen Themen, die er darin anspricht, ein wenig überfrachtet.


Alan Garner - The Owl Service

Alison entdeckt auf dem Dachboden ihres walisischen Sommerhauses ein Porzellanservice mit einem Blumenmuster, in dem sie Eulen zu sehen meint. Als sie das Muster aus Papier ausschneidet und zu Eulen zusammensetzt, entfesselt sie einen alten Fluch. Zusammen mit ihrem Stiefbruder Roger und Gwyn, dem Sohn der Köchin, wird ihr Leben auf seltsame Weise mit der alten walisischen Sage rund um Blodeuwedd verknüpft.

Alan Garner entfaltet in diesem Jugendbuch, das 1967 publiziert wurde, eine rätselhafte, mystische Geschichte, in der keltische Mythen mit der Gegenwart verknüpft werden. Als Leserin wird man recht ahnungslos in den Roman hineingestoßen und begreift erst nach und nach, was alles zu bedeuten hat. Das erweckt ein Gefühl von fremder und unheimlicher Magie, führt aber auch dazu, dass man beim Lesen manches Mal im Dunkeln tappt. Ich musste mich sehr konzentrieren, um der Geschichte folgen zu können. Die Atmosphäre ist nicht nur geheimnisvoll, sondern auch auf eine ganz eigene Art und Weise gruselig.
Eine faszinierende Lektüre, die ich aber teils auch als verstörend und nur schwer verständlich empfunden habe.

Mittwoch, 8. November 2017

Bingo! Ein Lesewochenende - Auswertung und Gewinnerin

Vergangenes Wochenende haben Lyne und ich zwei Lesetage der besonderen Art mit zwei Bingoblättern veranstaltet. Außerdem gab es für die Person, die die meisten Felder pro Blatt löst, ein Wunschbuch im Wert von 10 Euro zu gewinnen.
Wir waren zwar nur eine kleine Runde, hatten aber drei umso eifrige Mitleserinnen: Sam, A.Disia und Nicole Katharina hatten sich uns angeschlossen.

 

Und das sind die Ergebnisse bei den Bingoblättern (Lyne und ich haben uns hier selbst nicht mitgezählt, da wir uns ja nicht selbst beschenken wollten ;-)):

Szenenbingo
Nicole Katharina: 19
Sam: 14
A.Disia: 10

Backstagebingo
Nicole Katharina: 25
Sam: 19
A.Disia: 18

Das bedeutet, dass Nicole Katharina bei beiden Blättern die meisten Felder erfüllt hat und somit ein Wunschbuch im Wert von 20 Euro bekommt. Herzlichen Glückwunsch! 
Meld dich bitte bei Lyne (lynesbooks@gmail.com) oder mir (judith_oliva@web.de) per Mail mit deiner Adresse und deinem Buchwunsch.

Danke euch allen dreien fürs Mitmachen! Es hat sehr viel Spaß gemacht, das Wochenende lesend mit euch zu verbringen!

Sonntag, 5. November 2017

Bingo! Ein Lesewochenende - Sonntag, 5.11.

Willkommen zum zweiten Tag mit dem Bingo-Lesewochenende von Lyne und mir!
Die Erklärung und Anmeldung zum Bingo findet ihr hier - ihr kommt zum Einstiegsbeitrag auch in der linken Seitenleiste, wenn ihr auf den Banner klickt. Gern könnt ihr auch heute noch ins Lesewochenende mit einsteigen!

Ich bin heute etwas später in den Tag gestartet als geplant, da ich in der Früh nochmal eingeschlafen und dann erst um 9 Uhr aufgewacht bin. Jetzt fühle ich mich - wie immer in solchen Fällen - etwas zermatscht und habe leichte Kopfschmerzen. Hoffentlich gibt sich das im Laufe des Tages.
Gestern habe ich noch mit einer Taschenlampe unter der Bettdecke gelesen (eine Premiere - als Kind habe ich das nie gemacht) und folglich auch im Bett gelesen.


Heute habe ich beim Frühstück in Die Terranauten weitergelesen und konnte dabei auch wieder einige Szenen abhaken:
Dawn Chapman hat für eine Weile ein Geheimnis und ist deshalb ratlos. Sie und andere denken über ihre Situation in inneren Monologen nach und schließlich liest Dawn eine Broschüre.

Jetzt werde ich mal schauen, wie weit ihr bislang gekommen seid und was ihr gerade so lest.


Update um 14:15

Ich habe gerade Sally Jones ausgelesen und bin ganz begeistert (und etwas melancholisch, da die Geschichte auch ein wenig traurig ist). Das ist so ein schönes Kinderbuch und ich hoffe sehr, dass es noch einen weiteren Roman über die liebenswerte Gorilladame geben wird - zumindest gibt es am Ende einen kleinen Hinweis, dass das nicht ausgeschlossen ist.
Ich konnte auch noch ein paar Felder abhaken, aber da ich mich jetzt dann mit Lyne zum Teetrinken treffe, muss ich das Update der Bingoblätter auf später verschieben. Jetzt muss ich ich erst mal mein Zeug zusammensuchen und zum Bus gehen. Mein Reader mit den Terranauten wird mich natürlich im Bus begleiten! 


Update um 19:00

Lyne und ich haben einen gemütlichen Nachmittag im Teehaus "Little Britain" verbracht und somit habe ich nun auch außerhalb der Wohnung etwas gemacht.
Unterwegs im Bus habe ich Die Terranauten weitergelesen und konnte dabei auch noch zwei Felder abhaken. So gibt es Probleme in einer Familie und zwei der Terranauten küssen sich.
Davor konnte ich mit Sally Jones noch folgende Szenen erledigen: Jemand stirbt, Jemand schreibt etwas, Ein Familienmitglied hilft

Als ich dann endlich meine erste Bingoreihe voll hatte, habe ich auch gleich laut Bingo gerufen und vorhin habe ich mal eine ausgedehnte Blogrunde gedreht (mein Feedreader ist schon übergegangen vor ungelesenen Beiträgen).
Nun werde ich mich aufs Sofa mit meinem Sachbuch Seltsame Karten zurückziehen - und bei der Gelegenheit habe ich auch endlich mal mein Buch und meinen Leseplatz fotografiert.


Update um 23:00

Ich habe heute Abend noch zwei Bücher ausgelesen - Seltsame Karten und auch Die Terranauten. Letzteres war dann noch sehr spannend, allerdings weiß ich noch nicht, was ich vom Ende halten soll.

Mein Leseziel für das Wochenende habe ich damit zu drei Viertel geschafft: Drei meiner begonnenen Bücher habe ich beendet, nur beim Hörbuch fehlen mir noch ein paar Stunden.
Bei den Bingoblättern konnte ich beim Szenenbingo mehr ausstreichen, als ich erwartet hätte. Beim Backstagebingo habe ich bei den aktiven/kreativen Aufgaben ein wenig ausgelassen, habe aber immerhin 17 Felder erfüllt.

Auf jeden Fall hat es sehr viel Spaß gemacht, das Wochenende mit Lesen und dem Bingo zu verbringen. Vielen Dank auch euch fürs Mitmachen und das eifrige Erfüllen der Bingo-Aufgaben!

Lyne und ich werden uns dann morgen mit der Auswertung des Gewinnspiels melden.

Samstag, 4. November 2017

Bingo! Ein Lesewochenende - Samstag, 4.11.

Hier ist nun mein eigener Beitrag zum Lesewochenende, bei dem ich euch auf dem Laufenden halten werde, was ich lese und wie ich mit den Bingoblättern vorankomme.
Die Erklärung und Anmeldung zum Bingo findet ihr hier - ihr kommt zum Einstiegsbeitrag auch in der linken Seitenleiste, wenn ihr auf den Banner klickt.

Ich lese derzeit vier Bücher parallel - als Sachbuch begleitet mich Seltsame Karten, dann liegt auf meinem Nachttisch noch Sally Jones. Mord ohne Leiche und für unterwegs habe ich noch Die Terranauten aus der Onleihe auf meinem Reader. Außerdem lausche ich derzeit dem Hörbuch Die Ernte des Bösen. Ich würde dieses Wochenende gern alle vier Bücher auslesen und mich vielleicht auch noch etwas Neuem zuwenden.
Da ich heute noch aufräumen, putzen und das weitere Umsortieren meiner Bastel- und Handarbeitssachen (womit ich letztes Wochenende begonnen habe) plane, werde ich vermutlich einige Stunden mit dem Hörbuch verbringen. 
Mal sehen, ob ich dabei unsere Bingoblätter im Blick behalten kann. ;-)


Update um 13:00

Ich habe bislang den Tag mit Aufräumen, Putzen und Kochen verbracht und dabei weiter Die Ernte des Bösen gehört. Drei Felder kann ich beim Szenenbingo bereits abhaken:
Die Figur isst/kocht etwas (Robin und Cormoran haben während ihrer Ermittlungen gegessen)
Die Augenfarbe einer Figur wird erwähnt (eine befragte Zeugin wurde mit dunkelbraunen Augen beschrieben)
Jemand zieht eine andere Kleidung an (besagte Zeugin zieht sich zwischen zwei Szenen um, worauf auch hingewiesen wird)

Auch beim Backstagebingo kann ich zwei Kreuze machen und zwar habe ich zum einen ein paar Blogbeiträge kommentiert und zum anderen oben auch schon mein Leseziel für das Wochenende formuliert: Ich möchte meine vier begonnenen Bücher auslesen.

Jetzt muss ich erst mal einkaufen gehen und werde mich also später wieder melden.


Update um 17:30

So, ich war heute Nachmittag noch einkaufen, habe meinen Bastelkram fertig umsortiert und auch fertig geputzt. Dabei konnte ich weiter meinem Krimi lauschen und ein paar weitere Felder abhaken:
Eine Figur hat Angst (Robin hat Angst nach dem Öffnen eines Briefes)
Es geht um Geld (Durch Aussicht auf Geld wird eine Figur zum Reden gebracht)

Nachdem alles soweit erledigt war, habe ich mich schließlich Sally Jones zugewandt. Ich habe mir dann auch noch einen neuen Leseplatz gesucht und zwar habe ich mich auf den Boden gesetzt - das klingt vermutlich erst mal nicht so gemütlich, aber als Kind und Jugendliche habe ich sehr viel auf dem Teppich liegend oder sitzend gelesen (und ja, ich hätte auch andere Sitzgelegenheiten gehabt). Daher war da für mich also eine gewisse Nostalgie mit dabei.
Bei Sally Jones bin ich dann auch noch auf weitere Szenen gestoßen:
Jemand lacht (der Maharadscha, bei dem Sally Jones gelandet ist)
Dialog zwischen mindestens 3 Figuren (der Maharadscha, sein Diwan und eine Gruppe von Engländern)
Jemand verreist (Sally Jones und der Maharadscha unternehmen eine Reise in einem kleinen Flugzeug)

Mal sehen, ob ich nun weiter bei Sally Jones bleibe oder zu meiner Häkelarbeit greife und mich wieder dem Hörbuch zuwende.  


Update um 23:30

Ich kann inzwischen das Lesen in der Badewanne und das Lesen im Pyjama abhaken; außerdem habe ich mir vorher einen Ingwertee gemacht.
Außerdem ist zu Sally Jones Besuch gekommen.
Die Bingoblätter werde ich dann morgen in der Früh entsprechend aktualisieren.

Obwohl ich bei Sally Jones noch ein ganzes Stück vorangekommen bin, war der Abend dann in punkto Lesen nicht mehr so produktiv wie erhofft. Ich wollte nämlich bei einem Dreieckstuch weiterhäkeln, das ich schon seit Ewigkeiten unfertig herumliegen habe.  Dann konnte ich aber zunächst die Anleitung nicht mehr finden und dann habe ich als Folge dessen begonnen, meine Lesezeichen aufzuräumen. Dabei bin ich eine ganze Weile hängengeblieben.
Nun werde ich mich ins Bett verziehen und dort noch ein wenig lesen (möglicherweise auch mit Taschenlampe unter der Decke ;-)).

Gute Nacht und bis morgen!

(hier gehts am Sonntag weiter)

Bingo! Ein Lesewochenende am 4. und 5.11.2017


Lyne und ich machen endlich wieder ein gemeinsames Lesewochenende und dieses Mal haben wir als Besonderheit zwei Bingoblätter für euch vorbereitet.

Wie ihr teilnehmen könnt?
Meldet euch bei Lyne oder mir einfach via Kommentar oder E-Mail. Ihr könnt jederzeit einsteigen und mit dabei sein, solange ihr wollt. Ich werde sowohl diesen Beitrag als auch alle TeilnehmerInnen in meiner Seitenleist verlinken.

Wie funktioniert das Bingo?
Wir haben zwei Bingoblätter für euch vorbereitet - in einem geht es um den Inhalt eurer Bücher, in dem anderen darum, was ihr an diesem Wochenende so macht, wo und wie ihr lest, ...
Ihr könnt beide Bingoblätter machen oder nur eines - oder ihr könnt auch einfach nur so mitlesen. Wir freuen uns aber besonders, wenn ihr auch am Bingo teilnehmt!
Wer die meisten Felder pro Blatt löst, bekommt ein Wunschbuch (im Wert von 10 Euro). Schickt uns einfach bis Montag (6.11.) den Link zu eurem Beitrag mit dem Bingo oder schickt das Bingoblatt/die Bingoblätter per Mail an judith_oliva(at)web.de, falls ihr ohne Blog mitmacht.

Unten findet ihr nun die Bingoblätter und zusammengefasst noch einmal die Teilnahmebedingungen. Viel Spaß!



Teilnahmebedingungen
1. Der/die Teilnehmer/in mit den meisten erfüllten Bingofeldern pro Bingoblatt gewinnt ein Wunschbuch im Wert von EUR 10.
2. Ihr müsst Teilnehmer des Lesewochenendes auf Neyashas und Lynes Blog sein.
3. Verlinkt euren Blogpost mit dem Bingo entweder in den Kommentaren oder schickt bis 6. November das ausgefüllte Bingoblatt/die Bingoblätter per Mail an judith_oliva(at)web.de
4. Teilnahme für Leser mit ständigen Wohnsitz in Österreich, Deutschland oder der Schweiz möglich.
5. Es ist keine Auszahlung in Bar möglich.
6. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Dienstag, 31. Oktober 2017

Pamela Moore - Cocktails


erschienen bei Piper


Pamela Moore war erst achtzehn Jahre alt, als sie den Coming-of-Age-Roman "Cocktails" schrieb und dieser daraufhin in den USA ein Kultbuch der Jugendlichen in den 50er Jahren wurde. Ihre nachfolgenden Romane blieben allerdings erfolglos und mit nur sechsundzwanzig Jahren beging die Autorin Selbstmord. 
Hierzulande geriet sie daraufhin in Vergessenheit, bis Piper das Buch in neuer Übersetzung von Tanja Handels herausbrachte. 


Der Roman erzählt von der fünfzehnjährigen Courtney, die ein Internat an der Ostküste besucht, während ihre Mutter in Hollywood damit beschäftigt ist, sich eine Schauspielkarriere aufzubauen. Als Courtney nach Problemen in der Schule das Internet verlässt und zu ihrer Mutter zieht, wird sie mit hineingezogen in eine Welt voller Parties und Alkohol.
Courtney, die schon im Internat zu Depressionen neigte, verliert in dieser Scheinwelt ganz den Halt. Sie will einerseits Kind sein und leidet darunter, dass ihre Mutter keine wirkliche Verantwortung übernehmen will; andererseits versucht sie Teil der Erwachsenenwelt zu sein und stürzt sich nicht nur in das Partyleben voller Cocktails, sondern lässt sich auch auf eine Affäre mit einem Schauspieler ein.

Courtney zieht schließlich mit ihrer Mutter nach New York, wo alles in geregelteren Bahnen verlaufen soll und wo sie stattdessen mit ihrer früheren Freundin Janet ins New Yorker Nachtleben eintaucht. Sie ist einerseits beeindruckt von der vermeintlichen Weltgewandtheit von Janets älteren Freunden und empfindet andererseits an der Langeweile und Sinnlosigkeit angesichts der gleichförmigen Parties und Alkoholexzesse. Erneut also fühlt sie sich zerrissen und weiß nicht, wie sie ihren Platz im Leben finden soll.

Dieses Zerrissensein beschreibt Pamela Moore sehr eindringlich und wenn man sich die Biografie der Autorin genauer ansieht, liegt die Vermutung nahe, dass der Roman auch starke autobiografische Züge aufweist.
Den Schreibstil habe ich nicht als kindlich empfunden, aber die Art und Weise, wie die Autorin Courtneys Gefühle und Gedanken beschreibt, wirkt so unmittelbar und ungefiltert, dass hier doch das jugendliche Alter durchschimmert. Auf der einen Seite stehen die Unbekümmertheit und kindliche Denkweise von Courtney, auf der anderen Seite Weltschmerz, Melancholie und die Ängste eines heranwachsenden Mädchens.
Courtneys Entwicklungsgeschichte selbst ist durch die Schilderung all dieser Gefühle und Probleme gewissermaßen zeitlos, obwohl der Roman klar in seiner Epoche verankert ist.

Ich fand den Roman interessant zu lesen und als Debüt einer Achtzehnjährigen auf jeden Fall beeindruckend, auch wenn ich mit Courtneys Lebensstil (all die Parties und der Alkohol) nicht viel anfangen konnte. Eine lohnenswerte Coming-of-Age-Geschichte, bei der ich mir allerdings nicht sicher bin, ob sie auch heutzutage noch Jugendliche ansprechen würde.

Sonntag, 29. Oktober 2017

[Winterkatzes Herbstlesen] 29. Oktober

Heute ist der letzte Tag mit Winterkatzes Herbstlesen  und ich habe vor, ihn ausgiebig zu nutzen. :-)
Gestern habe ich am Abend noch einiges bei Sally Jones weitergelesen. Das ist wirklich ein tolles Buch - abenteuerlich, phantasievoll, warmherzig. Ich freue mich schon darauf, heute weiter darin zu lesen. Außerdem werde ich sicher wieder zu meinem Hörbuch Die Ernte des Bösen greifen, da heute noch häkeln auf dem Programm steht.

Derzeit bin ich noch etwas müde. Seit gestern Abend fegt hier ein derartiger Sturm durch die Stadt, dass ich kaum schlafen konnte. Mein armer Balkon sieht heute auch ziemlich mitgenommen aus. Falls es heute den ganzen Tag so stürmisch bleibt, werde ich wohl keinen Fuß vor die Tür setzen. Also genau der richtige Tag zum Lesen.


Update um 13:30

Puh, das war vielleicht ein Unwetter heute Vormittag! Sturm, Regen, Gewitter ... mein Balkon sieht ziemlich mitgenommen aus. Mittlerweile hat sich das Wetter etwas beruhigt, aber es ist immer noch sehr stürmisch.
Da ist es genau das richtige, sich auf dem Sofa mit einem Buch einzukuscheln. Ich bin bei Sally Jones mittlerweile etwa auf Seite 350 und die liebenswerte Affendame hat schon so einige Abenteuer hinter sich.

Mir ist eingefallen, dass ich euch noch meine Erzeugnisse vom letzten Wochenende zeigen wollte. Das hier ist meine Häkelarbeit - es sind Babyschühchen für eine Freundin, die Tante geworden ist:


Und das hier ist die Halloween-Maske, die ich gebastelt habe (Scarecrow aus "Batman Begins"). Der Hund hat auf jeden Fall bei der Feier vor mir Reißaus genommen:


Und vergangene Woche habe ich dann für meine Arbeitskollegin noch eine Fledermaus gehäkelt:


Für heute steht auch noch häkeln auf dem Programm - die Ente für meinen Neffen hatte aufgrund der gezeigten Projekte auch weiterhin das Nachsehen, aber nun muss sie endlich fertig werden. Ich habe die nächsten Tage frei und werde morgen zu meiner Familie fahren und da soll natürlich auch die Ente mitkommen.
Daher werde ich mich jetzt mal eine Weile der Häkelei und meinem Hörbuch widmen. 


Update um 22:15

Geschafft, die Ente ist fertig! Und ich bin ein ganzes Stück bei meinem Hörbuch weitergekommen, das sich bislang etwas stärker dem Privatleben von Cormoran und Robin widmet als die ersten beiden Bände.

Und damit verabschiede ich mich vom diesjährigen Herbstlesen. Es war wieder sehr schön, den Oktober mit Büchern, Hörbüchern und allgemeinem Bloggeplauder zu verbringen (zugegeben, das allgemeine Geplauder hat bei mir möglicherweise mehr Raum bekommen als das Lesen ...). Danke, Winterkatze und danke allen, die mitgelesen und so eifrig kommentiert haben!
 

Samstag, 28. Oktober 2017

[Winterkatzes Herbstlesen] 28. Oktober

Das letzte Wochenende mit Winterkatzes Herbstlesen ist angebrochen. Und wenn ihr im November noch ein weiteres gemeinsames Lesenwochenende genießen wollt, dann schließt euch doch Lyne und mir bei unseren Lesetagen am 4. und 5.11. an!

Ich bin nach der vergangenen Woche noch immer etwas geplättet. In der Arbeit war es sehr stressig (speziell gestern) und das, obwohl ja am Donnerstag sogar Feiertag war. Gestern habe ich den ganzen Abend lang den Arbeitskram nicht wirklich aus dem Kopf bekommen, aber allmählich kann ich es wieder etwas von mir wegschieben, zumal vor mir nun einige freie Tage liegen. :-)
Am Donnerstag habe ich den freien Tag für eine kleine Unternehmung genützt, da das Wetter traumhaft schön war. Ich habe mir im Unteren Belvedere die Räumlichkeiten und Ausstellungen angesehen, da der Eintritt dort für mich dank NÖ-Card gratis war, und war dann noch rund ums Schloss sowie im Botanischen Garten unterwegs.


Da das so nett war, wollte ich mir eigentlich auch dieses Wochenende noch etwas im Zuge der NÖ-Card ansehen, da viele Ausflugsziele auch nur bis 31. Oktober geöffnet haben. Besonders auf Carnuntum hätte ich Lust gehabt - dort war ich zwar schon, aber die rekonstruierten Thermen sind immer wieder einen Besuch wert.
Leider befürchte ich, dass das Wetter nicht mitspielen wird. Es ist nicht nur sehr ungemütlich und kalt draußen, sondern auch sehr windig und für heute Nachmittag/Abend sowie morgen gibt es Sturmwarnung.
Ich bin jetzt also noch unschlüssig, ob ich heute noch was unternehme oder mich lieber einfach nur mit Büchern und Häkelkram auf dem Sofa vergrabe.


Update um 16:00

Wo ist denn bitte heute die Zeit geblieben? Ich war einkaufen und habe neben Lebensmitteln auch noch ein paar Mappen und Schachteln gekauft, weil ich endlich mal in meinem Mal- und Zeichenschrank für Ordnung sorgen möchte. Bei mir stapeln sich da diverse Zeichnungen und Keilrahmen gänzlich ungeschützt, was ihnen nicht gerade guttut - und ich habe auch überhaupt keinen Überblick mehr.
Im Zuge dessen möchte ich überhaupt etwas umräumen und meine ganzen Zeichensachen in meinem Sekretär im Wohnzimmer verstauen und im Austausch meine Perlen-, Knüpf- und sonstigen Bastelsachen ins Schlafzimmer räumen, wo aktuell noch meine Zeichensachen sind. Ich habe das Gefühl, dass das vom Platz her besser funktioniert und hätte auch einfach meinen Zeichenkram lieber griffbereit neben meinem Schreibtisch.

Mit dieser gedanklichen Planung und der Überlegung, was ich an Schachteln und ähnlichem brauche, damit nicht alles so kreuz und quer herumfliegt, habe ich nun eine geraume Zeit verbracht. Nur aufs tatsächliche Umräumen hab ich jetzt keine Lust mehr. *g*
Ich werd mir jetzt auf jeden Fall mal mein Hörbuch schnappen - mittlerweile höre ich Die Ernte des Bösen von Robert Galbraith (aka Rowling) - und entweder dabei wie geplant umräumen oder mich doch nur mit den Häkelsachen aufs Sofa fläzen.


Update um 19:30 

Uff, das war ein ziemliches Herumgeräume heute Nachmittag. Dafür erstrahlt nun der untere Teil meines Sekretärs im Wohnzimmer in neuer Ordnung:


Das sind jetzt noch nicht alle Zeichen- und Maluntensilien, aber es ist ja noch etwas Spielraum (und viel fehlt nicht mehr). Im Schrank im Schlafzimmer herrscht dafür jetzt erst mal Chaos - dem werde ich mich aber heute nicht mehr widmen.
Das bedeutet, dass ich auch bei meinem Hörbuch ein ganzes Stück weitergekommen bin. Insgesamt habe ich jetzt knapp vier Stunden gehört, was wiederum bei einer gesamten Dauer von 18 Stunden noch nicht sehr viel ist, aber nun ja ... Bisher gefällt mir Die Ernte des Bösen ganz gut, auch wenn noch keine allzu große Spannung aufgekommen ist. Der Krimi hat sehr spektakulär mit einem abgetrennten Bein, das per Post versendet wurde, begonnen, lässt sich aber nun sehr viel Zeit. Das ist nicht negativ gemeint; ich merke aber doch, dass es mir bislang nicht schwerfällt, das Hörbuch zu unterbrechen.

Nun köchelt mein Abendessen vor sich hin (ein Eintopf aus Wurzelgemüse) und ich werde mich nach dem Essen wohl endlich gemütlich aufs Sofa kuscheln. Bei Sally Jones bin ich seit letzter Woche kaum voran gekommen, daher möchte ich mich dieses Wochenende endlich weiterlesen.

Donnerstag, 26. Oktober 2017

Isabelle Autissier - Herz auf Eis

erschienen bei mare


Louise und Ludovic wollen eine Auszeit von ihrem Pariser Stadtleben und brechen zu einer Segelreise auf. Dabei machen sie auch auf der Insel Südgeorgien Halt und brechen dort zu einer Wanderung auf. Als ein Sturm aufkommt, sind sie gezwungen, über Nacht Unterschlupf in der alten, verfallenen Walfangstation Stromness zu suchen. Am nächsten Morgen ist ihr Segelboot fort und die beiden finden sich ohne Kontakt zur Außenwelt gestrandet auf einer unwirtlichen Insel.

Die französische Autorin Isabelle Autissier machte sich früher selbst als Seglerin einen Namen: So umsegelte sie 1991 im Rahmen einer Regatta als erste Frau allein die Welt. Ihr Roman "Herz auf Eis" war für den Literaturpreis Prix Goncourt nominiert und ich konnte schnell nachvollziehen, weshalb. Ihre moderen Robinsonade ist nicht nur sprachlich beeindruckend, sondern gehört auch zu den fesselndsten und aufwühlendsten Büchern, die ich jemals gelesen habe.

Die Autorin beschreibt eher sachlich, aber dennoch sehr eindringlich, wie Louise und Ludovic versuchen, auf der Insel zu überleben. Sie richten sich mehr recht als schlecht in der alten Walfganstation ein und haben als einzige Nahrungsquelle Pinguine, die sie zu hunderten töten (oder eher abschlachten). 
Der Überlebenskampf schweißt sie gleichermaßen zusammen und treibt sie voneinander fort. Da die beiden sehr unterschiedliche Charakterzüge haben - Louise vorsichtig und nachgiebig; Ludovic ein unbekümmerter Draufgänger, der meist seinen Willen durchsetzt - kommt es schnell zu Konflikten und auch Schuldzuweisungen.
"Herz auf Eis" schildert daher nicht nur einen Kampf gegen widrige äußere Umstände, sondern auch einen inneren Kampf gegen sich selbst und gegen die Person, die man liebt. Dabei wirft Isabelle Autissier auch die Frage auf, wann der Punkt erreicht ist, an dem kein Platz mehr ist für Nächstenliebe und man nur noch auf das eigene Überleben konzentriert ist.

Eine weitere Frage, die aufgeworfen wird, ist, wie weit man überhaupt noch abseits der moderenen Gesellschaft überlebensfähig ist. Louise und Ludovic, die während ihres Segeltrips Träume von einem Leben ganz fern der Zivilisation haben, stoßen in Stromness schnell an ihre Grenzen und müssen feststellen, dass sie kaum mehr das Wissen und die Fertigkeiten mitbringen, um mit ihrer Situation fertig zu werden.
Spannend ist auch der Gegensatz, dass Stromness, das für Louise und Ludovic zu einem Ort der Einsamkeit und und des Überlebenskampfes wird, zu Beginn des 20. Jahrhunderts für Ernest Shackleton der Ort der Rettung und des Zurückkommens in die Zivilisation war.

Ich kann hier leider nicht beschreiben, was Isabelle Autissier in dem recht schmalen Buch noch alles an Fragen und Konflikten aufwirft, weil ich sonst zuviel von der Handlung verraten würde. Für mich war "Herz auf Eis" auf jeden Fall nicht nur ein spannendes, sondern auch ein unglaubliches intensives Leseerlebnis. Ich konnte den Roman kaum aus der Hand legen (obwohl ich vor dem Lesen schon sehr viel über den weiteren Handlungsverlauf wusste) und habe ihn nach dem Zuklappen sehr lange nicht aus dem Kopf gebracht.
Ein sehr schonungsloser und ungemein fesselnder Roman - und für mich eins der besten Bücher, die ich in den letzten Jahren gelesen habe!

Mittwoch, 25. Oktober 2017

[Ankündigung] Bingo! Lesewochenende mit Lyne am 4./5. November

 
Für all jene, die dem Ende von Winterkatzes Herbstlesen schon mit Bedauern entgegensehen oder die im Oktober bislang keine Zeit gefunden haben, gibt es eine gute Nachricht: 

Am ersten Novemberwochenende planen Lyne und ich zwei ganz besondere Lesetage. Wir haben für den 4. und 5. November zwei Bingoblätter vorbereitet, die zusätzlichen Spaß und Schwung ins Lesen bringen sollen. Lasst euch überraschen - wir werden die Blätter zu Beginn des Lesewochenenendes veröffentlichen. Möglicherweise wird es auch etwas zu gewinnen geben.

Wir freuen uns aber über alle, die mit uns mitlesen - das Bingo ist keine Verpflichtung.
Ihr könnt jederzeit an dem Wochenende einsteigen und euch auch nur für einen Tag oder ein paar Stunden anschließen.

Wenn ihr also mit dabei sein wollt, meldet euch einfach in den Kommentaren! Wir freuen uns auf ein tolles Lesewochenende!

Sonntag, 22. Oktober 2017

[Winterkatzes Herbstlesen] 22. Oktober

Guten Morgen zu einem weiteren Tag mit Winterkatzes Herbstlesen
Ich scheine meine Erkältung an den letzten beiden Tagen ganz gut abgefangen zu haben und habe nur noch einen leicht kratzigen Hals. Meine ursprünglich für dieses Wochenende geplante kleine Laufrunde lasse ich aber trotzdem lieber bleiben - auch angesichts des sehr windigen, nasskalten Wetters.
Ich habe heute noch eine Dinge auf dem Programm stehen, die sich wieder gut mit einem Hörbuch machen lassen. Daher werde ich zu Die Ernte des Bösen von Robert Galbraith greifen, das ich mir aus der Bücherei ausgeliehen habe. Ich hoffe aber, dass ich heute auch bei Sally Jones ein wenig weiterlesen werde.
Jetzt gibt's aber erst mal Frühstück!


Update um 20:30 

Heute kommt das erste Update etwas spät. Ich habe am Vormittag ein wenig in "Sally Jones. Mord ohne Leiche" weitergelesen und bisher gefällt mir der Erzählton sehr gut. Der titelgebende Mord hat sich auch schon abgespielt und Sally ist nun damit beschäftigt, die Unschuld ihres Freundes zu beweisen.
Nach meinem Leseründchen war ich dann erst mal mit backen und anderen Dingen beschäftigt und auf einmal wars auch dann schon Zeit, um zum Spielenachmittag zu fahren. Es wurde dann eher ein Plaudernachmittag - erst am Abend haben wir noch zwei kurze Spiele gespielt. Aber das war trotzdem sehr nett und gemütlich.
Jetzt muss ich erst mal noch ein paar Sachen für die Halloweenfeier morgen Abend bei Lyne fertigmachen, aber ich hoffe, dass ich danach nochmal ein wenig Zeit zum Lesen finde.

Samstag, 21. Oktober 2017

[Winterkatzes Herbstlesen] 21. Oktober

Es ist wieder Wochenende und somit weitere Tage mit Winterkatzes Herbstlesen. Ich ärgere mich, dass ich die ganze letzte Woche keinen Beitrag veröffentlicht habe, obwohl ich einige Rezensionen schreiben wollte. Es lag zum Teil wohl an der Arbeit - nicht unbedingt von der Zeit her (ich habe kaum Überstunden gemacht), sondern eher inhaltlich und so hatte ich einfach an den Abenden keine Lust, mich nochmal an den Computer zu setzen.
Dafür habe ich nicht nur The Owl Service ausgelesen, sondern auch Herz auf Eis von Isabelle Autissier innerhalb von nicht mal drei Tagen gelesen. Ein großartiges Buch, das ich auch möglichst bald rezensieren möchte.

Ich habe mich außerdem gestern Abend nicht besonders gesund gefühlt und bin nun auch erkältet - da kommt mir ein Wochenende mit Herbstlesen gerade recht. Heute muss ich noch einkaufen gehen und für morgen steht ein Spielenachmittag auf dem Programm, aber abgesehen davon habe ich auf meiner Liste viele Dinge stehen, bei denen man sich auch gut auf dem Sofa unter der Decke verkriechen kann: häkeln, mein Kostüm für die traditionelle Halloween-Feier mit Freundinnen basteln, endlich einige eurer Blogbeiträge nachlesen und darüber hinaus natürlich lesen.
Ich habe als Hörbuch noch The Perilous Gard und auf meinem Nachttisch liegt gerade Seltsame Karten, das aber eher geeignet ist, um am Abend noch eins der kurzen Kapitel zu lesen. Daher werde ich wohl darüber hinaus noch zu einem weiteren Buch greifen, bin aber noch unschlüssig, zu welchem.
Jetzt gibts erst mal Kaffee (gefrühstückt habe ich schon, aber mit Tee) und dabei werde ich auch mal eine kleine Blogrunde drehen.


Update um 14:00

Ich bin bislang noch nicht großartig zum Lesen gekommen. Am Vormittag habe ich mich zum Einkaufen aufgerafft, was mich echt Überwindung gekostet hat. Es ist heute dermaßen diesig, grau und nass, dass es einen nicht grad nach draußen zieht.

Auf dem Foto sieht das Wetter irgendwie freundlicher aus als in Echt
Aber immerhin habe ich dann den Einkauf hinter mich gebracht und konnte mich dabei über Süßkartoffeln aus dem Burgenland freuen. Ich liebe ja Süßkartoffeln, aber da es fast immer nur welche aus den USA gibt, schreit da mein ökologisches Gewissen auf. Umso überraschter und erfreuter war ich, endlich mal welche aus der Region zu finden.
Ansonsten war ich ein bisschen auf euren Blogs unterwegs, habe einige E-Mails beantwortet und außerdem einen Beitrag vorbereitet, der eigentlich erst für Ende des Jahres geplant ist.
Nun geht's aber endlich ab aufs Sofa zu meiner Häkelarbeit und zu The Perilous Gard.


Update um 20:00

Ich bin heute Nachmittag mit der einen Häkelarbeit (und dementsprechend auch dem Hörbuch) schon recht weit gekommen. Einen Teil davon seht ihr auf dem Foto, wobei ich vorerst nicht schreiben möchte, was das wird, weil ich mir nicht sicher bin, ob die zu beschenkende Person nicht zumindest ab und zu hier reinschaut.


Falls das heute noch fertig wird (wovon ich fest ausgehe), werde ich auch endlich mit der Ente für meinen Neffen anfangen. Ich habe endlich eine passende Anleitung gefunden und mir auch schon die Wolle zurechtgelegt - nun gibt es keine Ausrede mehr.

Mein Abendessen war farblich quasi passend zur Häkelei - es gab gedünstete Rote Bete und
Kartoffeln, also ein richtiges Herbstessen. Ich liebe ja Rote Bete oder Rauna, wie wir sie in Österreich nennen; wenn nur nicht danach die Küche immer aussehen würde, als hätte man eben ein Schwein geschlachtet ...

Als ich vorhin mal meine Finger etwas vom Häkeln entspannend musste, habe ich mich auch endlich für ein Buch entschieden: Sally Jones. Mord ohne Leiche von Jakob Wegelius, das ziemlich genau vor einem Jahr bei mir eingezogen ist. Ich bin noch nicht weit genug gekommen, um dazu schon viel sagen zu können, aber die grafische Gestaltung ist einfach eine Wucht.
Nun werde ich aber lieber noch einmal zu den Häkeleien und meinem Hörbuch greifen - ich würde heute nicht nur die eine Häkelarbeit, sondern auch mein aktuelles Hörbuch gerne noch beenden.


Update um 23:00

Ich habe wie geplant die Häkelei und mein Hörbuch beendet (und auch noch mit der Häkelente begonnen). The Perilous Gard war ein sehr schöner Roman, mit einer sympathischen Heldin und einer gelungenen Mischung aus historischem Setting und wahrgewordenen Balladen/Sagen. Ich hätte gern noch mehr Zeit mit dieser Geschichte verbracht und finde es schade, dass Elizabeth Marie Pope sonst nicht viel veröffentlicht hat.
Nun werde ich mal ins Bett verschwinden und morgen vielleicht etwas mehr Zeit mit Sally Jones verbringen.
Gute Nacht! 

Sonntag, 15. Oktober 2017

[Winterkatzes Herbstlesen] 15. Oktober

Guten Morgen! Auf zu einem neuen Sonntag mit Winterkatzes Herbstlesen.
Ich war heute schon wählen und habe mir dann auf dem Heimweg Frühstück gekauft. Jetzt versuche ich, möglichst wenig an heute Abend zu denken. Meinen Teil habe ich getan, ich kann nichts mehr ändern und allzu viel Hoffnung, dass wir aus dieser Wahl nicht mit einer sehr rechten Koalition herausgehen, gibt es schlichtweg nicht mehr. 
Bis dahin freue ich mich über das wunderschöne Herbstwetter und den gänzlich verpflichtungsfreien Tag, der vor mir liegt. Ich habe gestern noch ein bisschen Der Engel mit dem Schwert weitergelesen und beschlossen, dass ich den Roman abbreche. Ich finde einfach nicht wirklich hinein - ich mag den Schreibstil nicht besonders, fühle mich völlig erschlagen von den minutiösen Beschreibungen, die bei mir noch nicht einmal Bilder im Kopf erzeugen, und finde auch die Figuren eher anstrengend. Ich muss das wohl einfach abhaken unter "nicht mein Geschmack".
Jetzt wird erst einmal gefrühstückt und dann schaue ich, welchem Buch ich mich zuwende.


Update um 13:30

Ich habe heute den Vormittag mit Hörbuch und Buntstiften verbracht. The Perilous Gard gefällt mir bis jetzt sehr gut und mir macht auch das Kolorieren gerade sehr viel Spaß - auch wenn mir dabei wieder der Nachteil von Buntstiften bewusst wird: Sie sind leider ein sehr langsames Medium. Wenn man mit vielen leicht aufgetragenen Schichten, Farbüberlagerungen und Schattierungen arbeitet, braucht man schier ewig (insofern seht ihr auch im Vergleich zur letzten Woche nur minimale Fortschritte).

So herbstlich das Bild auch ist, so wenig herbstlich kommt mir heute das Wetter vor. Ich habe mich vorhin mit The Owl Service auf dem Balkon in der Sonne grillen lassen und habe dann tatsächlich eine kurze Hose und ein ärmelloses Shirt angezogen. Das sind heute wirklich nochmal sommerliche Temperaturen.
Jetzt bin ich ein wenig unschlüssig, ob ich das schöne Wetter nutze, um spazierenzugehen oder doch lieber, um noch weiter am Balkon zu lesen. So oft werde ich das dieses Jahr nicht mehr machen können, zumal es zu dieser Jahreszeit nur noch etwa ein Zeitfenster von zwei Stunden am frühen Nachmittag gibt, in denen die Sonne mein kleines Sofa draußen erreicht.
Wie nutzt ihr heute das schöne Herbstwetter?


Update um 17:00

Nach einer weiteren kleinen Lesezeit am Balkon habe ich mich schließlich am Nachmittag zu einem Spaziergang aufgemacht und war auf der Donauinsel unterwegs.




Es ist wirklich ein herrliches Wetter heute und sogar im Schatten sehr mild. Bevor ich aber überlege, ob ich mich nochmal auf den Balkon raussetze oder lieber wieder zu Stiften und Hörbuch greife, muss ich mal schauen, ob es schon die ersten Hochrechnungen gibt. Und dann ist erst mal fraglich, worauf ich heute überhaupt noch Lust habe ...


Update um 22:00

Tja, die Wahl ... kein schönes Ergebnis, aber auch kein überraschendes. Ich hab mir gerade bei einem Telefonat mit meiner Mutter Frust und Ärger über das Ergebnis im Allgemeinen und über Kurz im Speziellen von der Seele geredet und dadurch bleibt euch nun meine Tirade erspart.
Jetzt muss man eh erst mal sehen, was daraus für eine Koalition gebastelt wird.

Den Abend habe ich nun einerseits mit dem Wahlergebnis (aktualieren von Hochrechnungen, etc.) und andererseits mit technischen Dingen verbracht. Ich überlege nämlich schon länger, eine Kombination aus Galerie und Blog für meine kreativen Tätigkeiten (malen, zeichnen, häkeln, knüpfen, ...) anzulegen.
Nachdem ich verschiedene Möglichkeiten durchüberlegt und auch angetestet habe, bin ich nun letztendlich bei wordpress.org (nebst einem Plugin) gelandet. Das erforderte allerdings auch einen Tarifwechsel bei meinem Webhost all-inkl.com, bei dem ich seit 2004 einen uralten, günstigen Tarif für die Website meiner Fantasywelt (die aktuell offline ist) habe. Dieser war leider auch technisch schon etwas veraltet und stark eingeschränkt, daher der Wechsel. Jetzt ist der Tarif nicht mehr so unsagbar günstig wie vorher, aber dafür kann ich nun auch mehr Domains registrieren - vielleicht werde ich also früher oder später auch meinen Blog umsiedeln.
Aber eins nach dem anderen. Vorerst muss ich noch auf den notwendigen Serverwechsel bei all-inkl.com warten und dann kann ich mal mit der Wordpress-Galerie loslegen.

Den restlichen Abend werde ich nun noch gemütlich mit meinen Buntstiften und The Perilous Gard ausklingen lassen.

Samstag, 14. Oktober 2017

[Winterkatzes Herbstlesen] 14. Oktober

Es ist Samstag und somit wieder Winterkatzes Herbstlesen angesagt. Die vergangenen Tage waren in der Arbeit sehr stressig, weil wir eine sehr intensive Sitzung mit einer Arbeitsgruppe hatten und zudem gestern Abend die Eröffnungsgala von Österreich liest. Treffpunkt Bibliothek stattgefunden hat. Dementsprechend würde ich gern ein gänzlich faules Wochenende verbringen, aber es ist auch dringend aufräumen und putzen angesagt. Mal sehen, ob ich mich heute noch dazu aufraffen kann (soweit der Plan) oder es doch auf morgen vertage.

Ich lese, wie schon an den letzten Wochenenden The Owl Service von Alan Garner. Da das Taschenbuch nicht sehr stabil ist, wollte ich es nicht unterwegs in der Tasche mitnehmen. Zuhause bin ich aber kaum zum Lesen gekommen, daher bin ich auch noch nicht viel weiter gekommen seit letzter Woche. Ich habe außerdem Der Engel mit dem Schwert von C.J. Cherryh begonnen - ein Roman, der genremäßig zwischen Science-Fiction und Fantasy zu liegen scheint und in einer von Venedig inspirierten Stadt angesiedelt ist. Leider kann ich bislang mit dem Schreibstil und den Figuren nicht so viel anfangen und bin mir daher nicht sicher, ob ich den Roman weiterlesen werde.
Als Hörbuch kommt noch The Perilous Gard von Elizabeth Marie Pope dazu, in dem die Sage um Tam Lin in ein historisches Setting zur Zeit von Queen Mary I transportiert wird. 

Jetzt werde ich mal schauen, wer von euch heute mit dabei ist und dann versuche ich, mich für den "Pflichtteil" dieses Wochenendes aufzuraffen.


Update um 13:00

So, meine Wohnung ist wieder in einem präsentablen Zustand und ich habe jetzt das Putzen für den Rest des Wochenendes aus dem Kopf. :-) Nebenbei habe ich auch ein wenig meinem Hörbuch gelauscht, das bereits einige Geheimnisse und offene Fragen zu bieten hat.
Praktischerweise musste ich heute nicht kochen, da ich noch Reste vom Catering gestern mit nach Hause nehmen konnte. Ich habe daher gerade auch schon Mittag gegessen und werde nun hinaus in den schönen Sonnenschein gehen, weil ich mich mit einem Freund zum Kaffee treffe. Ich wünsche euch einen schönen Nachmittag und werde mich dann später wieder hier melden.


Update um 21:15

Ich hatte heute einen sehr netten Nachmittag, war aber auch etwas länger weg als gedacht. Inzwischen habe ich wieder für ein Weilchen zum Hörbuch gegriffen und mich erneut meinen Ausmalbüchern gewidmet. Derzeit macht mir das richtig Spaß, allerdings müsste ich eigentlich auch mal wieder zu meiner Häkelnadel greifen. Mein Neffe durfte sich als Firmgeschenk von mir eine Häkelei wünschen und hat sich nach längerer Bedenkzeit für eine Ente entschieden. Das hätte auch viel schlimmer kommen können (Enten sind jetzt nicht das komplizierteste), aber ich hab derzeit so gar keine Lust aufs Häkeln. Da ich zu Allerheiligen wieder zu meiner Familie fahre, würde ich die Ente aber bis dahin gern hinbekommen - und dazu sollte ich auch tunlichst mal anfangen ...
Ich glaube aber, dass ich mich nun erst einmal mit einem Buch in die Badewanne verziehen werde. Es war heute in der Sonne sehr angenehm, aber als diese schon am frühen Nachmittag wieder hinter den Häusern verschwunden ist, ist es ziemlich kühl geworden und seither bin ich irgendwie ganz ausgefroren.
Ich werde hier später noch einmal ein Update schreiben, ehe ich ins Bett gehe und schau jetzt mal, welches Buch mich in die Badewanne begleiten darf.


Update um 23:30

Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob ich Cherryhs Der Engel mit dem Schwert weiterlesen möchte. Inzwischen habe ich die "magischen" 100 Seiten überschritten - das ist für mich normalerweise die Zahl an Seiten, die ich auf jeden Fall lese, ehe ich mich entscheide, ob ich ein Buch abbreche oder nicht (außer, ich finde es von Anfang an ganz furchtbar). Ich bin mit Stil und Figuren immer noch nicht warm geworden, finde das Buch andererseits aber auch nicht so schlecht, dass ich auf keinen Fall weiterlesen will.
Da ich nun ins Bett gehen werde, werde ich dort vielleicht noch ein paar weitere Seiten lesen. Vielleicht bin ich dann bis morgen schlauer, was die Frage Abbruch oder nicht betrifft.
Gute Nacht und bis morgen!

Mittwoch, 11. Oktober 2017

Joan G. Robinson - When Marnie Was There


erschienen bei HarperCollins


Anna hat keine Freundinnen und zu ihrer Adoptivmutter ein eher kühles Verhältnis. Als sie wegen ihrer Asthmaanfälle den Sommer über an die Küste geschickt wird, stellt sie sich darauf ein, wieder alleine zu sein. Aber dann lernt sie Marnie kennen, die in einem Landhaus wohnt, das Anna seltsam bekannt vorkommt. Die beiden schließen Freundschaft, aber manches an Marnie ist seltsam. Als eine neue Familie in das Landhaus einzieht, beginnt Anna sich zu fragen, was es tatsächlich mit Marnie auf sich hat.

"When Marnie Was There" ist ein Kinderbuch von 1967, das in England nahezu ein Klassiker, hierzulande aber weitgehend unbekannt ist. Ich selbst bin erst durch den gleichnamigen Anime von Studio Ghibli aus dem Jahr 2014 darauf aufmerksam geworden. Mir hat schon der Film sehr gut gefallen, aber das Buch fand ich doch noch um einiges besser.

Es erzählt von Anna, einer Waise, die sich in der Schule und in ihrer Adoptivfamilie immer wie eine Außenseiterin fühlt. Als ihre Probleme sich schließlich sogar auf ihre Gesundheit auswirken, wird sie an die Küste von Norfolk zu Bekannten ihrer Adoptivmutter geschickt. 
Anna wird hier weitgehend sich selbst überlassen, was ihr nur recht ist, da sie sich in Gegenwart anderer stets unwohl fühlt. Aber dann sieht sie in einem alten Landhaus, in das anscheinend erst kürzlich wieder jemand eingezogen ist, Lichter und ein Mädchen in einem der Fenster. Anna kommt das Haus seltsam bekannt vor und sie fühlt sich sofort zu dem Mädchen hingezogen.
Als sie Marnie schließlich kennenlernt, ist mit ihr alles anders als mit anderen Kindern zuvor. Von ihr fühlt Anna sich sofort akzeptiert und es kommt ihr so vor als hätte sie Marnie schon immer gekannt. Die beiden verbringen ihre Tage miteinander, aber Annas neue Freundin scheint von Rätseln und Geheimnissen umgeben zu sein.

Robinsons Roman ist in erster Linie die Geschichte eines Mädchens, das zu sich selbst findet. Die Autorin beschreibt aus Annas Sicht sehr einfühlsam und realistisch, wie es ist, wenn man nie irgendwo dazu gehört. Zwar wird Anna nie bewusst von anderen ausgeschlossen, aber früher oder später landet sie doch immer im Abseits, bis sie schließlich nur noch alleine gelassen werden will. Im Laufe des Romans lernt sie durch Marnie und mehr noch durch die Familie der Lindsays, sich zu öffnen und sich auf andere einzulassen.

Neben dieser Handlungsebene gibt es aber auch noch das Mysterium um Marnie, das sich im Laufe des Romans allmählich auflöst. Das sorgt für Spannung und teilweise auch für eine leicht unheimliche Stimmung.
Anders als bei der Verfilmung, die diese Rätsel und Geheimnisse in den Mittelpunkt stellt, geht es im Roman aber mehr um Freundschaft und um die innere Entwicklung von Anna. Besonders gut haben mir daher auch all die kleinen Szenen gefallen, die Annas Alltag in Norfolk und ihre Interaktion mit anderen Menschen beschreiben. 
Auch die Landschaft und das Dorf werden von der Autorin sehr anschaulich zum Leben erweckt, bis man das Gefühl hat, zusammen mit Anna durch die Dünen zu wandern und über die Marschen zum Landhaus zu blicken.

"When Marnie Was There" ist eine wunderschöne, leise Coming-of-Age-Geschichte mit einer sehr glaubwürdigen Protagonistin und einer Vielzahl von weiteren, interessanten Figuren. Ein Kinderbuch, das auch Erwachsenen sehr zu empfehlen ist und für mich zu den Lesehöhepunkten dieses Jahres gehört.

Sonntag, 8. Oktober 2017

[Winterkatzes Herbstlesen] 8. Oktober

Ich bin heute wieder mit dabei bei Winterkatzes Herbstlesen. Gestern habe ich mich gar nicht erst dazu gemeldet, da ich ohnehin keine Zeit zum Lesen gehabt hätte. Abends habe ich mich nämlich mit meiner Schreibgruppe getroffen und über die Mittagszeit habe ich am Krebsforschungslauf teilgenommen - das ist ein Lauf in Runden, wobei eine Runde eine Meile, also 1,6 km lang ist. Man kann so viele Runden laufen, wie man möchte und für jede Runde werden von den diversen Sponsoren dann 10 Euro an die Krebsforschung gespendet. Ich bin sieben Runden gelaufen und hätte möglicherweise noch zehn Runden vollgemacht, wenn ich gestern nicht solche Kopfschmerzen gehabt hätte. 

Heute sind die Kopfschmerzen zum Glück (fast) wieder weg und ich habe außerdem viel Zeit zum Lesen. Ich nehme von letzter Woche noch Katzentisch von Michael Ondaatje und Das Licht der letzten Tage von Emily St. John Mandel mit. Neu dazugekommen ist außerdem noch The Owl Service von Alan Garner. Das ist eins der Bücher, das meine Nichte in Hay-on-Wye gekauft hat und sie wartet schon ungeduldig darauf, dass ich es auch lese, weil ihr am Ende einiges unklar war. In diesem Jugendbuch wird der walisische Mythos von Blodeuwedd mit dem Leben von drei Jugendlichen verschränkt. Ich finde das Buch nicht ganz einfach zu lesen und bin also gespannt, ob ich am Ende die Unklarheiten für meine Nichte aufklären kann - oder vor denselben Fragen stehen werde.



Update um 14:00

Nachdem ich heute dann doch noch ein paar Dinge zu erledigen hatte und außerdem noch schnell bei der Tankstelle war, um Milch für meinen Kaffee zu holen, habe ich schließlich eine ganze Weile mit meinem Hörbuch verbracht. Ich habe ein wenig aufgeräumt und außerdem meinen Bastelschrank aufgeräumt sowie ein wenig ausgemistet (ich glaube, ich müsste da noch deutlich beherzter aussortieren). 
Jetzt gibt es erst einmal Mittagessen (Nudeln mit Kürbis), aber danach werde ich mich wohl weiterhin dem Hörbuch widmen. Das Licht der letzten Tage ist ein sehr interessantes Buch, in dem eine fatale Krankheit der Welt, so wie wir sie kennen, ein Ende bereitet. Es springt zwischen mehreren Perspektiven und Zeitebenen und ich brauche deshalb immer ein Weilchen, um mich wieder einzuhören. Schon deshalb möchte ich die restlichen etwa zwei Stunden nun gern in einem Rutsch durchhören, ehe ich dann in den nächsten Tagen wieder nicht dazu komme.


Update um 21:00 

Ich habe am Nachmittag Das Licht der letzten Tage zu Ende gehört und fand das Ende einerseits passend, andererseits aber doch auch ein wenig unbefriedigend. Beim Horchen habe ich ein wenig in zwei verschiedenen Ausmalbüchern (Escape to Wonderland von Good Wives and Warriors und Seasons von Hanna Karlzon) herumgemalt. Ich habe ja ein bisschen ein zwiespältiges Verhältnis zu diesen Büchern, weil ich mir oft denke, ich könnte doch gleich "richtig" zeichnen, wenn ich schon zu meinen Stiften greife. Aber das Ausmalen ist halt doch deutlich entspannter und ich habe dann nicht so mit meiner Angst vor dem leeren Papier zu kämpfen. Und man kann darin auch ganz gut Farbverläufe und Schattierungen üben.


Ich habe dann auch noch ein bisschen in Katzentisch weitergelesen. Das Buch, das von der Seereise eines Jungen von Sri Lanka nach England berichtet, gefällt mir zwar gut, aber es ist auch ein Buch, das ich immer nur in kleinen Portionen lese. Die Handlung plätschert so episodenhaft vor sich hin, dass sie mich einfach nicht über einen längeren Zeitraum fesseln kann, obwohl ich den Roman nicht langweilige finde. Aber es gibt einfach Bücher, die für lange Lesestunden geeignet sind und andere, die es nicht so sehr sind.
Nun werde ich erst einmal einige E-Mails beantworten und bei euch auf den Blogs vorbeischauen und danach lese ich vielleicht noch ein bisschen weiter.