Sonntag, 17. September 2017

Buchstabengeplauder #84

Winterkatze hat heute wieder einen Lese-Sonntag veranstaltet und ich hätte gern mitgemacht, um meine angefangenen Bücher vielleicht endlich mal zu einem Ende zu bringen, aber heute hatte ich schon etwas wichtiges anderes vor: Ich bin mit meiner Arbeitskollegin beim Wachau-Marathon den Viertelmarathon gelaufen (11 Kilometer waren es genaugenommen, also etwas mehr als ein Viertel). Es war sehr kalt und es hat geregnet, aber abgesehen davon war es toll. Das war mein erster Lauf dieser Länge und es ist mir damit besser gegangen als erwartet. Gut, mit unserer Zeit war kein Blumentopf zu gewinnen, aber mir ging es vor allem ums Mitmachen und Durchhalten. Jetzt bin ich auf jeden Fall sehr stolz auf uns.


Apropos Lesetag: Von Donnerstag bis heute hat in Wien Stadtlesen stattgefunden. Leider hat auch hierbei das Wetter nicht wirklich mitgespielt. Am Donnerstag war es noch sehr sonnig, aber da war ich beim Österreichischen Bibliothekartag in Linz. Am Freitag hatte ich gegen Abend ein wenig Zeit um vorbeizuschauen und habe in ein paar Bücher hineingeschmökert, aber für ein gemütliches Lesen ist es dann schon zu kalt und windig geworden (dementsprechend haben es sich auch nur wenige Leute dort gemütlich gemacht).


Kurz angelesen habe ich folgende Bücher:
  • Ingrid Kretz - Die Erben von Snowshill Manor
  • Cheryl Kaye Tardif - Wilder Fluss
  • Patry Francis - Die Schatten von Race Point
  • Selina Lake - Botanical Style
Die ersten beiden waren nicht mein Fall und "Botanical Style" würde ich mir trotz einiger inspirierender Bilder auch nicht kaufen, aber "Die Schatten von Race Point" hat mein Interesse geweckt. Wenn es zu dem Zeitpunkt nicht so windig geworden wäre, hätte ich vermutlich noch etwas länger reingelesen. Vielleicht halte ich mal in der Bibliothek danach Ausschau. 

Nächstes Jahr ist dann hoffentlich bei beiden Events - dem Wachau-Marathon und dem Stadtlesen - das Wetter etwas besser.

Donnerstag, 14. September 2017

[Kurzrezensionen] Von Kühen, geheimen Forschungen und einem schwedischen Sommer

G. R. Gemin - Cowgirl

Dieses Jugendbuch hatte ich als Urlaubslektüre gewählt, weil es in Wales angesiedelt ist - allerdings nicht in einem lieblich-idyllischen Wales: Mit Bryn Mawr zeichnet der Autor das Bild einer heruntergekommenen Siedlung, die mittlerweile von Hoffnungslosigkeit und Kriminalität beherrscht wird. Und auch die jugendliche Heldin Gemma hat schon glücklichere Zeiten erlebt. Ihr Vater ist im Gefängnis, ihre Mutter nimmt sie neben all der Arbeit und den Sorgen kaum mehr wahr und ihre Großmutter sehnt sich in eine Zeit zurück, als man keine Angst vor Einbrüchen haben musste.
Als Gemma einen Zusammenstoß mit den Kühen von Kate, dem "Cowgirl" hat, ist das für sie zunächst nur der Tiefpunkt eines ohnehin schon verdorbenen Tages, aber stattdessen lassen die Kühe nicht nur Gemma, sondern die ganze Siedlung aufblühen.
"Cowgirl" ist einerseits herzerwärmend und spricht andererseits auch eine ganze Reihe von ernsten Themen an. Neben Gemmas familiären Problemen geht es auch um Armut, Mobbing, Außenseiterdasein und Zivilcourage. Mir hat der Roman sehr gut gefallen - auch, weil er einen sehr originellen Plot hat und sich ganz außerhalb gewohnter Pfade bewegt.


Roland Reichart - Die Gugging-Protokolle

Im niederösterreichischen Maria Gugging befindet sich auf dem Areal einer ehemaligen Nervenheilanstalt das Elite-Forschungszentrum I.S.T. Aber einiges hier scheint nicht mit rechten Dingen zuzugehen und die traurige nationalsozialistische Vergangenheit ist offenbar noch immer nicht ganz vorbei.
Drei Personen werden zunächst unabhängig voneinander in seltsame Machenschaften hineingezogen: Gertraud Anecker, eine Buchprüferin der Wiener Korruptionsstaatsanwaltschaft; Balthasar Kutz, ein Gymnasiast, der während einer Wallfahrt ein eigenartiges Erlebnis hatte; und Lenka Kravalova, die als Neurologin am I.S.T arbeitet.
Ich habe mich eine ganze Weile davor gedrückt, diesen Roman zu lesen. Eine Freundin hat ihn mir vor zwei Jahren zu Weihnachten geschenkt, weil der Autor ein ehemaliger Schulkollege von ihr ist, und ich habe mir - auch aufgrund der billigen Aufmachung - nicht sehr viel davon versprochen. Aber "Die Gugging-Protokolle" hat mich positiv überrascht. Es handelt sich um einen interessanten Wissenschaftsthriller rund um Gehirnforschung, der mehr als nur eine unerwartete Wendung zu bieten hat, bis man am Ende kaum noch weiß, wem man trauen kann und was nun Wirklichkeit und was Einbildung ist.
Leider ist der Roman mitunter anstrengend zu lesen, da etwa eine Perspektive hauptsächlich im Bewusstseinsstrom verfasst ist. Das ergibt im Kontext des Romans durchaus Sinn, macht die Lektüre aber dennoch etwas mühsam.


Kurt Tucholsky - Schloss Gripsholm

Der Ich-Erzähler, ein Alter Ego des Autors, verbringt mit seiner Freundin Lydia den Sommer in Schweden. Hier bekommen sie nicht nur Besuch von Freunden, sondern lernen auch ein Mädchen kennen, das im nahegelegenen Kinderheim lebt und unter den Ungerechtigkeiten der Heimleiterin leidet.
Ich war mir so sicher, dass mir "Schloss Gripsholm" gefallen würde, zumal ich darüber bislang nur Gutes gehört hatte, daher war ich umso enttäuschter, als der Roman mich nicht überzeugen konnte. Dabei ist es eine schöne, luftig-leichte Sommerlektüre, die im Laufe der Erzählung ernstere und teils auch recht düstere Töne anschlägt und dadurch eine gute Balance zwischen heiterer Liebesgeschichte und Gesellschaftskritik hält.
Es war aber auch nicht die Handlung, die mir nicht gefallen hat, sondern einerseits die Figuren und andererseits der Schreibstil. Sowohl der Ich-Erzähler als auch Lydia waren mir eher unsympathisch und sind mir manchmal richtiggehend auf die Nerven gegangen. Den Stil habe ich als seltsam schrullig und anstrengend empfunden. Vielleicht hat zu diesem Eindruck auch der Sprecher Manfred Zapatka beigetragen, dessen Lesung einfach nicht mein Fall war. 

Samstag, 9. September 2017

Buchstabengeplauder #83

Immer, wenn ich mir denke, dass ich nun endlich wieder mehr Zeit für den Blog habe, stelle ich fest, dass das doch nicht wirklich der Fall ist. Und obwohl in der Arbeit sehr viel zu tun ist, liegt es weniger daran, als mehr an Freizeitkram - so hatte ich letztes Wochenende Besuch von meinem Bruder und meinen Nichten, vorgestern habe ich mit meinen Arbeitskolleginnen beim Business Run teilgenommen, gestern war ein Spieleabend angesagt, morgen feiern wir den Geburtstag meiner Nichte, nächsten Sonntag nehme ich beim Wachauer Viertelmarathon teil usw.

Dementsprechend komme ich gerade auch nicht so viel zum Lesen und es ist daher auch nicht die beste Zeit, um mehrere Bücher parallel zu lesen. Aktuell sind es nämlich nicht weniger als fünf:  
The Dragonbone Chair von Tad Williams begleitet mich als Hörbuch nun schon eine gefühlte Ewigkeit. Zwischendurch habe ich auch schon überlegt abzubrechen, aber dann habe ich doch wieder weitergehört und finde es momentan auch etwas spannender. 
Kosmologie für Fußgänger von Harald Lesch und Jörn Müller ist ein interessantes, aber eher anspruchsvolles Sachbuch, bei dem ich einfach etwas länger brauche mit dem Lesen.  
Humboldts letzte Reise von Vincent Froissard und Étienne Le Roux ist eine sehr skurrile Graphic Novel, die mir etwas zu seltsam ist, um wirklich reinzukommen. Abbrechen möchte ich sie aber doch nicht und allmählich muss ich auch einen Zahn zulegen, da ich sie bald in die Bibliothek zurückbringen muss.
Dann habe ich als gemütliche Abendlektüre noch zu einem Buch gegriffen, das ich schon vor langem gebraucht gekauft habe: Phantastische Reisen - Vom Land der Amazonen zu den Indigo-Inseln, der erste Band einer Trilogie von Francois Place, in der er in Geschichten und Bildern von den Ländern und Städten der erfundenen Welt Orbae erzählt.
Und schließlich habe ich vor kurzem noch mit Die goldene Stadt von Sabrina Janesch begonnen - ein Roman über Rudolph August Berns, der bereits zur Mitte des 19. Jahrhunderts (also lange vor Hiram Bingham) Macchu Picchu entdeckte. Das Buch ist spontan bei mir eingezogen, weil ich für einen Fortbildungskurs, den ich betreue, eine Herbst-Neuerscheinung zum Vorstellen brauche. Bislang bereue ich nicht, mich für diesen Roman entschieden zu haben, da er mir sehr gut gefällt.
Jetzt heißt es also erst einmal alle angefangenen Bücher zu beenden.

Da meine letzten Wochen doch recht vollgestopft waren und ich im September noch beim Österreichischen Bibliothekartag bin und, wie erwähnt, einen Fortbildungskurs betreuen werde, verlängere ich übrigens meine Sommerwünsche noch in den Herbst hinein. 
Vermutlich werden Lyne und ich im Herbst auch mal wieder einen Lesetag oder ein Lesewochenende machen, aber wir müssen uns noch auf einen Termin einigen. Die Temperaturen stellen sich ja allmählich auch auf herbstliches Lesen mit Tee und Decke ein.

Ich wünsche euch ein wunderschönes Wochenende!

Montag, 4. September 2017

Amie Kaufman & Jay Kristoff - Illuminae


erschienen bei Oneworld Publications
woher: Waterstones Cardiff 


Wir schreiben das Jahr 2575, als Kerenza, der Heimatplanet von Kady und Ezra ohne Vorwarnung angegriffen wird. Den beiden gelingt die Flucht auf die Evakuierungsflotte, aber es ist ein langer Weg bis zur Sprungstation Heimdall. Ein Kampfschiff des Feindes verfolgt die drei mit Flüchtlingen vollgepackten Raumschiffe und zu allem Überfluss bricht auch noch eine unbekannte Seuche auf einem der Schiffe aus. 

 
Bei Rezensionen zu "Illuminae" hat mich nicht nur die Zusammenfassung, die mich ein wenig an "Battlestar Galactica" denken ließ, neugierig gemacht, sondern vor allem die Aufmachung des Buches. Es handelt sich um eine Sammlung aus Interviewtranskripten, E-Mails, Protokollen, Skizzen und einer Reihe von weiteren Dokumenten, die grafisch alle sehr sorgfältig gestaltet sind. Rein optisch ist das Buch also schon mal eine Wucht, inhaltlich konnte es mich aber leider nicht recht überzeugen.

Dabei wäre der Roman sehr spannend, würde nicht die sehr klischeehafte Teenager-Love-Story im Laufe der Zeit immer mehr Raum einnehmen. Kady wird schnell zur Superhackerin und kann auf diese Weise mit Ezra auf einem der anderen Schiffe Kontakt aufnehmen, aber anstatt sich auf wirklich wichtige Dinge zu konzentrieren (und da gäbe es angesichts der Gefahren so einiges), vergeuden sie die Zeit entweder mit sehr überzogenen Liebesschwüren oder aber mit coolen Witzen.
Noch dazu wurde ich mit den Hauptfiguren die ganze Zeit nicht so recht warm. Ezra ist noch ganz sympatisch, aber Kady fand ich mit ihren ständigen toughen Sprüchen und ihrer Selbstgerechtigkeit ziemlich anstrengend.

Das hat mich umso mehr genervt, weil "Illuminae" wirklich das Zeug zu einem großartigen Roman hätte. Die Ausgangssituation ist beklemmend und die Flucht an sich sehr fesselnd dargestellt. Es kommen eine ganze Reihe von tollen Figuren zu Wort, wie etwa die Kommandantin des Forschungsschiffes Hypatia, die ich dummerweise alle viel interessanter fand als Kady und Ezra. Da wir es hier aber mit einem Jugendbuch zu tun haben, ist ihnen ein Dasein als Randfiguren beschieden.


"Illuminae" wirft schließlich auch eine Reihe von spannenden Fragen auf, darunter die Überlegung, ob künstliche Intelligenz ein eigenes Bewusstsein und Gefühle entwickeln kann. Auch wenn diese Themen nicht sehr in die Tiefe gehen, gibt einem der Roman doch einiges mit auf den Weg, das einen auch eine Weile nach dem Lesen noch beschäftigt.

Wir haben also ein interessantes Science Fiction-Setting, eine hochdramatische Flucht und einen Virus; Menschen sterben und eine künstliche Intelligenz entwickelt ein unerwartetes Eigenleben. Und wofür wird das alles genutzt? Also Kulisse für eine oberflächliche Romanze. Was für ein vergeudetes Potenzial!

Freitag, 1. September 2017

19 years later oder: Der Tag, an dem Harry Potter endete


Heute ist der 1. September 2017. Das ist der Tag, an dem Harry, Ginny, Hermione und Ron im Epilog von "Harry Potter and the Deathly Hallows" ihre Kinder zum Hogwarts Express bringen.
Ich bin aus verschiedenen Gründen kein Fan des Epilogs, aber das macht mich nun doch gerade etwas sentimental und mehr als das: Es kommt mir gerade vor, als würde sich heute die magische Welt von Harry Potter ein letztes Mal mit unserer Muggelwelt verbinden.
(Jaja, ich weiß schon, es gibt noch "The Cursed Child", aber nach dem, was ich darüber gehört habe, ignoriere ich es bisher lieber)

Ich habe Harry Potter relativ früh für mich entdeckt - als gerade die ersten deutschen Übersetzungen erschienen waren (damals war im 1. Band noch von "Sirius Schwarz" die Rede) und in meiner Umgebung niemand die Bücher kannte. Das war 1998 und ich gerade 15 Jahre alt. Bis zum Erscheinen des letzten Films, der für mich persönlich den Endpunkt der Reihe darstellte, hatte mich Harry Potter also nicht weniger als 13 Jahre lang begleitet. 
Ich hatte einige der Bände viele Male gelesen, Jahre des quälenden Wartens überstanden (oh sweet summer child, was wusste ich vor "A Song of Ice and Fire" schon übers Warten ...) und im Rahmen eines Seminars über Vaterfiguren in der Kinder- und Jugendliteratur sogar eine Arbeit über "Harry Potter als elternloser Held" geschrieben.

2015 besuchte ich dann die Filmstudios in Leavesden, was wirklich ein einzigartiges Erlebnis war. 
Von Juli 2016 bis März 2017 habe ich alle englischen Hörbücher, gelesen von Stephen Fry, gehört und das war für mich seit dem Erscheinen des letzten Bandes 2007 die erste Rückkehr zu den Büchern. Ich hatte wieder eine unglaubliche Freude mit den ersten drei Bänden, hatte danach einen kleinen Durchhänger mit den nächsten drei, die schon früher nicht meine liebsten gewesen waren und durfte am Ende wieder sehr spannene Stunden mit dem letzten Band erleben, bei dem ich die teils recht negativen Stimmen nie nachvollziehen konnte. Insgesamt habe ich damit nicht weniger als 127,5 Stunden mit den Hörbüchern verbracht und danach war ich traurig, als es vorbei war.

Man kann also sagen, dass Harry Potter noch immer eine gewisse Rolle in meinem Leben spielt - und das wird wohl auch noch eine Weile so bleiben. Kritik am Hype, an der Kommerzialisierung, den Filmen und dem Merchandising hin oder her - vergessen wir nicht, dass die Erfolgsgeschichte einst mit einer Kleinauflage von 500 Exemplaren begonnen hat und es zuallererst ein lesergemachter Hype war. 
Harry Potter war (oder ist) ein einzigartiges Phänomen und ich bin froh, dass ich es miterleben und mitgenießen durfte.

Mittwoch, 30. August 2017

Frances Hardinge - The Lie Tree


erschienen bei Macmillan
woher: Hay-on-Wye Booksellers 


Die dreizehnjährige Faith zieht mit ihrer Familie auf eine abgelegene Insel. Ihr Vater, ein bekannter Wissenschaftler, soll dort archäologische Ausgrabungen leiten, aber der wahre Grund für den überstürzten Aufbruch ist ein Skandal rund um die Forschungen ihres Vaters. Faith will diesen Gerüchten zwar keinen Glauben schenken, merkt aber bald, dass ihr Vater einiges zu verbergen scheint.

"The Lie Tree" ist ein sehr faszinierender und ungewöhnlicher phantastischer Roman. Er ist in der Mitte des 19. Jahrhunderts angesiedelt und Frances Hardinge erweckt die viktorianische Gesellschaft sehr überzeugend zum Leben. Tatsächlich handelt es sich auch großteils um einen historischen Roman und die phantastischen Elemente sind nicht nur geringer, als man anfangs vermuten könnte, sondern auch äußerst originell. Wer also einen phantastischen Jugendroman sucht, der sich mal ganz abseits der bekannten Pfade bewegt, ist hier bestens aufgehoben.

Auch die Protagonistin Faith ist eine sehr ungewöhnliche Heldin. Sie erscheint zunächst noch wie das typische rebellische Mädchen, das selbst eine Naturforscherin werden möchte, aber vom Rollenbild der viktorianischen Gesellschaft daran gehindert wird. In Faith steckt aber nicht nur deutlich mehr als das "ungezähmte Mädchen", es fehlt auch jede Romantisierung dieses Konflikts, wie man sie sonst mitunter findet. Es gibt keinen weisen Mentor, der Faith unter die Fittiche nimmt, keinen leidenschaftlichen Bewunderer. Sie muss sich nach außen hin stets verstellen und ist weitgehend auf sich alleine gestellt. Das macht den Roman mitunter zu einer recht beklemmenden Lektüre. Es gibt für Faith keine Vertrauensperson, noch nicht einmal eine Ansprechperson, und das macht sie misstrauisch, abweisend und zeitweise auch sehr rücksichtlos.

Allgemein ist "The Lie Tree" ein sehr düsterer Roman - dafür sorgt auch das titelgebende Hauptthema rund um Lügen und Betrug. Ich weiß, dass ich mich sehr kryptisch ausdrücke, möchte hier aber einfach nicht mehr von der Handlung verraten, da das sonst einen großen Teil der Spannung und der Überraschungen nehmen würde. 
Für einen Jugendroman ist "The Lie Tree" auch erstaunlich brutal, nicht, weil irgendwelche Gewaltorgien stattfinden, sondern weil Handlungen hier oft zu sehr schlimmen Konsequenzen führen. Das hat mir sehr gut gefallen - nicht nur, weil es realistisch ist, sondern auch, weil man sich dadurch beim Lesen nicht in Sicherheit wiegen kann. Ich hatte bei diesem Buch nicht das sichere Gefühl, es würde ja ohnehin alles gut werden und das wiederum fand ich ungemein spannend.

Frances Hardinge erzählt in "The Lie Tree" eine fesselnde Geschichte, die wenig Klischees bedient und mit einigen ungewöhnlichen Ideen punkten kann. Wer nach entspannender Wohlfühllektüre sucht, wird hiermit aber vermutlich nicht glücklich werden.

Sonntag, 27. August 2017

Bücherdorf Hay-on-Wye

Knapp 1.600 Einwohner, aber über 20 Buchhandlungen und Antiquariate? Das ist "town of books" Hay-on-Wye in Wales, direkt an der Grenze zu England. Das Dorf selbst besteht seit dem Mittelalter und nahm seinen Anfang als Bücherdorf in den 60er Jahren mit der Eröffnung von Richard Booths Antiquariat.
Auf der Website von Hay-on-Wye kann man sich einen Folder herunterladen, auf dem alle Buchhandlungen auf einer Karte eingetragen sowie kurz beschrieben sind. 

Backfold zwischen Oxford Street und Castle Street
"Murder and Mayhem" in der Lion Street
Hay Castle
Bücher zum Mitnehmen bei Hay Castle
Ich war mit meiner Nichte im August in Hay - wir haben vor knapp zwei Jahren beschlossen, dass wir dort mal hin müssen und nun hat es endlich geklappt. Aufgrund der eher schlechten Busverbindungen von Cardiff aus hatten wir etwa viereinhalb Stunden Zeit, was uns vorher genug vorkam, aber rückblickend muss ich sagen, dass wir mehr Zeit gebraucht hätten. Unser Besuch dort war ziemlich überwältigend und leider auch ein wenig stressig. Wir waren in fünf Buchhandlungen und haben dazwischen nur mal eine kurze Essenspause gemacht (im "The Granary", das sehr zu empfehlen ist).
Es gibt in Hay eine ganze Reihe von Buchhandlungen/Antiquariate, die auf bestimmte Sachgebiete oder Genres spezialisiert sind. Wir waren aber vor allem in den Läden, die mehr oder weniger alle belletristischen Genres angeboten haben. Im Folgenden möchte ich euch kurz die Buchhandlungen vorstellen, in denen wir waren. Leider habe ich nicht alle fotografiert und leider habe ich oft auch keine besonders guten Fotos, da es schwierig war welche zu machen, ohne dabei fremde Personen zu fotografieren.

Greenway's Corner Bookshop
Eins der eher kleinen Antiquariate, aber vollgestopft mit Büchern. Es gibt hier ziemlich viel Fantasy und Science Fiction, aber auch andere Genres wie Krimis und Klassiker sowie Sachbücher vor allem (aber nicht nur) über Sport. Gut geeignet zum gemütlichen Stöbern.



Hay-on-Wye Booksellers
Hier gibt es neben Secondhandbüchern auch viele neue Verlagsbücher zum halben Preis und eine recht große Auswahl an Jugendliteratur. Gut geeignet für alle, die nach günstigen Büchern suchen, vor gebrauchten Exemplaren aber eher zurückschrecken.

Richard Booth's Bookshop
Eine riesige Buchhandlung, die alles zu bieten hat, was das Herz begehrt, sowohl neue Bücher zum regulären Preis als auch gebrauchte Exemplare. Es gibt Sachbücher zu allen Themengebieten und Belletristik aller Genres. Vermutlich eine gute Anlaufstelle, wenn man nach bestimmten Büchern sucht, aber auch geeignet zum spontanen Stöbern (nur sollte man dann viel Zeit einplanen).




The Addyman Annexe und Addyman Books
Im Addyman Annexe gibt es einerseits eine ganze Reihe von alten und seltenen Ausgaben von Klassikern, andererseits auch viele neue Verlagsbücher zum halben Preis. Nicht nur für Klassikerfans geeignet, sondern auch, wenn man auf der Suche nach Gegenwartsliteratur ist.
Addyman Books war vermutlich die schönste Buchhandlung, die wir in Hay besucht haben. Da wir zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr so viel Zeit übrig hatten (und auch unsere Tasche schon voll mit Büchern waren), habe ich hier weniger auf die Titel geachtet, sondern mehr auf die Einrichtung.




"Scott's Hut" mit Büchern über Polarforschung und andere Expeditionen


Ich kann Hay-on-Wye allen Bücherfans ans Herz legen, empfehle aber, sich für einen Besuch dort viel Zeit zu nehmen oder aber genau im Voraus zu planen, welche Buchhandlungen man aufsuchen möchte und welche Bücher man sucht.
Ich habe nach den paar Stunden dort das Gefühl, dass ich von Hay noch nicht genug gesehen habe und gerne noch einmal für einen längeren Besuch dort hinfahren würde - vielleicht auch zum berühmten "Hay Festival of Literature and Arts", das jährlich für zehn Tage im Mai/Juni stattfindet.


Samstag, 26. August 2017

Juli Zeh - Unterleuten

erschienen bei Luchterhand


Unterleuten ist ein Dorf in Brandenburg, das sich für einige Aussteiger aus der Stadt als ländliche Idylle präsentiert, auch wenn bei den Alteingesessenen einige Konflikte unter der Oberfläche schwelen. Als eine Investmentfirma einen Windpark in Unterleuten errichten will, kommen nicht nur die alten Streitigkeiten an die Oberfläche, sondern es entstehen auch neue Konflikte mit den Hinzugezogenen, die mit den Dorfstrukturen noch nicht vertraut sind. Und so ist es mit jeglicher Idylle schnell vorbei.


Juli Zeh hat mit "Unterleuten" einen großartigen Gesellschaftsroman geschaffen, in dem sie mit großer Beobachtungsgabe das Porträt eines kleinen Dorfes zeichnet. Dabei schlüpft sie in die Köpfe verschiedener Dorfbewohner, die alle ihre ganz eigene Sicht auf die Ereignisse haben. Ich finde es nicht nur beeindruckend, wie glaubwürdig die Autorin die unterschiedlichen Perspektiven schildert, sondern auch, dass ich auf eine gewisse Weise für alle Beteiligten Verständnis aufbringen konnte. Es gibt kein Schwarz-Weiß, keine Gut-Böse-Zeichnungen - selbst, wenn kurzfristig ein solcher Eindruck entsteht, wird das wieder relativiert, sobald man in eine andere Perspektive wechselt.
Im Zentrum des Konfliktes stehen Großgrundbesitzer Gombrowski und überzeugter Kommunist Kron (Erzfeinde schon seit DDR-Zeiten), um die herum sich ein kompliziertes Geflecht an Beziehungen und Abhängigkeiten gebildet hat. An diesem fragilen Geflecht beginnen nun die Neuankömmlinge zu zerren: der Vogelschützer Gerhard Fließ, der mit seiner deutlich jüngeren Frau von der ländlichen Idylle träumt, und die junge Pferdenärrin Linda Franzen, die sich auf gefährliche Machtspiele einlässt, um ihre Ziele zu erreichen.

Diese vier könnte man vielleicht als Hauptakteure bezeichnen, aber Juli Zeh lässt auch noch eine ganze Reihe von weiteren Figuren zu Wort kommen.
In den ersten Kapiteln hatte ich mit dieser Erzählform noch kleine Anlaufschwierigkeiten, da einem viele Namen und Hintergrundgeschichten in recht schneller Abfolge präsentiert werden. Aber als ich mich erst einmal etwas eingelesen hatte, konnte ich das Buch bald nicht mehr aus der Hand legen.

Faszinierend ist auch, dass Unterleuten gleichermaßen realistisch wie überspitzt dargestellt wird. Auf der einen Seite haben all die Konflikte, die im Laufe des Romans bis hin zu Gewalttätigkeiten ausufern, etwas ironisches, sogar karikierendes. Auf der anderen Seite ist es erschreckend, wieviel Wahrheit in allen diesen Situationen und Figuren steckt.
Trotz der leichten ironischen Distanz hat mich der Roman sehr tief hineingezogen und mitgerissen. Es fällt nicht schwer, mit beinahe allen Beteiligten mitzufiebern und mitzufühlen und auch für das Dorf Unterleuten selbst habe ich eine gewisse Sympathie entwickelt.

Der Schreibstil ist für Juli Zeh eher untypisch, wenn man ihn mit ihren früheren Romanen vergleicht. Keine Spur mehr von überbordenden Metaphern, Rätselhaftigkeiten und kunstvollen Satzgebilden. "Unterleuten" ist stattdessen in einer sehr nüchternen und pointierten Sprache geschrieben. Mir haben bisher fast alle Romane von Juli Zeh gut gefallen und obwohl ihre früheren deutlich sperriger zu lesen waren, mochte ich gerade ihre ungewöhnliche, teils überbordende Sprache. Ich denke aber, dass ich diese "neue Zeh", die sich auch schon in Nullzeit angekündigt hat, noch lieber mag. "Unterleuten" liest sich sehr flüssig, sehr mühelos und konzentriert sich noch stärker auf Figuren und Handlung, ohne aber zu schlicht oder gar banal zu klingen.

Wäre der Roman alleine nicht schon ein Meisterwerk, so würde er spätestens mit dem umfangreichen Hintergrundmaterial zu einem werden. So findet man im Internet nicht nur eine Website zu Unterleuten mit Flurplan und Personenbeschreibungen, sondern auch zahlreiche andere Webauftritte, die die Grenzen zwischen Fiktion und Realität verschwimmen lassen: die Windkraftfirma Ventodirect inklusive Kontaktformular, das Unterleutener Dorflokal Märkischer Landmann mit Speisekarte und schließlich der Vogelschutzbund Unterleuten samt Foto von Gerhard Fließ. 
Dazu kommt noch das Buch "Dein Erfolg" von Manfred Gortz, das sozusagen die Bibel von Linda Franzen darstellt und dementsprechend häufig im Roman zitiert wird. Trotz Autorenseite und Videos im Netz merkt man nach einiger Recherche, das hier manches etwas seltsam ist und es sich bei Manfred Gortz wohl um ein Pseudonym von Juli Zeh handelt. Ein perfektes Verwirrspiel also.

Mein Fazit: ein grandioses Buch und dementsprechend eine klare Leseempfehlung von mir!

Montag, 21. August 2017

Heinrich Böll - Wanderer, kommst du nach Spa ...


erschienen bei dtv
woher: Buchandlung Kuppitsch

Neyasha und die Nobelpreisträger


Diese Kurzgeschichtensammlung enthält 25 Erzählungen von Heinrich Böll, die zwischen 1947 und 1950 entstanden sind. Zeitlich sind sie alle während oder kurz nach dem Zweiten Weltkrieg angesiedelt, gehören also der sogenannten "Trümmerliteratur" an.


Die Geschichten sind in einer knappen, nüchternen Sprache geschrieben und daher leicht zu lesen, wenn sie auch inhaltlich harter Tobak sind. Heinrich Böll schreibt von Soldaten in der Fremde, von Sterbenden, von desillusionierten Heimkehrern und von Männern, denen die Jugend geraubt wurde. Interessant fand ich den sehr privaten Blick auf den Krieg; die Sicht der einfachen Soldaten, die ganz auf die momentane Situation konzentriert ist und jegliche Weltpolitik ausspart. Wüsste man nicht, dass Böll Deutscher war und würden nicht ab und zu kleine Details einen Anhaltspunkt bieten, könnte dies ebensogut ein anderer Krieg und die Soldaten anderer Nationalität sein. Gerade diese enge Sichtweise macht die Geschichten daher sehr zeitlos und allgemeingültig.

Wie bei der Thematik zu erwarten, ist die Stimmung düster und es gibt kaum jemals einen Hoffnungsschimmer in den Erzählungen. Es ist also eine sehr bedrückende Lektüre und das wird meiner Meinung nach noch dadurch verschärft, dass sich im Laufe der Zeit eine gewisse Eintönigkeit einstellt. Vielleicht haben mir deshalb die ersten und letzten Geschichten am besten gefallen, während ich diejenigen des Mittelteils als etwas zäh empfunden habe.
So eindrücklich Heinrich Böll auch den Alltag des Krieges beschreibt, hätte ich doch die Sammlung gelungener gefunden, wenn sie weniger Erzählungen beinhalten würde. So wiederholen sich die Themen, die Handlungen und auch die Figurendarstellungen.
Apropos Figuren: Die meisten Kurzgeschichten sind in der Ich-Perspektive verfasst, einige auch in der 3. Person, wobei ich letztere teils als interessanter empfunden habe. 

"Wanderer, kommst du nach Spa ..." ist eine erschütternde Lektüre und vermittelt ein sehr eindrucksvolles Stimmungsbild. Es macht erwartungsgemäß keine Freude, diese Erzählsammlung zu lesen, aber die Lektüre lohnt sich trotz einiger Längen und Redundanzen.

Sonntag, 20. August 2017

Buchstabengeplauder #82

Hier ist es nun schon wieder eine Woche lang verdächtig still gewesen und das liegt daran, dass ich kurz nach meiner Rückkehr vom Urlaub in Großbritannien zu einer Dienstreise nach Norwegen aufgebrochen bin: Ich war vergangene Woche von Dienstag bis Donnerstag bei einer Konferenz in Bergen und bin dann nach Oslo weitergefahren, wo ich in einigen sehr interessanten Bibliotheken war und auch noch ein bisschen Sightseeing angehängt habe.

Wer es noch nicht weiß: Ich liebe Oslo abgöttisch. 2005 habe ich dort ein Semester lang studiert und vermisse die Stadt seitdem sehr. 2010 war ich im Mai für ein paar Tage dort (damals vor allem zwecks Recherchen für meine Doktorarbeit); sonst war ich aber leider in den letzten Jahren nie in Norwegen. Oslo zu besuchen war daher ein bisschen die Büchse der Pandora zu öffnen - und natürlich waren die zwei Tage dort viel zu kurz. Ich habe einige meiner früheren Lieblingsorte aufgesucht und so schön das auch war, hat das die Sehnsucht eher noch vergrößert.


Ich werde in den nächsten Wochen ein paar Eindrücke aus Bergen und Oslo sowie die noch fehlenden Impressionen aus Hay-on-Wye immer wieder mal dazwischenstreuen, damit das hier nicht gänzlich zum Reiseblog wird. ;-)
Was ich euch aber jetzt schon zeigen kann, sind meine SuB-Zugänge - jaaa, noch mehr Lesestoff, aber diesmal sind es etwas andere Bücher:


Ihr seht vielleicht schon, dass es sich dabei in erster Linie um Ausstellungskataloge handelt. Hansesatic Sites, Routes and Monuments habe ich im hanseatischen Museum in Bergen gekauft und es ist eher ein Nachschlagewerk als zusammenhängende Lektüre, da darin alle bisher bekannten Hansestädte und -kontore aufgelistet und beschrieben werden.
The Viking Invader beschreibt die Wikingerzeit im Stil einer reißerischen Zeitung. Mir ist das Heft schon in Roskilde aufgefallen, aber obwohl ich die Idee so witzig fand, habe ich es nicht gekauft. Das habe ich später bereut und deshalb habe ich in Oslo den Museumsshop im Vikingskipshuset aufgesucht - und bin prompt fündig geworden. 
Arctic Pioneers - The Voyage of the Belgica 1897-99 und Roald Amundsen and the Exploration of the Northwest Passage habe ich in meinem Lieblingsmuseum, dem Fram-Museum, entdeckt, da es dort einen Abverkauf von Ausstellungskatalogen gab. Die Kataloge waren unschlagbar günstig und es hätte noch einige gegeben, die mich sehr interessiert hätten, aber da ich nur mit Handgepäck unterwegs war, musste ich mich sehr zurückhalten. Ja, ich und meine Obsession mit Polarforschung. "Arctic Pioneers" habe ich übrigens schon gelesen und fand es sehr interessant.

Apropos schon gelesen: Ich habe in Norwegen auch schon den ersten meiner walisischen Neuzugänge ausgelesen und zwar The Lie Tree von Frances Hardinge, das mir sehr gut gefallen hat.

Winterkatze veranstaltet heute wieder einen sommerlichen Lese-Sonntag und ich habe überlegt, ob ich mich nach meiner Rückkehr noch anschließe, aber da ich bereits um vier Uhr in der Früh für meinen Flug aufstehen musste, bin ich ziemlich müde und muss mich etwas aktiver beschäftigen als mit Lesen - sonst schlafe ich wohl schlichtweg ein. 
Ich wünsche aber allen, die teilnehmen, schöne Lesestunden!

Sonntag, 13. August 2017

Impressionen aus England und Wales

Von 4. bis 10. August war ich mit meiner Nichte in Großbritannien. Wir haben zuerst für zwei Tage eine Bekannte in Tenbury Wells, einem kleinen Städtchen in Worcestershire, besucht und sind dann mit dem Zug nach Cardiff weitergefahren. Dort haben wir uns nicht nur die Stadt angesehen, sondern auch Ausflüge in die nähere Umgebung gemacht. Außer Penarth und Caerphilly haben wir auch das Bücherdorf Hay-on-Wye besucht, das ich aber in einem separaten Beitrag vorstellen werde.

Wir hatten eine tolle und sehr abwechslungsreiche Zeit in Cardiff. Das Wetter war einigermaßen gnädig zu uns - wir hatten zwar nur selten Sonnenschein, aber zum Glück auch nur ab und zu Regen.
Ich kann im Grunde alles von dem, was wir uns angesehen haben, empfehlen, aber die Highlights waren neben Hay-on-Wye meiner Meinung nach Penarth Pier und Caerphilly Castle. Sehr schön war auch die Doctor Who Experience, die aber leider mit 7. September 2017 schließen wird.

Die folgenden Fotos sollen euch einen kleinen Eindruck von unserer Woche vermitteln:


Bei unserer Bekannten am Stadtrand von Tenbury Wells




Bei der Tenbury Countryside Show 




Blick auf die Stadt Ludlow



Cardiff Bay

Roald Dahl Platz


Gedenktafel bei Ianto's Shrine (Cardiff Bay war Drehort der Serie "Torchwood")

Doctor Who Experience






Auf dem Weg von Cardiff Bay nach Penarth



Penarth Pier




Mit dem Bus durch den Nationalpark Brecon Beacons



Cardiff Castle 





Llandaff Cathedral



Caerphilly Castle