Dienstag, 31. Januar 2017

Buchstabengeplauder #69

Zugegeben, ich hatte in den letzten Tagen schon ziemlich die Nase voll vom Winter und der ständigen Kälte. Zwar gab es bei meiner Familie Schnee und Sonnenschein, aber ich war im Jänner nur einmal für einen Nachmittag dort und in Wien war es die meiste Zeit einfach nur klirrend kalt und grau. Nun hat es heute aber endlich mal richtig geschneit und schon bin ich wieder mit dem Winter versöhnt. Gut, in der Großstadt bedeutet Schnee ja meist nach kurzer Zeit grauer Matsch und Verkehrschaos, aber ich liebe es einfach, durch frischen Schnee zu stapfen und die weiße Landschaft zu genießen. Ich bin heute sogar extra ein wenig früher aus der Arbeit aufgebrochen, um es vor dem Dunkel werden noch kurz zur Donau zu schaffen.

Sonne und Schnee in Oberösterreich:





Zwar keine Sonne in Wien, aber dafür eine verschneite und vereiste Donau:




Man sollte nun meinen, dass das kalte Winterwetter perfekt wäre, um sich daheim einzukuscheln und zu lesen und zu schreiben. Ich war aber im Jänner ziemlich viel unterwegs und hatte nach dem Weihnachtsurlaub auch so einiges in der Arbeit zu tun, daher bin ich nur wenig zum Lesen gekommen. Mit Der Goldschatz der Elbberge habe ich derzeit aber auch einen rechten Wälzer, der noch dazu etwas zäh zu lesen ist - kein Wunder also, dass ich hier nur langsam vorankomme.
Außerdem muss ich wohl akzeptieren, dass es mir nicht mehr gelingt, dem Schreiben eine so hohe Priorität in meinem Leben einzuräumen wie früher. Mit meinem Schreibmonat war es nicht sehr weit her und in der letzten Woche habe ich es noch nicht einmal geschafft, weiter an der Timeline zu basteln.

Dafür habe ich mich im vergangenen Monat viel mit Freunden getroffen und etwa mit meinen ehemaligen Arbeitskolleginnen die vierte Staffel von Sherlock geguckt. Leider hat mich diese sehr enttäuscht. Die zweite Folge war ganz in Ordnung, aber die erste fand ich fürchterlich und über die dritte möchte ich lieber einen Mantel des Schweigens breiten. Neben all dem Drama, hundert absurden Wendungen und zig Logiklücken ist irgendwie kaum noch Zeit für interessante Kriminalfälle geblieben. Sehr, sehr schade. Die erste und zweite Staffel habe ich grandios gefunden, aber danach ist es meiner Meinung nach rasant bergab gegangen.

Apropos Serien: Seit heute steht fest, dass Peter Capaldi mit Ende 2017 bei Doctor Who aufhören wird. Es war ja nach diversen Andeutungen in der Vergangenheit schon zu erwarten, aber trotzdem finde ich das sehr schade. Natürlich, die Wechsel gehören zur Serie dazu und die neuen Doktoren bringen immer wieder frischen Wind hinein, aber Peter Capaldi ist für mich ein absolutes Highlight. Mal sehen, wer nach ihm kommt.

Lyne und ich planen übrigens im Februar wieder einmal einen Lesetag bzw. dieses Mal ein Lesewochenende. Die offzielle Ankündigung wird noch kommen (aktuell überarbeite ich den Banner), aber vielleicht möchtet ihr euch ja schon mal das Wochenende vom 11./12. Februar freihalten. :-)

Mittwoch, 25. Januar 2017

Marie Brennan - Voyage of the Basilisk


erschienen bei Titan Books


Sechs Jahre nach ihren Abenteuern in Eriga bricht Isabella Camherst zu ihrer bislang größten Expedition auf: Zwei Jahre lang will sie an Bord der Basilisk um die Welt reisen, um Drachen zu studieren. Zusammen mit ihrem Kollegen Tom, ihrem Sohn Jake und dessen Gouvernante macht sie sich auf den Weg nach Yelang und in die Inselwelt von Keonga, doch Stürme und politische Verwicklungen führen zu ungeahnten Problemen.


Nachdem die ersten beiden Bände der "Memoirs by Lady Trent" eher gemächliche Einstiege hatten, beginnt "Voyage of the Basilisk" nahezu direkt mit Isabellas Abreise. Man springt also mitten ins Geschehen, aber dennoch ist es mir oft nicht schwergefallen, das Buch aus der Hand zu legen. Dabei ist der Roman - nach einem leichten Durchhänger im ersten Drittel - vollgepackt mit rasanter Handlung. Ich habe aber bereits die ersten beiden Bände nicht übermäßig spannend gefunden und denke, dass es am Stil bzw. am Aufbau dieser Romanserie liegt. Isabella ist nicht nur eine eher nüchterne Erzählerin, sondern vor allem eine Erzählerin, die Jahre später auf die Ereignisse zurückblickt. Ich denke, dass es diese Art von Distanz ist, die mir beim Lesen teilweise die Spannung raubt.
Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich bei dieser Serie nicht so sehr mit den Figuren mitfiebere als in manch anderen Büchern. Isabella ist zwar eine sympathische Protagonistin, bleibt mir persönlich aber oft eher etwas fern. Interessanter finde ich da die Nebenfiguren, die hier leider etwas zu kurz kommen. Natalie, die ich in "The Tropic of Serpents" sehr mochte, kommt nicht mit auf die neue Reise und Tom bleibt sehr im Hintergrund. Die neue Gouvernante wird kaum charakterisiert und Jake ist zwar ganz süß, aber ich bin nicht der größte Fan von Kindern in Büchern (sofern es sich nicht um Kinderbücher handelt). Zum Glück wird mit Suhail, einem Archäologen aus Akhia, ein interessanter neuer Charakter eingeführt.

Das klingt jetzt vielleicht alles sehr negativ, aber ich habe "Voyage of the Basilisk" nicht als schlechtes Buch empfunden. Mir gefällt Marie Brennans Weltenbau sehr gut und auch hier führt sie wieder ausgereifte, teils auch ungewöhnliche Kulturen ein. Es hat mich allerdings irritiert, was Heinrich von Kleist in einem Buch zu suchen hat, das in einer eigenen Welt spielt - auch wenn diese klar an unsere angelehnt ist. 
Sehr schön sind auch Isabellas Forschungsarbeiten und ihre Theorien zu den Drachen, die in diesem Band weiter gedeihen. Ich bin gespannt, was sie in der Zukunft weiter herausfinden wird und wie sich alle ihre Erkenntnisse ineinander fügen werden.

Fazit: Obwohl ich "Voyage of the Basilisk" als nur mäßig spannend empfunden habe und mir einige liebgewordene Figuren etwas zu kurz gekommen sind, hatte ich durchaus Spaß mit der Lektüre und werde wohl auch die weiteren Bände der Serie lesen.

Montag, 23. Januar 2017

Kleinere Blogumbauten

Ich denke schon seit längerem über ein neues Layout bzw. einen neuen Aufbau meines Blogs nach. Da ich bislang aber auf keinen grünen Zweig gekommen bin und mich auch nicht recht von meinem Header trennen kann, wird das möglicherweise so schnell nichts werden. 

Einstweilen habe ich wenigstens mal meine Navigationsleiste ein wenig überarbeitet und teilweise Dropdown-Menüs angelegt, was ich schon länger geplant hatte. Unter "Gelesenes" finden sich nun nicht nur alle Rezensionen und Kurzrezensionen, sondern auch zwei gesonderte thematische Listen, die ich schon seit einer Weile anlegen wollte. Die eine umfasst Rezensionen zu Büchern von österreichischen Autorinnen und Autoren, die andere verlinkt alle Rezensionen von "älterer" Phantastik. Bisher handelt es sich um zwei äußerst rudimentäre Listen, die ich vielleicht in Zukunft noch etwas ansprechender und übersichtlicher aufbereiten werde. 
Bei den "Challenges" kann man jetzt außerdem über Unterpunkte alle aktuellen Challenges (was momentan nicht viele sind) direkt finden.

Möglicherweise werde ich in nächster Zeit auf dem Blog noch etwas mehr herumwerkeln - also seid nicht irritiert, falls sich öfter Kleinigkeiten ändern bzw. kurzfristig ein kleines Chaos herrscht.

Sonntag, 15. Januar 2017

Buchstabengeplauder #68

Schreibgeplauder

Es ist an der Zeit, einmal eine erste Bilanz zu ziehen, wie es mir mit dem erwähnten "Sonder-NaNoWriMo" geht. Nun ja ...
Es war vermutlich völliger Wahnsinn zu denken, dass ich mich nach drei Jahren Pause an ein sehr komplexes Projekt setzen und dort einfach weiterschreiben kann - umso mehr, wenn dieses Projekt ein ziemliches Chaos ist und ich mir seit drei Jahren vergeblich den Kopf über den weiteren Plotverlauf zerbreche. Ich habe daher bis jetzt nicht sehr viel geschrieben (insgesamt etwa 5.000 Wörter), aber dafür habe ich mich sehr viel mit dem Plot beschäftigt.

Um mir einen Überblick über die bisherige Handlung zu verschaffen und zu sehen, ob das so alles zeitlich überhaupt funktioniert (bei vielen parallelen Handlungssträngen und viel Herumgereise ist das ja nicht so einfach), habe ich mir einmal die Testversion des Zeitstrahl-Tools Aeon Timeline heruntergeladen. Der große Vorteil dort ist, dass man eigene Kalender anlegen kann - das ist für mich essentiell, da ich sonst ständig mit einer Konkordanz arbeiten muss, um unseren mit meinem Fantasykalender zu vergleichen. Außerdem ist eine Synchronisation mit der Schreibsoftware Scrivener, die ich mittlerweile seit fast 10 Jahren begeistert verwende, möglich. 
Hier mal ein paar kleine Eindrücke von meinem aktuellen Herumgewurschtel mit Aeon Timeline:



Ich nehme an, ich werde damit noch eine ganze Weile beschäftigt sein. Ob ich daneben bzw. danach noch zum Weiterschreiben komme, wird sich zeigen, aber ich habe mir fest vorgenommen, auch nach dem Januar dranzubleiben.


Lesegeplauder

Neben der aktiven Beschäftigung mit meinem Roman bin ich auch passiv mit diversen anderen Büchern beschäftigt. So habe ich nun mit dem Hörbuch des sechsten Harry Potter begonnen, lese endlich meine derzeit älteste SuB-Leiche Der Goldschatz der Elbberge von Martin Schemm und streue immer mal wieder eine Kurzgeschichte aus Die Lästigen von Joyce Carol Oates dazwischen.
Am Freitag war ich außerdem endlich mal wieder in der Bibliothek und habe mich dort mit einigen Büchern eingedeckt. Wenn ich nicht im Anschluss noch ins Kino gegangen wäre und meine Tasche nicht schlichtweg schon voll gewesen wäre, hätte ich noch so einige mehr Bücher mitgenommen ...


Der große Trip von Cheryl Strayed lese ich auch gleich noch parallel zu meinen anderen Büchern, da ich gerade so schön in der Stimmung für dieses Buch bin. Bisher gefällt es mir sehr, sehr gut.
Falls ihr euch fragt, wie es zur Bibel für Dummies kommt - bei Carolines Lese-Bingo lautet eine Kategorie "Ein Buch, das mit Religion zu tun hat". Ich hätte eigentlich etwas über römische Religion gesucht, bin da aber nicht sehr fündig geworden, da es hauptsächlich Bücher über griechische Mythologie oder aber das frühe Christentum im römischen Reich gab. Da muss ich mich wohl eher ma in der Universitätsbibliothek umsehen.
Und dann bin ich spontan bei diesem Buch gelandet. Bei meinem Vorhaben, die Bibel tatsächlich mal zu lesen, bin ich bis jetzt immer gescheitert (vielleicht bräuchte ich sie mal als ebook - diese unhandlichen Klopper laden ja auch nicht gerade zum Lesen ein), also probier ich es jetzt mal mit der Dummy-Variante. ;-)

Und was lest ihr gerade so?

(Nachtrag: Man könnte sich die Bibel auch als ungekürztes Hörbuch vorlesen lassen und hat dann 86 Stunden Höruntermalung. Heiliger Strohsack.) 

Dienstag, 10. Januar 2017

Dirk Liesemer - Lexikon der Phantominseln


erschienen bei mare


Dirk Liesemer beschreibt in diesem Buch dreißig imaginäre Inseln, die es nie gab und die doch von Augenzeugen beschrieben werden, auf Karten auftauchen und bisweilen sogar auf Google Earth. Er erzählt von ihrer Entdeckung, der späteren Suche danach und der schließlich folgenden Ernüchterung, wenn sich herausstellte, dass es die Insel nie gab.

Da ich Judith Schalanskys Atlas der abgelegenen Inseln (ebenfalls aus dem mare Verlag) liebe, hat dieses Buch mit ähnlicher Aufmachung und einem verwandten Thema schnell meine Aufmerksamkeit erregt. Tatsächlich ist auch das "Lexikon der Phantominseln" innen wie außen sehr schön gestaltet mit einem Lesebändchen, einem blauen Buchschnitt, einer Überblickskarte und Einzelkarten zu jeder Insel mit Angaben zu ihrer Position, ihrer Größe, ihren Sichtungen und ihrer etwaigen Eintragung auf Karten.


Die Inseln, die der Autor darin beschreibt, sind ebenso unterschiedlich wie die Gründe für die Täuschung. Da finden sich etwa Inseln, die zunächst in literarischen oder religiösen Texten aufgetaucht sind und dann auch tatsächlich gesichtet wurden wie etwa die Sankt-Brendan-Inseln, aber auch Inseln, die nur in der Literatur oder Gerüchten existierten wie Atlantis und Rupes Nigra. Dann gibt es vor allem in den Polarregionen etliche Inseln, die sogar mehrfach gesichtet wurden, aber wohl nur ein Eisberg oder eine Sinnestäuschung waren. Manchmal wurden sie auch schlichtweg mit anderen, tatsächlich existierenden Inseln durcheinandergebracht und für eine neue Entdeckung gehalten.
Mir war vor der Lektüre des Buches nie bewusst, wie viele solcher imaginären Inseln es gibt und wie oft diese sogar mehrmals auf Karten verzeichnet wurden.
Spannend fand ich vor allem die Suche nach ihnen, wenn etwa das Luftschiff Graf Zeppelin die Existenz von Harmsworth Island widerlegt, drei Polarforscher mit Hundeschlitten nach New South Greenland aufbrechen oder ein Ozeanologe angeblich zeitlebens nach der Insel Kantia sucht (eine Geschichte, die sich später als reine Erfindung herausstellte).

Es sind faszinierende Geschichten, die Dirk Liesemer hier akribisch zusammengetragen hat und viele der Texte laden dazu ein, sich noch eingehender mit der jeweiligen Insel zu beschäftigen. Da das Buch ein nach Inseln geordnetes Literaturverzeichnis enthält, steht auch einer intensiveren Beschäftigung nichts im Wege.

Da sich, wie schon erwähnt, der Vergleich zu dem "Atlas der abgelegenen Inseln" nahezu aufdrängt, hier meine Gedanken dazu: Mir hat grafisch Judith Schalanskys Buch besser gefallen - es wirkt etwas mehr aus einem Guss und die Karten profitieren von dem größeren Format des Buches. Trotzdem hat mir auch die Gestaltung von Liesemers Buch sehr gut gefallen und die handliche Größe sorgt für ein entspannteres Lesen. 
Während Schalansy eher Momentaufnahmen und einzelne Anekdoten erzählt, bekommt man hier ein umfassenderes Bild der jeweiligen Inseln. Der Autor bemüht sich um eine lückenlose chronologische Darstellung von der ersten Sichtung bis zur Widerlegung der Existenz, was das Buch äußerst informativ macht. Sein Stil ist eher nüchtern, aber flüssig lesbar.

Ich mochte beide Bücher sehr gern, aber während mich der "Atlas der abgelegenen Inseln" auf der kreativ-emotionalen Ebene mehr angesprochen hat, kann ich Liesemers "Lexikon der Phantominseln" allen wärmstens ans Herz legen, die ein wirklich informatives Buch zu einem spannenden (und sonst wenig beachteten) Thema lesen möchten.

Sonntag, 8. Januar 2017

[Challenge] Carolines Lese-Bingo 2017

Ich freue mich sehr, dass Caroline von i am bookish auch dieses Jahr wieder ein Lese-Bingo veranstaltet. Das wird voraussichtlich die einzige Challenge sein, an der ich dieses Jahr teilnehme, aber dafür möchte ich endlich mal alle Kategorien schaffen!

Die Regeln sind rasch erklärt: Im Laufe des Jahres sollen möglichst viele (idealerweise alle) Felder lesetechnisch abgedeckt werden. Rezensionen oder kurze Leseeindrücke sind keine Pflicht, die einzige Regel ist im Grunde, dass ein Buch immer nur für ein Feld zählt.
Und hier sind die Kategorien:

Gelesene Bücher: 
Ein Buch mit einer Zahl auf dem Cover:
Ein Buch von einem asiatischen Autor:
Ein Buch, das mit Religion zu tun hat:
Ein Sachbuch: Nathaniel Philbrick - Im Herzen der See
Ein Reihenauftakt: Brandon Sanderson - The Rithmatist
Ein Buch über einen Schatz: Martin Schemm - Der Goldschatz der Elbberge
Ein Buch, in dem die Hauptfigur ein (Haus-)Tier hat:
Ein Buch, das von mind. 2 Autoren geschrieben wurde:
Ein Buch, das einen Prolog enthält: Katharina Seck - Die silberne Königin
Ein Buch mit einem gelben Cover: Guy Gavriel Kay - Im Schatten des Himmels
Ein Buch, das vor 1930 spielt:
Ein Buch mit mehr als 500 Seiten: Tove Alsterdal - Die Verschwundenen von Jakobsberg
Ein Buch, dessen Titel mit K beginnt:
Ein Buch, das 2010 erschienen ist:
Ein Buch, in dem es spukt:
Ein Buch, das einen Preis gewonnen hat:
Ein Buch mit einer männlichen Hauptfigur:
Ein Buch mit mehr als 4 Wörtern im Titel: Mechtild Borrmann - Die andere Hälfte der Hoffnung
Ein Buch über eine reales historisches Ereignis:
Ein Buch ohne Liebesgeschichte:
Ein Buch mit einem Adjektiv im letzten Satz:
Eine Neuerscheinung (maximal 6 Monate alt): Jo Cotterill - Eine Geschichte der Zitrone
Ein Buch, das im Sommer spielt:
Ein Buch, dessen Cover Bezug auf den Titel nimmt:
Ein Buch, das verfilmt wurde: Cheryl Strayed - Der große Trip

Samstag, 7. Januar 2017

Eindrücke aus Innsbruck

Nachdem meine letzten Beiträge sehr listenlastig waren, gibt es heute einfach mal ein paar viele Fotos aus meinem Kurzurlaub in Innsbruck. Der Plan "fahren wir zu Silvester nach Tirol, damit wir endlich mal Schnee haben" ist nicht wirklich aufgegangen, da lediglich auf der Nordkette noch letzte Schneereste lagen, aber dafür hatten wir herrlichstes sonniges Wetter. Wir waren viel in der Stadt unterwegs, haben Museen besucht, sind auf die Bergisel-Schanze gefahren, waren auf der Nordkette und hatten einige tolle Tage.




















Mittwoch, 4. Januar 2017

Ein Rückblick auf meine Challenges und Lesevorsätze 2016

Ich habe 2016 versucht, mich bei Lesechallenges eher zurückzuhalten und daher nur bei zwei Bingos teilgenommen. Daneben hatte ich aber "inoffiziell" für mich ein paar Lesevorsätze. In diesem Beitrag möchte ich zuerst auf die beiden Challenges zurückblicken und dann etwas zu meinen Lesevorsätzen schreiben.

Lynes Märchen-Bingo


Von Ende November 2015 bis Ende November 2016 lief Lynes Märchen-Bingo, zu dem ihr hier meinen gesamten Beitrag findet. Es ging darum, zumindest eine Bingoreihe zu schaffen - und mehr ist es bei mir leider auch nicht geworden. Ich habe insgesamt sieben Bücher für diese Challenge gelesen (mit Jim C. Hines The Stepsister Scheme bin ich leider nicht mehr rechtzeitig fertig geworden), wobei es sich großteils um Märchenadaptionen handelte.
Obwohl mich einige Bücher eher enttäuscht haben, hatte ich mit dieser Challenge viel Spaß und werde wohl auch in Zukunft noch einige Märchenadaptionen lesen. Meine Highlights waren das erste und letzte für die Challenge gelesene Buch: Das Schneemädchen von Eowyn Ivey und East von Edith Pattou.
Leider haben nicht sehr viele Teilnehmerinnen die Challenge geschafft - was aber für mich insofern ein Glück war, weil ich am Ende das Wunschbuch gewonnen habe. Daher ist diese Woche Guy Gavriel Kays Im Schatten des Himmels bei mir ins Haus geflattert. Danke, Lyne!


Carolines Lesebingo


Wie bereits im Vorjahr gab es auch 2016 wieder ein Lese-Bingo von Caroline, zu dem ihr hier die Beschreibung und meine Auflistung der Bücher findet. Mit 21 von 25 möglichen Feldern habe ich mich ganz wacker geschlagen.
Für mich hat sich das Lesebingo auch 2016 wieder gut in meine Lektüre eingefügt. Einige Felder waren eine größere Herausforderung und ich habe teils auch zu spät begonnen, nach passenden Büchern zu suchen. So bin ich mit Die Lästigen von Joyce Carol Oates nicht mehr fertig geworden bin. Das wäre noch mein Beitrag zur Kategorie "Ein Buch, dessen Autor dieselben Initialen hat wie du" gewesen.
Spaß hatte ich besonders mit "Ein Buch, dessen Widmung dir gefällt". In dieses Feld hat perfekt Die Schatten von London von Maureen Johnson gepasst, dessen Widmung lautet: Für Amsler. Danke für die Milch.
Ich freue mich, dass Caroline auch für 2017 ein Lesebingo gestaltet hat, bei dem ich gern wieder mit dabei sein werde.

Meine persönlichen Lesevorsätze 2016


Wie bereits erwähnt, hatte ich neben den Challenges auch noch ein paar eigene Lesevorsätze (englische Bücher, Sachbücher, Nobelpreisträger), auf die ich jeweils kurz eingehen möchte:

Mindestens 12 englische Bücher

Schon seit Jahren nehme ich mir vor, mindestens ein englisches Buch pro Monat zu lesen, was ich bisher auch immer geschafft habe. Auch 2016 ist mir dieser Vorsatz nicht schwergefallen und so sind es letztendlich 17 Bücher geworden:

1. Patrick Rothfuss - The Slow Regard of Silent Things (Kurzrezension)
2. Seanan McGuire - Indexing (Rezension)
3. Robin McKinley - Chalice (Rezension)
4. Marie Brennan - The Tropic of Serpents
5. E. Lockhart - We Were Liars (Rezension)
6. Guy Gavriel Kay - Ysabel (Rezension)
7. Morgan Matson - Amy & Roger's Epic Detour
8. J.K. Rowling - Fantastic Beasts and Where to Find Them (Rezension)
9. Morgan Matson - Second Chance Summer (Kurzrezension)
10. J.K. Rowling - Harry Potter and the Philosopher's Stone (Rezension)
11. J.K. Rowling - Harry Potter and the Chamber of Secrets (Rezension)
13. J.K. Rowling - Harry Potter and the Goblet of Fire
14. Edith Pattou - East (Rezension)
15. Jim C. Hines - The Stepsister Scheme (Kurzrezension)
16. J.K. Rowling - Harry Potter and the Order of the Phoenix
17. Marie Brennan - Voyage of the Basilisk

Mindestens 5 Sachbücher

Nachdem mir Winterkatzes Sachbuch-Challenge 2014 und 2015 soviel Freude gemacht hatte, habe ich mir 2016 vorgenommen, wenigstens 5 Sachbücher zu lesen. Dass es sogar 9 geworden sind, zeigt mir, dass es für mich mittlerweile ganz natürlich geworden ist, auch immer wieder mal ein Sachbuch zu lesen. Faszinierend, wenn man bedenkt, dass ich vor 2014 nur ganz selten mal zu einem Sachbuch in der Freizeit gegriffen habe. Besonders gut haben mir in diesem Jahr Tolkien und der Erste Weltkrieg sowie Die Expedition gefallen, aber auch Tschernobyl und Ich kauf nix! waren sehr gut.

1. Swetlana Alexijewitsch - Tschernobyl: Eine Chronik der Zukunft (Rezension)
2. Philip Matyszak - Rom für 5 Denar am Tag (Kurzrezension)
3. Detlef Bluhm (Hrsg.) - Bücherdämmerung: Über die Zukunft der Buchkultur (Rezension)
4. David Wallechinsky/Amy Wallace - Das große Buch der Listen (Kurzrezension)
5. Florien Illies - 1913: Der Sommer des Jahrhunderts (Rezension)
6. Nunu Kaller - Ich kauf nix! (Rezension)
7. Aude de Tocqueville - Atlas der verlorenen Städte (Rezension)
8. John Garth - Tolkien und der Erste Weltkrieg (Rezension)
9. Bea Uusma - Die Expedition (Rezension)

Mindestens 3 Nobelpreisträger

Nach meinen eigenen Challenges zum Literaturnobelpreis 2013/2014 und 2015 wollte ich auch dieses Vorhaben nicht ganz einschlafen lassen. Um mir Stress zu ersparen, habe ich mir nur ein kleines Ziel von 3 Autoren/Autorinnen gesetzt - und mehr sind es leider auch nicht geworden.

1. Swetlana Alexijewitsch - Tschernobyl: Eine Chronik der Zukunft (Rezension)
2. John Steinbeck - Das Tal des Himmels (Rezension)
3. Henrik Pontoppidan - Rotkäppchen (Rezension)

Vorsätze 2017?


Ich habe mir 2017 wieder ganz ähnliche persönliche Ziele gesetzt wie im Jahr 2016. Hinzu kommt noch der Vorsatz, einige Bücher von meinem Alt-SuB (wozu ich einfach mal alles zähle, was vor 2017 bereits auf meinem SuB war) zu lesen.
Ich möchte hier aber meine Vorsätze nicht genau auflisten und auch keine Aufzeichnung im Sinne einer Challenge-Seite auf meinem Blog führen. Diese Vorsätze sind für mich und sollen ein Ansporn sein, mich aber nicht unter Druck setzen - wozu eine öffentliche Liste vermutlich führen würde, so wie ich mich kenne.
Vielleicht werde ich euch aber am Ende des Jahres wieder berichten, wie es mir mit meinen Vorsätzen ergangen ist.

Dienstag, 3. Januar 2017

Mein Lesejahr 2016

Es ist Zeit für meinen traditionellen Rückblick auf das Lesejahr 2016. Einen Rückblick auf meine Challenges und Lesevorsätze wird es in einem separaten Beitrag geben.
Ich habe dieses Jahr 62 Bücher gelesen bzw. gehört, also in etwa gleich viel wie auch in den zwei Jahren davor. Da in diesem Jahr privat einiges zusammengekommen ist - Lehrgang, Prüfungen, Projektarbeit, Praktika und schließlich neuer Job - bin ich erfreut, dass ich dennoch soviel gelesen habe.

Für mich gab es dieses Jahr einige Highlights, so etwa die beiden Sachbücher Tolkien und der Erste Weltkrieg von John Garth und Die Expedition von Bea Uusma, dann Elizabeth Gaskells Klassiker Norden und Süden und schließlich das Jugendbuch Dazwischen: Ich von Julya Rabinowich.
Gar nicht mein Fall waren dagegen Der Kuss des Kjer von Lynn Raven und das kurze Hörbuch Zimt, Zoff und Zuckerstangen von Emma C. Moore. Auch So finster, so kalt von Diana Menschig war trotz der interessanten Idee eine herbe Enttäuschung nach einem vielversprechenden Einstieg.

Hier nun meine üblichen Statistiken und die vollständige Leseliste:

gelesene Bücher: 63
davon Hörbücher: 14
gelesene Seiten (natürlich ohne Hörbücher): 15.616
Highlights (mit 5 Sternen bewertet): 10
Flops (1 oder 2 Sterne): 4
durchschnittliche Wertung: 3,7
abgebrochene Bücher: 6



Jänner (7 Bücher)
Lynn Raven - Der Kuss des Kjer (Kurzrezension)
Swetlana Alexijewitsch - Tschernobyl: Eine Chronik der Zukunft (Rezension)
Lord Dunsany - Der Schatten der Scheuermagd (Rezension)
Patrick Rothfuss - The Slow Regard of Silent Things (Kurzrezension)
Alina Bronsky - Baba Dunjas letzte Liebe (Kurzrezension)
Seanan McGuire - Indexing (Rezension)
Elizabeth Gaskell - Norden und Süden (Rezension)

Februar (5 Bücher)
Marissa Meyer - Wie Monde so silbern (Rezension)
Philip Matyszak - Rom für 5 Denar am Tag (Kurzrezension)
Robert Galbraith - Der Ruf des Kuckucks (Kurzrezension)
Robin McKinley - Chalice (Rezension)
C.L. Wilson - Der Winter erwacht (Kurzrezension)

März (6 Bücher)
Marie Brennan - The Tropic of Serpents
John Steinbeck - Das Tal des Himmels (Rezension)
Marissa Meyer - Wie Blut so rot (Kurzrezension)
Detlef Bluhm (Hrsg.) - Bücherdämmerung: Über die Zukunft der Buchkultur (Rezension)
E. Lockhart - We Were Liars (Rezension)
J.J. Abrams/Doug Dorst - S. Das Schiff des Theseus (Rezension)

April (4 Bücher)
David Wallechinsky/Amy Wallace - Das große Buch der Listen (Kurzrezension)
Guy Gavriel Kay - Ysabel (Rezension)
Robert Galbraith - Der Seidenspinner 
Thomas Raab - Still: Chronik eines Mörders (Kurzrezension)

Mai (4 Bücher)
Maike Claußnitzer - Tricontium (Rezension)  
Sarah Lotz - Die Drei (Kurzrezension)
Henrik Pontoppidan - Rotkäppchen (Rezension
Bettina Balàka - Die Prinzessin von Arborio (Rezension)

Juni (4 Bücher)
J.K. Rowling - Fantastic Beasts and Where to Find Them (Rezension)
Frank Schätzing - Der Schwarm (Kurzrezension)
Michel Bussi - Die Frau mit dem roten Schal (Kurzrezension
Dagmar Trodler - Der letzte lange Sommer (Rezension

Juli (9 Bücher)
Florien Illies - 1913: Der Sommer des Jahrhunderts (Rezension) 
Maureen Johnson - Die Schatten von London (Kurzrezension) 
Patricia Duncker - Die Germanistin
Åsa Böker - Im Glanz der Welten (Kurzrezension) 
Aude de Tocqueville - Atlas der verlorenen Städte (Rezension)  
Rotraut Schöberl (Hrsg.) - LiteraTier (Kurzrezension) 
Morgan Matson - Second Chance Summer (Kurzrezension) 
Nunu Kaller - Ich kauf nix! (Rezension
J.K. Rowling - Harry Potter and the Philosopher's Stone (Rezension)

August (5 Bücher)
J.K. Rowling - Harry Potter and the Chamber of Secrets (Rezension) 
Marina Boos - Jules Welt: Das Glück der handgemachten Dinge (Buchvorstellung)
Dorothy L. Sayers - Zur fraglichen Stunde (Kurzrezension) 
Bov Bjerg - Auerhaus
J.K. Rowling - Harry Potter and the Prisoner of Azkaban 

September (3 Bücher)
John Garth - Tolkien und der Erste Weltkrieg (Rezension) 
Henry Rider Haggard - Erik Hellauge (Rezension) 
Lodewijk van Oord - Das letzte Nashorn (Rezension) 

Oktober (7 Bücher)
Deborah Crombie - Das Hotel im Moor (Kurzrezension)
Noah Hawley - Vor dem Fall (Rezension)
Andreas Eschbach - Die Haarteppichknüpfer (Rezension)
Ilse van Heyst - Heike bricht aus (Kurzrezension)
Diana Menschig - So finster, so kalt (Rezension)
J.K. Rowling - Harry Potter and the Goblet of Fire
Edith Pattou - East (Rezension)

November (1 Buch)
Julya Rabinowich - Dazwischen: Ich (Rezension 

Dezember (9 Bücher)
Jim C. Hines - The Stepsister Scheme (Kurzrezension)
Die schönsten Weihnachtskrimis  
J.K. Rowling - Harry Potter and the Order of the Phoenix 
Emma C. Moore - Zimt, Zoff und Zuckerstangen
Anja Jonuleit - Novemberasche (Kurzrezension
Marie Brennan - Voyage of the Basilisk (Rezension)
Katharina Hartwell - Der Dieb in der Nacht
Marina Boos - Vom Glück der winterlichen Dinge
Bea Uusma - Die Expedition (Rezension


Abgebrochen (6 Bücher)
In 80 Büchern um die Welt: eine literarische Weltreise  
Scott Lynch - The Lies of Locke Lamora
Mark Z. Danielewski - Das Haus 
Ana Veloso - Januarfluss
Arnaldur Indri∂ason - Codex Regius
Lenz Koppelstätter - Der Tote am Gletscher