Sonntag, 7. Mai 2017

Buchstabengeplauder #74

Irgendwie ist beim Wetter die Nachricht noch nicht angekommen, dass der April vorbei ist - noch immer wechselt das Wetter täglich oder auch stündlich von Frühlingsstimmung zu Wintergefühlen und wieder zurück. Dementsprechend tut sich bei mir auch dieses Jahr noch nicht sehr viel am Balkon. Die Frühlingsblumen, die ich schon vor längerem eingepflanzt habe, blühen fröhlich vor sich hin, aber abgesehen davon wächst alles nur sehr zögerlich (immerhin zeigen sich erste schüchterne Triebe beim Pflücksalat und der Schnittlauch schießt nur so in die Höhe).


So bin ich heute auch im einen Moment noch draußen in der Sonne gesessen und habe gelesen, ehe dann im nächsten Moment ein Sturm mit heftigen Regenschauern losging. Mal sehen, ob wir dieses Jahr noch ein paar stabil sonnige Frühlingstage bekommen, bevor dann bereits die Sommerhitze kommt.

Nach dem Readathon letzte Woche musste ich natürlich zwangsläufig meine Lesezeit wieder runterschrauben. Derzeit lese ich Slow Travel von Dan Kieran, habe unterwegs Moby Dick von Herman Melville mit dabei (dank hauchdünner Seiten ist das Buch trotz seiner Länge recht handlich - nur doof zum Umblättern) und höre noch immer A Song for Arbonne von Guy Gavriel Kay. 
Da ich aber noch immer hoffnungslos bei den Rezensionen hinterherhinke, ist es aber vermutlich ganz gut, wenn ich gerade nicht zu schnell lese ... 
Derzeit sind bei mir noch 12 Bücher dieses Jahres unrezensiert. Ich plane nicht, zu allen eine Rezension zu schreiben, aber zumindest bei etwa der Hälfte davon habe ich das schon noch vor. Allerdings fällt es mir immer so schwer, meine Meinung zu einem Buch zu formulieren, wenn ich es schon vor einer längeren Zeit gelesen habe.

Wie geht ihr denn da vor beim Rezensieren? Macht ihr euch Notizen zum Buch beim oder unmittelbar nach dem Lesen? Schreibt ihr auch Rezensionen zu Büchern, die ihr schon vor längerem gelesen habt oder bleiben diese dann bei euch unrezensiert?

Kommentare:

  1. Hallo Neyasha,
    da sprichst du ein Thema an... Bei mir liegen noch über zwanzig (!) Bücher herum, die ich gerne noch rezensieren möchte, davon nicht wenige noch aus dem letzten Jahr. Ich hatte im letzten Jahr eine dicke Rezensionsflaute, habe aber natürlich nicht aufgehört zu lesen.
    Zu einigen Büchern habe ich mir zum Glück ausführliche Notizen gemacht, zu anderen leider nicht. Da muss ich mal schauen, ob ich noch eine Rezension zusammen bekomme oder ob ich es nicht einfach dabei belasse, es nur gelesen zu haben. Wobei ich halt doch schon gerne Rezensionen zu allen gelesenen historischen Romanen hätte...
    Also ja, ich versuche schon, auch Rezensionen zu Büchern zu schreiben, die ich vor längerer Zeit gelesen habe. Im schlimmsten Fall muss ich halt noch einmal eine zusätzliche Stunde investieren und ins Buch hineinlesen, dann sollte das meiste wieder präsent sein.
    LG Rissa

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Puh, ich muss ehrlich sagen: Was bei mir aus dem letzten Jahr noch nicht rezensiert wurde, wird auch nicht mehr rezensiert.
      Leider habe ich mir nie angewöhnt, Notizen zu machen, da ich früher immer recht zeitnah Rezensionen geschrieben habe. Jetzt allerdings könnte ich Notizen gut gebrauchen ...

      Ich hoffe, du schaffst es noch, alle Bücher zu rezensieren, bei denen du das geplant hast!

      Löschen
    2. Danke dir!
      Ich glaube, ich bin gerade auf dem richtigen Weg. In den letzten neun Tagen habe ich ganze fünf Rezensionen geschrieben, mehr als in dem halben Jahr davor!
      Wenn es so weiter geht, könnte ich es tatsächlich dieses Jahr noch schaffen, aufzuholen und auch alle kommenden Bücher zu rezensieren.

      Zu den meisten der älteren Bücher fehlen mir auch Notizen, so dass diese Rezis sich dann wohl nicht mehr ganz so schnell schreiben lassen. Aber irgendwie werde ich das doch hinbekommen.
      Bei den neueren Büchern sind Notizen jetzt aber Pflicht! Auch wenn ich mir immer wieder vornehme, die neuen Bücher gleich fertig zu rezensieren und abwechselnd eben ein neues und ein altes vorzunehmen, klappt das doch nicht so wie gewünscht, und dann werden aus den neuen doch recht schnell alte.

      Löschen
    3. Wow, fünf Rezensionen in neun Tagen ist beeindruckend!
      Das ist bei mir auch oft das Problem: Wenn ich zuviele alte Bücher noch nachziehe, rezensiere ich auch neu gelesene Bücher nicht zeitnah. Als ich diesen Kreislauf nach dem Readathon vor zwei Wochen mal unterbrochen und die beiden neuen Bücher direkt rezensiert habe, habe ich gleich gemerkt, wieviel leichter mir das von der Hand ging. Ich sollte mir also auch ein neues und altes abwechselnd vornehmen, bis ich dann endlich wieder "aufgeholt" habe.

      Löschen
  2. Ich mache beim Lesen in Goodreads regelmäßig Updates, das dient mir dann beim Schreiben der Rezension als Gedächtnisstütze. Ich rezensiere durchaus auch mal Wochen später, aber irgendwann ist der Zug abgefahren ...

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich sollte mir wohl auch angewöhnen, zumindest ein paar Notizen als Gedächtnisstütze zu machen. Eigentlich hoffe ich ja, dass ich bald aufholen und danach auch wieder zeitnah rezensieren werden, aber wer weiß, ob das wirklich was wird ...

      Löschen
  3. Ich mache mir in der Regel schon Notizen beim Lesen (wenn ich etwas finde, dass ich notierenswert finde). Die Frage ist bei mir dann eher, ob ich den Zettel nach einiger Zeit wiederfinde, wenn ich nicht sofort eine Rezension schreibe.

    Und ja, ich rezensiere auch noch Bücher, die ich vor längerer Zeit gelesen habe, solange ich dann immer noch das Gefühl habe, ich hätte etwas dazu zu sagen. Manche Romane stelle ich ins Regal und denke, dass sich eine Rezi nicht lohnt - und dann ziehe ich das Buch doch Wochen später wieder raus, weil es mir nicht aus dem Kopf gegangen ist.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, ich glaube, dass das zum Teil auch das Problem bei mir ist: Bei manchen Büchern schiebe ich die Rezension vor mir her, weil ich nicht recht weiß, was ich dazu sagen soll. Manchmal möchte ich sie aber aus irgendwelchen Gründen dennoch rezensieren und dann wird es natürlich nicht einfacher, wenn ich länger warte.

      Löschen
    2. Mir hilft es bei solchen Rezensionen, wenn ich bei anderen über eine Meinung zum Buch stolpere, die ich nicht teile. Wenn ich dann in meinem Kopf dagegen argumentiere, finde ich oft einen Weg, um doch noch meine Rezension zu schreiben.

      Löschen
  4. Ich hab meinen Blog ja als Büchertagebuch konzipiert, insofern ist es mein Ziel, über jedes gelesene Buch und gehörte Hörbuch zu schreiben. Das versuche ich möglichst zeitnah zu machen, weil es mir sonst so geht, wie du schreibst: Es fällt mir sehr schwer, noch was zu den Sachen zu schreiben, die ich vor Wochen oder gar Monaten gelesen/gehört habe.
    Bislang hat das einigermaßen gut geklappt, die letzten Monate habe ich aber in einer tiefen Blogflaute gesteckt und nicht rezensiert. Allerdings habe ich da auch kaum gelesen und nur wenig gehört, sodass lediglich ein paar Drei-???-Hörspiele unrezensiert sind. Eigentlich dachte ich, die lasse ich auch unrezensiert, aber irgendwie nagt es doch an mir, so eine "Lücke" auf dem Blog zu haben. Mal sehen, vielleicht trage ich die Sachen doch noch nach ...

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, ich mag die "Lücken" bei mir auch nicht sonderlich, auch wenn ich jedes Jahr ein paar dabeihabe. Aber ich merke einfach, dass ich mich ein paar Jahre später besser an Bücher erinnern kann, wenn ich sie rezensiert habe (bzw. ich kann dann wenigstens bei der Rezension nachlesen, wie meine Meinung zu dem Buch war).
      Ich hab halt während meiner Rezensionsflaute doch recht viel gelesen - das ist dann im Nachhinein etwas doof. ;-)

      Löschen

Anregungen, Lob, Tadel? Immer her damit, ich freu mich über alle Kommentare!
Nur nicht über Spam, mit dem ich seit dem Abschalten der Sicherheitsabfrage schon wieder überflutet werde - daher versuche ich es jetzt einmal mit Moderation.