Sonntag, 9. Juli 2017

[Zwischenstand] Challenges und Lesevorhaben 2017

Da nun die Hälfte des Jahres rum ist, ist das die passende Zeit, um einmal einen kleinen Blick auf meine diesjährigen Lesevorhaben zu werfen.

Lese-Bingo 2017


Meine einzige "richtige" Challenge dieses Jahr ist Carolines Lese-Bingo. Ich komme sehr gut voran - von 25 Feldern fehlen mir nur noch sieben. Bei den meisten fehlenden weiß ich schon, was ich lesen möchte, aber speziell bei einer Kategorie tue ich mir noch etwas schwer: Ein Buch mit einer Zahl auf dem Cover
Fallen euch entsprechende Bücher ein, die ihr weiterempfehlen könnt? 
Ich hatte mir dafür eigentlich "Eierlikörtage. Das geheime Tagebuch des Hendrik Groen, 83 ¼ Jahre" überlegt, aber bisher war mir nicht wirklich danach und allmählich habe ich das Gefühl, dass ich einen Plan B brauche.

Ein wenig macht mir auch noch die Kategorie Ein Buch, in dem es spukt zu schaffen. Da ich ein Angsthase hoch drei bin, brauche ich also ein Buch, in dem es spukt, das aber dennoch nicht gruselig ist. Nicht ganz einfach (und vermutlich werde ich am ehesten bei Kinderbüchern fündig). Auch hier nehme ich gern Empfehlungen entgegen!  
 

Persönliche Lesevorsätze


Neben der Challenge habe ich mir (wie zu Beginn des Jahres erwähnt), ein paar eigene Vorsätze überlegt, die ich auf dem Blog nicht aufgelistet habe, um mich nicht unter Druck zu setzen. Bei dieser Gelegenheit werfe ich aber auch hierauf einmal einen Blick:

12 englische Bücher

Es hat sich bei mir schon seit Jahren etabliert, dass ich wenigstens ein englisches Buch pro Monat lesen möchte. Da ich in den Vorjahren mit diesem Ziel keine Probleme hatte und auch dieses Jahr bereits 10 englische Bücher gelesen habe, ist es möglicherweise inzwischen überflüssig, diesen Vorsatz überhaupt zu formulieren. Folgende englische Bücher habe ich in diesem Jahr gelesen bzw. gehört:

1. J. K. Rowling - Harry Potter and the Half-Blood Prince
2. John Green - Looking for Alaska
3. J. K. Rowling - Harry Potter and the Deathly Hallows
4. Carol Rifka Brunt - Tell the Wolves I'm Home
5. Brandon Sanderson - The Rithmatist
6. Guy Gavriel Kay - A Song for Arbonne
7. Morgan Matson - Amy & Roger's Epic Detour (Reread)
8. Marie Brennan - In the Labyrinth of Drakes
9. Patricia McKillip - The Bell at Sealey Head
10. Kirsten Hubbard - Wanderlove

5 Sachbücher

Auch dieser Vorsatz ist keine große Herausforderung - ich hatte ihn bereits vor der Hälfte des Jahres erfüllt:
1. Dirk Liesemer - Lexikon der Phantominseln
2. Cheryl Strayed - Der große Trip
3. Nathaniel Philbrick - Im Herzen der See
4. Kathleen Winter - Eisgesang
5. Dan Kieran - Slow Travel

3 Nobelpreisträger

Mit diesem Vorsatz habe ich deutlich mehr zu kämpfen. Bisher komme ich nur auf ein Buch und zwar auf "Karnak-Café" von Nagib Machfus. Wird Zeit, dass ich mir mal wieder einen Nobelpreisträger/eine Nobelpreisträgerin schnappe.

10 SuB-Leichen (Bücher, die vor 2017 auf meinem SuB gelandet sind)
 
Dieser Vorsatz hat mich dieses Jahr wirklich angespornt, endlich meinen Alt-SuB abzubauen. Bis Ende des Jahres habe ich hoffentlich einen sehr jugendlichen SuB und so soll es dann auch bleiben (das wäre zumindest der Plan). Gelesen habe ich bislang:

1. Martin Schemm - Der Goldschatz der Elbberge (im April 2014 bei mir eingezogen)
2. Hans Traxler - Die Wahrheit über Hänsel und Gretel (auf meinem SuB seit Mitte 2016)
3. Barbi Markovic - Superheldinnen (Roman einer Lehrgangs- und nun Arbeitskollegin, der seit Februar 2016 bei mir auf das Lesen wartete)
4. Brandon Sanderson - The Rithmatist (war im Sommer 2015 ein Geschenk von Elena)
5. Christoph Ransmayr - Der Weg nach Surabaya (ist mir Anfang 2016 in einem Antiquariat in die Hände gefallen)
6. Liz Jensen - Das neunte Leben des Louis Drax (im Sommer 2016 bei mir eingezogen)
7. Rachel van Kooij - Klaras Kiste (in meinem Regal seit Oktober 2016 und und damit meine jüngste SuB-Leiche)
8. Wolfgang Herrndorf - tschick (hat im Juli 2016 den Weg zu mir gefunden)

Mal sehen, ob ich meinen SuB im Laufe des Jahres vielleicht noch gänzlich von 2015- und 2016-Zugängen befreien kann. Da ich ja ab und zu auch ganz niegelnagelneue Bücher lesen bzw. in der Bibliothek stöbern möchte, streue ich diese halt immer nur sporadisch dazwischen.
 

Es läuft also dieses Jahr sehr gut. Ich denke, es macht sich bezahlt, dass ich mich mit Challenges heuer so zurückgehalten habe. Mal sehen, ob ich bis Ende des Jahres alle Vorhaben schaffe - beim Lese-Bingo wäre es eine Premiere, wenn ich tatsächlich einmal alle Felder durchstreichen könnte. 

Kommentare:

  1. Sali, Neyasha.
    So aus der Hüfte könnte ich Bradburys "Fahrenheit 451" anempfehlen - so nicht bereits ein alter Hut, versteht sich.
    Oder radikaler Orwells "1984".

    bonté

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    1. Danke! Dass ich daran nicht gedacht habe, ist ja jetzt schon irgendwie beschämend. "Fahrenheit 451" hab ich mal begonnen und abgebrochen; damit konnte ich nichts anfangen.
      Aber "1984" wollte ich ohnehin endlich mal lesen.

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    2. ...Überwachungsstaat, Fakten-Neudefinition, Indoktrination durchPropaganda-Permanenz - Orwells Dystopie hat nicht einen Yota an Relevanz verloren.

      Persönlich gefällt mir der runder geschliffene Film 'Fahrenheit 451' besser als der Roman. Trufauts Adaption öffnete mir damals auch die Augen dafür, dass SF weit mehr als Raumschiffe & Abenteuer ist. :-)

      bonté

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  2. Oh man, bist du vorbildlich!!! Soll ich dir mal ganz ehrlich was gestehen? Ich habe noch nicht EIN EINZIGES MAL auf mein eigenes Lese-Bingo geschaut in diesem Jahr, um zu schauen, ob ich mir selbst irgendwelche Bücher anrechnen kann. Noch gar nicht! Und ich muss noch mehr gestehen: ich hab das Lese-Bingo über lange Zeit sogar komplett vergessen. (Das liegt aber wohl auch daran, dass der ganze Blog momentan nicht so weit oben auf meiner Prioritäten-Liste steht.) Ich bin ein schlechtes Challenge-Vorbild :(
    Eigentlich wollte ich auch - wie immer - zum Ende Juni eine Halbjahresübersicht aller Teilnehmer schreiben, aber das ist irgendwie auch ausgefallen, weil ich die letzten Wochen einfach zu viel zu tun hatte. Ich hab gar keine Übersicht, wer eigentlich richtig ernsthaft teilnimmt (du ja schon mal auf jeden Fall! ;) )

    Wo du gerade von "spukenden Büchern" sprichst: In die Lockwood & Co.-Reihe hast du nicht mal reingelesen, oder? Die sind mitunter ziemlich gruselig, obwohl für Kinder geschrieben, aber ich LIEBE diese Bücher! Und im Herbst erscheint endlich der 5., aber leider auch letzte Band der Reihe auf Englisch. Ich freu mich schon :)
    (Ich lass aber alles gelten fürs Bingo, was auch nur ganz entfernt an Grusel oder Erschrecken erinnert! :D)

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    1. Wenn es gerade einfach nicht so passt fürs Bloggen, dann ist das nun mal so - da ist es auch klar, dass man dann nicht unbedingt an eine Challenge denkt.
      Vielleicht hast du ja irgendwann dieses Jahr noch mal Lust für einen kleinen Zwischenstand und wenn nicht, dann eben nicht. Ich hab auf jeden Fall Freude mit dem Bingoblatt. :-)

      Nein, Lockwood & Co kenn ich noch nicht. Aber ich behalte es mal im Hinterkopf!

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  3. Schön, dass es bei dir so gut läuft. Das zeigt auch, dass du "ausreichend" Zeit zum Lesen findest, was ich ja immer wichtig finde. ;) Ich habe ja auch in den letzten Jahren die Erfahrung gemacht, dass mir Challenges weniger liegen als "persönliche Vorhaben". Trotzdem schaue ich zum Jahresende immer, was so angeboten wird und überlege, ob ich mitmachen mag ...

    RoMs Empfehlungen zu "Cover mit einer Zahl" waren mir auch gleich in den Sinn gekommen, andere Bücher habe ich zwar vage im Hinterkopf, aber mir fallen gerade die genauen Titel nicht ein. (Ein fantastisches Kinderbuch mit einer 13 im Titel wird dir ja nicht weiterhelfen. *g* Oh, aber was ist mit Enid Blyton und der "Schwarzen 7"?)

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    1. Ja, zum Lesen komm ich eigentlich ganz gut. Einerseits auf dem Weg zur und von der Arbeit und jetzt im Sommer les ich auch viel abends am Balkon.
      Mir bringen die persönlichen Vorhaben auch mehr, wobei ich dieses Jahr eben feststelle, dass manche Vorhaben überflüssig sind, weil ich z.B. sowieso viel auf Englisch lese. Vielleicht brauch ich nächstes Jahr mal andere Vorhaben oder ich such mir doch wieder eine Challenge (oder lass es mal ganz bleiben). Der BBC-Liste mit den 100 Büchern würd ich mich ja auch ganz gern nochmal zuwenden.

      Die Schwarze 7! :-) Dass man an die naheliegendsten Lösungen manchmal nicht denkt ...

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    2. Das mit dem englischen Lesen hat sich bei mir auch erübrigt, dafür möchte ich weiterhin nicht die Sachbücher aus den Augen verlieren. So neugierig ich auf viele Sachen bin, so lese ich die doch nur dann zügig, wenn ich einen Bibliotheksabgabetermin im Nacken habe. Das schöne an Vorhaben ist ja, dass man sie immer wieder anpassen kann, weil man sich nicht an fremde Regeln halten muss.

      "Department 19" ist mir auch noch eingefallen, aber ich fürchte, dass das weniger etwas für dich wäre.

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    3. Ein Buch, in dem es spukt, hätte ich auch noch für dich gefunden: "The Serial Garden: The Complete Armitage Family Stories" von Joan Aiken. Da das für Kinder geschrieben wurde, dürfte es für dich nicht zu gruselig sein. Ich weiß nicht, ob du von Joan Aiken schon mal Kinderbücher gelesen hast, aber ich mag die deutlich lieber als ihre Jane-Austen-Romane.

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    4. Ich hatte früher ein Buch von Joan Aiken mit schaurigen Geschichten ("Ein Raunen in der Nacht") und die waren echt unheimlich! Aber ich glaube, das hat sich auch eher an Jugendliche gerichtet - hoff ich zumindest mal, da sie mir mit 14 Jahren ziemliche Albträume beschert haben. ;-)

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    5. Die fand ich gar nicht so unheimlich und ich war als Kind wirklich sehr ängstlich. Lustig, dass wir das so unterschiedlich wahrgenommen haben.

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  4. Früher habe ich auch sehr gern die Bücher von Ursula Isbel gelesen, auch Jugendliteratur mit einem klitzekleinen Gruselfaktor. Ist aber schon lange her und ich weiß gar nicht, ob man die Bücher überhaupt noch bekommen kann.

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    1. Also in der Bücherei gibts noch einiges von ihr. Dabei hab ich festgestellt, dass ich die Autorin an sich kenne (beim Namen hats noch nicht geklingelt), da ich früher einige "Reiterhof Dreililien"-Bände gelesen habe. Die waren damals allerdings nicht so mein Fall, weil mir der erhobene Zeigefinger etwas zu präsent war.

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