Sonntag, 28. Januar 2018

Jakob Wegelius - Sally Jones. Mord ohne Leiche

erschienen bei Gerstenberg


Die Gorilladame Sally Jones, Maschinistin der Hudson Queen, ist glücklich, wenn sie mit ihrem Freund, dem Seemann Henry Koskela über die Meere reisen kann. Aber dann nehmen die beiden in Lissabon einen seltsamen Auftrag an und kurz darauf wird Henry des Mordes angeklagt und verurteilt. Zum Glück findet Sally Jones bei der Fado-Sängerin Ana Molina ein neues Zuhause. Aber sie ist fest entschlossen, die Unschuld ihres Freundes zu beweisen - und wenn sie dafür um die ganze Welt reisen muss.

Ein Kinderbuch, das über 600 Seiten dick ist und Anleihen an klassischen Abenteuerromanen sowie historischen Reiseberichten nimmt - dieser Roman des schwedischen Autors Jakob Wegelius ist ein Buch, das wohl nicht so leicht seinen Weg zu den Lesern findet. Dabei ist es ein ganz zauberhaftes Leseabenteuer, das ich nicht nur Kindern, sondern auch Erwachsenen empfehlen kann. 
Alleine schon die Aufmachung ist eine optische Wucht. Neben detailverliebten Karten finden sich in dem Buch allerlei Schwarz-Weiß-Illustrationen in altmodisch anmutender Punktzeichnung.


Nicht nur die Zeichnungen, auch die atmosphärischen Beschreibungen von Lissabon und Indien um 1900 wecken nostalgische Gefühle und lassen einen völlig in das Buch versinken.
Sally Jones ist eine Figur, die man sofort liebgewinnt. Sie versteht einiges mehr als ein gewöhnlicher Gorilla, kann aber nicht sprechen und hat einen ganz eigenen Blick auf die Dinge und die Welt der Menschen. Sie bringt eine Unschuld und Naivität mit sich, die ihre Perspektive einerseits kindlich wirken lässt, bringt aber andererseits durch ihre Lebenserfahrung und Weisheit eine deutlich reifere Sichtweise mit hinein. Das ist sicher mit ein Grund, weshalb das Buch meiner Meinung nach für Kinder wie Erwachsene gleichermaßen funktioniert.

Trotz der abenteuerlichen und fesselnden Handlung, in die auch Elemente eines Detektivromans eingewoben sind, ist das Buch eher ruhig und nimmt sich sehr viel Zeit für Kleinigkeiten. Es werden eine ganze Reihe von Nebenfiguren eingeführt - neben Ana Molina etwa auch ein Instrumentenbauer, ein Friedhofswärter, ein indischer Maharadscha und ein englischer Zoologe. Es gibt gute Menschen und Bösewichte und viele, die sich nirgendwo einordnen lassen oder sich als anders entpuppen als sie auf dem ersten Blick erscheinen. Der Autor stützt sich teilweise auf Archetypen, aber nicht auf Klischees und formt alle Nebenfiguren sorgsam aus.
Obwohl es immer wieder humorvolle Szenen gibt, ist der Grundton des Romans melancholisch. Themen wie Vorurteile und Hass, Freundschaft und Einsamkeit, Missgunst und Selbstlosigkeit werden ernsthaft, aber dennoch kindgerecht behandelt.

Fazit: Ein wunderschönes, aber durchaus anspruchsvolles Kinderbuch, das an alte Abenteuergeschichten und Reiseliteratur erinnert. Es handelt sich dabei um die Fortsetzung des Bilderbuchs "Sally Jones. Eine Weltreise in Bildern", steht aber ganz für sich und lässt sich problemlos auch ohne den Vorgänger verstehen.

Freitag, 26. Januar 2018

Buchstabengeplauder #2/2018

Ich weiß, es ist gerade erst einmal Jänner, aber kann bitte endlich der Frühling kommen?! Diese "ich hab die Nase voll vom Winter"-Phase habe ich normalerweise immer erst im Februar, aber diesen Winter bin ich sehr früh damit dran. 
Ich liebe den Winter im Dezember, wenn ich in Weihnachts-, Tee- und Kuschelstimmung bin, aber danach sehne ich immer sehr den Frühling herbei. Ich will endlich wieder bei Licht aus der Arbeit kommen, auf dem Balkon sitzen und die dicken Winterjacken wegräumen. Geht es euch auch so oder erfreut ihr euch noch am Winter? Erinnert mich auf jeden Fall im Sommer bei Gelegenheit an meine Worte hier, wenn ich dann wieder über 35 Grad jammere.

Zumindest ist das Wetter immer noch perfekt geeignet, um sich mit einem Buch und einer Decke aufs Sofa zu verziehen. Da ich aber weiterhin schreiberisch mit der Jänner-Challenge beschäftigt bin und daneben an meinen Karten rumbastle, komme ich beim Lesen eher gemächlich voran. Ich habe The Shadowy Horses ausgelesen, das ich noch aus dem letzten Jahr "mitgenommen" habe und obwohl ich dafür eine ganze Weile gebraucht habe, hat mir das Buch sehr gut gefallen. Danach habe ich zum Comic Im Eisland 1 über die Franklin-Expedition gegriffen und es in Windeseile gelesen. Es ist toll umgesetzt und sehr spannend, auch wenn man weiß, was bei der Expedition passiert ist. Nun möchte ich möglichst schnell den Folgeband lesen. In der Hoffnung auf eine weitere flotte Lektüre habe ich mir schließlich The Wolves of Willoughby Chase geschnappt und finde das Buch bislang sehr nett zu lesen.
Daneben begleitet mich unterwegs auf dem Reader schon seit einer geraumen Zeit The Dream Thieves, der 2. Band von Maggie Stiefvaters Raven Cycle. Ich habe die erste Hälfte recht zäh zu lesen gefunden, obwohl ich die Ideen darin gern mag. Nun hat die Geschichte aber deutlich Fahrt aufgenommen - zum Glück, sonst hätte ich die Serie vielleicht nach diesem Band abgebrochen. Inzwischen denke ich aber doch, dass ich weiterlesen werde.

Am Wochenende werde ich vielleicht endlich ein paar ausstehende Rezensionen schreiben und sonst einiges erledigen, was unter der Woche mal wieder liegengeblieben ist. Außerdem möchte ich mir morgen Abend Peer Gynt als Tanztheater in der Staatsoper anschauen - vorausgesetzt, ich kann noch Stehplatzkarten ergattern. Und was habt ihr so geplant?

Samstag, 20. Januar 2018

[Kurzrezensionen] Von Gedächtnisverlust, Barcelona und Terranauten

Mirjam Mous - Boy 7

Boy 7 ist ein Roman, den man wohl gut auch lesefaulen Jugendlichen in die Hand drücken kann: Er ist spannend, rasant, voller Rätsel und liest sich ungemein leicht. Es geht darin um einen Jungen, der in einer heißen Grasebene aufwacht und keine Ahnung hat, wer er ist und wie er hierher gekommen ist. Bei sich hat er ein Handy, auf dem er sich selbst eine Nachricht hinterlassen hat: „Was auch passiert, ruf auf keinen Fall die Polizei.“ 

Es folgt ein Verwirrspiel, in das ein mysteriöses Mädchen, ein Schlüssel und ein geheimes Sperrgebiet involviert sind. Nach und nach erfährt man, wer Boy 7 ist und was es mit allem auf sich hat. Man darf die Auflösung nicht zu sehr im Hinblick auf Realismus hinterfragen, aber es fügt sich alles ohne Logiklöcher ineinander und so bekommt man doch eine befriedigende Lösung. Die Figuren sind nicht sehr komplex, aber doch stimmig gezeichnet. 
"Boy 7" ist kein Buch, das besonders in die Tiefe geht oder lange im Gedächtnis bleibt, aber es war immerhin eine sehr spannende und kurzweilige Lektüre. 


Carlos Ruiz Zafón - Das Labrinth der Lichter

"Das Labyrinth der Lichter" ist der abschließende Band rund um den Friedhof der Vergessenen Bücher. Man erfährt, wie es mit Daniel und Fermín nach "Der Gefangene des Himmels" weitergeht, erhält neue Hintergründe zu einer Reihe von Figuren und bekommt mit Alicia Gris, die für die Geheimpolizei arbeitet und den verschwundenen Minister Mauricio Valls aufspüren soll, auch eine ganz neue Perspektive dazu.
Ich habe den Roman spannend gefunden und mochte die ganzen Verwicklungen und Verwirrungen, die sich darin ergeben, habe aber auch ein paar größere Kritikpunkte. Einer davon ist Alicia, der alle Männer zu Füßen liegen (und zwar vom Kleindkind bis zum glücklich verheirateten Ehemann wirklich alle). Auch sonst lieben fast alle Alicia und würden sich jederzeit für sie aufopfern - und wenn ihre Schroffheit und Verschlossenheit dann sowohl für Leser als auch Nebenfiguren mal zu nervig wird, leidet sie unendlich (aber mit größter Tapferkeit) unter einer alten Verletzung, sodass einem das Mitleid nahezu aufgezwungen wird. Ich war auch kein großer Fan des ewigen Epilogs und hätte mir gewünscht, der Roman hätte bei einem der zahlreichen Enden vorher aufgehört, zumal er ohnehin sehr lang und stellenweise auch etwas langatmig ist.
Alles in allem eine fesselnde Lektüre, die sehr schonungslos die Zeit des Franco-Regimes in Barcelona schildert und die Fäden der vorherigen Bände miteinander verknüpft, aber so ganz wollte der Funke leider nicht überspringen.


T.C. Boyle - Die Terranauten

In den neunziger Jahren wurde mit Biosphere 2 ein Kuppelbau errichtet, um zu beweisen, dass in einem eigenständigen, geschlossenen ökologischen System Leben langfristig möglich ist. An diesem Experiment orientiert sich T.C. Boyle mit seiner "Ecosphere 2", in der acht Wissenschaftlicher zwei Jahre lang leben sollen. Aus der Sicht von drei Personen - Dawn, Linda und Ramsay - wird das Leben in E2 sowohl von innen als auch von außen geschildert. 
Dabei gerät das Experiment immer mehr zu einer medialen Show, bei der Beziehungsdramen, Einschaltquoten und PR bald wichtiger sind als das eigentliche Ziel. Damit wirft Boyle einen sehr zynischen und vermutlich auch zutreffenden Blick auf unsere Mediengesellschaft und auf Reality Shows. Ich hätte mir aber gewünscht, mehr über die wissenschaftlichen Aspekte von E2 und das Leben unter der Glaskuppel zu lesen. In der ersten Hälfte des Buches spielt das noch etwas mehr eine Rolle, aber dann ist mir der Roman zu sehr in Richtung Liebesgeplänkel abgedriftet. Schade, dass es abseits von diesem auch recht wenig um die Gruppendynamik zwischen den acht Versuchskaninchen im allgemeinen geht.
"Die Terranauten" ist ein interessanter Roman, der nicht mit schwarzem Humor und Medienkritik spart, sich letztendlich aber zu sehr in seinen Beziehungsdramen verliert. Ich habe ihn durchaus gern gelesen, hätte mir aber einen etwas anderen Fokus gewünscht.

Samstag, 13. Januar 2018

Buchstabengeplauder #1/2018

Derzeit müssen bei mir Blog und Lesen ein wenig zurückstecken. 
Die letzte Woche war in der Arbeit recht stressig (ich war fast die ganze Woche alleine, weil meine zwei Kolleginnen krank bzw. mit Vortragstätigkeiten beschäftigt waren), aber vorrangig lag es nicht daran, sondern an einem Kreativitätsschub. 

Wie ich im Beitrag zu meinen Jahresvorsätzen geschrieben habe, mache ich dieses Jahr beim "Mini-T12" mit, bei dem es darum geht, mindestens 100.000 Wörter im Jahr zu schreiben. Es ist für mich sehr ungewohnt, nun wieder jeden Tag zu schreiben, aber da das tägliche Pensum zum Glück überschaubar ist, läuft es bisher nicht so schlecht. Ich schreibe an Bühnenrätsel weiter, das ich zwar schon 2013 begonnen habe, das in den letzten Jahren aber Opfer meine Schreibpause wurde. Der Roman ist mäßig gut geplottet - ich weiß in etwa, wie es weitergehen soll, aber es gibt auch noch so einige Löcher.
Im Rahmen des Mini-T12 gibt es jeden Monat eine Challenge, an der man teilnehmen kann, wenn man möchte. Im Jänner lautet die Devise "Warmschreiben" und die Vorgabe lautet, jeden Tag ein bisschen mehr zu schreiben als den Durchschnitt der vorausgegangenen Tage. Das habe ich bisher an 11 von 13 Tagen geschafft - mal sehen, was der Rest des Monats bringt (naturgemäß wird die Challenge von Tag zu Tag schwerer).

Daneben habe ich mich einmal mehr der Neugestaltung der Karte meiner Fantasywelt zugewandt. Ich habe das Mitte des vorigen Jahres schon einmal in Angriff genommen, war aber mit dem damaligen Stil nicht ganz glücklich und habe daher nicht weitergemalt. Nun habe ich etwas gefunden, was für mich eher passt, wobei ich noch immer am Ausprobieren bin.
Hier mal ein kleiner Ausschnitt (die Flüsse sind noch ein work in progress und hier nur mal auf die Schnelle ungefähr eingezeichnet):


Da es mir ausdrücklich um eine informative Karte geht, bin ich bei einem "Atlasstil" mit Höhenschichten angekommen. Früher oder später möchte ich auch gern noch "altertümliche" Karten (wie man sie etwa von Tolkien kennt) machen, aber das ist meiner Erfahrung nach deutlich einfacher und nicht mein primärer Fokus.
Ich habe einen erfolglosen Ausflug zu Inkscape unternommen, da Vektorgrafiken für diesen Zweck besser geeignet wären, aber das hat mir einfach keinen Spaß gemacht. Nun pinsle ich wieder munter in Gimp herum, auch wenn der Aufwand höher und die Datei um ein vielfaches größer ist. Und nein, Gott bewahre, ich zeichne nicht mit der Maus, sondern mit einem alten Wacom Grafiktablet.

Kein Wunder also, dass ich in diesem Jahr erst ein Buch beendet habe - und das war eins, das ich schon 2017 begonnen habe, nämlich A Little Princess. Mir hat das Hörbuch richtig gut gefallen und ich hatte wirklich meine Freude damit.
Als nächstes Hörbuch habe ich mir einen "etwas" größeren Klopper geschnappt: Anna Karenina von Tolstoi, das ich schon seit Ewigkeiten lesen will. Bislang gefällt es mir richtig gut, aber ich habe erst 2 von gut 36 Stunden gehört.

Falls es also hier demnächst etwas ruhig sein, liegt es daran, dass ich ganz in meinen Höhenlinien versunken bin. ;-)
Das ist auch der Grund, weshalb ich mich noch nicht bezüglich Mumins gemeldet habe, JED, aber keine Sorge, ich habe es nicht vergessen!!

Dienstag, 9. Januar 2018

Yasunari Kawabata - Snow Country


erschienen bei Penguin


Der reiche Müßiggänger Shimamura lässt jedes Jahr seine Familie in Tokio zurück, um für einige Wochen ins Schneeland, einen Kurort in den Bergen, zu reisen. Er hat hier ein Verhältnis mit der Geisha Komako, einer emotional sehr instabilen jungen Frau. Zugleich fühlt er sich von der geheimnisvollen Yoko angezogen, die ihm erstmals im Zug auf dem Weg in die Berge auffällt, als er sie lediglich im Fenster gespiegelt sieht.


Yasunari Kawabata, 1899 in Osaka geboren, erhielt 1968 den Nobelpreis für Literatur. "Snow Country" (Schneeland), das 1937 erstmals erschien und 1948 mit einem erweitertem Ende publiziert wurde, ist eines seiner bekanntesten Werke. Es ist eine faszinierende, rätselhafte Erzählung, mit der ich mitunter zu kämpfen hatte. Kawabata beschreibt darin die Beziehung zwischen einem reichen Mann, der offensichtlich ein sorgenfreies Leben in Tokio führt, aber der Stadt überdrüssig ist, und einer naiven jungen Frau, die als Geisha die Gäste im Schneeland unterhält.

Die Gesellschaft, die Figuren und ihre Beziehungen untereinander wirken sehr fremd und sind oft nur schwer zu verstehen. Das mag auch daran liegen, dass man kaum etwas über Shimamuras Leben und seinen Alltag in Tokio erfährt. Auch sein Charakter bleibt seltsam vage und der schwache Eindruck, den man von ihm erhält, ist nicht sehr positiv, da er sehr selbstbezogen und oberflächlich wirkt. Komako dagegen ist so wechselhaft und emotional, das es oft an Hysterie grenzt. Es wird schnell klar, dass sie mit ihrem Leben nicht glücklich ist und dies einerseits durch Alkohol und andererseits durch die Beziehung zu Shimamura auszugleichen versucht. Da Shimamura nur wenige Wochen im Jahr im Schneeland ist und zwar durchaus so etwas wie Liebe zu empfinden scheint, dies für ihn aber mehr eine Flucht aus seinem Alltagsleben ist, gerät Komako immer mehr aus dem Gleichgewicht.

Die Schreibweise von Kawabata wirkt teilweise ellipsenhaft, die Übergänge zwischen den Szenen seltsam sprunghaft. Ich hatte auch oft das Gefühl, dass man einiges zwischen den Zeilen lesen müsste, konnte aber nicht so recht herauslesen was. 
Das mag aber zum Teil auch der Übersetzung aus dem Japanischen geschuldet sein, da in einigen Rezensionen die japanische und englische Fassung verglichen und die Übersetzung unter anderem auch wegen dieser Punkte bekrittelt wird.  
Vielleicht hätte ich mir auch leichter getan, wenn ich das Buch auf Deutsch gelesen hätte - gerade, da es sich stark auf die Sprache und auf die leisen Zwischentöne konzentriert, weniger auf die äußere Handlung. Ich hatte mich deshalb für die englische Version entschieden, weil diese in der Bibliothek verfügbar war.

Es war auf jeden Fall ein interessantes Buch, auch wegen der anschaulichen Beschreibung des Schneelandes und den Einblicken in das Leben einer Geisha vor knapp hundert Jahren. Zugleich war es aber auch eine sperrige und sehr fremd wirkende Lektüre, für die man sich trotz der geringen Seitenanzahl doch einige Zeit nehmen muss.

Sonntag, 7. Januar 2018

[Challenge] Carolines Lese-Bingo 2018

Erfreulicherweise gibt es nun von Caroline doch wieder ein Lese-Bingo 2018, bei dem ich natürlich wieder mit dabei bin! Da ich letztes Jahr erstmals alle Felder geschafft habe, bin ich dieses Mal ganz besonders motiviert.

Die Regeln sind wie gehabt: Im Laufe des Jahres sollen möglichst viele (idealerweise alle) Felder lesetechnisch abgedeckt werden. Rezensionen oder kurze Leseeindrücke sind keine Pflicht, die einzige Regel ist im Grunde, dass ein Buch immer nur für ein Feld zählt. Als Neuerung gibt es dieses Jahr den Joker, der es ermöglicht, eine Kategorie auszulassen und stattdessen eine andere Kategorie zweimal zu belegen.
Und hier sind die äußerst spannenden Kategorien:



Gelesene Bücher: 

Donnerstag, 4. Januar 2018

Challenge-Rückblick 2017

Lesebingo 2017


Ich habe dieses Jahr nur an einer "richtigen" Challenge teilgenommen und zwar an Carolines Lesebingo. Erneut ging es darum, 25 Bingofelder mit entsprechenden Büchern abzuhaken und erstmals habe ich auch tatsächlich das gesamte Bingofeld geschafft.
Obwohl ich an einigen Kategorien etwas länger zu knabbern hatte (und ich zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht alle Bücher rezensiert habe), hat es wieder sehr viel Spaß gemacht. Ihr findet hier das gesamte Bingo und all meine gelesenen Bücher.
Leider sieht es so aus, als ob es 2018 kein neues Lesebingo von Caroline gibt. Ich bin ein wenig am Überlegen, ob ich ein eigenes erschaffe oder ob ich mir sonst irgendeine kleine Challenge ausdenke. Auch wenn 2018 schon begonnen hat, bin ich noch etwas unschlüssig.

Persönliche Lesevorsätze


Wie im Vorjahr hatte ich wieder eine Reihe von persönlichen Lesevorsätzen, die ich tatsächlich alle geschafft habe (die meisten sogar mit einigem Spielraum). Das ist zwar erfreulich und motivierend, aber eventuell sollte ich mir meine Ziele für 2018 etwas höher stecken.

Kampf den SuB-Leichen
Auf eines der Leseziele habe ich vor einem Monat schon ausführlich zurückgeblickt, daher werde ich hier nicht mehr näher darauf eingehen. Es ging darum, mindestens 10 Bücher zu lesen, die schon seit dem Vorjahr oder länger auf dem SuB lagen. Letztendlich habe ich nicht nur 10, sondern alle meine SuB-Leichen gelesen - 17 Stück (im Fazit hatte ich "Sally Jones. Mord ohne Leiche" von Jakob Wegelius vergessen).

12 englische Bücher
Seit Jahren nehme ich mir vor, mindestens ein englisches Buch pro Monat zu lesen. Letztendlich sind es 18 Bücher geworden:
 
1. J.K. Rowling - Harry Potter and the Halfblood-Prince
2. John Green - Looking for Alaska
(Kurzrezension)
3. J.K. Rowling - Harry Potter and the Deathly Hallows
4. Carol Rifka Brunt - Tell the Wolves I'm Home
(Rezension) 
5. Brandon Sanderson - The Rithmatist (Rezension) 
6. Guy Gavriel Kay - A Song for Arbonne (Rezension) 
7. Marie Brennan - In the Labyrinth of Drakes (Rezension) 
8. Patricia A. McKillip - The Bell at Sealey Head (Rezension)
9. Kirsten Hubbard - Wanderlove (Rezension) 
10. Jenny Trout - Choosing You
11. G.R. Gemin - Cowgirl
(Kurzrezension)
12. Antarctic Pioneers. The Voyage of the Belgica 1897-99
13. Frances Hardinge - The Lie Tree
(Rezension)
14. Amie Kaufman/Jay Kristoff - Illuminae
(Rezension
15. Joan G. Robinson - When Marnie Was There
(Rezension)
16. Alan Garner - The Owl Service
(Kurzrezension) 
17. Elizabeth Marie Pope - The Perilous Gard Rezension)
18. Yasunari Kawabata - Snow Country  (Rezension)

5 Sachbücher
Seit Winterkatzes Sachbuch-Challenges 2014 und 2015 habe ich mir in den Folgejahren jeweils fünf Sachbücher vorgenommen. Diese Anzahl hatte ich schon zur Halbzeit geschafft und insgesamt sind es dann 9 Bücher geworden:

1. Dirk Liesemer - Lexikon der Phantominseln (Rezension)
2. Cheryl Strayed - Der große Trip (Rezension)
3. Nathaniel Philbrick - Im Herzen der See (Rezension)
4. Kathleen Winter - Eisgesang. Meine Reise durch die Nordwestpassage (Rezension
5. Dan Kieran - Slow Travel. Die Kunst des Reisens (Rezension)
6. Simon Garfield - Karten! Ein Buch über Entdecker, geniale Kartografen und Berge, die es nie gab (Rezension)
7. Antarctic Pioneers. The Voyage of the Belgica 1897-99 (ein Ausstellungskatalog)
8. Harald Lesch/Jörn Müller - Kosmologie für Fußgänger
9. Frank Jacobs - Seltsame Karten. Ein Atlas kartographischer Kuriositäten

Mein Leseerlebnis mit den Büchern war etwas durchwachsen. Während ich einige sehr gute Bücher wie etwa Der große Trip, Karten! und Antarctic Pioneers dabei hatte, hat mich Eisgesang sehr enttäuscht und an Kosmologie für Fußgänger hatte ich ordentlich zu knabbern. Das war dann doch mindestens "Kosmologie für Radfahrer" ...

3 Nobelpreisträger
Dieses Ziel im Rahmen meiner Langzeit-Challenge hatte ich schon 2016 nur mit Ach und Krach geschafft und auch wenn ich diesmal immerhin vier Nobelpreisträger gelesen habe, bin ich nicht hundertprozentig damit zufrieden, denn es waren wieder nur zwei neue Autoren (von Böll und Steinbeck hatte ich vorher schon Bücher gelesen). Für 2018 lautet daher das Ziel ausdrücklich "3 neue Nobelpreisträger". 

1. Nagib Machfus - Karnak-Café (Kurzrezension)
2. Heinrich Böll - Wanderer kommst du nach Spa ... (Rezension)
3. John Steinbeck - Die Perle (Kurzrezension) 
4. Yasunari Kawabata - Snow Country  (Rezension)


Challenges 2018?


Wie oben schon geschrieben, bin ich in punkto Lesechallenges dieses Jahr noch etwas unschlüssig. Ich habe wieder einige Lesevorsätze, die denen der letzten beiden Jahre sehr ähnlich sind, aber daneben hätte ich auch Lust auf eine "richtige" Challenge. Ob ich eine finde, die mir zusagt oder ob ich eine eigene ins Leben rufe, muss ich erst noch für mich herausfinden.

Mittwoch, 3. Januar 2018

Eindrücke aus Bad Ischl

Wie schon im Vorjahr bin ich zu Silvester mit einer Freundin für ein paar Tage aus Wien geflüchtet. Zwar haben sich die Bad Ischler (vor, zu und nach Silvester) als ebenso schießwütig wie die Wiener entpuppt, aber wir hatten dennoch sehr entspannte Tage im Salzkammergut. Am ersten Tag gab es sehr viel Schneefall, am nächsten Tag dann sehr viel Sonnenschein und danach Regen- und Tauwetter. Wir haben Ausflüge auf den Siriuskogel, auf die Katrin und zur Burgruine Wildenstein gemacht, sind durch Schnee bergauf und bergab gestapft, waren auf dem "Kaisereis" eislaufen, waren in der Kaiservilla und im Zeitgeschichte Museum Ebensee und haben so ziemlich jedes Kaffeehaus in Bad Ischl besucht.
Kurz: Es waren vier sehr schöne Tage und ich habe natürlich auch einige Impressionen mitgebracht.

Durch den verschneiten Wald hinauf auf den Siriuskogel
Ein Schneeschwein

Kaiservilla
die Esplanade in Bad Ischl
Blick auf Bad Ischl aus der Seilbahn
Bergpanorama
Blick von der Katrin Richtung Hallstätter See
Blick von der Katrin Richtung Feuerkogel
"Kaisereis" im Kurpark (im Hintergrund das Kongresshaus)
Abendstimmung mit Blick auf die Katrin