Sonntag, 29. April 2018

Buchstabengeplauder #7/2018

Dieses Wochenende hat wieder Dewey's 24 Hour Readathon stattgefunden, der mir letztes Jahr sehr viel Spaß gemacht hat. Dieses Jahr hat es für mich aber nicht gepasst - ich habe gestern vor allem einen Schreibtag eingelegt, da ich beim Mini-T12, meiner diesjährigen Schreibchallenge, eine ganze Weile pausiert hatte und dementsprechend sehr hinterhergehinkt bin. Ich nähere mich nämlich dem Ende von "Bühnenrätsel" und Enden ziehen sich bei mir immer furchtbar.

Trotzdem habe ich dieses Wochenende immerhin zwei Bücher beendet - Karten: Mythen&Geschichten und Meine Reise mit Charley. Danach habe ich Cartes Postales from Greece begonnen, aber noch heute wieder abgebrochen, nach gerade mal 100 Seiten. Das Buch war leider ganz anders als ich es mir vorgestellt hatte. Vom Klappentext her hat es nach einer Reiseerzählung samt Selbstfindungstrip einer jungen Frau geklungen, aber tatsächlich war das nur die sehr knappe Rahmenhandlung für eine Reihe von kurzen Erzählungen aus verschiedenen griechischen Orten. Ich habe drei der Erzählungen gelesen, aber sie haben mir nicht so gut gefallen und es war einfach nicht das, was ich erwartet hatte. Schade. Jetzt muss ich erst mal schauen, nach welchem Buch ich stattdessen greife.

Bis zum 1.5. geht übrigens noch mein Gewinnspiel zum Welttag des Buches, ihr könnt also gern noch mitmachen, wenn ihr Interesse an Judith Schalanskys Atlas der abgelegenen Inseln habt. 

Und schließlich lasse ich euch noch ein paar fotografische Eindrücke meiner letzten Woche da, die recht ereignisreich war. Vergangenen Sonntag war der Vienna City Marathon, den ich in einer Staffel gelaufen bin. Es war an dem Tag unglaublich heiß und dementsprechend anstrengend, aber die Stimmung war toll und es hat trotz der Hitze Spaß gemacht. 

Ich nähere mich der Staffelübergabe

Am Dienstag war ich dann am Abend mit einer Kollegin am Neusiedlersee, wo wir zwei weitere Kollegen besucht haben, die dort an einem Wochenseminar teilgenommen haben. Es war wunderschön, eine Stimmung fast wie am Meer, und ich habe mich gefragt, weshalb ich dort so lange nicht mehr war. Öffentlich ist das von Wien gerade mal eine gute Stunde Fahrzeit.


Und mit diesen stimmungsvollen Abendfotos verabschiede ich mich für heute und wünsche euch noch einen schönen Sonntagabend!

Montag, 23. April 2018

Gewinnspiel zum Welttag des Buches

Heute ist Welttag des Buches und ich habe es dieses Jahr leider verabsäumt, mir ein Rätsel/Quiz wie manchmal in den vergangenen Jahren zu überlegen. Ich wollte aber den Tag doch nicht einfach so verstreichen lassen und daher verlose ich ein ganz besonderes Buch:

Judith Schalansky - Atlas der abgelegenen Inseln


In diesem Buch werden fünfzig Inseln, zu denen es eine besondere Geschichte gibt (manchmal traurig, manchmal skurril, manchmal rätselhaft), porträtiert. Aber das Buch ist nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch ein Highlight. Etwas mehr darüber könnt ihr in meiner Rezension lesen.


Um an der Verlosung teilzunehmen, braucht ihr mir nur bis zum 1.5.2018 in den Kommentaren oder per E-Mail - judith_oliva(at)web.de - zu schreiben, welches Buch ihr auf eine einsame Insel mitnehmen würdet. Das Buch wird dann unter allen TeilnehmerInnen verlost.


Teilnahmebedingungen
  • Schreibt mir per E-Mail oder in den Kommentaren, welches Buch ihr auf eine einsame Insel mitnehmen würdet.
  • Wohnsitz in Österreich oder Deutschland.
  • Das Gewinnspiel läuft bis zum 1.5.2018 (Mitternacht).
  • Es ist keine Auszahlung in Bar möglich.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Samstag, 21. April 2018

Marie Brennan - Within the Sanctuary of Wings

erschienen bei Titan Books


"Within the Sanctuary of Wings" ist der fünfte und abschließende Band von Marie Brennas Reihe "A Memoir of Lady Trent". Diese Rezension wird Spoiler zu den vorhergehenden Bänden enthalten.

Isabella und Suhail führen inzwischen ein eher ruhiges Leben in Scirland, aber während Suhail linguistische Vorträge hält, fühlt Isabella sich gelangweilt und unausgelastet. Da kommt es ihr nur gelegen, dass ein ungewöhnlicher Fund sie in die hohen Berge von Mrtyahaima führt.

Da Brennans Welt sehr stark an unsere angelehnt ist, ist auch hier schnell erkennbar, welche Gegend Mrtyahaima Pate stand: das Himalaya-Gebiet, und so ist es nicht verwunderlich, dass sich schon die Anreise als schwierig gestaltet und Isabella, Tom, Suhail und ihre Begleiter mit den Herausforderungen einer Hochgebirgsregion zu kämpfen haben. Durch eine Lawine wird Isabella schließlich von den anderen getrennt und macht auf diese Weise eine Entdeckung, die all ihre bisherigen Forschungen auf den Kopf stellt.

Die Wendung, die sich hier anbahnt, ist eine, die ich schon von Beginn an geahnt und gefürchtet habe. Um nicht zuviel vom fünften Band zu verraten, werde ich hier nicht genauer darauf eingehen, welche Entdeckung Isabella macht, aber ich war zunächst nicht sehr glücklich über die Richtung, die der Plot eingeschlagen hat.
Erstaunlicherweise hat mir aber "Within the Sanctuary of Wings" trotzdem besser gefallen als einige der Vorgängerbände. Ich fand den Roman sehr spannend und mochte es, wie stark hier der Fokus nicht nur auf Isabellas Forschungen, sondern auch auf ihre Gedanken und Gefühle gelegt wurde. Für mich war sie als Person nie besonders greifbar und ich fand sie oft auch nicht sehr sympathisch, aber hier habe ich gern ihre Perspektive eingenommen. Es ist allerdings schade, dass Tom und Suhail dabei sehr in den Hintergrund treten.

Mir hat auch die Beschreibung von Mrtyahaima gefallen und die Anklänge an frühe Everest-Expeditionen. 
Wem Brennans Welt immer zu wenig Fantasy war, wird vielleicht hier eher auf die Kosten kommen, da die phantastischen Elemente stärker in den Vordergrund treten als bislang. 

Alles in allem ist "Within the Sanctuary of Wings" ein schöner Abschluss der Reihe. Ich hätte mir eine etwas andere Entwicklung gewünscht, fand die Umsetzung aber dennoch gelungen. Die Idee, dass eine Drachenforscherin von ihren Entdeckungen schreibt, fand ich schon von Anfang an sehr reizvoll, auch wenn der Memoirenstil der Spannung nicht immer zuträglich war.
Die Reihe hatte für mich klare Schwächen und Längen, aber es war einmal etwas andere Fantasy und ich bin gespannt, was die Autorin als nächstes schreiben wird.

Sonntag, 15. April 2018

Lesesonntag im April

Heute ist der 3. Sonntag im Monat und daher wieder Lesesonntag bei Winterkatze.
Ich habe gestern schon einige Sonnenstunden auf dem Balkon verbracht und dabei Within the Sanctuary of Wings von Marie Brennan ausgelesen. Damit habe ich die Lady Trent-Reihe nun abgeschlossen und obwohl sich der 5. Band in eine Richtung entwickelt hat, die ich schon vorher befürchtet und mir so gar nicht gewünscht habe, hat mir das Buch überraschend gut gefallen.
Heute schaut es wettermäßig leider nicht ganz so gut aus, aber ich hoffe, dass ich dennoch ein paar Stündchen am Balkon genießen kann und werde später auch mal ein paar Fotos vom Frühlingsbalkon machen.

Heute möchte ich endlich bei Gösta Berling weiterlesen und vielleicht sogar den Roman beenden. Er gefällt mir eigentlich gut, aber trotzdem komme ich nicht recht voran. Ich nehme an, dass es am episodenhaften Aufbaue liegt - und daran, dass es ein dicker Wälzer ist, den ich nie unterwegs dabei habe.
Da ich heute (wie auch schon beim Lesesonntag im Februar) wieder an meiner Weltkarte arbeiten möchte, werde ich wohl auch bei meinem Hörbuch Anna Karenina weiterhorchen.
Apropos Karte: Im März/April habe ich an einer Challenge der Cartographer's Guild teilgenommen bei der es darum ging, eine Karte nur mit Namen von Mitgliedern zu benennen. Für mich war das eine schöne Gelegenheit, einfach mal eine "Klischee-Fantasykarte" auszuprobieren und zum ersten Mal seit Jahren auch wieder zu Feder und Tusche zu greifen. Und ich hatte so einen unglaublichen Spaß mit der Karte!


Jetzt werde ich mal ein Weilchen lesen und mich dann später wieder melden.


Update um 15:00

Die Sonne zeigt sich heute nur sehr selten, aber es ist so warm, dass ich heute sogar im Schatten draußen sitzen kann. Da ich inzwischen auch endlich den Balkon aus dem Winterschlaf geweckt habe (und die ersten Blätter und Kräuter sprießen), ist es jetzt auch wieder sehr gemütlich draußen.

  
Daher bin ich nun auch endlich wieder ein Stück bei Gösta Berling vorangekommen - vielleicht kann ich das Buch ja heute doch noch auslesen. Da ich den Roman schon im Februar begonnen habe und auch das sehr lange Hörbuch von Anna Karenina schon seit Wochen mitnehme, wäre ich ganz froh, wenn ich zumindest eines dieser beiden Bücher endlich einmal abschließen könnte. Dass ich ständig andere Bücher dazwischen geschoben habe, war natürlich auch nicht sehr hilfreich ...
Kennt ihr das, wenn ihr ein Buch eigentlich nicht schlecht findet, aber trotzdem ewig dafür braucht und es dann schon nicht mehr sehen könnt?


Update um 20:30

Ich habe Gösta Berling ausgelesehen - wohoo! Es sind dann auch noch alle Fäden zusammengeführt und all die Erzählstränge zu einem Abschluss gebracht worden. Mir haben die letzten Kapitel gut gefallen, aber jetzt bin ich doch froh, dass ich dieses Buch endlich abhaken kann.
Eine Weile habe ich auch bei Anna Karenina weitergehorcht, während ich an meiner Karte gewerkelt habe und schließlich habe ich noch die ersten Kapitel von Karten: Mythen & Geschichten von Francisca Mattéoli gelesen (ja, heute gibt es hier ein Kartenthema). Die Autorin erzählt darin anhand historischer Karten von 20 sagenumwobenen Orten, Landschaften und Routen. Ich habe das Buch vor zwei Wochen bei einem Flohmarkt in einer Buchhandlung entdeckt und musste bei dem Thema natürlich gleich zuschlagen.

Jetzt werde ich wohl noch ein wenig weiter an meiner Karte arbeiten und dabei noch meinem Hörbuch lauschen, aber ich denke nicht, dass ich noch ein Update schreiben werde.
Habt noch einen schönen Abend und vielen Dank für den Lesesonntag, Winterkatze!

Donnerstag, 12. April 2018

J. Jefferson Farjeon - Mystery in White


erschienen bei British Library Crime Classics
woher: Büchereien Wien


Im Dezember 1936 bleibt ein Zug im Schnee stecken. Ein Grüppchen Reisender macht sich zu Fuß zur nächsten Zugstation auf, in der Hoffnung, auf diese Weise doch noch rechtzeitig zu Weihnachten ihre Familien zu erreichen. Prompt verirren sie sich im Schneetreiben und stoßen auf ein Herrenhaus, das verlassen ist, obwohl die Tür unverschlossen ist und bereits das Teewasser aufgesetzt wurde. Gemeinsam versuchen sie das Rätsel zu lösen.

"Mystery in White" erschien erstmals 1937 in England, wurde 2014 in einer Neuauflage zum Überraschungserfolg und 2017 schließlich auch in einer deutschen Übersetzung publiziert. 

Im Mittelpunkt des Krimis stehen die resoluten Geschwister Lydia und David, die zu Verwandten unterwegs waren. Zusammen mit ihnen finden sich in dem mysteriösen Haus noch ein ältlicher Aufschneider, ein schüchterner Buchhalter, der sich seine eigene Welt zusammenträumt, eine Revutänzerin und schließlich der exzentrische Mr. Maltby, der mit seinem scharfen Verstand die Rätsel zu lösen versucht.
Der Autor nimmt im Roman verschiedene Perspektiven ein und bringt einem auf diese Weise die Figuren näher. Durch diese Konzentration auf die Gefühle und Gedanken der verschiedenen Figuren ist das Tempo des Krimis teils eher gemächlich, aber die gruselige Grundstimmung sorgt trotzdem für eine stetige Spannung.

Neben dem leichten Grusel kommt aber auch der Humor nicht zu kurz. Die ironischen und mitunter bissigen Dialoge von Farjeon haben mich immer wieder schmunzeln lassen.

Obwohl ich zwischendurch das Gefühl hatte, das ganze würde in eine übersinnliche Richtung gehen, ist der Kriminalfall doch gänzlich auf realistische Weise zu erklären und ich fand auch die Auflösung überzeugend. Der Schreibstil des Autors, die Figuren und die unheimliche Atmosphäre haben mir sehr gut gefallen. Einzelne Passagen fand ich etwas langatmig, aber sonst hat mich dieser klassische Krimi sehr gut unterhalten.

Mittwoch, 4. April 2018

Buchstabengeplauder #6/2018

Stress in der Arbeit, Besuch von alten Bekannten in Wien, Ostern, Katzenbetüddeln, Spielenachmittag mit den Nichten, Treffen mit alten Freunden, ein kleiner Wohnungsrelaunch mit dem Verkauf von alten und dem Kauf von neuen Möbeln, die zusammengebaut werden mussten ... Das waren die Dinge, die mich in den letzten Tagen auf Trab gehalten haben und von denen ich ein paar fotografische Eindrücke hierlasse, bis ich hoffentlich bald auch wieder Zeit für Rezensionen und andere buchbloggerische Dinge finde.

Osterkekse
Olly ist seit Herbst unser neues Familienmitglied und ein absolutes Herzchen



Was mein Herumwerkeln in der Wohnung betrifft, so habe ich nun endlich einen großen Esstisch. 


Dafür musste mein Schreibtisch weichen (sowohl mit dem Laptop als auch den Malsachen kann ich mich entweder an den Esstisch oder meinen Sekretär setzen) und meine Bücherregale sind beide an eine Seite der Wand gewandert, was bedeutet, dass ich nun auf beide einen schönen Blick von meinem Sofa habe.  :-)




Vermutlich wird mein kleines Wandregal mit den Reclam-Bücher noch woanders hin wandern, da ich die Wand nun etwas vollgestopft finde, und auch sonst gibt es noch ein paar Kleinigkeiten zu erledigen. Jetzt muss ich mich aber erst mal davon erholen, dass ich gestern den Tisch, die vier Sessel und die Kommode mit den Laden, die nun neben meinem Sekretär steht, im Alleingang zusammengebaut habe.